Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Nuckeltuch und daumenlutschen mit 23!

Nuckeltuch und daumenlutschen mit 23!

25. Juni 2004 um 9:32

ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. ich versuche es einfach an hand ein paar eckdaten:
ich bin 23 jahre alt, wohne noch bei meinen eltern, habe einen freund, ein paar sehr gute und nette freunde. dann habe ich vor 2 jahren meine bürokauffrauleere zuende gemacht und arbeite nun auch in dem unternehmen festangestellt.
jetzt zu meinem problem, ich habe ein schnuffeltuch und lutsche immer noch am daumen!!! bitte lacht nicht, es ist mir so unendlich peinlich... es ist so, dass ich wenn ich alleine bin es ständig mache, beim tv schauen, beim surfen, beim einschlafen. meine eltern wissen das und sagen auch nichts. sie haben NIE etwas dazu gesagt, als ich aus dem alter, wo man es einfach nicht mehr machen soll. ich habe es also schon immer gemacht, und nie gelernt es nicht mehr zu machen. mein freund weiß natürlich nichts davon, auch alle meine freunde wissen davon nichts. ich könnte es nie jemanden erzählen den ich kenne. auch jetzt, wo ich erwachsen bin oder bzw. erwachsen werde habe ich eigentlich nie mit dem gedanken gespielt damit aufzuhören. ich denke mir immer warum? Ich tue niemandem weh, ich tue mir nicht weh, keiner weiß es (dewegen kann es mir auch nicht peinlich sein!), usw.
ich kann auch problemlos bei meinem freund sein, ohne mein schnuffeltuch und am daumen zu lutschen. ich kann problemlos einschlafen und dann fehlt es mir auch nicht. ich mache es wirklich nur, wenn ich zuhause alleine bin.
aber irgendwie habe ich in letzter zeit vermehrt den drang danach. also wenn ich auf arbeit bin, dann will ich möglichst schnell nach hause um das zu tun. es ist noch nicht mal wirklich bewust. wie soll ich sagen, es ist so, dass ich in letzter zeit viel mehr darüber nachgedacht habe ob es falsch ist, das immer noch mit 23 zu tun.
ich bin im moment nicht so glücklich, liegt am job, manchmal an meinem freund, und vielleicht auch daran, dass ich sehr sehr viel langeweile habe. versuche in der freizeit immer sport zu machen, aber selbst dazu habe ich oft keine lust. mit freunden treffe ich mich auch recht selten.

ich habe gedacht mal eine gespächsterapie anzufangen um den wirklichen grund auf die spur zu kommen, oder sollte ich einfach so weitermachen wie bisher. wirklich schlimm ist es ja nicht das ich es mache, oder?!

vielleicht habt ihr ein paar ratschläge oder so, ich musste es einfach mal loswerden...

feder22

Mehr lesen

25. Juni 2004 um 9:55

Hi Feder
na seltsam ist es schon. Machst du das in bestimmten Situationen oder einfach so spontan?
Du solltest vielleicht wirklich in eine Therapie gehen und mal mit einem Fachmann darüber reden. Warum sagst du es deinem Freund nicht? Denkst du er würde dich auslachen oder verlassen? Spätestens wenn du mit deinem Freund mal zusammen ziehen wirst wird er es bemerken.
Also mein Tipp: Red mal mit nem Fachmann darüber

LG

Gefällt mir

29. Juni 2004 um 9:51

Liebe Feder,
Daumenlutschen ist ein kindlicher Beruhigungsmechanismus.
Wahrscheinlich hast Du nie gelernt, diesen abzulegen.

Wenn du sagst, in letzter Zeit hast du verstärkt den Drang verspürt am Daumen zu lutschen, kann das die Reaktion auf den Stress in deinem beruflichen wie privaten Umfeld sein.
Das ist einfach deine Art abzuschalten, dich zu beruhigen...

Sicher ist es auch eín gesellschaftliches Problem, mit 23 noch Daumen lutschen - "Das ist doch nicht normal!?"...

Na und? Wenn es dich nicht stört, mach weiter; du mußt es ja niemandem erzählen, es ist ganz allein Deine Sache, deine Intimität.
Es hilft Dir wahrscheinlich, dich zu entspannen.

Wenn es dich allerdings belastet, such dir einen Therapeuten. Wahrscheinlich wird eine Verhaltens- bzw. Gesprächstherapie erfolgen.
Aber such den richtigen Weg für Dich...

