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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Naturmedizinische Tipps bei Depressionen und Angstzuständen

Letzte Nachricht: 13. November um 9:44
P
peet87
26.10.22 um 21:33

Ich suche Naturmedizinische/alternative Medizin für Ängste und Depressionen...
hallo zusammen
Ich bin der Peter, ich hatte vor drei Jahren ein Burnout mit Panikattacken und Ängstzuständen...
Mittlerweile habe ich mich erhohlt, habe aber noch immer Phasen die nicht so toll sind.
Habe viele Schweißausbrüche, Schwindel und Bauchschmerzen. Müdigkeit muss ich wohl nicht erwähnen...
Nehme immer noch die üblichen Medikamente.
Suche eine Alternative oder wenigsten etwas was zusätzlich hilft.
Wer hat Erfahrung damit?
Achja, falls sich jemand in einer ähnlichen Situation befindet und jemand zum Reden braucht, ich versuche da zu sein.
Hoffentlich gibt es regen Austausch..
Liebe Grüße Peet 

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S
sisteronthefly
26.10.22 um 22:58

Hallo, 

wie kam es zu deinem Burnout? 
Schweißausbrüche, Schwindel und Bauchschmerzen...das klingt nicht toll. Leidest du weiterhin unter Panikattacken und Angstzuständen? Nach dieser Zeit könnte sich ein ursprünglicher Burnout in etwas anderes verlagert haben. Ich halte es von daher für absolut notwendig, fachliche Unterstützung einzubeziehen. Damit meine ich zunächst einen Arzt bzw. Allgemeinmediziner. Blutbild, EKG das gesamte Programm, inkl. der körperlichen Beschwerden, wie Bauchschmerzen. Ein Burnout ist artverwandt mit der Erschöpfungsdepression. Der lange Zeitraum gibt mir allerdings zu denken. 

Ein gesundes Zeitmanagement wirkt sich positiv aus. Eventuell eine generelle Lebensumstellung, denn ein Burnout ist nichts anderes, als ein Warnhinweis. Bewegung in den Alltag integrieren, trotz der Müdigkeit. Es muss kein Leistungssport sein, es geht eben nicht darum etwas erreichen zu müssen, es geht darum für sich selbst etwas Gutes zu tun. Eine bewusstere Ernährung könnte zusätzlich helfen. Feste Ruhezeiten am Tag, die du wirklich nur für dich nutzt. Und wenn das bedeutet gar nichts zu tun. Du könntest dir auch ein Ritual erschaffen, welches du jeden Tag zelebrierst. Beziehungen fördern und soziale Kontakte wahrnehmen. Entspannungstechniken sind wichtig, als Mann liegt dir möglicherweise die Progressive Muskelentspannung. Mikronährstoffe werden oftmals bei starken Erschöpfungszuständen eingenommen. Bei allem darf man nicht vergessen, sich selbst an die veränderten Gegebenheiten anzupassen. Das heißt, sämtliche Strategien helfen kaum etwas, sofern man nicht auch für eine Veränderung bereit ist. Zum Beispiel Nein sagen lernen oder längst überfällige Entscheidungen treffen. Damit die Ängste keinen weiteren Nährboden erhalten. 

LG Sis

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R
roterregen
27.10.22 um 2:23

Hallo Peter,

schau doch mal bitte, was das Ehepaar Bernhardt (er heißt Klaus) aus Berlin für Videokurse anbietet. Sie betreiben eine Fachklinik für moderne Psychotherapie. Meiner Schwester und mir (ich hatte eine Angststörung über Jahre hinweg und vor 10-20 Jahren auch Panikattacken) hatte der eine Kurs, speziell gegen Angst und Panik bis zur Auflösung der Störung geholfen.

Es gibt darin verschiedene Erklärungen, welches die Ursachen für Angst sein können, wie man Angst und Panik spontan stoppt und bietet mittelfristig einen Weg aus dem Teufelskreis der Angst heraus.

