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Niemals wirklich glücklich

6. Januar 2009 um 16:02

hallo,
ich bin 14 jahre alt und hab da sproblem das ich irgendwie nie wirklich glücklich bin.
Es ist wirklich schwer das zu beschreiben, aber ich werde es mal versuchen.
Ich habe immer das gefühl von allem erdrückt zu werden. Wenn ich beispielsweise den Tag bei meiner Freundin verbringe , bin ich danach traurig, dass ich den Tag nicht mit meiner Familie verbracht habe...
Aber wenn ich zuhause bleibe langweile ich mich zu zu tode...
Auch wenn eig. alles gut läuft, in der schule und mit freunden, kann ich nicht behaupten wirklich Glücklich zu sein.
Ich habe eigentlich schon Freunde, aber keine die mir wirklich nah sind, und ich fühle mich häufig einsam und allein.
Manchmal hab ich auch das Gefühl in richtige depressionen zu verfallen, obwohl es keinen richtigen Grund gibt.

Meine Familieresituation muss ich sagen ist auch nicht ganz leicht.
Mein Vater hatte einen Schlaganfall und kann deshalb nicht mehr arbeiten und muss von meiner mutter gepflegt werden. Er hat auch Aphasie, kann also nicht mehr wirklich in richtigen Sätzen sprechen.
Meine Mutter hat auch probleme in finazieller Hinsicht, da wir von Arbeitslosengeld leben. Und ich denke sie leidet auch unter der situation mit meinem Vater.

Aber alles in allem, denk ich gehen meine probleme nicht von meiner Familie aus, da ich dnek ich genug "Liebe" bekomme

Ich hab eher Probleme im Umgang mit anderen. Kann mich ihnen gegenüber nicht richtig öffnen und so. Ich unternehme auch eher selten was mit meinen Freunden.

Ich sitze oft in meinem Zimmer und weine, ohne eine richtige Uhrsache.
Ich weiß selbst nicht genau wieso ich mich so fühle.

Vieleicht könnt ihr mir ja helfen.

Danke und Lg, lizzy

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7. Januar 2009 um 22:45

Hi Lizzy
weißt du, ich bin eine mutter von 2 erwachsenen töchtern. und ich kann dir sagen, dass ich der meinung bin, man sollte auf seine innere stimme hören. wenn dir danach ist, zu weinen, dann weine. und wenn du traurig bist, dann sei es. ich kann dir nur einen rat geben. steh dazu. steh dazu, das du gerade in diesem moment nicht lachen willst oder kannst. schau in den spiegel und sage dir: ja, ich bin jetzt traurig und das ist gut so. nur so kann ich mich kennenlernen und verstehen, was in mir vorgeht. nimm dich so, wie du bist. vorallendingen beginne auch dich zu sehen. du bist wichtig. du wirst noch viele solche momente erleben. aber du wirst sie auch bestehen und danach gestärkt aus ihnen hervorgehen. glaube an dich und nur das zählt.
man muss nicht 1000 freunde haben, nur um anerkannt zu werden, einige wenige tun es auch.
ich denke, die situation mit deinen eltern steht hier auch ziemlich im mittelpunkt. du machst dir sorgen. das ist verständlich. und trotzdem fühlst du dich geliebt. das wird dir und euch allen die kraft geben, die ihr braucht. die liebe ist das wichtigste im leben. diese depressive phase, wie du es nennst, ist eine derartige phase. aber das muss jeder mensch im leben mal durchmachen. du hast das problem, das im moment auch bei dir einiges im argen liegt. schon allein wegen der pupertät. das ist ganz normal. mach dir keine sorgen. das vergeht, das versprech ich dir. kopf hoch, du schaffst das schon.
der gedanke allein, das du um rat fragst, ist ein zeichen, dass du dir gewaltige gedanken um dich und deine familie machst. du bist ein starkes mädchen und ich finde es toll, dass du den mut hast öffentlich darüber zu schreiben.
viel kraft weiterhin und alles gute
liebe grüße charismatrika

