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Narzisstische Mutter

1. Februar um 21:46 Letzte Antwort: 5. Februar um 14:40

Hey liebes Form,

ich habe einige Fragen zu dem Thema, die ich euch unter Nennung von Beispielen gern fragen möchte :

1. Frage: Ist meine Mutter narzisstisch geprägt?
Bsp.:
- sie redet nur von ihrer Arbeit und von ihrem körperlichen Wohlbefinden
- wenn sich mich mal etwas fragt (Wie läufts in der Uni?), legt sie einen sehr nüchternen Ton an den Tag, als wäre die Frage beiläufig nur um mal gefragt zu haben
- sie kann keine Kritik vertragen, d.h. sie wird sofort aggressiv und springt auf andere Themen
- sie hört mir nicht zu, wenn ich etwas sage, sondern redet dann (wenn sie mich ausreden lässt) auf ein anderes, auf sich bezogenes Thema (Arbeit, was der Nachbar gemacht hat)
- sie verscht mich emotional zu erpressen und zu kontrollieren
- wenn ich ihr z.B. sage, dass ich Urlaub mache, heißt sie es zunächst für gut und nach einiger Zeit versucht sie mir zu vermitteln, was da denn alles schief gehen kann
- sie kann auch ihren Lebenspartner nicht ausreden lassen (es ist also kein persönliches Problem nur mir gegenüber!)
- sie hat sehr oft Gefühlausbrüche (man kann geradezu berechnen, wann sie wieder etwas; wenn auch nur eine Kleinigkeit, stört)
- sie redet viel vom Tod, dass wir glücklich währen, würde sie sich "an die Wand fahren"
- in meiner Kindheit hat sie mir und meinem Geschwisterteil oft zu verstehen gegeben, dass wir angeblich verantwortlich sind für ihr miserables Leben, dass Kinder Sch*** sind und Männer eh nichts taugen, auch körperliche und psychische Misshandlung waren an der fast Tagesordnung
- sie hilft sehr gern außenstehenden Menschen, auch wenn sie ihre eigenen Bedürfnisse dabei vergisst (sozialer Beruf)
--> da sind natürlich noch weitere Aspekte, allerdings sind dies Dinge, die mir zuerst eingefallen sind

2. Frage: Was kann ich tun?/ Wie kann ich mit ihr umgehen?
Mein Plan:
- emotionale Distanz aufbauen (ich merke immer, wie mich ihre spontanen Gefühlsausbrüche emotional und psychisch aus der Bahn werfen)
- ich rede mit ihr nicht mehr über mein Leben, weil ich weiß, dass sie nicht zuhört; ich vermeide also die Ablehnung (habe auch genug und die besten Freunde, dass ich Sorgen auch mit ihnen besrechen kann)
- ich veruche unterwegs zu sein (Uni, Sport, Hund, Arbeit, Freunde, sprich nur noch zu Hause schlafen)
- sobald ich es finanziell schaffe, zieh ich aus (zurzeit geht es wirklich nicht und ich habe 21 Jahre meines Lebens mit ihr ausgehalten, dann schaffe ich es auch noch 1 bis 2 weitere Jahre)
- nach meinem Auzug mache ich ne Therapie, weil ich so einige Narben davongetragen habe (Bindungs-/ Verlustangst, ich vergleiche mich mit anderen, Misstrauen, Verschluss von Gefühlen, Selbstwert ist angekratzt)
- und generell den Kontakt reduzieren

3. Sind Narzissten eigentlich ihrer Selbst bewusst, also merken die überhaupt, was sie ihrem Umfeld antun?
- meine Mutter meint ja, sie hätte eine schwierige Kindheit genossen (Vater war Soldat im Krieg, folglich körperliche Misshandlungen, weil er Psychisch nicht ganz fit war; Mutter ist an Krebsverstorben und meine Mutter hat sie wohl sterben sehen)

Puhh der "Text" ist echt mega lang, aber ich hoffe jemand ließt sich diesen durch und kann mir meine Fragen beantworten. Ich danke Dir!!!
 

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2. Februar um 4:35

Hallo,

es klingt so als könnte an deiner Diagnose etwas dran sein und deine Mutter zeigt zumindest narzisstische Züge. Das heißt nicht, dass sie eine Persönlichkeitsstörung hat.

Meine Mutter ist ähnlich und ich habe den Kontakt zu ihr minimiert und bin mit 17 ausgezogen. Mit der Therapie habe ich bis fast 28 gewartet. Mein Tipp: Such dir jetzt schon eine Therapie. Es dauert eine Weile bis man einen passenden Therapeuten findet und die Therapie kann sehr aufwühlend sein am Anfang. Wenn du erst beginnst, wenn alles in deinem Leben neu ist, kann es dich überfordern.

Zudem festigen sich deine negativen Glaubenssätze und Verhaltensmuster je länger du mit der Therapie wartest. Das macht es dir später schwerer, deine Probleme anzugehen. Je früher, desto kürzer und erfolgreicher die Therapie. Eine Therapie kann dir helfen, die nächsten 1-2 Jahre zu überstehen und deinen Leidensdruck verringern.