Bei mir war es tatsächlich so - und das konnte mir weder mein Psychiater und auch nicht mein Psychotherapeut erklären - dass ich zu lange nicht auf meine innere Stimme, also mein Unterbewusstsein gehört hatte. Somit war dieses quasi gezwungen, einen Weg zu suchen, um sich Gehör zu verschaffen... und tat dies durch Angst und  Panikattacken. Scheint ein weit verbreitetes Phänomen zu sein.

Es gibt allerdings auch andere Ursachen, wie beispielsweise Lebensmittelunverträglichkeiten, die indirekt zu Herzproblemen oder ähnlichen Beschwerden führen können... und dadurch auch Angst auslösen können. 

Wird alles ausführlich erklärt.

Viel Glück!

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S
sisteronthefly
27.10.22 um 9:22
In Antwort auf roterregen

Hallo Peter,

schau doch mal bitte, was das Ehepaar Bernhardt (er heißt Klaus) aus Berlin für Videokurse anbietet. Sie betreiben eine Fachklinik für moderne Psychotherapie. Meiner Schwester und mir (ich hatte eine Angststörung über Jahre hinweg und vor 10-20 Jahren auch Panikattacken) hatte der eine Kurs, speziell gegen Angst und Panik bis zur Auflösung der Störung geholfen.

Es gibt darin verschiedene Erklärungen, welches die Ursachen für Angst sein können, wie man Angst und Panik spontan stoppt und bietet mittelfristig einen Weg aus dem Teufelskreis der Angst heraus.

Bei mir war es tatsächlich so - und das konnte mir weder mein Psychiater und auch nicht mein Psychotherapeut erklären - dass ich zu lange nicht auf meine innere Stimme, also mein Unterbewusstsein gehört hatte. Somit war dieses quasi gezwungen, einen Weg zu suchen, um sich Gehör zu verschaffen... und tat dies durch Angst und  Panikattacken. Scheint ein weit verbreitetes Phänomen zu sein.

Es gibt allerdings auch andere Ursachen, wie beispielsweise Lebensmittelunverträglichkeiten, die indirekt zu Herzproblemen oder ähnlichen Beschwerden führen können... und dadurch auch Angst auslösen können. 

Wird alles ausführlich erklärt.

Viel Glück!

Hallo, 

die erfahrende Linderung deines langen Leidensweges ist selbstverständlich schön für dich. Ich erkenne das absolut an und bin zum Teil auch der Ansicht, wer heilt hat Recht. Allerdings nur zu einem kleinen Teil, denn ich sehe einige andere Aspekte, die erkrankte Personen möglicherweise nicht betrachten sehr skeptisch. Das Format mit dem Herr B. arbeitet verfügt über keine wissenschaftliche Validität. Die Verhaltenstherapie, speziell bei Ängsten schon. Was mir persönlich als sehr fragwürdig erscheint sind Vidiokurse. Auf den ersten Blick scheint alles gut recherchiert zu sein. Bestimmt super verständlich erklärt, wovon sich einige Psychater oder Psychotherapeuten eine Scheibe abschneiden könnten. Ich bemängele den direkten Kontakt, ein wichtiges Instrument der Wahrnehmung und Einschätzung. Nicht zuletzt einer umfassenden Diagnostik. 

Das Marketing von Herrn B. scheint ausgezeichnet zu funktionieren. Ein teures Buch und ein nocht teureres Videopaket. Aber wie kann Herr B. einschätzen, woran sein Kunde tatsächlich leidet oder was er vielleicht dringend bräuchte. Wo wird erkannt, ob der Kunde möglicherweise suizidale Gedanken in sich trägt und hier dringend kriseninterventorisch gearbeitet werden sollte. Wo wird erkannt, ob der Kunde möglicherweise an einer organischen Störung leidet und sich möglicherweise in einer Abhängigkeit befindet. Und wer sagt dem Kunden, du, es wäre jetzt an der Zeit mal ein MRT durchführen zu lassen. 

