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Objektive meinung

14. März 2016 um 20:04 Letzte Antwort: 15. März 2016 um 14:51



Keine Ahnung, was ich hier mache, aber ich ich versuche hier objektive Eindrücke zu bekommen.
Ich fang einfach mal an:
Ich hasse es mich selbst zu bemitleiden, wirklich von Grund auf. Ich hasse Menschen, die es dauerhaft tun.
Also so gesehen, hasse ich mich dafür, dass ich das hier schreibe und mich damit selbst bemitleide.
Ok - als ich jung war, wurde ich misshandelt - nicht vergewaltigt, aber sexuell missbraucht. Was die Sache nicht weniger Schlimm macht, da ich dadurch, bis heute etwas eingeschränkt bin - ich hab mich gebessert, kann Witze über sexuell anzügliche Dinge machen, kann über Brüste usw. reden und auch in die BH Abteilung gehen, was damals undenkbar war, da ich versucht hatte, als Kind, auszublenden dass ich "weiblich" bin. Meine Brust fing viel zu früh an zu wachsen und dadurch dass ich sie ablehnte, trug ich keine BHs. Was das Bindegewebe zerstörte und dafür sorgte, dass ich mit BH Größe E mur T-Shirt BHs tragen kann und nicht daran denken kann, andere zu kaufen, da mir die Dinger sonst raus fallen. Sex? Ja ist möglich, meistens bin ich jedoch die defensive Partei, muss einen BH bei tragen (zu meist das möglich ist, wenn ich keinen an habe, versuch ich mich so wenig wie möglich dann zu bewegen) und stoße ab, sobald es an diesen Bereich heran ragt.
Um vom Sex mal weg zu kommen: in freien Bewegungen fühle ich mich eingeschränkt, ich schaffe es nicht, meine Arme weiter über Brusthöhe zu bewegen, zum Beispiel beim tanzen. Es klingt bescheuert, aber ich fühl mich dabei einfach mist. Ich hatte schon einen Streit mit meinem Freund darüber,dass ich zur Therapie sollte. Er hat es mir irgendwie so vor die Nase geknallt - ich hab geheult, danach wurde aber auch nie mehr darüber geredet.
Das ist nicht das einzige, dass mich beschäftigt:
Ich habe Sicherheiten im Leben, hab einen festen Arbeitsplatz, eine langjährige Beziehung, Freunde. Und doch weiß ich nichts mit meinem Leben anzufangen. (ich bin 23).
Ich weiß, jung blah blah. "Früher", wenn ich das so nennen darf, hatte ich Träume, klar einige davon waren voll überzogen, aber zumindest hatte ich sie. Jetzt im Moment hab ich keine Ahnung mehr, was ich für Träume habe, was ich machen will, was für Ziele ich habe.Und ivh stelle, wenn ich mal wirklich ehrlich zu mir selber bin, meine Beziehung in Frage.
Vor einer Weile hat mich mal jemand gefragt, ob ich ihn wirklich noch Liebe oder ob es nur die Gewohnheit ist. Ich sagte Liebe, aber ich hab keine Ahnung ob ich das fühle. Wir sind lange zusammen, haben einiges durchgemacht (keine großen Dramas zum Glück). Wann weiß man, wenn der Alltag eingekehrt ist, ob man jemanden noch liebt? oder ob es nur noch ein Freundschaftliches lieben ist? Küsse, Sex erreicht mich nicht mehr. Nähe? Ja ich fühle mich wohl bei Ihm, aber wer genießt denn keine Nähe?
Es gibt momente, das bin ich froh, dass ich ihn habe, finde es aber egoistisch, dass ich so denke. Denn ich weiß ehrlich nicht, was ich vorzuweisen habe! Zum teil platze ich bei jeder Kleinigkeit die mich aufregt an ihm, könnte dabei Sachen an die Wand hämmern!
Manchmal hab ich das Gefühl er hat Respekt, Achtung vor mir verloren, obwohl ich auch nicht besagen kann, ob es das jemals gegeben hat....
Es ist keine Beziehung in der es Gewalt gibt, nur um den Gedanken mal gleich bei Seite zu schieben, es sind nur die Umgangsarten, die es so seltsam macht.
Ehrlich gesagt laufe ich auf einer Stelle herum, keine Ahnung wie weit mich das alles hier bringt, ich weiß nur, dass ich mich im moment beschissen Unglücklich fühle und mit niemanden, den ich kenne, darüber reden möchte... weil ich nicht weiß, ob ich einfach alles übertreibe, mich hineinsteigere.

