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Nackt sein in der Öffentlichkeit - die eigene Lust und die der Mitmenschen

22. Januar 2017 um 11:28

Liebe Forenmitglieder,

seit einiger Zeit interessiere ich mich brennend für ein (wie ich finde) ziemlich paradoxes Phänomen: Wenn wir Menschen bzw. ich persönlich plötzlich aus irgendwelchen Gründen "nackt erwischt" werden, während alle anderen noch angezogen sind, dann reagieren wir in der Regel mit Schrecken oder Angst. Wir kreischen, verstecken uns, bedecken unsere Scham etc. Mit einem Wort: Wir schämen uns normalerweise, und das scheint auf den ersten Bick auch ganz natürlich und verständlich zu sein. Aber das ist es m.E. überhaupt nicht!

Ich habe zwei Argumente, warum unsere Schamreaktion eigentlich seltsam ist:

- Erstens kommt es mir absurd vor, dass wir Menschen eine natürliche Scham für unsere Nacktheit empfinden. Kleinkinder schämen sich auch nicht, wenn sie nackt sind. Und wenn Erwachsene FKK machen oder in die Sauna gehen oder nach dem Sport duschen, schämen sie sich auch nicht. Unser Schamgefühl ist also nicht angeboren, sondern anerzogen. Und es ist uns auch anerzogen, dass wir uns nur in bestimmten Situationen für unsere Nacktheit schämen - während wir es in anderen Situationen doch regelrecht genießen, uns bspw. dem Partner nackt zu zeigen und ihn zu reizen.

- Zweitens: Sogar dann, wenn wir in der Öffentlichkeit nackt sind, ist dieses Schämen eigentlich absurd. Denn wenn man mal die Reaktionen der Mitmenschen genau beobachtet, die "unverhofft" z.B. eine nackte Dame zu sehen bekommen, dann wird man feststellen, dass fast alle (!) ein ungeheures Interesse haben. Sie geben sich viel Mühe, um einen "genauen und tiefen Blick" zu erhaschen, möglichst viel und lange zuschauen zu können. Es regt sie an und auf - aber auch sie wirken leicht verschämt dabei. Offenbar schämen sie sich dafür, sich so für eine Scheide oder einen Penis zu interessieren, und darum "schaupielern" sie den "maäßig interessierten" Passanten, obwohl sie am liebsten mit der Lupe alle Details beim reizenden "Nackedei" untersuchen möchten.


Wie ist das möglich?!

Es gibt noch ein drittes Phänomen, und das betrifft mich persönlich und ist der eigentliche Grund dafür, warum ich über dieses Paradoxon überhaupt gestolpert bin. Ich gehöre zu den Menschen, die es unglaublich reizvoll und erotisch finden, sich nackt erwischen zu lassen. Ja, lacht ruhig. Ich finde es trotzdem toll.

Ganz ehrlich habe ich meinen ersten Höheunkt erlebt in einer Umkleidelkabiene in einem Freibad, als ich in der 6ten Klasse war. Wir waren eine große Gruppe mit rund 30 Kindern, Jungs und Mädchen gemischt. Ich weiß noch, dass mir Angst und Bange war, als ich hörte wie die Sportlehrerin sagte, "alle in die Gruppenumkleide". Zwei Jungs rannten sofort los und riefen "Die Jungs sind als erste fertig, wetten?" Aber ich hatte ein ganz furchtbares Gefühl, denn mir war nicht klar, wie ich mich bei so vielen Zuschauern "verstecken" sollte. Als ich dann (als eine der letzten) in die Umkleide schlich, tobte drinnen ein heißer Wettkampf, und es wurde viel gelacht und umhergerufen. Viele Jungs waren "fast" fertig umgezogen, ich konnte ihr Geschlecht sehen. Ein paar Mädchen waren ebenfalls nackt, manche nur oben, andere auch unten. Wie unterschiedlich sie alle aussahen! Ich zögerte, dann machte ich mit. Ich riss meine Klamotten runter, dann merkte ich, wie mich zwei Jungs aufmerksam ansahen. Sofort durchzog mich ein heißes Gefühl, und ich fühlte ein schönes, intensives Kribbeln "da unten". Es war so schön, und ich wollte, dass es anhält - und darum habe ich "möglichst umständlich" mit den Socken, dem Handtuch etc. herumhantiert, um möglichst lange nackt sein und den Jungs meine "Perle" präsentieren zu können. Und zwar, obwohl mein Verstand und meine Moral sagten:

Ich möchte hier gar nicht diskutieren, ob ich pervers bin. Das bin ich ganz sicher nicht. Ein Perverser ist für mich jemand, der anderen Menschen schadet. Und das habe ich nicht.