Ich fühle auch einen leichten Ärger, wenn ich lese, dass Versprechungen gemacht werden eine Störung in kürzester Zeit zu stoppen. Das empfinde ich äußerst unseriös und wie bereits erwähnt, es ist nicht valide. NLP Techniken verfügen über den Touch der Manipulation. Auch wenn die Neurobiologie und die Hirnforschung nicht aus Therapien wegzudenken sind ist es doch fragwürdig, wie etwas eingesetzt wird. Dabei habe ich vollstes Verständnis für Menschen, die morgens nicht mehr mit Angst aufwachen wollen, sich nicht mehr aus dem Haus trauen oder nicht mehr in der Lage sind öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Sie möchten, dass es aufhört und das möglichst schnell ohne sich einem Thema wirklich zu stellen. Da sind 10 Sätze ständig widerholt ins Gehirn geschrieben natürlich eine schnelle Möglichkeit. 

Aber ist das wirklich die Lösung? Wenn ja, herzlichen Glückwunsch. Eine Revolution für die Therapieverfahren. 
Wo bleibt der Mensch? Wo bleibt die Würdigung vor seiner Problematik? Wer nimmt sich die Zeit und hört zu? 
Für mich geht die Technik von Herrn B. zu sehr in die Richtung Selbstoptimierung. Vielleicht trifft es ja den Nerv unseres Zeitalters. Mir gefällt es trotzdem nicht. 

LG Sis
 

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R
roterregen
27.10.22 um 12:27
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo, 

die erfahrende Linderung deines langen Leidensweges ist selbstverständlich schön für dich. Ich erkenne das absolut an und bin zum Teil auch der Ansicht, wer heilt hat Recht. Allerdings nur zu einem kleinen Teil, denn ich sehe einige andere Aspekte, die erkrankte Personen möglicherweise nicht betrachten sehr skeptisch. Das Format mit dem Herr B. arbeitet verfügt über keine wissenschaftliche Validität. Die Verhaltenstherapie, speziell bei Ängsten schon. Was mir persönlich als sehr fragwürdig erscheint sind Vidiokurse. Auf den ersten Blick scheint alles gut recherchiert zu sein. Bestimmt super verständlich erklärt, wovon sich einige Psychater oder Psychotherapeuten eine Scheibe abschneiden könnten. Ich bemängele den direkten Kontakt, ein wichtiges Instrument der Wahrnehmung und Einschätzung. Nicht zuletzt einer umfassenden Diagnostik. 

Das Marketing von Herrn B. scheint ausgezeichnet zu funktionieren. Ein teures Buch und ein nocht teureres Videopaket. Aber wie kann Herr B. einschätzen, woran sein Kunde tatsächlich leidet oder was er vielleicht dringend bräuchte. Wo wird erkannt, ob der Kunde möglicherweise suizidale Gedanken in sich trägt und hier dringend kriseninterventorisch gearbeitet werden sollte. Wo wird erkannt, ob der Kunde möglicherweise an einer organischen Störung leidet und sich möglicherweise in einer Abhängigkeit befindet. Und wer sagt dem Kunden, du, es wäre jetzt an der Zeit mal ein MRT durchführen zu lassen. 

Ich fühle auch einen leichten Ärger, wenn ich lese, dass Versprechungen gemacht werden eine Störung in kürzester Zeit zu stoppen. Das empfinde ich äußerst unseriös und wie bereits erwähnt, es ist nicht valide. NLP Techniken verfügen über den Touch der Manipulation. Auch wenn die Neurobiologie und die Hirnforschung nicht aus Therapien wegzudenken sind ist es doch fragwürdig, wie etwas eingesetzt wird. Dabei habe ich vollstes Verständnis für Menschen, die morgens nicht mehr mit Angst aufwachen wollen, sich nicht mehr aus dem Haus trauen oder nicht mehr in der Lage sind öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Sie möchten, dass es aufhört und das möglichst schnell ohne sich einem Thema wirklich zu stellen. Da sind 10 Sätze ständig widerholt ins Gehirn geschrieben natürlich eine schnelle Möglichkeit. 

Aber ist das wirklich die Lösung? Wenn ja, herzlichen Glückwunsch. Eine Revolution für die Therapieverfahren. 
Wo bleibt der Mensch? Wo bleibt die Würdigung vor seiner Problematik? Wer nimmt sich die Zeit und hört zu? 
Für mich geht die Technik von Herrn B. zu sehr in die Richtung Selbstoptimierung. Vielleicht trifft es ja den Nerv unseres Zeitalters. Mir gefällt es trotzdem nicht. 