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15. März 2016 um 9:41

Objektive Meinungen...
... ist ein Widerspruch in sich. Eine Meinung ist immer subjektiv - ist zumindest meine Überzeugung.

Wie auch immer.. kann es sein, dass Du einfach Emotionen generell blockst, wann auch immer möglich? Weil sie Dich verletzlich machen und schwer kontrollierbar sind?
Nun, ja, tun sie und sind sie. Aber sie machen auch das Leben aus - und zwar immer positive wie "negative" Emotionen.
Ich glaube, Du musst lernen, Gefühle wieder zuzulassen - und Dir selbst (und anderen) eingestehen zu können. Wünsche und Träume, aber auch Ängste gehören da dazu. Ängste sind naturgemäss stärker, aber auch die blockst Du im Moment. Nach meiner laienhaften Meinung ist das etwas, was sich bei Dir als Selbstschutzmechanismus herausgebildet hat und sich irgendwann so "verselbstständigt" hat, dass es jetzt völlig die Kontrolle über Dich übernommen hat. Könnte das sein?

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15. März 2016 um 13:07

Leben
Liebe Venacavasup, ich spüre Deine Verzweiflung und lese Deine Zeilen.
Es gibt vieles, woran Du Dich festhältst, doch gleichzeitig scheinst Du das Gefühl zu haben es wegstoßen zu wollen. Wenn Du Dich jetzt fragst, woran würde ich es merken, das sich mein Problem aufgelöst hat, was würdest Du sagen?
Vielleicht wollen wir mal zusammen "reden" - also per Mail oder auch skype?
Andrea

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15. März 2016 um 13:13
In Antwort auf avarrassterne1

Objektive Meinungen...
... ist ein Widerspruch in sich. Eine Meinung ist immer subjektiv - ist zumindest meine Überzeugung.

Wie auch immer.. kann es sein, dass Du einfach Emotionen generell blockst, wann auch immer möglich? Weil sie Dich verletzlich machen und schwer kontrollierbar sind?
Nun, ja, tun sie und sind sie. Aber sie machen auch das Leben aus - und zwar immer positive wie "negative" Emotionen.
Ich glaube, Du musst lernen, Gefühle wieder zuzulassen - und Dir selbst (und anderen) eingestehen zu können. Wünsche und Träume, aber auch Ängste gehören da dazu. Ängste sind naturgemäss stärker, aber auch die blockst Du im Moment. Nach meiner laienhaften Meinung ist das etwas, was sich bei Dir als Selbstschutzmechanismus herausgebildet hat und sich irgendwann so "verselbstständigt" hat, dass es jetzt völlig die Kontrolle über Dich übernommen hat. Könnte das sein?

...