LG, Aki

Gefällt mir

29. Juni 2004 um 15:07

Daumenlutschen
Liebe feder22,hier antwortet Dir eine 55 jährige Frau,dessen Ehemann mit seinen 56 Jahren das gleiche macht wie Du.Natürlich ist es eine Macke,aber für den Partner ist es sehr deprimierent.Es ärgert mich einerseits furchtbar,daß ich ein Kleinkind zu Hause habe und das schon seit 35 Jahren,andererseits spüre ich Mitleid und auch Ekel.Bitte beobachte Dich genau,bei welchen Situationen und Gefühlen Du es brauchst.Ich kann Dir nur raten,Dich an einen Fachmann zu wenden,denn nicht jeder Partner ist so tolerant und schaut sich das jahrelang an.Viel Mut wünscht Dir cockani !

Gefällt mir

30. Juni 2004 um 9:17

Danke für eure antworten
ich denke eben über eine "gesprächstherapie" nach, weil ich es in diesem ausmaß nicht mehr klar komme. es gab eine zeit, da habe ich es eben mal so eine stunde abends gemacht, und dann vorm schlafen gehen. ich hatte eben noch vieles anderes zu tun, für die prüfung lernen usw. das alles fällt nun weg.
wie gesagt, es ist zu einem großen teil langeweile, deswegen mache ich es.
ich bin irgendwie hin und her gerissen, ob es okay ist oder nicht. eigentlich weiß ich, dass es nicht gut für mich sein kann (schon gar nicht in meinem alter), aber dann wiederum denke ich (wie oben schon geschrieben) "ich schade doch keinem und mir auch nicht"...
wahrscheinlich werde ich zu einer therapie gehen. ich habe einerseits große angst und es wäre mir unendlich peinlich, aber ich hoffe man kann es ändern. ich will es eigentlich nicht ganz abstellen, aber "einschrenken". vielleicht ist das der erste schritt...
es ist echt schwer...
aber danke, dass ihr mir geschrieben habt, es ist schon der erste schritt es etwas loszuwerden und meinungen zu hören.

ich wollte noch was zu cockani sagen. Ich kann es mir eben gar nicht vorstellen es meinem partner zu sagen. wie ist es bei euch gewesen? hat er es dir erzählt, oder hast du ihn wohlmöglich erwischt? wie hast du reagiert? es ist ein komisches gefühl zu lesen, das es dich eckelt? ich meine, du hast es ja selber über die jahre mitgemacht, und akzeptierst es auch. Hast du versucht deinen mann zu raten auch zu einer therapie zu gehen? fragen über fragen...

hoffentlich schaffe ich es eine therapie zu machen... drückt mir die daumen.

lg
feder22

Gefällt mir

30. Juni 2004 um 12:32
In Antwort auf feder22

Danke für eure antworten
ich denke eben über eine "gesprächstherapie" nach, weil ich es in diesem ausmaß nicht mehr klar komme. es gab eine zeit, da habe ich es eben mal so eine stunde abends gemacht, und dann vorm schlafen gehen. ich hatte eben noch vieles anderes zu tun, für die prüfung lernen usw. das alles fällt nun weg.
wie gesagt, es ist zu einem großen teil langeweile, deswegen mache ich es.
ich bin irgendwie hin und her gerissen, ob es okay ist oder nicht. eigentlich weiß ich, dass es nicht gut für mich sein kann (schon gar nicht in meinem alter), aber dann wiederum denke ich (wie oben schon geschrieben) "ich schade doch keinem und mir auch nicht"...
wahrscheinlich werde ich zu einer therapie gehen. ich habe einerseits große angst und es wäre mir unendlich peinlich, aber ich hoffe man kann es ändern. ich will es eigentlich nicht ganz abstellen, aber "einschrenken". vielleicht ist das der erste schritt...
es ist echt schwer...
aber danke, dass ihr mir geschrieben habt, es ist schon der erste schritt es etwas loszuwerden und meinungen zu hören.

ich wollte noch was zu cockani sagen. Ich kann es mir eben gar nicht vorstellen es meinem partner zu sagen. wie ist es bei euch gewesen? hat er es dir erzählt, oder hast du ihn wohlmöglich erwischt? wie hast du reagiert? es ist ein komisches gefühl zu lesen, das es dich eckelt? ich meine, du hast es ja selber über die jahre mitgemacht, und akzeptierst es auch. Hast du versucht deinen mann zu raten auch zu einer therapie zu gehen? fragen über fragen...