LG Sis
 

Hallo Sisteronthefly,

bin gerade nach einer fast schlaflosen Nacht erst aufgestanden, daher bin ich noch nicht ganz auf Betriebstemperatur, aber danke jedenfalls für deine kritischen Worte. 

Der Videokurs ist begleitend zu psychotherapeutischen Gesprächen gedacht, er kombiniert ja auch herkömmliche Methoden mit seinen Entwicklungen.

Und was soll er machen? Er hat eine Lösung nach den neusten Erkenntnissen der Hirnforschung entwickelt, und soll er sie nun für sich behalten und vielleicht an 10-20 Patienten weiter reichen? Besser direkt unters Volk. Und so teuer ist der Videokurs gar nicht, offen gesagt, wenn man bedenkt, was eine Sitzung bei Psychotherapeut*innen kostet!

Aber, wie du schon sagst, wer heilt hat Recht!

Viele Grüße
 

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R
roterregen
29.10.22 um 10:38
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo, 

die erfahrende Linderung deines langen Leidensweges ist selbstverständlich schön für dich. Ich erkenne das absolut an und bin zum Teil auch der Ansicht, wer heilt hat Recht. Allerdings nur zu einem kleinen Teil, denn ich sehe einige andere Aspekte, die erkrankte Personen möglicherweise nicht betrachten sehr skeptisch. Das Format mit dem Herr B. arbeitet verfügt über keine wissenschaftliche Validität. Die Verhaltenstherapie, speziell bei Ängsten schon. Was mir persönlich als sehr fragwürdig erscheint sind Vidiokurse. Auf den ersten Blick scheint alles gut recherchiert zu sein. Bestimmt super verständlich erklärt, wovon sich einige Psychater oder Psychotherapeuten eine Scheibe abschneiden könnten. Ich bemängele den direkten Kontakt, ein wichtiges Instrument der Wahrnehmung und Einschätzung. Nicht zuletzt einer umfassenden Diagnostik. 

Das Marketing von Herrn B. scheint ausgezeichnet zu funktionieren. Ein teures Buch und ein nocht teureres Videopaket. Aber wie kann Herr B. einschätzen, woran sein Kunde tatsächlich leidet oder was er vielleicht dringend bräuchte. Wo wird erkannt, ob der Kunde möglicherweise suizidale Gedanken in sich trägt und hier dringend kriseninterventorisch gearbeitet werden sollte. Wo wird erkannt, ob der Kunde möglicherweise an einer organischen Störung leidet und sich möglicherweise in einer Abhängigkeit befindet. Und wer sagt dem Kunden, du, es wäre jetzt an der Zeit mal ein MRT durchführen zu lassen. 

Ich fühle auch einen leichten Ärger, wenn ich lese, dass Versprechungen gemacht werden eine Störung in kürzester Zeit zu stoppen. Das empfinde ich äußerst unseriös und wie bereits erwähnt, es ist nicht valide. NLP Techniken verfügen über den Touch der Manipulation. Auch wenn die Neurobiologie und die Hirnforschung nicht aus Therapien wegzudenken sind ist es doch fragwürdig, wie etwas eingesetzt wird. Dabei habe ich vollstes Verständnis für Menschen, die morgens nicht mehr mit Angst aufwachen wollen, sich nicht mehr aus dem Haus trauen oder nicht mehr in der Lage sind öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Sie möchten, dass es aufhört und das möglichst schnell ohne sich einem Thema wirklich zu stellen. Da sind 10 Sätze ständig widerholt ins Gehirn geschrieben natürlich eine schnelle Möglichkeit. 

Aber ist das wirklich die Lösung? Wenn ja, herzlichen Glückwunsch. Eine Revolution für die Therapieverfahren. 
Wo bleibt der Mensch? Wo bleibt die Würdigung vor seiner Problematik? Wer nimmt sich die Zeit und hört zu? 
Für mich geht die Technik von Herrn B. zu sehr in die Richtung Selbstoptimierung. Vielleicht trifft es ja den Nerv unseres Zeitalters. Mir gefällt es trotzdem nicht. 

