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Nicht glücklic, ich weiß nicht wieso

27. März 2008 um 18:44

Hallo,
Ich (21)weiß gar nicht, ob das hierrein gehört aber ich schreib trotzdem einfach mal drauf los.
Also.
ich habe eigentlich ein schönes leben. ich habe einen lieben freund mit dem ich zusammenwohne, einen guten job bei dem ich für ca. 4-5 std. pro tag eigentlich gutes geld verdiene (bin erzieherin). ich kann mir mal was gönnen, sei es frisör,essen gehen,klamotten.mit meiner familie verstehe ich mich gut, wir machen viel zusammen,sie mögen meinen freund. nach der arbeit geh ich manchmal noch zu meinem pflegepferd,ist so wie ein hobby. so...
aber ich bin irgendwie trotzdem jeden tag unzufrieden,weine eigentlich täglich, finde mich nicht schön,zu dick, mache mir sorgen um alles und nichts....gut,auf der arbeit läuft es nicht so super, meine kollegen sind alle ziemlich altmodisch eingestellt was die arbeit mit den kindern angeht aber eigentlich ist das für mich nicht unendlich belsatend. dennoch bin ich wiegesagt total...naja...ich will nicht sagen depressiv weil ich nicht weiß ob das wirklich so ist aber ich denk mal in die richtng gehts schon. wenn ich etwas schönes erlebt habe oder etwas tolles vor mir liegt kann ich ganz oft gar nicht richtig drüber freuen sondern denke dann an irgendwas,was daran aber blöd ist oder sonstirgendwas. ein großes problem ist,das meine mutter zur zeit ganz ganz schlimme geldsorgen hat, sie lebt mit meinem bruder (9) alllein und hat eine hohe schuldensumme, weiß nicht wie sie klarkommen soll und kann mit dem geld auch nicht umgehen. naja...das belastet mich.aber wir machen trotzdem öfter mal was, spielen, gehen rodeln oder sonst irgendwas. eigentlich ist mein leben toll und absolut perfekt. abr ich komme aus dieser stimmung nicht raus, die ich eigentlich durchgehend habe. das ist echt schlimm....ich hoffe, ihr konntet so halbwegs durchfinden.
liebe grüße und schonmal danke für eure antworten

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29. März 2008 um 0:50

Re: 'Nicht glücklic, ich weiß nicht wieso '
liebe roxilena,
ich glaube nicht, dass du so glücklich bist wie du es gerne hättest. Ich denke du solltest einsehen, dass deine probleme nunmal probleme sind und du sie als solche auch mal annehmen solltest. Selbst wenn es dir auf den ersten blick nicht so erscheinen mag, in wirklichkeit belasten dich die dinge von denen du schreibst schon, wenn auch nicht unbedingt bewusst. Jedes kleine bisschen was noch dazu kommt, rüttelt an deinem nervenkostüm.
Was du dagegen zu tun versuchst ist das gute mit dem schlechten gegeneinander auf eine waage zu legen, und dann zu sagen: ahja, dieses problem löst sich dadurch auf, dass es mir auf der anderen seite so gut geht. Aber so einfach ist das nunmal nicht, denn auch wenn es einem gut gehen sollte, können probleme doch größer sein als man sie haben möchte.
Auch wenn du stark sein möchtest, musst du einsehen, dass es grenzen der belastbarkeit gibt und diese grenzen zeigt dir dein unterbewusstsein indem du in tränen ausbrichst. Selbst du unzufriedenheit über deine figur kann deinem glück schon abbruch tun, denn wenn du mit dir selbst nicht zufrieden bist, fühlst du dich ja auch nicht wohl. Und auch wenn dir dein job eine menge freude bereitet bist du doch täglich mit den ansichten deiner koleginnen konfrontiert. Zuletzt denke ich auch dass dich die verschuldung deiner mutter ziemlich hart trifft, denn mit dem elternhaus wächst man ja auf und baut auch emotionale bindungen über lange zeit hinweg auf die sich nicht auflösen.

Zum schluss noch etwas: du sagst dein leben ist eigentlich perfekt, aber uneigentlich?? uneigentlich hast du probleme wie jeder andere auch. ein perfektes leben gibt es sicher nicht, denn irgendetwas wird immer fehlen oder schlecht sein, aber was man tun kann ist sein leben so gut wie möglich zu gestalten. Treibe sport um dich besser zu fühlen und dich auszugleichten oder sage dir täglich dass du gut aussiehst, das wirkt. setze dich mit der meinung deiner koleginnen auseinander und arbeite mit deiner mutter einen plan zur beseitigung der schuldenberge aus. Handle, dann wirst du dich besser fühlen, aber übernimm dich nicht.
ach ja, magst du mir einen gefallen tun? Verbann doch bitte das wort eigentlich aus deinem wortschatz, denn mit diesem wort kann man sich selbst viel vormachen.

Lg lovely0435

ps: über eine rückmeldung würde ich mich freuen

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