hoffentlich schaffe ich es eine therapie zu machen... drückt mir die daumen.

lg
feder22

Antwort von cockani
Hallo feder22,stell Dir vor ich habe es erst nach 15 Jahren festgestellt.Entweder hat er es immer so geschickt angestellt oder es ist nach Jahren aus irgend einem Grund bei ihm wieder ausgebrochen.Ich weiß das nicht ,seine Mutter sagte mir ,das er es vor seiner Heirat auch schon gemacht hätte.Das Belastende für mich war immer,das ich meinte das es vielleicht irgendwie auch an meinem Verhalten liegen könnte.Schlimm war halt,das unser Sohn damit auch konfrontiert war.Was denkt ein Kind,wenn sein Vater am Daumen lutscht ?
Ekel empfinde ich,wenn ich meinen Mann küssen soll,und aus diesem Grund nicht mehr kann .ER weiß es und nimmt es hin ,anscheinend ist dieser Zwang stärker.Auf meine Nachfrage bei einem Psychiater bekam ich zur Antwort eben ,es sei eine Macke und ich solle ihn zu ihm schicken.Leider kann ich meinen Mann nicht dazu bewegen.Wie gesagt er tut niemanden weh damit, klar ,aber ich merke schon das er sich schämt.Übrigens ,man kann niemanden zu einer Therapie überreden,das muß er schon selber wollen.Ich könnte Druck ausüben,indem ich ihm mit Trennung drohe.Aber siehst Du da sag ich mir dann auch ,es gibt bestimmt schlimmeres.Aber Du bist noch so jung und kannst an Dir arbeiten,willst vielleicht Kinder haben und die erleben dann eine Daumenlutschende Mutter.
Das wollte ich Dir noch schreiben ,nur Mut lebe Feder22,Du schaffst das ganz bestimmt !!!
Alles Liebe wünscht Dir cockani

Gefällt mir

1. Juli 2004 um 19:40

Mach dir...
...so ein zeug auf die daumennägel, das man sich drauf schmiert, wenn man Fingernägel kaut...das schmeckt wohl so widerlich (ich glaube bitter o.ä.), dass Du sicher nicht mehr lutschst

Und Schnuffeltuch...da kenn ich noch viele die das auch haben, neben mir., Wir treffen uns immer mit ein paar Freundinnen und hören benjamin blümchen oder TKKG beim "schnuffeln"

Gefällt mir

20. August 2004 um 15:27

Nicht verrückt machen!
Hallo Feder22,

über mein Schnuffeltuch machte ich mir gerade Gedanken. Ich benutze zwar keins mehr, denke aber gerade über meine Kindheit nach - ich fand Dein Posting über Google.

Aus eigener therapeutischen Erfahrungen sage ich mal:
Dein Nuckeln ist NICHT das Problem. Mach es ruhig erstmal weiter.
Oder hör auf damit. Aber achte dann auf Deine guten und schlechten Gefühle, sie zeigen den Weg, worum es geht.

Wie bereits von einem anderen Poster gesagt, kann das Kind sich mit eigenem Daumenlutschen später beruhigen, z.B. bei Hunger, anderen Bedürfnissen oder Sorgen.

Nur: das, was es braucht, kriegt ein Kind so nicht. Auch ein Therapeut weiss es nicht, sie/er kann Dir nur helfen, es zu finden. Vielleicht ist es so körperlich, daß es sprachlich nicht ausdrückbar ist, ohne es zu vergurken.

Aber mach' Dich nicht verrückt, ich sage jetzt ganz rätselhaft: Du
kannst es auch selbst herausfinden. Das Du schon 23 bist, kannst Du übrigens auch so deuten, daß Du nicht SO zurück, sondern eine SO tiefgehende Persönlichkeit bist.

Grüße,
Boggie

Gefällt mir

20. August 2004 um 20:36

Hi...
Ich hoffe du hast bis jetzt dein Problem mit dem "Nuckeltuch und daumenlutschen" gelöst. Du solltest nicht einfach nur drüber weggucken - es ist ein ernst zu nehmendes Problem.

Ich habe das gefühl bekommen, dass du dich noch in der Oralen Phase befindest. (Das sind die ersten Lebensmonate). Dein Problem ist garnicht mal so selten.

