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Niemand glaubt mir

26. November 2013 um 11:12

Hallo liebes Forum.
Ich weiss gar nicht recht wo ich beginnen soll es ist alles so verwirrend. Aber ich möchte mir gerne mal alles von der Seele reden.

Als Kind wurde mir Ritalin verschrieben wegen meinem ADS. Dadurch hatte ich immer wieder Depresseive Phasen wo ich fast nur am heulen war. Trost von den Eltern gabs kein, es hiess entweder ich habe jetzt keine Zeit oder es gibt keinen Grund zum trurig sein ich hàtte ja alles.
So lernte jch Jahr für Jahr meibe Gefühle zu unterdrücken, sogar zu verlernen sie zu verstehen. Ich fühlte zwar etwas konnte aber nicht sagen was.
So ging das Jahrelang.

Jetzt bi ich 25. Habe seit einiger Zeit einen Freund der mir wirklich gut tut. Mit viel Geduld lernt er mir, meine Gefühle wieder zuzulassen. Es ist ein wahnsinnig schmerzlicher Prozess der viele Gespràche und tränen beinhaltet.
Dadurch bin ich momentan auch recht verletzlich, wo ich früher doch sehr stark war.

Im August kam es zum Knall mit meiner Schwester. Die Gründe sind erst mal unwichtig aber seit dem habe ich sie nicht mehr gesehen.

Seit dem ich mich öffne, plus den Streit hat sich bei mir vieles verändert. Ich höre Stimmen, fühle mich in meiner Wohnung unwohl und beobachtet hab das gefühl überall sind Kameras. Es gibt noch einiges mehr...

Vor ca 5 Wochen hatte ich einen Nervenzusammenbruch, kam in eine Klinik.. durch viele Gespräche erhielt ich die Diagnose Psychose, was mich total verunsicherte.
Ich wurde entlassen und wollte meinen Eltern bescheid geben. Meinen Vater konnte ich nicht errreichen so schickte ich eine Email. Bis jetzt habe ich keine Antwort erhalten
Der kommentar meine Mutter war: Das kostet bestimmt viel Geld, Medis, psychiater, Klinikaufenthalt. Ausserdem: Du bist ganz sucher nicht krank, du bildesf dur das nur ein und der Doc bestätigt dich. So etwas gibts kn unsere Fam nicht.

Die einzigstenn die mich unterstützen sind mein Freund und sein Mitbewohner. Es tut so weh keine unterstützung von den Eltern bekommen.. was soll ich nur tun?!?

Danke dass ich mich aussorechen durfte

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26. November 2013 um 11:35

Antwort
Ich Danke dir für deine Antwort.
Mit dem hab ich gerechnet
Nehme nun aucb Medikamente nur findet meibe Mutter dass sei unnötig da ich ja nicht krank bin.
Ich hab ihr gesagt ich werde bald eine Therapie beginnen msinte sie nur kosten kosten kosten.
Und sie sei schockiert darüber das so ein Zitat: Quacksalber so schnell so eine Diagnose stellen könne... ich weiss einfach nicht wie ich msine Eltern überzeugen kann das es notwendig ist, es geht mir momentan wirklich nicht gut

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26. November 2013 um 13:01

Da kann man wenig machen...
"Familie ist Zwangsbekanntschaft". Ganz einfach.

Ich habe wg. diverser psych. Störungen / Krankheiten eine offiziell und amtlich bescheinigte Schwerbhinderung mit einem GdB von 30% - das heisst noch lange nicht, dass meine Familie das Thema ernst nimmt.
Bei denen läuft das alles unter "ich bin auch manchmal traurig, mir ist auch manchmal etwas unangenehm, deswegen mache ich nicht so ein Theater, da muss man sich einfach mal zusammen reissen!" Dass es einen Unterschied zwischen "ich bin mal traurig" und einer Depression gibt, werden die nie kapieren. Habe ich inzwischen so akzeptiert, anders wird es nicht.

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26. November 2013 um 18:45
In Antwort auf autumn_12573914

Antwort
Ich Danke dir für deine Antwort.
Mit dem hab ich gerechnet
Nehme nun aucb Medikamente nur findet meibe Mutter dass sei unnötig da ich ja nicht krank bin.
Ich hab ihr gesagt ich werde bald eine Therapie beginnen msinte sie nur kosten kosten kosten.
Und sie sei schockiert darüber das so ein Zitat: Quacksalber so schnell so eine Diagnose stellen könne... ich weiss einfach nicht wie ich msine Eltern überzeugen kann das es notwendig ist, es geht mir momentan wirklich nicht gut

Überzeugen?
ich habe die Haut voller Narben von Selbstverletzungen - ist nicht überzeugend.

