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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Negative Einstellung

Letzte Nachricht: 26. Februar 2022 um 21:50
B
blondie00
01.02.22 um 10:49

Hallo zusammen

Ich bin 21 Jahre alt und kämpfe seit mehreren Jahren mit meiner extrem negativen Einstellung. Egal um was es geht ich finde ständig das negative. Es macht mich sehr fertig weil es vieles kaputt macht. Ich nehme alles immer sehr zu herzen und bin schnell verletzt. Ich weiss nicht, wo ich hin will im leben. Alles was ich machen möchte fehlt mir die fehlende Disziplin da ich mit meiner negativen Einstellung sowiso einrede es klappt nicht. Ich war schon 2 Jahre bei einer psychologin doch geholfen hat es nicht.
wie komme ich aus diesem Teufelskreis? Wie kann ich aufhören negativ zu denken? Wie bekomme ich selber den Mut etwas zu ändern?

Danke für eure Hilfe...

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L
louisaxx
04.02.22 um 10:46

Was ist den damals passiert, dass dich so gemacht hat?

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user232544468
user232544468
09.02.22 um 17:30

Hallo Liebes,

hast du schon einmal etwas von Gedankenmanagement gehört?

Den erste Schritt hast du schon getan. Du bist dir bewusst, dass du es ändern möchtest. Das ist super!

Liebe Grüße
Nell

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S
sisteronthefly
11.02.22 um 10:24

Hallo,

der Grund für deine Langzeittherapie ist dabei nicht ganz unerheblich. 
In einer Verhaltenstherapie könntest du deinen Gedanken nochmal auf den Grund gehen. Ich sage es mal mit Epiket..."Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, es ist unsere Meinung über die Dinge"
Den Teufelskreis in der Therapie könnte man durch eine bestimmte Analyse der Gedanken beikommen. Das, was wir automatisch denken ist leicht zugänglich. Ich nenne das mal fundamentale Annahme. Das heißt, so wie ich bin, wie die anderen sind, wie die Welt ist. Das sind alles automatische Gedanken, die man gezielt hinterfragen kann auch oder sogar besonders anhand jeder einzelnen Situation. Denn jede Situation geht mit Bewertungen einher und daraus resultierren Gefühle. Diese Gefühle veranlassen uns auf eine bestimmte Weise zu denken und zu handeln. Das kann man ändern. 

Du könntest für dich zu Hause ein Stimmungstagebuch führen. Wenn du das über längere Zeit konstant führst, hilft es dir Zusammenhänge zu entdecken über Gedanken, Gefühle und auch Situationen. Meistens treten in den Situationen ja leider unangenehme körperliche Beschwerden auf. Auch die kannst du aufschreiben, wenn du sie wahrnimmst. Wenn du die Auslöser für deine negativen Gedanken identifizieren kannst, lässt sich daran etwas verändern. Zum Beispiel lassen sich negative Gedanken auch umformulieren. Ich gebe dir mal ein einfaches und sehr bekanntes Beispiel. Das Glas ist halbleer oder das Glas ist halbvoll. Bei beiden Aussagen ist die gleiche Menge Wasser im Glas. Auf diese Weise lassen sich praktisch alle Gedanken umformulieren. Dabei geht es nicht darum etwas wegzudenken, sondern vielmehr darum eine andere Perspektive einzunehmen. Den Gedanken einen anderen Rahmen geben. 

Hilfreich können manchmal kleine Botschaften sein, die du dir selbst auf Post it´s schreibst und überall verteilt anpinnst. Wichtig dabei ist, dass es wirklich nur positive Botschaften sind.  

Man kann an negativen Gedanken etwas verändern. Du brauchst nur den richtigen Therapeuten. Ich weiß, es gibt einen immensen Dschungel an Therapeuten. Alle arbeiten anders. Finde für dich heraus, was dir hilft. Wenn etwas nicht hilft, bleib nicht 2 Jahre dabei. Setzt euch ein Ziel in der Therapie. Was willst du in welchem Zeitraum erreichen? Manchmal reicht die gesetzte Zeit nicht aus, aber man kann anhand der Zielsetzung einen Fortschritt erkennen. Das ist wichtig, um dranzubleiben. Danach setzt man ein neues Ziel. 

LG Sis

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R
roterregen
26.02.22 um 20:39

Hallo blondie...
kürzlich erst hatte ich einen Videokurs gestartet, welcher erklärt hat, wie das Gehirn funktioniert. Der Videokurs beschäftigt sich vor allem mit Angst und Panik, aber die Basis sind die aktuellen Erkenntnisse der Gehirnforschung, das ist jetzt der gemeinsame Nenner.
Da offenbar das Gehirn (und der Mensch ja ganz allgemein und sowieso) nach dem Gewohnheitsprinzip arbeitet, und immer wiederholt, was man sich im Laufe der Zeit angwöhnt hat, ist es wohl tatsächlich ein Teufelskreis... ich werde gleich mal schauen, ob es in dem Videokurs einen Literaturtipp gab, was die Hirnforschung angeht, aber sicher gibt's bei ebay, amazon oder booklooker einschlägige Literatur.
Die gute Nachricht, das konntest du jetzt sicher schon zwischen den Zeilen lesen, es gibt Mittel und Wege aus diesem Teufelskreis der (negativen) und oft mit (negativen) Gefühlen besetzten Gedanken... so viel ist sicher,... ich spreche dabei aus Erfahrung..
Das könnte ich dir noch kurz erzählen, fiel mir gerade ein:
Als ich früher einmal depressiv war und gedanklich schwarz gemalt hatte, hat es wirklich geholfen, Tagebuch zu schreiben und mich dazu regelrecht gezwungen habe, nur positive Gedanken und Ansichten aufzuschreiben. Man kann in jeden negativen Gedanken positiv formulieren. Jedenfalls hat es geholfen, und zurzeit wird das alles bestätigt. Man kann sein Gehirn dahingehend, positiv zu denken, umprogrammieren... echt jetzt!
Melde mich später noch einmal... 
VG
Tom

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R
roterregen
26.02.22 um 21:50

Also, mir ist aufgefallen, dass ich da jetzt doch mehr Zeit benötige, um den einzelnen Buchtipp zu finden, mal sehen, ob ich ihn überhaupt noch finde,... hatte vor mir den Videokurs ein zweites Mal anzusehen, aber das kann dauern... 

Also, mal kurz zusammengefasst: Positiv denken üben, midestens 12 Wochen durchhalten mit den Übungen, so lange dauert es nämlich mindestens, bis das Gehirn neue "Gedankenwege" festigt!

Einfach mal zum Thema Gehirnforschung googlen und dort Tipps einholen..

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