In der oralen Phase versucht das Kind durch Stimulation des Lippen- und Mundraumes alle Lust zu gewinnen. Die Lippen- und Mundregion ist auch die Zone, durch die der kontakt zur dinglichen und sozialen Umwelt überwiegend hergestellt wird. Das bezieht sich nicht nur auf die Nahrungsaufnahme, sondern auch auf andere "orale" Aktivitäten wie saugen an den Fingern, an Stoffzipfeln, etc. Aber nicht nur aller Lustgewinn läuft in den ersten Lebensmonaten über den oralen Bereich. Im Falle der Versagung von oralen Aktivitäten stellen sich auch orale Frustrationen ein. Dabei kommt natürlich die Umwelt eines Kindes ins Spiel. Sind deren Einwirkungen gestört, so werden in der oralen ebenso wie in den folgenden Phasen psychische Konflikte vorprogrammiert, die sich auf die spätere Entwicklung der Person auswirken. Exzessive Befridigung oraler Bedürfnisse kann ebenso wie starke Frustration zu Fixierung auf orale Formen des Lustgewinns führen.
Bei der Lustgewinnung wird ein ungewöhnlich großer Teil libidinöser Energien auf einer Entwicklungsstufe "zurückgelassen". Er bleibt auch während späterer Entwicklungsstadien an die jeweilige Organzone gebunden. So wird ein oral-fixierter Mensch auch nach seiner Kindheit und Jugend noch bestrebt sein, durch orale Aktionen Lustgewinn zu erlangen.

Orale Charakter haben oft den Charme eines Kleinkindes. Sie möchten vom Partner "mütterlich" betreut und gepflegt werden.
(Oft kommt es vor, dass Frauen süchtig nach Sexualbeziehungen sind, verlangen und imponieren als nymphoman).
Menschen mit oralem Charakter leiden an einem Gefühl der Wertlosigkeit und an tiefer Resignation, aus der heraus die Entfaltung irgendwelcher Aktivität zur Überwindung der passiven Oralität sinnlos, weil unerreichbar, empfunden wird. Solche Menschen halten sich für nicht liebenswert und verachten sich selbst in ihrem passiv-regredierten
Verhalten.

Das Kind braucht einfach nur Liebe, es darf keine Angst aber dennoch Respekt vor den Eltern haben.
Wenn dies in der oralen Phase, oder einer anderen, fehlt dann hat das Kind diese Phase nicht richtig durchlaufen und fixiert sich, bzw. bleibt in dem Stadium stecken solange es nicht verarbeitet.

Da hilft nur ein Fachmann. Falls du es nicht getan hast, such doch bitte einen Psychologen in deiner Nähe zur Problemlösung.

Meld dich doch mal wieder...

Gefällt mir

21. August 2004 um 14:44
In Antwort auf nina19822

Hi...
Ich hoffe du hast bis jetzt dein Problem mit dem "Nuckeltuch und daumenlutschen" gelöst. Du solltest nicht einfach nur drüber weggucken - es ist ein ernst zu nehmendes Problem.

Ich habe das gefühl bekommen, dass du dich noch in der Oralen Phase befindest. (Das sind die ersten Lebensmonate). Dein Problem ist garnicht mal so selten.

In der oralen Phase versucht das Kind durch Stimulation des Lippen- und Mundraumes alle Lust zu gewinnen. Die Lippen- und Mundregion ist auch die Zone, durch die der kontakt zur dinglichen und sozialen Umwelt überwiegend hergestellt wird. Das bezieht sich nicht nur auf die Nahrungsaufnahme, sondern auch auf andere "orale" Aktivitäten wie saugen an den Fingern, an Stoffzipfeln, etc. Aber nicht nur aller Lustgewinn läuft in den ersten Lebensmonaten über den oralen Bereich. Im Falle der Versagung von oralen Aktivitäten stellen sich auch orale Frustrationen ein. Dabei kommt natürlich die Umwelt eines Kindes ins Spiel. Sind deren Einwirkungen gestört, so werden in der oralen ebenso wie in den folgenden Phasen psychische Konflikte vorprogrammiert, die sich auf die spätere Entwicklung der Person auswirken. Exzessive Befridigung oraler Bedürfnisse kann ebenso wie starke Frustration zu Fixierung auf orale Formen des Lustgewinns führen.
Bei der Lustgewinnung wird ein ungewöhnlich großer Teil libidinöser Energien auf einer Entwicklungsstufe "zurückgelassen". Er bleibt auch während späterer Entwicklungsstadien an die jeweilige Organzone gebunden. So wird ein oral-fixierter Mensch auch nach seiner Kindheit und Jugend noch bestrebt sein, durch orale Aktionen Lustgewinn zu erlangen.