Du suchst nach Erklärungen für das irrationale und emotional-instabile Verhalten deiner Mutter. Du wirst sicherlich 100 Erklärungsansätze finden, aber den einen Grund, den man beheben kann eher nicht. Das heißt, du musst dich von der Vorstellung deiner Mutter wie sie sein könnte trennen und den Verlust ihres Ideals betrauern und verarbeiten. Sie wird sich nicht ändern und du kannst sie nicht verstehen.

Dann kannst du vielleicht lernen, mit ihr eine Beziehung aufzubauen, die deinen Bedürfnissen gerecht wird und dir gut tut, vorausgesetzt, du kannst sie so akzeptieren wie sie ist.

Ich habe diese Akzeptanz für meine Mutter nie in mir gefunden. Ich verabscheue sie und kann ihr vieles nicht vergeben. Jetzt wo sie kurz vor der Rente ist, beginnt sie sich für mich zu interessieren, weil sie einen neuen Wirkungskreis braucht um sich zu profilieren. Ich minimiere Kontakt auf Glückwünsche zu Feiertagen und wir sehen uns alle 1-2 Jahre mal.

Ich hoffe, du gehst deinen Weg.

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2. Februar um 8:17
In Antwort auf happilyworking

Hallo,

es klingt so als könnte an deiner Diagnose etwas dran sein und deine Mutter zeigt zumindest narzisstische Züge. Das heißt nicht, dass sie eine Persönlichkeitsstörung hat.

Meine Mutter ist ähnlich und ich habe den Kontakt zu ihr minimiert und bin mit 17 ausgezogen. Mit der Therapie habe ich bis fast 28 gewartet. Mein Tipp: Such dir jetzt schon eine Therapie. Es dauert eine Weile bis man einen passenden Therapeuten findet und die Therapie kann sehr aufwühlend sein am Anfang. Wenn du erst beginnst, wenn alles in deinem Leben neu ist, kann es dich überfordern.

Zudem festigen sich deine negativen Glaubenssätze und Verhaltensmuster je länger du mit der Therapie wartest. Das macht es dir später schwerer, deine Probleme anzugehen. Je früher, desto kürzer und erfolgreicher die Therapie. Eine Therapie kann dir helfen, die nächsten 1-2 Jahre zu überstehen und deinen Leidensdruck verringern.

Du suchst nach Erklärungen für das irrationale und emotional-instabile Verhalten deiner Mutter. Du wirst sicherlich 100 Erklärungsansätze finden, aber den einen Grund, den man beheben kann eher nicht. Das heißt, du musst dich von der Vorstellung deiner Mutter wie sie sein könnte trennen und den Verlust ihres Ideals betrauern und verarbeiten. Sie wird sich nicht ändern und du kannst sie nicht verstehen.

Dann kannst du vielleicht lernen, mit ihr eine Beziehung aufzubauen, die deinen Bedürfnissen gerecht wird und dir gut tut, vorausgesetzt, du kannst sie so akzeptieren wie sie ist.

Ich habe diese Akzeptanz für meine Mutter nie in mir gefunden. Ich verabscheue sie und kann ihr vieles nicht vergeben. Jetzt wo sie kurz vor der Rente ist, beginnt sie sich für mich zu interessieren, weil sie einen neuen Wirkungskreis braucht um sich zu profilieren. Ich minimiere Kontakt auf Glückwünsche zu Feiertagen und wir sehen uns alle 1-2 Jahre mal.

Ich hoffe, du gehst deinen Weg.

Vielen Dank für deine Antwort! 

Ich bin schon seit ca. 2 1/2 Jahren babei an mir zu arbeiten und dass die Aufarbeitung meiner Kindheit emotional aufwühlend ist, habe ich schon gemerkt. Aber ich merke, dass ich in diesem Prozess wachde uns stärker werde und Heilung erfahre. Vllt dauert es länger, aber diese Klick- Momente sind sehr intensiv.

Ich werde es wahrscheinlich mal in Betracht ziehen jetzt schon eine Therapie zu machen. Was für einen Therapeuten muss man sich denn da suchen?

Und du hast Recht. Wir müssen es akzeptieren, dass unsere Mütter so sind. Eines Tages, wenn ich kann, werde ich ihr vergeben. 

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2. Februar um 9:28
In Antwort auf mrssagittarius

Vielen Dank für deine Antwort! 

Ich bin schon seit ca. 2 1/2 Jahren babei an mir zu arbeiten und dass die Aufarbeitung meiner Kindheit emotional aufwühlend ist, habe ich schon gemerkt. Aber ich merke, dass ich in diesem Prozess wachde uns stärker werde und Heilung erfahre. Vllt dauert es länger, aber diese Klick- Momente sind sehr intensiv.

Ich werde es wahrscheinlich mal in Betracht ziehen jetzt schon eine Therapie zu machen. Was für einen Therapeuten muss man sich denn da suchen?

Und du hast Recht. Wir müssen es akzeptieren, dass unsere Mütter so sind. Eines Tages, wenn ich kann, werde ich ihr vergeben. 