Ich habe einen Schwerbehindertenbescheid - nicht überzeugend.

Ich war im längsten Falle 9 Monate am Stück im Krankenhaus - nicht überzeugend.

Es kommt in ihrer Vorstellung der Welt nicht vor, dass es Krankheiten gibt, die nicht mit einem Röntgen-Bild zu beweisen sind. Ich weiss, dass sie es nicht anders sehen *können*, vielleicht könnte ich ihre Welt niederreissen, um es ihnen zu zeigen, aber habe ich das Recht dazu? Keine Ahnung, ich denke jedenfalls nicht, dass es danach (für beide Seiten) besser wäre. Warum sollte ich es also versuchen zu erzwingen? Ohne erzwingen geht es jedenfalls nicht, weil es ihrer Sicht auf die Welt nicht entspricht.

Vermutlich würde sie nicht einmal meine Beerdigung überzeugen, dass ich micht doch endlich mal nicht so anstellen soll.

Naja, sie haben mich überzeugt: lmfao und Haken dran. Ich kümmere mich um mein Leben und nicht mehr um ihres und seit dem geht es mir auch besser. Tut nur noch sehr selten weh.
Familie ist Zwangsbekanntschaft. Die kann man sich eben nicht aussuchen.

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26. November 2013 um 19:48
In Antwort auf autumn_12573914

Antwort
Ich Danke dir für deine Antwort.
Mit dem hab ich gerechnet
Nehme nun aucb Medikamente nur findet meibe Mutter dass sei unnötig da ich ja nicht krank bin.
Ich hab ihr gesagt ich werde bald eine Therapie beginnen msinte sie nur kosten kosten kosten.
Und sie sei schockiert darüber das so ein Zitat: Quacksalber so schnell so eine Diagnose stellen könne... ich weiss einfach nicht wie ich msine Eltern überzeugen kann das es notwendig ist, es geht mir momentan wirklich nicht gut

P.S.
Worte haben Macht über uns.

Sage NIEMALS, weder zu Dir selbst noch zu anderen "niemand glaubt mir", wenn Du meinst "MEINE FAMILIE glaubt mir nicht" Nie.

Es ist nicht wahr, dass Dir niemand glaubt. Du hast Menschen, die Dich unterstützen, die hinter Dir stehen und die Dich akzeptieren. Sind die "Niemand"?!?
Du wertest diese Menschen damit ab - auch vor Dir selbst.
Weil bei irgendwelche Menschlein, mit denen Du eben verwandt bist, der Horizont dafür nicht reicht, macht das die Menschen, die Dich um Deiner Selbst willen mögen, unterstützen und die hinhter Dir stehen, doch eher grösser. Innerhalb einer Familie hat man eine gewisse Verpflichtung (was nun eben nicht heisst, dass das auch funktioniert, aber Du weisst, was ich meine, oder?) - aber Dein Partner und Freunde (unter-) stützen Dich,
WEIL
SIE
ES
WOLLEN
!!!

Ist das nicht millionenfach mehr wert?

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27. November 2013 um 10:22

Liebe defue,
aus eigenen erfahrungen weiß ich annähernd wie es dir geht. sehr wichtig ist es, dass du dich von erwartungshaltungen gegenüber deinen eltern verabschiedest. ich weiss das dies ein sehr schwieriger prozess ist, aber nur so erspart man sich die immer wieder kehrenden enttäuschungen.
dein drang, dass deine eltern die gegenüber fürsorge und verständnis zeigen wird durch deine kindheit noch verstärkt. mein tip: such dir einen guten psychologen deines vertrauens. auch wenn du deine neurosen nicht so schnell loswirst, es kann dir trotzdem geholfen werden damit umzugehen! mfg

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27. November 2013 um 12:33
In Antwort auf avarrassterne

Überzeugen?
ich habe die Haut voller Narben von Selbstverletzungen - ist nicht überzeugend.

Ich habe einen Schwerbehindertenbescheid - nicht überzeugend.

Ich war im längsten Falle 9 Monate am Stück im Krankenhaus - nicht überzeugend.