Orale Charakter haben oft den Charme eines Kleinkindes. Sie möchten vom Partner "mütterlich" betreut und gepflegt werden.
(Oft kommt es vor, dass Frauen süchtig nach Sexualbeziehungen sind, verlangen und imponieren als nymphoman).
Menschen mit oralem Charakter leiden an einem Gefühl der Wertlosigkeit und an tiefer Resignation, aus der heraus die Entfaltung irgendwelcher Aktivität zur Überwindung der passiven Oralität sinnlos, weil unerreichbar, empfunden wird. Solche Menschen halten sich für nicht liebenswert und verachten sich selbst in ihrem passiv-regredierten
Verhalten.

Das Kind braucht einfach nur Liebe, es darf keine Angst aber dennoch Respekt vor den Eltern haben.
Wenn dies in der oralen Phase, oder einer anderen, fehlt dann hat das Kind diese Phase nicht richtig durchlaufen und fixiert sich, bzw. bleibt in dem Stadium stecken solange es nicht verarbeitet.

Da hilft nur ein Fachmann. Falls du es nicht getan hast, such doch bitte einen Psychologen in deiner Nähe zur Problemlösung.

Meld dich doch mal wieder...

Vorsicht vor Respekt
Hallo !

Du schriebst zum Schluß auch folgendes:

"Das Kind braucht einfach nur Liebe, es darf keine Angst aber dennoch Respekt vor den Eltern haben."

Du vermischt da Bedürfnisse des Erwachsenen mit denen des Kleinkindes. Im Lebensabschnitt der oralen Phase ist es sinnvoll, den Bedürfnisse und Äusserungen des Kindes in vorbehaltloser, naiver Weise zu begegnen, ein Konzept wie "Respekt" liegt noch weit jenseits der Möglichkeiten des Kindes.

Wichtig für das emotionale Gedeihen des Kindes ist, dem Kind gegenüber echte Emotionen zu zeigen, d.h. wenn es einem hart auf die Nase haut, authentisch unmutig Aua! zu rufen, aber auf keinen Fall bestrafen, da dadurch im Hirn des Kindes falsche Erwartungen verdrahtet werden.

Boggie

Gefällt mir

22. August 2004 um 0:08
In Antwort auf boggie1

Vorsicht vor Respekt
Hallo !

Du schriebst zum Schluß auch folgendes:

"Das Kind braucht einfach nur Liebe, es darf keine Angst aber dennoch Respekt vor den Eltern haben."

Du vermischt da Bedürfnisse des Erwachsenen mit denen des Kleinkindes. Im Lebensabschnitt der oralen Phase ist es sinnvoll, den Bedürfnisse und Äusserungen des Kindes in vorbehaltloser, naiver Weise zu begegnen, ein Konzept wie "Respekt" liegt noch weit jenseits der Möglichkeiten des Kindes.

Wichtig für das emotionale Gedeihen des Kindes ist, dem Kind gegenüber echte Emotionen zu zeigen, d.h. wenn es einem hart auf die Nase haut, authentisch unmutig Aua! zu rufen, aber auf keinen Fall bestrafen, da dadurch im Hirn des Kindes falsche Erwartungen verdrahtet werden.

Boggie

Falsch verstanden?!
Ich habe lediglich ein Kontext zu der oralen Phase wiedergegeben. Da werden die Bedürfnisse des Kindes nicht mit denen des Erwachsenen vermischt.

Mit Respekt meine ich nicht Bestrafen. Respekt kann man sich auf die verschiedensten Arten und Weisen einholen - natürlich adäquat zu dem Alter des Kindes bzw. Menschen.

Gefällt mir

21. September 2004 um 16:31

Hallo
ich bin 22 habe das gleiche Problem... allerdings weiß es mein Freund (nach 4 Jahren habe ich es ihm "gezeigt"... und jetzt wohnen wir auch zusammen) Ich würde, wenn ich es könnte, auch damit aufhören...
Meine Frage an Dich ist ob Du Hilfe bekommen hast, und zwar von wem... Beim Psychologen? Hast Du es geschafft? Würde mich interessieren...