Ja, das könnte, oder ist wohl durch aus so. Wenn ich mich im Alltag betrachte, bin ich zwar im beruflichen nicht gerade scheu meine Meinung zu vertreten und bin auch relativ Konfliktfähig, was ich im privaten wohl eher nicht bin. Da bin ich wohl das komplette Gegenteil.
Ich weiß leider nicht woran es liegt. Ich könnte schätzen - Erziehung? Erfahrungen?
Als ich den Wohnort wechselte, schloss ich mein komplettes privates Umfeld aus, um ein "neues Leben" anzufangen.
Bei einigen Menschen, die sich damals nur als gute Freunde wohl auszugeben schienen, mag das vielleicht nicht besonders traurig sein, doch bei manchen Menschen bereue ich das. Ich bereue jedoch nicht, dass ich es getan habe (Wohnort wechsel), denn so habe ich mich weiter entwickeln können und finde das auch gut.
Leider weiß ich nur nicht, wie ich das, was du sagst, wieder erlernen soll.
In der jetzigen Beziehung die ich habe, sprechen wir nicht viel über Gefühle. Eigentlich gar nicht, wir funktionieren einfach.
Ich muss zugeben, dass ich es irgendwann aufgegeben habe.Er tut es auch ab, nicht immer, wenn ich meine Meinung schildere, was ivh Natürlich nicht besonders gut finde, ich nehme an, dass er das weiß, keine Ahnung weshalb er es dann tut. (er ist älter als ich). Nun das wir nicht über Gefühle sprechen, kam mir auch zu gute muss ich zu geben, denn es war schon immer so, wenn ich meine Gefühle aussprechen sollte, blieb es mir wie ein Kloß im Halse stecken, was mich ganz unfähig zu sprechen machte. Egal bei wem. Ich funktioniere, das kann ich zumindest gut, ich bin mir bewusst, dass es auf Dauer aber ungesund ist, nur zu Funktionieren.
Ich hab Ihn einmal gefragt, was er für Träume habe, ganz gleich wie kleinlich sie sind, aber das wunk er ab, sagte nur, dass er doch bereits alles habe. Aber darum ging es gar nicht, alles zu haben, sondern darum was er noch sehen will, machen will etc. Auch das wunk er ab.
Ich hatte viele Träume, wie jeder. Und ein wenig erkenne ich mich auvh selber nicht mehr, denn ich könnte meine Träume im moment nicht aufzeigen.
Während er bereits alles im vorraus plant, bin ich noch jemand, der nicht gerne "alles" im vorraus plant, denn viele Dinge kommen eh ganz anders.
Auf der einen Seite, wahrscheinlich weil es mir Sicherheit gibt, ist es in Ordnung wie es jetzt ist, auf der anderen Seite habe ich keine Ahnung, wozu ich das alles mache.
Ich bin jung, ich weiß, deswegen tue ich es auch zum Teil ab, dass mich diese Dinge alle beschäftigen, jeder mavht sich Gedanken in meinem Alter wie es weiter gehen soll und was man will, aber ich hab keine Ahnung wie ich es heraus finden soll.
Dazu muss ich nämlich leider auch zu geben, dass mir einige Dinge unangenehm sind, sie zu meinem Freund zu sagen, gewisse Dinge in seiner Gegenwart zu tun etc.

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15. März 2016 um 13:30
In Antwort auf orman_12825731

...

Ja, das könnte, oder ist wohl durch aus so. Wenn ich mich im Alltag betrachte, bin ich zwar im beruflichen nicht gerade scheu meine Meinung zu vertreten und bin auch relativ Konfliktfähig, was ich im privaten wohl eher nicht bin. Da bin ich wohl das komplette Gegenteil.
Ich weiß leider nicht woran es liegt. Ich könnte schätzen - Erziehung? Erfahrungen?
Als ich den Wohnort wechselte, schloss ich mein komplettes privates Umfeld aus, um ein "neues Leben" anzufangen.
Bei einigen Menschen, die sich damals nur als gute Freunde wohl auszugeben schienen, mag das vielleicht nicht besonders traurig sein, doch bei manchen Menschen bereue ich das. Ich bereue jedoch nicht, dass ich es getan habe (Wohnort wechsel), denn so habe ich mich weiter entwickeln können und finde das auch gut.
Leider weiß ich nur nicht, wie ich das, was du sagst, wieder erlernen soll.
In der jetzigen Beziehung die ich habe, sprechen wir nicht viel über Gefühle. Eigentlich gar nicht, wir funktionieren einfach.
Ich muss zugeben, dass ich es irgendwann aufgegeben habe.Er tut es auch ab, nicht immer, wenn ich meine Meinung schildere, was ivh Natürlich nicht besonders gut finde, ich nehme an, dass er das weiß, keine Ahnung weshalb er es dann tut. (er ist älter als ich). Nun das wir nicht über Gefühle sprechen, kam mir auch zu gute muss ich zu geben, denn es war schon immer so, wenn ich meine Gefühle aussprechen sollte, blieb es mir wie ein Kloß im Halse stecken, was mich ganz unfähig zu sprechen machte. Egal bei wem. Ich funktioniere, das kann ich zumindest gut, ich bin mir bewusst, dass es auf Dauer aber ungesund ist, nur zu Funktionieren.
Ich hab Ihn einmal gefragt, was er für Träume habe, ganz gleich wie kleinlich sie sind, aber das wunk er ab, sagte nur, dass er doch bereits alles habe. Aber darum ging es gar nicht, alles zu haben, sondern darum was er noch sehen will, machen will etc. Auch das wunk er ab.
Ich hatte viele Träume, wie jeder. Und ein wenig erkenne ich mich auvh selber nicht mehr, denn ich könnte meine Träume im moment nicht aufzeigen.
Während er bereits alles im vorraus plant, bin ich noch jemand, der nicht gerne "alles" im vorraus plant, denn viele Dinge kommen eh ganz anders.
Auf der einen Seite, wahrscheinlich weil es mir Sicherheit gibt, ist es in Ordnung wie es jetzt ist, auf der anderen Seite habe ich keine Ahnung, wozu ich das alles mache.
Ich bin jung, ich weiß, deswegen tue ich es auch zum Teil ab, dass mich diese Dinge alle beschäftigen, jeder mavht sich Gedanken in meinem Alter wie es weiter gehen soll und was man will, aber ich hab keine Ahnung wie ich es heraus finden soll.
Dazu muss ich nämlich leider auch zu geben, dass mir einige Dinge unangenehm sind, sie zu meinem Freund zu sagen, gewisse Dinge in seiner Gegenwart zu tun etc.