LG Sis
 

... was spricht gegen Selbstoptimierung, wenn man in miserablen Lebensumständen lebt?

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peet87
29.10.22 um 12:18

Dankeschön das ihr euch die Zeit genommen habt und mir eine Antwort geben habt.
ich habe alles was ihr schreibt schon getestet.
Ich geh immer noch regelmäßig zur Therapie...
Ich lebe zur Zeit stabil, habe einfach noch milde Symptome...
Daher hoffte ich m mal auf etwas Naturmedizinische Unterstützung...
Lg

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S
sisteronthefly
29.10.22 um 12:34
In Antwort auf roterregen

... was spricht gegen Selbstoptimierung, wenn man in miserablen Lebensumständen lebt?

Hallo, 

...weil ein Burnout das Ergebnis ständiger Selbstoptimierung ist. 

Selbstoptimierung kann im Coaching bedingt ein Mittel sein, wenn du auf ein bestimmtes Ziel hin arbeiten möchtest. In einer bestehenden Erkrankung oder gar einem Burnout ist es absolut schädlich und absolut kontraindiziert. Die Menschen versuchen dann sich selbst immer weiter zu verbessern. Es geht immer noch besser, es geht immer noch perfekter, es geht immer noch mehr. Dabei beuten Menschen sich nicht nur physisch aus, sondern gehen auch psychisch an ihre Grenzen und darüber hinaus. Hier kommt wieder der hohe Anspruch an sich selbst zum Tragen. Überwiegend trifft es Menschen mit viel Verantwortungsgefühl. Sie entwickeln einen so extremen Perfektionismus und auch Selbstkontrollmechanismen. 

Was bei der Selbstoptimierung verloren geht, ist der Blick für die aktuelle Situation. Es wird etwas Positives anversiert und mit allem Nachdruck daran gearbeitet. Das Hier und Jetzt, indem möglicherweise oder höchstwahrscheinlich ein Problem besteht, das wird wegoptimiert. Zwar darf jeder sein Gehirn manipulieren, wie man möchte aber die Psyche überlistest du damit nicht. Denn jeder Fehlschlag führt in eine Selbstkrise, die vermutlich auch noch von Schuldgefühlen begleitet wird. Man spornt sich noch mehr an, leistet noch mehr und übersieht das, was aktuell wichtig ist und es möglicherweise gilt zu bearbeiten oder manchmal auch auszuhalten. 

Wer gesund ist, spürt bei kleinen Dosen Selbstoptimierung den eigenen Antrieb. Wer aber "krank" ist oder bereits angeschlagen, bei dem führt andauernde Selbstoptimierung in große Unzufriedenheit. Dieser empfundene Mangel wirkt sich auf das gesamte Leben des Betroffenen aus, also auch das private Umfeld. Mit dem schlechtmöglichsten Ergebnis, dass diese Menschen sich mehr und mehr zurückziehen, von allem. Dann beginnt der Teufelskreis. 

LG Sis
 

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roterregen
29.10.22 um 17:16
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo, 

...weil ein Burnout das Ergebnis ständiger Selbstoptimierung ist. 

Selbstoptimierung kann im Coaching bedingt ein Mittel sein, wenn du auf ein bestimmtes Ziel hin arbeiten möchtest. In einer bestehenden Erkrankung oder gar einem Burnout ist es absolut schädlich und absolut kontraindiziert. Die Menschen versuchen dann sich selbst immer weiter zu verbessern. Es geht immer noch besser, es geht immer noch perfekter, es geht immer noch mehr. Dabei beuten Menschen sich nicht nur physisch aus, sondern gehen auch psychisch an ihre Grenzen und darüber hinaus. Hier kommt wieder der hohe Anspruch an sich selbst zum Tragen. Überwiegend trifft es Menschen mit viel Verantwortungsgefühl. Sie entwickeln einen so extremen Perfektionismus und auch Selbstkontrollmechanismen. 