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8. Januar 2009 um 0:38

Hallo

Diese "innere Leere" kenne ich nur allzu gut. Auch im Moment.
Momente der inneren Leere, in denen man das Gefühl hat, als ob etwas fehlen würde, obwohl es einem an nichts fehlt.
Gewiss ist deine jetzige Situation schwer. Das kann ich nur allzugut nachvollziehen. Auch in meiner Familie gibt es einige Probleme, die mich jedoch nicht zu meiner Melancholie führen.
Es gibt keine Lektüre die darauf hinweißt, wie man glücklich werden kann. Ich glaube nicht dass man "glücklich sein" lernen kann.

Denke an Momente an denen du glücklich warst. Diese sehen bei jedem Menschen anders aus.
Frisch verliebte, der Euphorie über einen Triumph...
Das Glück hält nicht ewig an. Es sind Momente die dein Leben prägen. Dazu gehören Höhen und Tiefen.

Ach wie oft ich weinen könnte, ohne einen Grund zu haben. Und dieses Gefühl erdrückt zu werden... Als würde es einen zerreißen. Doch dann sage ich mir oft, dass es sich nichts bringt im Selbstmitleid zu zerfließen und raffe mich wieder auf.
Wir sind jung. Ich weißt selbst, wie schwierig wir in unserem Alter sein können. Die Pupertät ist gewiss nicht einfach, das gehört wohl zum erwachsen werden dazu.

Kopf hoch Lizzy! Nach jedem Hoch folgt ein Tief.

Liebe Grüße, Sarah

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17. Januar 2009 um 18:25


Liebe Lizzy,

erstmal muß ich Dir sagen, daß Du ein echt tolles Mädchen bist!!
In Deinem Alter schon so viel Verantwortung zu tragen!
Ich kann Dich sehr sehr gut verstehen! Ich bin mittlerweile 32 Jahre alt und habe nahezu identisches erlebt in meiner Kindheit...
Deine Situation ist sicher nicht einfach und Du hast Schuldgefühle, fühlst Dich (mit)verantwortlich...Das spricht alles sehr für Dich-Du bist nicht oberflächlich-so wie die meisten Menschen....
Eins muß Dir bewußt sein-damit bist Du etwas ganz besonderes!
Gleichzeitig hat man es wenn man "so" ist (sensibel, tiefgängig) auch nicht immer leicht!
Nimm Dich erst einmal so an wie Du bist, denn Du bist in Ordnung!
Nimm es an wenn Du traurig bist!
Aber "verfalle" nicht i.d. Traurigkeit!
Versuche bitte nie anderen zu gefallen oder Dich für Deine Gefühle zu schämen!
Glaube mir Du wirst gute Freunde finden, die Dich so mögen wie Du bist und die Verständnis haben!
Süße Du kannst nichts für die Situation in Deiner Familie-es ist schön wenn Du Deine Eltern unterstützt aber Du hast trotzdem ein Recht glücklich zu sein!
Denk mal nach was Dir Spaß macht-was Dich interessiert und mache es !
Versuche dabei völlig abzuschalten, die Sorgen für den Moment zu vergessen!
Wenn Du bei Freunden bist und traurig bist-sag ihnen warum....
Echte Freunde werden das verstehen und Dich unterstützen!
Mir ging es sehr oft so wie Dir und ich hatte z.Bsp. in meiner Schulzeit keine wirklichen Freundinnen - ich fühlte mich immer "anders" und hab mich nach echter Nähe gesehnt...also einer richtig guten Freundin....
Und schau - mittlerweile habe ich richtig gute Freundinnen, die für mich da sind und es gut mit mir meinen!
Sogar 5 an der Zahl
Das wird schon, schau nach vorne!!!
Hast Du vielleicht ein Haustier ? Magst Du Tiere?
Ich drück Dich-Kopf hoch!!!

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