Gefällt mir

8. Juni 2005 um 22:41
In Antwort auf bitmausy

Hi Feder
na seltsam ist es schon. Machst du das in bestimmten Situationen oder einfach so spontan?
Du solltest vielleicht wirklich in eine Therapie gehen und mal mit einem Fachmann darüber reden. Warum sagst du es deinem Freund nicht? Denkst du er würde dich auslachen oder verlassen? Spätestens wenn du mit deinem Freund mal zusammen ziehen wirst wird er es bemerken.
Also mein Tipp: Red mal mit nem Fachmann darüber

LG

Hallo....
hier schreibt dir eine (leidens????-) genossin. das leiden kann ich für mich eigentlich getrost streichen! ich bin 26 und schon immer leidenschaftliche daumenlutscherin. klar kam irgendwann der punkt, wo ich das nur noch heimlich gemacht habe, weil es die eltern nicht mehr wissen durften und es in der schule und vor freunden natürlich peinlich war. aber nachts in meinem bett konnte ich es nie lassen...egal ob auf der klassenfahrt oder selbst heute noch , wenn mein freund neben mir schläft. er weiss davon nichts, soll er auch nicht, genau so wenig wie irgendwelche freunde das wissen.
ich hab phasen , wo ich mehr nuckele, zB in stressphasen. Teilweise stecke ich mir sogar ganz kurz den daumen in den mund wenn ich an einem stressigen tag auf der arbeit kurz auf der toilette bin. das ist dann so ein kurzer moment der innerlichen ruhefindung.
ich bin zz immer wieder mit dem thema konfrontiert, weil ich selbst mit kindern arbeite und mich die eltern immer wieder in erziehungsfragen eben auch auf dieses thema ansprechen. so wirklich tolle tips kann ich denen da nicht geben....
ich will an dieser stelle auch nur eine sache mal klarstellen, gerade für diese ganzen `du steckst noch in der oralen phase, such dir mal nen therapeuten`tips.... mir geht es gut, ich habe einen job, der mir spass macht, ich habe einen freund, den ich liebe und mit dem ich glücklich zusammen wohne, ich habe viele gute freunde. klar geht es mir nicht immer gut, ich habe auch mal phasen , wo ich alles in frage stelle oder nicht gut drauf bin...aber hat das nicht jeder`?
von meinen freunden kenne ich dann das lösungsverhalten: griff zur zigarette - oder griff zur schokolade- oder ein entspannendes feierabendbier....sollen die auch alle zum psychiater laufen wegen ihrer nicht überstandenen oralen phase????
da ist mein stressabbau & wohlfühldaumen doch etwas billiger und figurfreundlicher!

Gefällt mir

18. Juni 2005 um 14:02

Das ist doch nur hab so wild
HAllo Feder22,
also erstmal, damit bist du nicht allein, ich bin 24 und lutsche auch noch am Daumen und zwar auch täglich.
Aber es betsimmt mich nicht so sehr wie dich anscheinend. ALso ich mach es auch nur wenn ich allein bin oder mit meinem Freund zusammen bin, der es weiss, was auch nicht schlimm ist bzw. ganricht schlimm war es ihm zu erzählen. Meinem letzten hatte ich es auch schon erzählt und es kamen keinerlei negative Äussrungen. Mein jetztiger Freund findet es sogar recht süss.
meinen freunden hab ich letztens auch davon erzählt und echt die findens zwar alle lustig, aber keiner schlimm oder so, jeder hat doch seine Drogen, und wenn es mir schlecht geht oder ich wütend bin mich geborgen fühle,d ann lutsch ich halt, na und?
Also ich find nicht schlimm und kann damit sehr gut leben und ich denke es machen mehr als man so denkt.
Nur meine eltern wissen es nicht, denn die haben schon gemekkert als ich 12 war und meine Mutter denkt immer es sei ihre Schuld, deshalb hab ich auch keine Lust ihnen davon zu erzählen.
Also ich denk du machst nichts schlimmes, bzw. ich weiss es und ich denk auch deine Freunde würden es tolerieren, jedenfalls glaub ich dass es wichtig ist, dass du dir deswegen keinen Stress machst und das als dir zugehörig akzeptiertst.