Was bei der Selbstoptimierung verloren geht, ist der Blick für die aktuelle Situation. Es wird etwas Positives anversiert und mit allem Nachdruck daran gearbeitet. Das Hier und Jetzt, indem möglicherweise oder höchstwahrscheinlich ein Problem besteht, das wird wegoptimiert. Zwar darf jeder sein Gehirn manipulieren, wie man möchte aber die Psyche überlistest du damit nicht. Denn jeder Fehlschlag führt in eine Selbstkrise, die vermutlich auch noch von Schuldgefühlen begleitet wird. Man spornt sich noch mehr an, leistet noch mehr und übersieht das, was aktuell wichtig ist und es möglicherweise gilt zu bearbeiten oder manchmal auch auszuhalten. 

Wer gesund ist, spürt bei kleinen Dosen Selbstoptimierung den eigenen Antrieb. Wer aber "krank" ist oder bereits angeschlagen, bei dem führt andauernde Selbstoptimierung in große Unzufriedenheit. Dieser empfundene Mangel wirkt sich auf das gesamte Leben des Betroffenen aus, also auch das private Umfeld. Mit dem schlechtmöglichsten Ergebnis, dass diese Menschen sich mehr und mehr zurückziehen, von allem. Dann beginnt der Teufelskreis. 

LG Sis
 

Ach herrje, den Burnout hatte ich total überlesen... meine Güte!

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R
roterregen
06.11.22 um 18:50
In Antwort auf peet87

Dankeschön das ihr euch die Zeit genommen habt und mir eine Antwort geben habt.
ich habe alles was ihr schreibt schon getestet.
Ich geh immer noch regelmäßig zur Therapie...
Ich lebe zur Zeit stabil, habe einfach noch milde Symptome...
Daher hoffte ich m mal auf etwas Naturmedizinische Unterstützung...
Lg

Wenn du Lust hast, kannst du gerne mal erzählen, was du unter "milden" Symptomen verstehst? 

Ich praktiziere die Bernhardt Methode seit einem halben Jahr, und habe gelegentlich auch noch Angstzustände oder leichte Panikattacken, aber diese treten eigentlich nur auf, wenn ich entweder mit dem Rücken zur Wand gedrängt werde oder mich selbst dahin manövriert habe. Manche würden das vielleicht auch als "milde" Form bezeichnen, im Vergleich zu dem, was ich (von mir) kenne... daher die Frage!

Es ist auch so, dass ich nicht immer in der Lage bin, vernünftig zu handeln; da bin ich einfach zu sehr gewohnt, auf Warnsignale nicht zu hören, und stehe dann meist wie angekündigt "ein bisschen im Regen"... das meine ich mit "mich selbst dahin manövrieren"...

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bissfest
bissfest
08.11.22 um 0:40
In Antwort auf peet87

Ich suche Naturmedizinische/alternative Medizin für Ängste und Depressionen...
hallo zusammen
Ich bin der Peter, ich hatte vor drei Jahren ein Burnout mit Panikattacken und Ängstzuständen...
Mittlerweile habe ich mich erhohlt, habe aber noch immer Phasen die nicht so toll sind.
Habe viele Schweißausbrüche, Schwindel und Bauchschmerzen. Müdigkeit muss ich wohl nicht erwähnen...
Nehme immer noch die üblichen Medikamente.
Suche eine Alternative oder wenigsten etwas was zusätzlich hilft.
Wer hat Erfahrung damit?
Achja, falls sich jemand in einer ähnlichen Situation befindet und jemand zum Reden braucht, ich versuche da zu sein.
Hoffentlich gibt es regen Austausch..
Liebe Grüße Peet 

Hast du schon einmal Johanniskrautkapseln versucht? Sie sollen bei depressiven Verstimmungen helfen. 

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sisteronthefly
10.11.22 um 16:41
In Antwort auf bissfest

Hast du schon einmal Johanniskrautkapseln versucht? Sie sollen bei depressiven Verstimmungen helfen. 

Hallo bissfest,

entschuldige bitte wenn ich dabei etwas entgegenzusetzen haben.

@ TE keinesfalls Johanniskrautkapseln und Antidepressiva zusammen einnehmen! Frag bitte deinen Arzt, bevor du das in Erwägung ziehst.  