Am besten suchst du dir einen Psychotherapeuten der auf Verhaltenstherapie oder Schematherapie spezialisiert ist. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir viele sehr unschöne Beziehungen und Leid gespart hätte, wenn ich das früher angegangen wäre. Ich dachte aber auch immer, ich habe ja irgendwie die Übersicht und komme auch alleine klar und kann alleine an mir arbeiten... Es tut aber gut, wenn man eine neutrale Perspektive zu manchen Dingen bekommt und jemand anderes die Probleme für einen benennen kann, an denen man wirklich arbeiten muss.

Ich habe insgesamt 6 Therapeuten kennengelernt bis es für mich gepasst hat. Bei den meisten hast du Wartezeiten von mehreren Monaten bis zum Erstgespräch und sie wollen dich dann sofort fest einplanen. Manche bieten nur 1x pro Monat Sitzungen an und andere bis zu 1x pro Woche. Ich muss sagen, dass ich das wöchentliche besser finde, insbesondere, wenn du so viel Kontakt hast und Hilfe bei der Abgrenzung zu deiner Mutter brauchst. Also es kann gut sein, dass du 1-2 Jahre nach dem richtigen Therapieplatz suchst.

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2. Februar um 10:44
In Antwort auf happilyworking

Am besten suchst du dir einen Psychotherapeuten der auf Verhaltenstherapie oder Schematherapie spezialisiert ist. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir viele sehr unschöne Beziehungen und Leid gespart hätte, wenn ich das früher angegangen wäre. Ich dachte aber auch immer, ich habe ja irgendwie die Übersicht und komme auch alleine klar und kann alleine an mir arbeiten... Es tut aber gut, wenn man eine neutrale Perspektive zu manchen Dingen bekommt und jemand anderes die Probleme für einen benennen kann, an denen man wirklich arbeiten muss.

Ich habe insgesamt 6 Therapeuten kennengelernt bis es für mich gepasst hat. Bei den meisten hast du Wartezeiten von mehreren Monaten bis zum Erstgespräch und sie wollen dich dann sofort fest einplanen. Manche bieten nur 1x pro Monat Sitzungen an und andere bis zu 1x pro Woche. Ich muss sagen, dass ich das wöchentliche besser finde, insbesondere, wenn du so viel Kontakt hast und Hilfe bei der Abgrenzung zu deiner Mutter brauchst. Also es kann gut sein, dass du 1-2 Jahre nach dem richtigen Therapieplatz suchst.

Ohh das ist echt viel, aber es ist okay, solange ich seelisch wieder "normal" werde.

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3. Februar um 7:55
In Antwort auf mrssagittarius

Hey liebes Form,

ich habe einige Fragen zu dem Thema, die ich euch unter Nennung von Beispielen gern fragen möchte :

1. Frage: Ist meine Mutter narzisstisch geprägt?
Bsp.:
- sie redet nur von ihrer Arbeit und von ihrem körperlichen Wohlbefinden
- wenn sich mich mal etwas fragt (Wie läufts in der Uni?), legt sie einen sehr nüchternen Ton an den Tag, als wäre die Frage beiläufig nur um mal gefragt zu haben
- sie kann keine Kritik vertragen, d.h. sie wird sofort aggressiv und springt auf andere Themen
- sie hört mir nicht zu, wenn ich etwas sage, sondern redet dann (wenn sie mich ausreden lässt) auf ein anderes, auf sich bezogenes Thema (Arbeit, was der Nachbar gemacht hat)
- sie verscht mich emotional zu erpressen und zu kontrollieren
- wenn ich ihr z.B. sage, dass ich Urlaub mache, heißt sie es zunächst für gut und nach einiger Zeit versucht sie mir zu vermitteln, was da denn alles schief gehen kann
- sie kann auch ihren Lebenspartner nicht ausreden lassen (es ist also kein persönliches Problem nur mir gegenüber!)
- sie hat sehr oft Gefühlausbrüche (man kann geradezu berechnen, wann sie wieder etwas; wenn auch nur eine Kleinigkeit, stört)
- sie redet viel vom Tod, dass wir glücklich währen, würde sie sich "an die Wand fahren"
- in meiner Kindheit hat sie mir und meinem Geschwisterteil oft zu verstehen gegeben, dass wir angeblich verantwortlich sind für ihr miserables Leben, dass Kinder Sch*** sind und Männer eh nichts taugen, auch körperliche und psychische Misshandlung waren an der fast Tagesordnung
- sie hilft sehr gern außenstehenden Menschen, auch wenn sie ihre eigenen Bedürfnisse dabei vergisst (sozialer Beruf)
--> da sind natürlich noch weitere Aspekte, allerdings sind dies Dinge, die mir zuerst eingefallen sind