Träume, Wünsche, Hoffnungen...
... sind tatsächlich das, was am verletzlichsten macht. Wahrscheinlich sind die deswegen am Gründlichsten "untergepflügt" wurden.

Hab mit emotionaler Isolation so meine eigenen Erfahrungen... das Problem ist aber, dass es sich viel sicherer anfühlt - man sich aber eben selbst (!) auf "funktionieren" reduziert - und das ist auf Dauer mehr als ungesund.
Aber wie soll ich sagen ... ich wüsste nicht, wie man Dir über ein Forum helfen könnte, das wieder aufzubrechen...

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15. März 2016 um 13:33
In Antwort auf avarrassterne1

Träume, Wünsche, Hoffnungen...
... sind tatsächlich das, was am verletzlichsten macht. Wahrscheinlich sind die deswegen am Gründlichsten "untergepflügt" wurden.

Hab mit emotionaler Isolation so meine eigenen Erfahrungen... das Problem ist aber, dass es sich viel sicherer anfühlt - man sich aber eben selbst (!) auf "funktionieren" reduziert - und das ist auf Dauer mehr als ungesund.
Aber wie soll ich sagen ... ich wüsste nicht, wie man Dir über ein Forum helfen könnte, das wieder aufzubrechen...

....
Ja, das wusste ich. Eine Lösung muss ich da auch selber finden (Ist nicht negativ gemeint!)
Hab trotzdem vielen Dank, dass du das alles durch gelesen hast! Das weiß ich sehr zu schätzen!

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15. März 2016 um 13:42
In Antwort auf orman_12825731

....
Ja, das wusste ich. Eine Lösung muss ich da auch selber finden (Ist nicht negativ gemeint!)
Hab trotzdem vielen Dank, dass du das alles durch gelesen hast! Das weiß ich sehr zu schätzen!

Nein, musst Du nicht...
... Du kannst Dir beispielsweise auch professionelle Hilfe suchen. Muss nicht unbedingt funktionieren, ist aber, wenn es funktioniert, leichter. Das wird auch so noch hässlich genug, fürchte ich

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15. März 2016 um 13:50
In Antwort auf avarrassterne1

Nein, musst Du nicht...
... Du kannst Dir beispielsweise auch professionelle Hilfe suchen. Muss nicht unbedingt funktionieren, ist aber, wenn es funktioniert, leichter. Das wird auch so noch hässlich genug, fürchte ich

...
Daran habe ich zwar bereits gedacht, aber diesbezüglich stehe ich mir wahrscheinlich selbst im Weg. Ich glaube, wenn ich mit der ersten Psycharterin nicht klar komme, geb ich es wohl ganz auf.. Außerdem gibt es hohe Wartezeiten und - das kommt noch dazu - ich will es jetzt nicht reduzieren - glaube ich kaum, dass wegen "jugendlichen" zweifeln, sowas über eine kasse getragen würde...

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15. März 2016 um 14:05
In Antwort auf orman_12825731

...
Daran habe ich zwar bereits gedacht, aber diesbezüglich stehe ich mir wahrscheinlich selbst im Weg. Ich glaube, wenn ich mit der ersten Psycharterin nicht klar komme, geb ich es wohl ganz auf.. Außerdem gibt es hohe Wartezeiten und - das kommt noch dazu - ich will es jetzt nicht reduzieren - glaube ich kaum, dass wegen "jugendlichen" zweifeln, sowas über eine kasse getragen würde...

