Anzeige

Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Neues Eigentum, neue Nachbarn und keine Privatsphäre

Letzte Nachricht: 28. Mai 2015 um 16:47
A
an0N_1302171999z
24.05.15 um 0:27

Hallo liebe User,

ich stecke in einer Zwickmühle und sehe gerade keine Lösung.
Mein zukünftiger Ehemann (Hochzeit in Kürze) bekam den Hof nach versterben seiner Oma vom Vater überschrieben. Ein Schmuckstück aber auch eine Ruine die von Grund auf neu aufgebaut werden muss. Alle Hoffnung setzt man in uns als "Übernehmer", damit das Schmuckstück nicht verfällt. Weiterhin ist es der Lebenstraum meines Zukünftigen. Mir war bewusst, dass es diesen Mann nur mit diesem Hof gibt und habe die Entscheidung getroffen es auch zu meiner Zukunft zu machen.
Jetzt habe ich zurzeit noch eine Wohnung in der Nähe, da sich der Hof im Umbau befindet.
Da ich einen anstrengenden Job habe, lege ich in meiner Freizeit sehr großen Wert auf Rückzug und Privatsphäre. Gern auch den ganzen Tag im Schlafanzug, wenn ich Lust darauf habe.
Dem Grundstück fehlt das Einfahrtstor und da es ja schon immer so war, kommen die Nachbarn, Schwiegereltern oder Besuche des Vaters (er könnte ja gerade bei uns sein) wann sie wollen. Ob wir nun gerade auf dem Hof sitzen und uns angeregt unterhalten, ich nun im Schlafanzug meinen Kaffee genieße oder wir essen. Es ist egal. Man setzt sich dazu, weil es ja früher bei der Oma so war. Und dann kommt die Krone. Die Schwiegermutter und Tanten laden sich Gäste ein, fahren mit einer Selbstverständlichkeit auf den Hof und breiten ihren Kaffeetisch aus. Eine Absprache erfolgte im Voraus nicht. " Ach wie schade...man hat ja damit gerechnet das wir nicht da sind, daher auch nicht mehr Kuchen eingeplant."
Die Hochzeit steht vor der Tür und ich würde am liebsten einfach weglaufen. Der Hof ist wunderschön und ich stehe zu den Lebensträumen meines Zukünftigen, kann aber mit dieser "Freizügigkeit" die in dieser Nachbarschaft herrscht nicht umgehen. Mein Mann kennt es nun nicht anders und glaubt wenn wir jetzt ein Zaun bauen, würden wir uns abschirmen.
Ich weiß wie wichtig ihm die Nachbarschaft und das gute Verhältnis ist, ich habe aber riesig Angst, dass ich nicht lernen kann damit umzugehen und irgendwann unglücklich das Weite suche.
So sehr ich meinen Mann liebe und mein restliches Leben mit ihm verbringen möchte, realistisch betrachtet würde ich mein gesamtes Einkommen und Erspartes zwar in ein traumhaftes "Eigenheim" aber auch in eine Ungewissheit investieren.
Wie betrachtet ihr das von außen.
Wäre Euch sehr dankbar für Eure Meinung.
Lieben Gruß

Mehr lesen

A
ashley_12845630
24.05.15 um 1:12

Du wirst Dich,
wohl oder übel, mit dieser Situation abfinden müssen, weil sich die Besucher nicht mehr ändern werden, was bleibt also? DU musst Dich ändern. Aber, ich glaube nicht, dass DU Dich ändern wirst. Du könntest Dir natürlich auch einen Morgenmantel drüberziehen, aber das ändert natürlich auch nichts an der Sache. Dieses Wort "FRÜHER" (war es so ...), kann man sehr gut mit dem Wort "Tradition" vergleichen. Und ich glaube nicht, Dir erklären zu müssen, was das bedeutet. Es ist für mich jetzt natürlich schwer, mir eine Meinung zu bilden, weil ich Dich ja nicht persönlich kenne. Nein, keine Angst, ich komme nicht auf Kaffee und Kuchen vorbei! Aber sie wird immer deutlicher und klarer. Ich möchte den Teufel nicht an die Wand malen, aber ich denke, dass Du das, auf Dauer, nicht durchhalten wirst, dafür spricht zu viel dagegen. Mir fiel in Deinen Zeilen auf, dass Du bereits weißt, dass eine "Ruine" kein "Schmuckstück" ist! Du sagst es ja schon selber: "Mein ganzes Erspartes, mein ganzes Einkommen ..." Meine Güte, bayanapo, sag` mal, wie KONNTEST Du Dich darauf nur einlassen? LIEBE? Der Hof kann doch gar nicht wunderschön sein, wenn dieser Hof eine Ruine ist! Du wirst Dein ganzes Geld verlieren, da bin ich mir sicher. Ein Ehepaar ersteigerte einmal ein Haus für 10.000 Euro, ohne es vorher gesehen zu haben, weil sie glaubten, das wäre DIE Investition, bis sie das Haus sahen. Es war eine Ruine. Sie hatten die 10.00 Euro in den Sand gesetzt. Ein Aufbau war nicht mehr möglich. Weißt Du, eine Liebe kann auch Grenzen haben! Ich habe den Eindruck, dass Dich Dein Mann dazu überredet hat, kann das sein? Er sagte Dir immer wieder, wie "schön" doch diese "Eigenheim" wäre. Und Du glaubtest das auch, weil Du ihn doch liebst und seine Träume nicht zerstören willst. Und: Im Laufe der Zeit, glaubtest Du es selber, weil Du Angst vor der Wahrheit hattest. Und genau diese Angst ist jetzt, wo Du das eingesehen hast, die Realität erkannt, hast, wieder in Dir hochgekommen. Du WIRST mit diesem Haus nicht glücklich, weil es kein HAUS ist! Ich weiß nicht woher ich das weiß, aber irgendwas sagt mir, dass ich Recht habe. Bei all Deiner Liebe rate ich Dir, einen Rückzieher zu machen, falls dies noch möglich ist! Ich (persönlich!), würde keinen einzigen Cent mehr in diese "Projekt" mehr investieren, weil nämlich Du sonst die Ruine bist!