2. Frage: Was kann ich tun?/ Wie kann ich mit ihr umgehen?
Mein Plan:
- emotionale Distanz aufbauen (ich merke immer, wie mich ihre spontanen Gefühlsausbrüche emotional und psychisch aus der Bahn werfen)
- ich rede mit ihr nicht mehr über mein Leben, weil ich weiß, dass sie nicht zuhört; ich vermeide also die Ablehnung (habe auch genug und die besten Freunde, dass ich Sorgen auch mit ihnen besrechen kann)
- ich veruche unterwegs zu sein (Uni, Sport, Hund, Arbeit, Freunde, sprich nur noch zu Hause schlafen)
- sobald ich es finanziell schaffe, zieh ich aus (zurzeit geht es wirklich nicht und ich habe 21 Jahre meines Lebens mit ihr ausgehalten, dann schaffe ich es auch noch 1 bis 2 weitere Jahre)
- nach meinem Auzug mache ich ne Therapie, weil ich so einige Narben davongetragen habe (Bindungs-/ Verlustangst, ich vergleiche mich mit anderen, Misstrauen, Verschluss von Gefühlen, Selbstwert ist angekratzt)
- und generell den Kontakt reduzieren

3. Sind Narzissten eigentlich ihrer Selbst bewusst, also merken die überhaupt, was sie ihrem Umfeld antun?
- meine Mutter meint ja, sie hätte eine schwierige Kindheit genossen (Vater war Soldat im Krieg, folglich körperliche Misshandlungen, weil er Psychisch nicht ganz fit war; Mutter ist an Krebsverstorben und meine Mutter hat sie wohl sterben sehen)

Puhh der "Text" ist echt mega lang, aber ich hoffe jemand ließt sich diesen durch und kann mir meine Fragen beantworten. Ich danke Dir!!!
 

zum ersten Punkt:
http://www.narzissmus.org/hat-deine-mutter-eine-nps/

zum zweiten: Distanz ist das einzige, was Sinn macht. Emotional und räumlich.
Wenn Sie Narzisst ist, wird sie sonst verhindern können, dass Du auf Distanz gehst, gerade emotional.
Überlege Dir gut, ob Du wirklich noch warten willst mit dem Auszug. Auch als Student gibt es Alternativen. Die ganzen Verhaltensmuster und Probleme, die man als Kind narzisstischer Mütter bekommt, aufzuarbeiten, wird hart genug, auch wenn nicht noch 2 Jahre dazu kommen.

zum dritten: keine Ahnung, ehrlich gesagt, ist mir aber auch ziemlich egal.

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3. Februar um 9:37
In Antwort auf avarrassterne1

zum ersten Punkt:
http://www.narzissmus.org/hat-deine-mutter-eine-nps/

zum zweiten: Distanz ist das einzige, was Sinn macht. Emotional und räumlich.
Wenn Sie Narzisst ist, wird sie sonst verhindern können, dass Du auf Distanz gehst, gerade emotional.
Überlege Dir gut, ob Du wirklich noch warten willst mit dem Auszug. Auch als Student gibt es Alternativen. Die ganzen Verhaltensmuster und Probleme, die man als Kind narzisstischer Mütter bekommt, aufzuarbeiten, wird hart genug, auch wenn nicht noch 2 Jahre dazu kommen.

zum dritten: keine Ahnung, ehrlich gesagt, ist mir aber auch ziemlich egal.

Ohaa der Link ist echt super!!! Vielen Dank dafür. 

Das mit der emptionalen und räumlichenTrennung habe ich auch schon gelesen und es macht Sinn, denn immer wenn ich eine Woche in einer anderen Stadt verbringe, geht es mir prötzlich besser. Trotz täglicher Arbeit habe ich gar keinen Stress. Ich bin wie ein anderer Mensch und mir geht es innerlich dann sehr gut. 

Immer wenn ich als Kind von meinem Vater wieder nach Hause gefahren wurde (weil ich am Wochenende bei ihm war) und ich an meine Mutter gedacht haben, stieg bei mir ein so ungutes Gefühl auf. Es fühlte sich beklemmt an, als würdet ihr eine Klausur zurück bekommen und ich habe Angst gefühl.

Ich denke ich bin stark genug, dass ich es noch 1 bis 2 JJahremit ihr aushalte. Ich zieh mein Ding durch, erzl nichts mehr von mir und nehm sie nicht mehr für voll,da ich ja weiß, was sie für Probleme hat.

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3. Februar um 9:55
In Antwort auf mrssagittarius

Ohaa der Link ist echt super!!! Vielen Dank dafür. 

Das mit der emptionalen und räumlichenTrennung habe ich auch schon gelesen und es macht Sinn, denn immer wenn ich eine Woche in einer anderen Stadt verbringe, geht es mir prötzlich besser. Trotz täglicher Arbeit habe ich gar keinen Stress. Ich bin wie ein anderer Mensch und mir geht es innerlich dann sehr gut. 

Immer wenn ich als Kind von meinem Vater wieder nach Hause gefahren wurde (weil ich am Wochenende bei ihm war) und ich an meine Mutter gedacht haben, stieg bei mir ein so ungutes Gefühl auf. Es fühlte sich beklemmt an, als würdet ihr eine Klausur zurück bekommen und ich habe Angst gefühl.

Ich denke ich bin stark genug, dass ich es noch 1 bis 2 JJahremit ihr aushalte. Ich zieh mein Ding durch, erzl nichts mehr von mir und nehm sie nicht mehr für voll,da ich ja weiß, was sie für Probleme hat.

ja, genau dieser Link hat mir auch die Augen geöffnet...