Also ich hoff ich konnt dir ein wenig weiterhelfen.
Liebe Grüsse Mabasel

Gefällt mir

5. August 2005 um 13:45
In Antwort auf maryread4

Hallo....
hier schreibt dir eine (leidens????-) genossin. das leiden kann ich für mich eigentlich getrost streichen! ich bin 26 und schon immer leidenschaftliche daumenlutscherin. klar kam irgendwann der punkt, wo ich das nur noch heimlich gemacht habe, weil es die eltern nicht mehr wissen durften und es in der schule und vor freunden natürlich peinlich war. aber nachts in meinem bett konnte ich es nie lassen...egal ob auf der klassenfahrt oder selbst heute noch , wenn mein freund neben mir schläft. er weiss davon nichts, soll er auch nicht, genau so wenig wie irgendwelche freunde das wissen.
ich hab phasen , wo ich mehr nuckele, zB in stressphasen. Teilweise stecke ich mir sogar ganz kurz den daumen in den mund wenn ich an einem stressigen tag auf der arbeit kurz auf der toilette bin. das ist dann so ein kurzer moment der innerlichen ruhefindung.
ich bin zz immer wieder mit dem thema konfrontiert, weil ich selbst mit kindern arbeite und mich die eltern immer wieder in erziehungsfragen eben auch auf dieses thema ansprechen. so wirklich tolle tips kann ich denen da nicht geben....
ich will an dieser stelle auch nur eine sache mal klarstellen, gerade für diese ganzen `du steckst noch in der oralen phase, such dir mal nen therapeuten`tips.... mir geht es gut, ich habe einen job, der mir spass macht, ich habe einen freund, den ich liebe und mit dem ich glücklich zusammen wohne, ich habe viele gute freunde. klar geht es mir nicht immer gut, ich habe auch mal phasen , wo ich alles in frage stelle oder nicht gut drauf bin...aber hat das nicht jeder`?
von meinen freunden kenne ich dann das lösungsverhalten: griff zur zigarette - oder griff zur schokolade- oder ein entspannendes feierabendbier....sollen die auch alle zum psychiater laufen wegen ihrer nicht überstandenen oralen phase????
da ist mein stressabbau & wohlfühldaumen doch etwas billiger und figurfreundlicher!

Daumenlutschen
hallo!
ich bin neu hier und weiss nicht ob ich das jetzt alles richtig gemacht hab!
also... ich bin 17 und lutsche schon so lange ich mich erinnern kann am daumen.
ich fühle mich irgendwie nicht gut dabei...... mein freund weiss es, er hat zwar nichts dagegen, aber ich möchte es nicht mehr.
Gibt es denn keine möglichkeit sich das "abzugewöhnen" oder so??
ich kann das schnuffeln und lutschen einfach nicht lassen....
ich hoff es hat jemand einen tipp für mich.....

und noch eine frage...... werden bei euch anderen nicht die zähne schief????
das stört mich am meisten..

Gefällt mir

23. August 2005 um 15:42
In Antwort auf blume122

Daumenlutschen
hallo!
ich bin neu hier und weiss nicht ob ich das jetzt alles richtig gemacht hab!
also... ich bin 17 und lutsche schon so lange ich mich erinnern kann am daumen.
ich fühle mich irgendwie nicht gut dabei...... mein freund weiss es, er hat zwar nichts dagegen, aber ich möchte es nicht mehr.
Gibt es denn keine möglichkeit sich das "abzugewöhnen" oder so??
ich kann das schnuffeln und lutschen einfach nicht lassen....
ich hoff es hat jemand einen tipp für mich.....

und noch eine frage...... werden bei euch anderen nicht die zähne schief????
das stört mich am meisten..

Daumenlutschen
Hallo,
ich bin auch neu hier und hatte eigentlich gehofft, jemand kann Erfahrungen weitergeben, der es geschafft hat und die Nuckellei besiegt hat. Ich bin 28 Jahre alt und lutsche seitdem man mir den Schnuller wegnahm am Daumen und knauple meine Nägel ab. Ich finde das nicht so harmlos und toll, es belastet mich und meine Zähne sind schief, doch ich komme nicht davon los. Vor 10 Jahren habe ich es mit einer Therapie versucht, doch irgendwie war das eher lächerlich und die Psychologin hat resigniert.
Ich kann nicht behaupten, dass ich unglücklich bin oder Defizite in der Kindheit erlebt habe, dennoch nerven mich meine Laster und ich wäre dankbar, wenn jemand einen ganz praktischen Rat geben könnte wie ich sie los werde.