Wie ich bereits erwähnte kannst du Mirkronährstoffe aus der Apotheke einnehmen. Sie haben den Vorteil, dass sie Erschöpfungszuständen entgegenwirken aber auch den Energiehaushalt ausbalancieren. Die Präparate sind frei verkäuflich aber mir wäre es lieber, du erkundigst dich auch in diesem Fall bei deinem Arzt, ob du sie bedenkenlos einnehmen darfst! In der Regel verordnen Ärzte Mikronährstoffe bei Burnout, sofern sie ein wenig ganzheitlich denken. Frag einfach nach. 

LG Sis

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bissfest
bissfest
11.11.22 um 22:18
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo bissfest,

entschuldige bitte wenn ich dabei etwas entgegenzusetzen haben.

@ TE keinesfalls Johanniskrautkapseln und Antidepressiva zusammen einnehmen! Frag bitte deinen Arzt, bevor du das in Erwägung ziehst.  

Wie ich bereits erwähnte kannst du Mirkronährstoffe aus der Apotheke einnehmen. Sie haben den Vorteil, dass sie Erschöpfungszuständen entgegenwirken aber auch den Energiehaushalt ausbalancieren. Die Präparate sind frei verkäuflich aber mir wäre es lieber, du erkundigst dich auch in diesem Fall bei deinem Arzt, ob du sie bedenkenlos einnehmen darfst! In der Regel verordnen Ärzte Mikronährstoffe bei Burnout, sofern sie ein wenig ganzheitlich denken. Frag einfach nach. 

LG Sis

Okay, da weiß ich wohl zu wenig. Für mich ist Johanniskraut ungefähr so einzustufen wie Mikronährstoffe, aber so ist es offenbar nicht. 

Ein Freund von mir, der leider nicht mehr lebt, hatte mit Johanniskraut Erfolge erzielt. Deshalb hatte ich diesen Gedanken. 

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sisteronthefly
13.11.22 um 9:44
In Antwort auf bissfest

Okay, da weiß ich wohl zu wenig. Für mich ist Johanniskraut ungefähr so einzustufen wie Mikronährstoffe, aber so ist es offenbar nicht. 

Ein Freund von mir, der leider nicht mehr lebt, hatte mit Johanniskraut Erfolge erzielt. Deshalb hatte ich diesen Gedanken. 

Guten Morgen, 

oh das tut mir sehr leid. 

Nein, Johanniskraut verfügt im Prinzip schon über antidepressive Wirkung. Die Zusammensetzung ist aber so beschaffen, dass sie Einfluss nimmt auf andere Medikamente z.B. Psychopharmaka. Im schlimmsten Fall wird eine Wirkung durch die Einnahme von Johanniskraut aufgehoben und führt ungeahnt zu einer Verschlimmerung von depressiver Symptomatik. Die Auswirkungen können von milde bis katastrophal sein, je nach Ausprägung der Depression. Manchmal verstärkt es auch ein Pharmaka und führt zu unangenehmen Nebenwirkungen. 

Mikronährstoffe sind Vitamine, Spurenelemente und Mineralien. In einer gesunden Lebensweise nehmen wir Mikronährstoffe über eine ausgewogene Ernährung auf. Der Körper kann sie allerdings nicht speichern und manchmal reicht die bloße Ernährung nicht aus. Dann kommt es zu einer Unterversorgung und besonders bei Burnout ist der Bedarf dann erhöht. In letzter Konsequenz habe ich mich damit noch nicht richtig auseinandergesetzt. Soweit ich weiß sorgen z.B. Aminosäuren wie Tryptophan für eine Serotoninproduktion. Bei chronischem Stress, wie es bei Burnout der Fall ist wird Serotonin verbraucht. Aber auch andere, wie Magnesium oder Eisen haben Einfluss auf unseren Energiestoffwechsel und Erschöpfung ist gleich energielos. Viele ausgewählte Vitamine sind auch sehr wichtig. 

Mikronährstoffe wirken also unterstützend. Durch einen Bluttest könnte man einen Mangel bestimmen lassen aber ich meine, dieser wird nicht über die Krankenkassen abgerechnet. 

LG Sis
 

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