Bitte mal einen Freund / Freundin, Dich zu beobachten, wenn Du mit Deiner Mutter sprichst (tel., persönlich, ...) - es fällt einem selbst gar nicht so schnell auf, aber es gibt eine massive Verhaltensänderung.

Ist bei mir heute noch so - ich bin 46 und mit 18 ausgezogen. Ich weiß inzwischen, dass meine Mutter Narzisst ist, ist mir sonnenklar zu jeder Zeit. Ich kenne die Mechanismen, weiß, auf welcher Schiene sie wie und was versucht.
Und ich kann nicht verhindert, dass ich emotional kippe, wenn ich auch nur 10 min mit ihr telefoniere. Das einzige, was da hilft ist: Nummer ändern und ihr nicht sagen. 500km weit weg ziehen und die Tür nicht aufmachen, wenn sie davor steht.

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3. Februar um 9:59
In Antwort auf avarrassterne1

ja, genau dieser Link hat mir auch die Augen geöffnet...

Bitte mal einen Freund / Freundin, Dich zu beobachten, wenn Du mit Deiner Mutter sprichst (tel., persönlich, ...) - es fällt einem selbst gar nicht so schnell auf, aber es gibt eine massive Verhaltensänderung.

Ist bei mir heute noch so - ich bin 46 und mit 18 ausgezogen. Ich weiß inzwischen, dass meine Mutter Narzisst ist, ist mir sonnenklar zu jeder Zeit. Ich kenne die Mechanismen, weiß, auf welcher Schiene sie wie und was versucht.
Und ich kann nicht verhindert, dass ich emotional kippe, wenn ich auch nur 10 min mit ihr telefoniere. Das einzige, was da hilft ist: Nummer ändern und ihr nicht sagen. 500km weit weg ziehen und die Tür nicht aufmachen, wenn sie davor steht.

es passiert mir auch seit 20 Jahren bei keinem Menschen mehr, dass ich in einer Diskussion in der "Rechtfertigungsfalle" lande. Ich rechtfertige mich gar nicht. Bei keinem. - außer bei ihr, sie schafft das bis heute.
Obwohl ich ganz genau weiß, wie die Nummer funktioniert und wie tief ich mich damit in die Kloake reite, wenn ich auf dem Weg bin - hilft bestenfalls in 1 von 10 Fällen.

Such Dir ein anderes Hobby. Jonglieren mit entsicherten Handgranten ist ungefährlicher als mit der narzisstischen Mutter zu telefonieren.

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3. Februar um 10:56
In Antwort auf avarrassterne1

ja, genau dieser Link hat mir auch die Augen geöffnet...

Bitte mal einen Freund / Freundin, Dich zu beobachten, wenn Du mit Deiner Mutter sprichst (tel., persönlich, ...) - es fällt einem selbst gar nicht so schnell auf, aber es gibt eine massive Verhaltensänderung.

Ist bei mir heute noch so - ich bin 46 und mit 18 ausgezogen. Ich weiß inzwischen, dass meine Mutter Narzisst ist, ist mir sonnenklar zu jeder Zeit. Ich kenne die Mechanismen, weiß, auf welcher Schiene sie wie und was versucht.
Und ich kann nicht verhindert, dass ich emotional kippe, wenn ich auch nur 10 min mit ihr telefoniere. Das einzige, was da hilft ist: Nummer ändern und ihr nicht sagen. 500km weit weg ziehen und die Tür nicht aufmachen, wenn sie davor steht.

Ich finde es immer wieder traurig zu sehen, wie Eltern ihre eigenes Fleisch und Blut zu misshandeln können. Ich sehe es als einen Prozess zur Selbsterkenntnis an. Mir wurde es immer verboten eine eigene Identität zu haben, alles wurde schlecht geredet und kontrolliert, mit der Begründung "ich mein es doch nur gut", "wenn ihr mich nicht hättet, würdet ihr im Dreck sitzen". Dabei sitze ich doch schon emotional im Dreck. 

Letztens hatte ich einen Nervenzusammenbruch und meinte zu ihr, dass sie uns früher immer geschlagen hat und wir nun den Mund auf machen und uns nicht mehr emotional erpressen lassen. Sie meinte "joa jetzt könnt ihr mir alles wieder (an schlechte Sachen) zurückgeben".

Naja meine Gedanken sind zu kostbar für so ein Mist. Wir haben nur ein Leben und können uns selbst nur die Freiheit zu leben eingestehen. Lasst uns aufstehen und leben! 