Hmmm...
also erstens: ja: von der Kasse getragen bin ich mir so sicher, wie man es als Laie und per Ferndiagnose eben sein kann.

zweitens: wäre die Frage, ob Psychiater oder Psychologe oder Psychotherapeut.

drittens: das mit den Wartezeiten ist genauso wie bei jeder körperlichen Krankheit auch. Wenn es eben nicht ewig warten kann, weil es in der Zeit massiv schlimmer werden würde und / oder die Situation akut nicht tragbar ist und / oder berechtigte Zweifel bestehen, dass man nach der Zeit die Therapie noch antreten kann (schliesst gerade bei psych. Problemen auf jeden Fall so etwas wie "bis dahin hat mich der Mut wieder verlassen" ein!!!) dann muss man die nicht hinnehmen.
Mach nicht den Fehler und spiele das vor Dir selbst und / oder anderen herunter, weil es "nur im Koppe ist". Nehmen viele nicht ernst genug und auch wenn Du es ernst nimmst, wirst Du noch genug anderen begegnen, die es nicht tun.
Versuche es mit folgender Regel: stell Dir im gleichen Masse starke körperliche Beschwerden vor und handle ganz genau so, wie Du es da tun würdest. Wenn Du zwar noch laufen kannst und keine starken Schmerzen hast, aber ständig Taubheitsgefühle in Armen und Beinen, würdest Du vermutlich auch mehr Alarm machen, oder?

viertens: dass der / die erste passt, wäre ein echter Glückstreffer, damit, dass Du es sehr wahrscheinlich mehrfach versuchen musst, solltest Du rechnen.

fünftens: ja, ist wahrscheinlich, dass Du Dir selbst im Weg stehst, denn dafür müsstest Du Dich ziemlich öffnen und (iecks, ich weiss) eben vor allem "über Gefühle sprechen". Prinzipbedingt ist das der Fall.
Damit umzugehen, ist aber auch der Job Deines Therapeuten (bzw. Deiner Therapeutin) - vielleicht findet Ihr Wege, wo es Dir leichter fällt (schriftlich z.b.).

Ich finde, die Psychotherapie ist mächtig und kann auf jeden Fall helfen, meine Erfahrungen mit denen, die sie anwenden, sind leider nicht so toll. Aber die Alternative wäre, alles selbst zu lernen und dann selbst anzuwenden - und wenn man da Fehler macht... naja, so sind Deine Probleme im Grunde entstanden, verstehst Du, was ich meine?

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15. März 2016 um 14:30
In Antwort auf avarrassterne1

Hmmm...
also erstens: ja: von der Kasse getragen bin ich mir so sicher, wie man es als Laie und per Ferndiagnose eben sein kann.

zweitens: wäre die Frage, ob Psychiater oder Psychologe oder Psychotherapeut.

drittens: das mit den Wartezeiten ist genauso wie bei jeder körperlichen Krankheit auch. Wenn es eben nicht ewig warten kann, weil es in der Zeit massiv schlimmer werden würde und / oder die Situation akut nicht tragbar ist und / oder berechtigte Zweifel bestehen, dass man nach der Zeit die Therapie noch antreten kann (schliesst gerade bei psych. Problemen auf jeden Fall so etwas wie "bis dahin hat mich der Mut wieder verlassen" ein!!!) dann muss man die nicht hinnehmen.
Mach nicht den Fehler und spiele das vor Dir selbst und / oder anderen herunter, weil es "nur im Koppe ist". Nehmen viele nicht ernst genug und auch wenn Du es ernst nimmst, wirst Du noch genug anderen begegnen, die es nicht tun.
Versuche es mit folgender Regel: stell Dir im gleichen Masse starke körperliche Beschwerden vor und handle ganz genau so, wie Du es da tun würdest. Wenn Du zwar noch laufen kannst und keine starken Schmerzen hast, aber ständig Taubheitsgefühle in Armen und Beinen, würdest Du vermutlich auch mehr Alarm machen, oder?

viertens: dass der / die erste passt, wäre ein echter Glückstreffer, damit, dass Du es sehr wahrscheinlich mehrfach versuchen musst, solltest Du rechnen.

fünftens: ja, ist wahrscheinlich, dass Du Dir selbst im Weg stehst, denn dafür müsstest Du Dich ziemlich öffnen und (iecks, ich weiss) eben vor allem "über Gefühle sprechen". Prinzipbedingt ist das der Fall.
Damit umzugehen, ist aber auch der Job Deines Therapeuten (bzw. Deiner Therapeutin) - vielleicht findet Ihr Wege, wo es Dir leichter fällt (schriftlich z.b.).