Gefällt mir

24. August 2005 um 23:13

Noch ne Genossin
Also ich kam vom Daumen weg als ich mit 17 ne festsitzende Spange hatte Das war einfach nur noch schrecklich und ich tat mir am Dauemn dauernd weh. Und ohen zu merken brauchte ich Ihn nicht mehr.
Aber mein Schnuffeltuch (ein kleines) brauche ich auch mit 27 noch. Na und? Ich fühl mich geborgen damit. Meine Ex Freunde sahen aus auch ein. Hatte es immer unterm Polster und mien eHand mit drunter.
Ist doch besser so eine Sucht ale eine andere. Mich beruhigt es ungemein wenn ich ruhige Musik höre und mein Schnuffeltuch in der Hand habe. Ist doch besser als Medikamente.
Beschwere mich ja auch nicht wenn jemand neben mir raucht. Also nehmt lieber Euren Daumen rein ist sicher gesünder.

bussale an die "Lutscherfront"

Gefällt mir

24. August 2005 um 23:15

Na und..
..ich lutsche auch am daumen ist doch nicht schlimm...aber nur nachts

Gefällt mir

19. Oktober 2005 um 14:55

Ich auch!
hallo feder22
nun, ich muss dir sagen, ich bin 30ig und lutsche auch noch an meinem daumen. und das eigentlich mit jedem jahr stärker und intensiver.
das einige was bei mir funktioniert ist ein finger/dazumenschutz. wenn ich den anziehe lutsch ich nicht. alles andere, dieser bittere angellack, schimpfen, vorsätze, alles sinnlos. ich bin zur zeit auch auf der suche nach den ursachen und hoffe so sher einemal das bedürfnis nach daumenlutschen nicht mehr zu verspühren. jetzt ist es eigentlich so, dass ich es geniesse, brauche. besonders das brauchen. in mir löst sich so viel, ich kann mich voll und ganz entspannen und fühle mich wohlig warm geborgen, sicher und aufgehoben. mein partner weiss auch darüber bescheid und obschon er keine freude daran hat und mich immer wieder ermahnt, akzeptiert er es. aber ich weiss, wenn ich meinen daumen habe, brauch ich niemanden anderes. ich bin mit mir ganz alleine und niemand kann mir was tun und genau da steckt bei mir das problem. klar haben meine eltern alles versucht, aber leider ohne jeglichen erfolg! leider! weil wie gesagt, in dem moment wenn ich daumelutsche verschliesse ich mich vor allem und allem und das, nun ja, ob dies so gut ist?!?!

also, schämen soll frau/man sich sicher nicht, denn es zeigt nur die eigene feine, zarte persönlichkeit die sich versucht am daumen festzusaugen um nicht abzustürzen und dennoch, sollten wir woll alle langsam alt genug sein um uns mit dem verstand und unseren händen festzuhalten zu können.

würde mich interessieren ob meine schilderungen der gefühle beim daumenlutschen sich mit euren decken tut.

jellaba ;o)

Gefällt mir

17. März 2006 um 18:55

Keinen Grund zur Panik
Also!!!
Ich bin 25, und lutsche auch am Daumen..schon immer. Meine Familie, meine Freunde, mein Freund weiss das.Noch nie!!! hat es Jemanden gestört. Alle finden das süss und kindlich, und im grunde genommen merken die Leute garnicht wenn ich mit Freunden Abends vorm Fernseher sitze, dass mein Daumen im Mund ist. Als ich mal meine Mitbewohnerin fragte, ob sie das nicht komisch findet meinte sie:bei dir wirkt das so natürlich und normal, das bist einfach du.
Ich habe allerdings nicht das Problem das meine Zähne schief werden, das ist natürlich glückssache...es sind eher meine daumen die ziemlich hässlich aussehen..ich hab sogar ein bisschen Hornhaut.
Und übrigens mein Freund, der nun wirklich das männlichste ist was hier auf erden rumläuft , lutscht manchmal auch zum spass am Daumen wenn es ihm gerade besonders gut geht!
Ich denke das ganze ist schon eine Sucht, denn ich kann und will auch garnicht damit aufhören, aber diese Sucht ist ja nun wirklich nciht so ungesund und schlimm!!! und glaubt es mir die wenigsten menschen finden das schlimm!!! ausserdem gibt es viel mehr als man denkt.
Also ich bin quasi fürs outen!!
Liebe Grüsse, und macht Euch mal nciht so einen Kopf um sowas!!!

Gefällt mir

Frühere Diskussionen

Beliebte Diskussionen

Hydro Boost

Teilen
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram

Das könnte dir auch gefallen