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3. Februar um 12:26
In Antwort auf mrssagittarius

Hey liebes Form,

ich habe einige Fragen zu dem Thema, die ich euch unter Nennung von Beispielen gern fragen möchte :

1. Frage: Ist meine Mutter narzisstisch geprägt?
Bsp.:
- sie redet nur von ihrer Arbeit und von ihrem körperlichen Wohlbefinden
- wenn sich mich mal etwas fragt (Wie läufts in der Uni?), legt sie einen sehr nüchternen Ton an den Tag, als wäre die Frage beiläufig nur um mal gefragt zu haben
- sie kann keine Kritik vertragen, d.h. sie wird sofort aggressiv und springt auf andere Themen
- sie hört mir nicht zu, wenn ich etwas sage, sondern redet dann (wenn sie mich ausreden lässt) auf ein anderes, auf sich bezogenes Thema (Arbeit, was der Nachbar gemacht hat)
- sie verscht mich emotional zu erpressen und zu kontrollieren
- wenn ich ihr z.B. sage, dass ich Urlaub mache, heißt sie es zunächst für gut und nach einiger Zeit versucht sie mir zu vermitteln, was da denn alles schief gehen kann
- sie kann auch ihren Lebenspartner nicht ausreden lassen (es ist also kein persönliches Problem nur mir gegenüber!)
- sie hat sehr oft Gefühlausbrüche (man kann geradezu berechnen, wann sie wieder etwas; wenn auch nur eine Kleinigkeit, stört)
- sie redet viel vom Tod, dass wir glücklich währen, würde sie sich "an die Wand fahren"
- in meiner Kindheit hat sie mir und meinem Geschwisterteil oft zu verstehen gegeben, dass wir angeblich verantwortlich sind für ihr miserables Leben, dass Kinder Sch*** sind und Männer eh nichts taugen, auch körperliche und psychische Misshandlung waren an der fast Tagesordnung
- sie hilft sehr gern außenstehenden Menschen, auch wenn sie ihre eigenen Bedürfnisse dabei vergisst (sozialer Beruf)
--> da sind natürlich noch weitere Aspekte, allerdings sind dies Dinge, die mir zuerst eingefallen sind

2. Frage: Was kann ich tun?/ Wie kann ich mit ihr umgehen?
Mein Plan:
- emotionale Distanz aufbauen (ich merke immer, wie mich ihre spontanen Gefühlsausbrüche emotional und psychisch aus der Bahn werfen)
- ich rede mit ihr nicht mehr über mein Leben, weil ich weiß, dass sie nicht zuhört; ich vermeide also die Ablehnung (habe auch genug und die besten Freunde, dass ich Sorgen auch mit ihnen besrechen kann)
- ich veruche unterwegs zu sein (Uni, Sport, Hund, Arbeit, Freunde, sprich nur noch zu Hause schlafen)
- sobald ich es finanziell schaffe, zieh ich aus (zurzeit geht es wirklich nicht und ich habe 21 Jahre meines Lebens mit ihr ausgehalten, dann schaffe ich es auch noch 1 bis 2 weitere Jahre)
- nach meinem Auzug mache ich ne Therapie, weil ich so einige Narben davongetragen habe (Bindungs-/ Verlustangst, ich vergleiche mich mit anderen, Misstrauen, Verschluss von Gefühlen, Selbstwert ist angekratzt)
- und generell den Kontakt reduzieren

3. Sind Narzissten eigentlich ihrer Selbst bewusst, also merken die überhaupt, was sie ihrem Umfeld antun?
- meine Mutter meint ja, sie hätte eine schwierige Kindheit genossen (Vater war Soldat im Krieg, folglich körperliche Misshandlungen, weil er Psychisch nicht ganz fit war; Mutter ist an Krebsverstorben und meine Mutter hat sie wohl sterben sehen)

Puhh der "Text" ist echt mega lang, aber ich hoffe jemand ließt sich diesen durch und kann mir meine Fragen beantworten. Ich danke Dir!!!
 

Hallo,

schreckliche Lebenssituationen. Ich sehe hier keinen klaren Narzissmus. Was ich erkenne sind traumatische Erfahrungen und zwar auf deiner Seite, wie auf Seiten deiner Mutter. Ich sehe hier ganz viel unaufgearbeitete Schmerzen und Verletzungen. Ich rate dir zu einer Traumatherapie. Dort kannst du dich sensitiv in deinem eigenen Tempo den Verletzungen nähern. Verhaltenstherapie kann im Anschluss erfolgen. Sie dauert länger, ist rein auf Verhalten ausgerichtet und  viel fordernder. Im Fokus steht jetzt erst einmal Schmerz und Verletzung "zu heilen". 

Es ist ein Phänomen, dass sich leidvolle Erfahrungen der vorangegangenen Generationen in der nächsten wiederholen. Sprich Eltern-Kinder. Auch du musstest diese Erfahrungen durchleben. (Durch Erziehung, durch Übertragung) Das heißt Bindungs- und Verlustangst ist das gleiche Thema deiner Mutter. 
 Ich würde es für wichtig erachten, dass du so bald als möglich aus der gemeinsamen Wohnung ausziehst. Weitere 1-2 Jahre in krankmachenden Umfeld ausharren ist nicht gut.  Alles Gute 
Sis

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3. Februar um 13:42
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo,

schreckliche Lebenssituationen. Ich sehe hier keinen klaren Narzissmus. Was ich erkenne sind traumatische Erfahrungen und zwar auf deiner Seite, wie auf Seiten deiner Mutter. Ich sehe hier ganz viel unaufgearbeitete Schmerzen und Verletzungen. Ich rate dir zu einer Traumatherapie. Dort kannst du dich sensitiv in deinem eigenen Tempo den Verletzungen nähern. Verhaltenstherapie kann im Anschluss erfolgen. Sie dauert länger, ist rein auf Verhalten ausgerichtet und  viel fordernder. Im Fokus steht jetzt erst einmal Schmerz und Verletzung "zu heilen". 