Ich finde, die Psychotherapie ist mächtig und kann auf jeden Fall helfen, meine Erfahrungen mit denen, die sie anwenden, sind leider nicht so toll. Aber die Alternative wäre, alles selbst zu lernen und dann selbst anzuwenden - und wenn man da Fehler macht... naja, so sind Deine Probleme im Grunde entstanden, verstehst Du, was ich meine?

...
Vielen Dank, wirklich. Und du hast Recht. Ich werd mich bemühen, dem Einzusehen. Und was zu machen. Ich hoffe, dass ich das schaffe.
Eine Ahnung, wie man das Anfängt? Zum Hausarzt gehen und sich überweisen lassen?
Hab nur keine Ahnung, wie ich das erklären soll - aufeinmal gehe ich irgendwo für eine stunde die woche hin.. Hey Schatz, ich mach ne Therapie. Ich weiß jeder sollte so etwas respektvoll gegen über treten und es sollte etwas ganz normales sein... zumal man es mir schon vor den Kopf geworfen hat. Naja. Ich werds irgendwie in Angriff nehmen.

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15. März 2016 um 14:51
In Antwort auf orman_12825731

...
Vielen Dank, wirklich. Und du hast Recht. Ich werd mich bemühen, dem Einzusehen. Und was zu machen. Ich hoffe, dass ich das schaffe.
Eine Ahnung, wie man das Anfängt? Zum Hausarzt gehen und sich überweisen lassen?
Hab nur keine Ahnung, wie ich das erklären soll - aufeinmal gehe ich irgendwo für eine stunde die woche hin.. Hey Schatz, ich mach ne Therapie. Ich weiß jeder sollte so etwas respektvoll gegen über treten und es sollte etwas ganz normales sein... zumal man es mir schon vor den Kopf geworfen hat. Naja. Ich werds irgendwie in Angriff nehmen.

Hey Schatz, ich mach ne Therapie
... nun, auch wenn er es ungern ausdiskutiert, wird Dein Partner wissen, dass es Dir im Moment alles andere als gut geht. Also sollte er auch grundsätzlich einsehen, dass Du damit mal zum Doc gehst.
"Ich weiß jeder sollte so etwas respektvoll gegen über treten und es sollte etwas ganz normales sein... " jaja, das ist eine herrliche Theorie. Aber Theorie und Praxis sind nur in der Theorie gleich. Die Erfahrung, dass das auch von nahestehenden Menschen nicht so ernst genommen und gar mit den angemessenen Respekt behandelt wird, wie es sein sollte, kennen wir wohl alle. Aber bei Partnern geht es idR, die bekommen den Leidensdruck ja unmittelbar mit. Das Hauptproblem ist eher, dass jemand, der psychische Probleme / Störungen / Krankheiten nicht selbst kennt, sich auch selten vorstellen kann, wie es ist. Jeder Mensch urteilt aus seinem persönlichen Erleben, den eigenen Erfahrungen und dem eigenen Wissen heraus - und eben danach, "wie es aussieht" - von aussen natürlich. Geht gar nicht anders - das einzige, was da bleibt ist, die Reaktionen derer, die es eben nicht besser wissen, nicht persönlich zu nehmen. Und ihnen den Rat geben, sich mal aus neutralen Quellen zu informieren. In jedem Falle wie immer: was auch kommt: NIE rechtfertigen.

Zum Hausarzt gehen ist eine Option, Du kannst Dich aber auch informieren, welche Form, welche Fachrichtung und welcher Ansprechpartner (die sind ja auch alle im Internet, da kann man zumindest schon mal einen ersten Eindruck erhalten) zu Dir passen würde und dann direkt auf die Suche gehen, eine Überweisung ist nicht erforderlich. Der Hausarzt könnte Dich hier aber noch beraten, wenn Du noch keine Richtung hast, in die Du gehen willst.

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