Viel Glück trotz allem!

lib

Gefällt mir

O
oonagh_12840145
28.05.15 um 16:43

Ich kann dich verstehen!
Ich kann das vollkommen nachvollziehen, würde mir auch nicht anders gehen! Da du dich damit nicht wohl fühlst. Da dein zukünftiger Ehemann ebenso Probleme damit hat, müsst ihr euch zusammen setzen und überlegen wie ihr mit den Nachbarn redet. Sagt den Nachbarn, dass es nicht persönlich und böse gemeint ist, aber ihr eigene Bedürfnisse habt und Wohnen für euch auch ein Rückzugsort ist. Ihr könnt euch ja z.B. mit einem gemeinsamen Sonntagsbrunch einmal im Monat Dieses Haus bedeutet ja letztlich, dass es euer Eigentum ist, daher habt ihr auch das Hausrecht, also ihr entscheidet wer wann da ist und wer nicht! Wichtig ist eben, dass ihr euch eine Strategie erarbeitet, wie das Gespräch stattfinden kann und dabei freundlich und nachbarschaftlich bleibt. Vielleicht findet sich ja jemand mit dem ihr vorher reden könnt, wo ihr glaubt "er/sie versteht uns gut und kann uns zur Seite stehen oder schaut im Verwandtenkreis ob jemand mit vermitteln kann.

Ich wünsche alles erdenklich Gute und dass sich alles klären lässt!

Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

Anzeige
O
oonagh_12840145
28.05.15 um 16:47
In Antwort auf ashley_12845630

Du wirst Dich,
wohl oder übel, mit dieser Situation abfinden müssen, weil sich die Besucher nicht mehr ändern werden, was bleibt also? DU musst Dich ändern. Aber, ich glaube nicht, dass DU Dich ändern wirst. Du könntest Dir natürlich auch einen Morgenmantel drüberziehen, aber das ändert natürlich auch nichts an der Sache. Dieses Wort "FRÜHER" (war es so ...), kann man sehr gut mit dem Wort "Tradition" vergleichen. Und ich glaube nicht, Dir erklären zu müssen, was das bedeutet. Es ist für mich jetzt natürlich schwer, mir eine Meinung zu bilden, weil ich Dich ja nicht persönlich kenne. Nein, keine Angst, ich komme nicht auf Kaffee und Kuchen vorbei! Aber sie wird immer deutlicher und klarer. Ich möchte den Teufel nicht an die Wand malen, aber ich denke, dass Du das, auf Dauer, nicht durchhalten wirst, dafür spricht zu viel dagegen. Mir fiel in Deinen Zeilen auf, dass Du bereits weißt, dass eine "Ruine" kein "Schmuckstück" ist! Du sagst es ja schon selber: "Mein ganzes Erspartes, mein ganzes Einkommen ..." Meine Güte, bayanapo, sag` mal, wie KONNTEST Du Dich darauf nur einlassen? LIEBE? Der Hof kann doch gar nicht wunderschön sein, wenn dieser Hof eine Ruine ist! Du wirst Dein ganzes Geld verlieren, da bin ich mir sicher. Ein Ehepaar ersteigerte einmal ein Haus für 10.000 Euro, ohne es vorher gesehen zu haben, weil sie glaubten, das wäre DIE Investition, bis sie das Haus sahen. Es war eine Ruine. Sie hatten die 10.00 Euro in den Sand gesetzt. Ein Aufbau war nicht mehr möglich. Weißt Du, eine Liebe kann auch Grenzen haben! Ich habe den Eindruck, dass Dich Dein Mann dazu überredet hat, kann das sein? Er sagte Dir immer wieder, wie "schön" doch diese "Eigenheim" wäre. Und Du glaubtest das auch, weil Du ihn doch liebst und seine Träume nicht zerstören willst. Und: Im Laufe der Zeit, glaubtest Du es selber, weil Du Angst vor der Wahrheit hattest. Und genau diese Angst ist jetzt, wo Du das eingesehen hast, die Realität erkannt, hast, wieder in Dir hochgekommen. Du WIRST mit diesem Haus nicht glücklich, weil es kein HAUS ist! Ich weiß nicht woher ich das weiß, aber irgendwas sagt mir, dass ich Recht habe. Bei all Deiner Liebe rate ich Dir, einen Rückzieher zu machen, falls dies noch möglich ist! Ich (persönlich!), würde keinen einzigen Cent mehr in diese "Projekt" mehr investieren, weil nämlich Du sonst die Ruine bist!

Viel Glück trotz allem!

lib

Das sehe ich nicht so!
Denn die Besucher haben hier nicht das Hausrecht und müssen sich den neuen Eigentümern anpassen Und ehrlich gesagt finde ich es schon respektlos wie sich die Nachbarn verhalten! Wichtig ist nur, dass sie ins Gespräck kommen und bayanapo ihre Bedürfnisse kundtut. Wenn sie jetzt alles so belassen, wird sich nichts ändern, denn die Nachbarn wissen ja nicht, dass sie nicht erwünscht sind.

Gefällt mir

Diskussionen dieses Nutzers
Anzeige