Es ist ein Phänomen, dass sich leidvolle Erfahrungen der vorangegangenen Generationen in der nächsten wiederholen. Sprich Eltern-Kinder. Auch du musstest diese Erfahrungen durchleben. (Durch Erziehung, durch Übertragung) Das heißt Bindungs- und Verlustangst ist das gleiche Thema deiner Mutter. 
 Ich würde es für wichtig erachten, dass du so bald als möglich aus der gemeinsamen Wohnung ausziehst. Weitere 1-2 Jahre in krankmachenden Umfeld ausharren ist nicht gut.  Alles Gute 
Sis

Vielen Dank für deine Nachricht. Das klingt sehr plausibel was du geschrieben hast! Ich versuche auch immer wieder in die Heilung zu kommen mit allem was ich erlebt habe, denn ich möchte diese Verletzungen nicht auf meine Kinder übertragen. 

LG

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3. Februar um 13:48
In Antwort auf mrssagittarius

Ohaa der Link ist echt super!!! Vielen Dank dafür. 

Das mit der emptionalen und räumlichenTrennung habe ich auch schon gelesen und es macht Sinn, denn immer wenn ich eine Woche in einer anderen Stadt verbringe, geht es mir prötzlich besser. Trotz täglicher Arbeit habe ich gar keinen Stress. Ich bin wie ein anderer Mensch und mir geht es innerlich dann sehr gut. 

Immer wenn ich als Kind von meinem Vater wieder nach Hause gefahren wurde (weil ich am Wochenende bei ihm war) und ich an meine Mutter gedacht haben, stieg bei mir ein so ungutes Gefühl auf. Es fühlte sich beklemmt an, als würdet ihr eine Klausur zurück bekommen und ich habe Angst gefühl.

Ich denke ich bin stark genug, dass ich es noch 1 bis 2 JJahremit ihr aushalte. Ich zieh mein Ding durch, erzl nichts mehr von mir und nehm sie nicht mehr für voll,da ich ja weiß, was sie für Probleme hat.

und wieso noch 1-2 jahre aushalten?

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3. Februar um 14:12
In Antwort auf carina2019

und wieso noch 1-2 jahre aushalten?

Die Antwort darauf ist zu kompliziert.

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3. Februar um 14:29
In Antwort auf mrssagittarius

Ich finde es immer wieder traurig zu sehen, wie Eltern ihre eigenes Fleisch und Blut zu misshandeln können. Ich sehe es als einen Prozess zur Selbsterkenntnis an. Mir wurde es immer verboten eine eigene Identität zu haben, alles wurde schlecht geredet und kontrolliert, mit der Begründung "ich mein es doch nur gut", "wenn ihr mich nicht hättet, würdet ihr im Dreck sitzen". Dabei sitze ich doch schon emotional im Dreck. 

Letztens hatte ich einen Nervenzusammenbruch und meinte zu ihr, dass sie uns früher immer geschlagen hat und wir nun den Mund auf machen und uns nicht mehr emotional erpressen lassen. Sie meinte "joa jetzt könnt ihr mir alles wieder (an schlechte Sachen) zurückgeben".

Naja meine Gedanken sind zu kostbar für so ein Mist. Wir haben nur ein Leben und können uns selbst nur die Freiheit zu leben eingestehen. Lasst uns aufstehen und leben! 

mich macht es wütend, dass man als Opfer psychischer Gewalt quasi null Möglichkeiten hat, das Ganze vor ein Gericht zu bringen.

Aber das ist halt wie es ist. Kann ich nicht wirklich viel tun, nur immer mal meinen mini-Teil dazu beitragen, dass sich mehr Menschen mal Gedanken darüber machen, dass psychische Gewalt der physischen in nichts nachsteht.

Körperliche Gewalt... hm, ab und an eine Ohrfeige war dabei, aber im Vergleich zum Anteil der seelischen Gewalt... nicht mal erwähnenswert.

Nein, ich gebe meiner Mutter gar nichts mehr zurück. Auch nichts schlechtes, alles außer völlig ignorieren ist ein Fehler. Den ich nichts desto trotz in den letzten 20 Jahren ab und an gemacht habe, aber möglichst selten wiederholen möchte.

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3. Februar um 15:21
In Antwort auf avarrassterne1

mich macht es wütend, dass man als Opfer psychischer Gewalt quasi null Möglichkeiten hat, das Ganze vor ein Gericht zu bringen.

Aber das ist halt wie es ist. Kann ich nicht wirklich viel tun, nur immer mal meinen mini-Teil dazu beitragen, dass sich mehr Menschen mal Gedanken darüber machen, dass psychische Gewalt der physischen in nichts nachsteht.

Körperliche Gewalt... hm, ab und an eine Ohrfeige war dabei, aber im Vergleich zum Anteil der seelischen Gewalt... nicht mal erwähnenswert.