Es kommt in ihrer Vorstellung der Welt nicht vor, dass es Krankheiten gibt, die nicht mit einem Röntgen-Bild zu beweisen sind. Ich weiss, dass sie es nicht anders sehen *können*, vielleicht könnte ich ihre Welt niederreissen, um es ihnen zu zeigen, aber habe ich das Recht dazu? Keine Ahnung, ich denke jedenfalls nicht, dass es danach (für beide Seiten) besser wäre. Warum sollte ich es also versuchen zu erzwingen? Ohne erzwingen geht es jedenfalls nicht, weil es ihrer Sicht auf die Welt nicht entspricht.

Vermutlich würde sie nicht einmal meine Beerdigung überzeugen, dass ich micht doch endlich mal nicht so anstellen soll.

Naja, sie haben mich überzeugt: lmfao und Haken dran. Ich kümmere mich um mein Leben und nicht mehr um ihres und seit dem geht es mir auch besser. Tut nur noch sehr selten weh.
Familie ist Zwangsbekanntschaft. Die kann man sich eben nicht aussuchen.

..
Ich danke euch allen für eure Antworten.

Irgendwie tut es mir gut zu lesen dass es nicht nur mir so geht. Anderseits ist es auch wahnsinnig traurig dass man von den Menschen die eigentlich am Nächsten sind keine Unterstützung erwarten kann.
Ich werde auf meine Freunde und meinen Partner baudn die für mich da sind.
Bald beginnt meine Therapie,ich habe Angst davor aber es mzss sein. Ich hoffe er kann mir helfen... die Medikamente greifen arg in mein Ke

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27. November 2013 um 12:34
In Antwort auf autumn_12573914

..
Ich danke euch allen für eure Antworten.

Irgendwie tut es mir gut zu lesen dass es nicht nur mir so geht. Anderseits ist es auch wahnsinnig traurig dass man von den Menschen die eigentlich am Nächsten sind keine Unterstützung erwarten kann.
Ich werde auf meine Freunde und meinen Partner baudn die für mich da sind.
Bald beginnt meine Therapie,ich habe Angst davor aber es mzss sein. Ich hoffe er kann mir helfen... die Medikamente greifen arg in mein Ke

Fehler
Arg in mein Leben. Ich danke euch nochmals für eure Antworten und wünsche nur das beste. Wir schaffen das

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28. November 2013 um 12:16

Ääähm?!
anscheinend hast du defue's erzählungen nicht so wirklich durchgelesen?! defue wird medikamentös bereits behandelt (siehe unten) und die weitere therapie beginnt in kürze, wie auch schon erwähnt.
weiters hat der arzt auch psychose und nicht neurose diagnostiziert.
das wort "neurose" habe lediglich ich verwendet, in bezug auf ihr kindheitstrauma durch ihre eltern.

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29. November 2013 um 14:07

Lol
ja, genau so etwas ist ein Teil des Problems.

Also bei mir ist es unter anderem:
Borderline Persönlichkeitsstörung,
schizoide Persönlichkeitsstörung,
stressinduzierte Psychosen,
generalisierte Angst- und Panik-Störung
und noch bißchen mehr.

Ich habe gut über 10 Jahre gebraucht, um damit ein Leben führen zu können, was ich leben möchte und die Menschen in meiner Umgebung auch mit mir leben möchten.
Ganz ohne Tabletten geht das nicht, habe ich schon ein paar mal versucht (ging gründlich schief, egal wie langsam), immerhin bin ich die meisten inzwischen los.
Und eines kann ich Dir ganz sicher sagen: mit gesund Essen, ausschlafen, Sport machen und bissl f*cken ist mir das nicht gelungen und wäre es auch nie gelungen und wird es auch nie gelingen.

Das allererste, was ich lernen musste, um damit leben zu können, ist, meine Krankheiten ernst zu nehmen und als genau diese zu sehen. Würde ich jetzt so tun, als wäre ich gesund und das alles nur eine Folge eines etwas ungünstigen Lebenswandels, hätte ich in etwa 3-6 Wochen, bis ich im Krankenhaus oder bei meiner eigenen Beerdigung wäre.
Menschen, die psych. Krankheiten nicht ernst nehmen, sortiere ich daher kompromisslos aus meinem persönlichen Umfeld aus. Verwandt oder nicht.

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