Nein, ich gebe meiner Mutter gar nichts mehr zurück. Auch nichts schlechtes, alles außer völlig ignorieren ist ein Fehler. Den ich nichts desto trotz in den letzten 20 Jahren ab und an gemacht habe, aber möglichst selten wiederholen möchte.

Psychische und auch köperliche Gewalt ist etwas was einfach schlecklich ist. Auch wenns nur eine Orfeige war oder meine Mutter mich so doll geschlagen hat, dass ich Nasenbluten hatte. Ich bin mir absolut sicher, dass Menschen im Leben alles zurückbekommen werden,manchmal im nächsten Leben. Meinen Trost habe ich in Gott gefunden. Ich weiß, dass er seine schützende Hand über mir hat und dass ich nun die Zügel in die Hand nehmen muss und das Trauma heilen muss, damit nicht noch die nächste Generation darunter leidet. 

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3. Februar um 18:00
In Antwort auf mrssagittarius

Die Antwort darauf ist zu kompliziert.

ach....  okay 

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5. Februar um 14:40
In Antwort auf mrssagittarius

Hey liebes Form,

ich habe einige Fragen zu dem Thema, die ich euch unter Nennung von Beispielen gern fragen möchte :

1. Frage: Ist meine Mutter narzisstisch geprägt?
Bsp.:
- sie redet nur von ihrer Arbeit und von ihrem körperlichen Wohlbefinden
- wenn sich mich mal etwas fragt (Wie läufts in der Uni?), legt sie einen sehr nüchternen Ton an den Tag, als wäre die Frage beiläufig nur um mal gefragt zu haben
- sie kann keine Kritik vertragen, d.h. sie wird sofort aggressiv und springt auf andere Themen
- sie hört mir nicht zu, wenn ich etwas sage, sondern redet dann (wenn sie mich ausreden lässt) auf ein anderes, auf sich bezogenes Thema (Arbeit, was der Nachbar gemacht hat)
- sie verscht mich emotional zu erpressen und zu kontrollieren
- wenn ich ihr z.B. sage, dass ich Urlaub mache, heißt sie es zunächst für gut und nach einiger Zeit versucht sie mir zu vermitteln, was da denn alles schief gehen kann
- sie kann auch ihren Lebenspartner nicht ausreden lassen (es ist also kein persönliches Problem nur mir gegenüber!)
- sie hat sehr oft Gefühlausbrüche (man kann geradezu berechnen, wann sie wieder etwas; wenn auch nur eine Kleinigkeit, stört)
- sie redet viel vom Tod, dass wir glücklich währen, würde sie sich "an die Wand fahren"
- in meiner Kindheit hat sie mir und meinem Geschwisterteil oft zu verstehen gegeben, dass wir angeblich verantwortlich sind für ihr miserables Leben, dass Kinder Sch*** sind und Männer eh nichts taugen, auch körperliche und psychische Misshandlung waren an der fast Tagesordnung
- sie hilft sehr gern außenstehenden Menschen, auch wenn sie ihre eigenen Bedürfnisse dabei vergisst (sozialer Beruf)
--> da sind natürlich noch weitere Aspekte, allerdings sind dies Dinge, die mir zuerst eingefallen sind

2. Frage: Was kann ich tun?/ Wie kann ich mit ihr umgehen?
Mein Plan:
- emotionale Distanz aufbauen (ich merke immer, wie mich ihre spontanen Gefühlsausbrüche emotional und psychisch aus der Bahn werfen)
- ich rede mit ihr nicht mehr über mein Leben, weil ich weiß, dass sie nicht zuhört; ich vermeide also die Ablehnung (habe auch genug und die besten Freunde, dass ich Sorgen auch mit ihnen besrechen kann)
- ich veruche unterwegs zu sein (Uni, Sport, Hund, Arbeit, Freunde, sprich nur noch zu Hause schlafen)
- sobald ich es finanziell schaffe, zieh ich aus (zurzeit geht es wirklich nicht und ich habe 21 Jahre meines Lebens mit ihr ausgehalten, dann schaffe ich es auch noch 1 bis 2 weitere Jahre)
- nach meinem Auzug mache ich ne Therapie, weil ich so einige Narben davongetragen habe (Bindungs-/ Verlustangst, ich vergleiche mich mit anderen, Misstrauen, Verschluss von Gefühlen, Selbstwert ist angekratzt)
- und generell den Kontakt reduzieren

3. Sind Narzissten eigentlich ihrer Selbst bewusst, also merken die überhaupt, was sie ihrem Umfeld antun?
- meine Mutter meint ja, sie hätte eine schwierige Kindheit genossen (Vater war Soldat im Krieg, folglich körperliche Misshandlungen, weil er Psychisch nicht ganz fit war; Mutter ist an Krebsverstorben und meine Mutter hat sie wohl sterben sehen)

Puhh der "Text" ist echt mega lang, aber ich hoffe jemand ließt sich diesen durch und kann mir meine Fragen beantworten. Ich danke Dir!!!
 

Es gibt im Internet viel zu narzisstischen Eltern und bei Facebook zwei Gruppen 'Töchter narzisstischer Mütter'. Da kannst Du sehr viel nachlesen und viele Erfahrungsberichte hören, vielleicht hilft Dir das weiter!

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