Wir ihr euch denken könnt, hat mich dieses buchstäblich "befreiende" Erlebnis ziemlich stark geprägt. Ich mag Sex an ungewöhnlichen Orten - so wie viele andere Menschen auch. Und ich mag es, mich "erwischen" zu lassen. Meine Liste mit solchen "Public Places" ist lang; besonders aufregend (und aufschlussreich) fand ich eine Situation in einem ICE. Mein Freund hatte mich dazu gebracht, im Großraumwagen Shorts + das "darunter" ganz auszuziehen, über mich hatte er seinen Mantel wie eine Zudecke ausgebreitet. Das sah wirklich unauffällig aus, und er konnte schön an mir "spielen". Kurz bevor es "soweit" war, hat er den Mantel aber weggeschoben. Jeder, der vorbeigekommen wäre, hätte mich sehen können, und zwei junge (süße!) Kerls aus einem 4er haben mich auch gesehen. Ein kurzer, verständigender Blick zwischen uns - und dann .... hmmmmmm!!! Ich sag's euch .. ihr verpasst was! Und die Jungs fanden die Show auch toll.


Inzwischen habe ich auch das www nach Clips abgesucht, in denen Frauen es so wie ich darauf anlegen, "nackt erwischt" zu werden. In diesen Clips werden zwei Dinge ganz deutlich:

- Diese Frauen (nach Männern habe ich nicht gesucht) wollen erwischt werden; es macht ihnen Spaß. Das sieht man auch daran, dass sie lachen, kichern und es immer wieder darauf anlegen. Sie haben eine exhibitionistische Ader - und sie leben sie aus, indem sie in Bibliotheken oder Cafes strippen oder sogar masturbieren und das gleichzeitig ihrem Freund (?) z.B. per Webcam zeigen. Der "Kick" ist umso größer, je "gefährlicher" die Situation ist. Und das stimmt mit meinen Erfahrungen überein.

- Die Menschen, die hier unverhofft auf diese "Nackedeis" treffen, sind nie, NIE schockiert oder ärgerlich. Sie sind vielmehr amüsiert, interessiert, erotisiert - zumindest soweit ich das aus meinen Erfahrungen und den Beobachtungen aus den Amateur-Clips entnehmen kann.

Die Sache ist nur: Ich kenne nur mich und meine Erfahrungen. Und auch Clips erzählen ja nie alles. Da ich Soziologie studiere und überlege, mit zwei Kommilitonen eine Arbeit daraus zu machen (ungefähr so: "Psychologie der Lust, Soziologie des Schämens. Wahrnehmung von und Bewertung von Nacktheit in öffentlichen Situationen"), interessert es mich, wie andere das Phänomen erleben und bewerten.

Ich würde mich freuen, wenn wir hier ein paar Diskussion starten könnten, die sich dementsprechend um Fragen wie diese drehen:

(1) Wie habt IHR persönlich eine Situation erlebt, in der ihr (als Einzige(r) ) nackt wart? Habt ihr Stress empfunden, Angst, positive Aufregung, Anerkennung, ... ?

(2) Wie habt ihr / wie würdet ihr auf eine Situation reagieren, in der eine Frau (kein Mann!) plötzlich in einer ungewöhnlichen Situation oder einem ungewöhnlichem Ort nackt zu sehen wäre, z.B. in einer Bibliothek, einem Zug, im Bus, im Kino, ... ? Würdet ihr erschrecken, lachen, schimpfen, klatschen, neugierig zusehen, die Polizeit rufen, das Handy rausholen, euch (fremd)schämen...?

(3) Wenn ihr beurteilen müsstet, was, ganz objektiv betrachtet, seltsamer ist - GERNE nackt sein oder UNGERNE nackt sein - was würdet ihr wählen, und vor allem: warum?

=======


Soweit ich ermitteln konnte, ist diese Diskussion noch nie geführt worden.
Ich glaube, dass wir Menschen hier durch unsere Erziehung ein schambelegtes "Tabu" eingepflanzt bekommen haben, das heute für nichts mehr gut ist und höchstens bei den Neandertalern noch irgendeine Funktion hatte. Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Danke für das ausdauernde Lesen!
vlg!


22. Januar 2017 um 11:41

Bitte keine privaten Nachrichten. Ich bin nicht an Kontakten interessiert, sondern wirklich an der Diskussion!
 

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28. Dezember 2017 um 15:18

Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich habe mich auch immer danach gesehnt mich öffentlich nackt zu zeigen. Nude in public wäre immer mein Traum gewesen, so wie in den Internet Videos zu sehen. Oder in einer Bar oder in der Disco einen auf betrunken zu machen und dann versehentlich zu stripper, so dass mich alle komplett nackt sehen können. Leider ist das beruflich und gesellschaftlich rötlich. Daher habe ich immer Wege gesucht mich nackt zu zeigen, zu Sauna oder Wellnessoasen. Irgendwann wollte ich aber wirklich die einzige nackte Person vor vielen Leuten sein und fand eine Möglichkeit. Ich bewarb mich in einer anderen Stadt bei allen Kunstklassen als Aktmodell und wurde auch genommen, ich fuhr also hin und war mehr als Nervös. Die Angst und gleichzeitig Stille Hoffnung daß mich jemand kennen würde war dabei. Ich kam hin und es warteten 30 Leute dass ich mich vor ihnen nackt ausziehen und das für Stunden bleiben würde. Nackt, ungeschützt mit Gesicht erkennbar. Ich habe es sofort sehr genossen und es kämmen immer neue Leute hinzu. Ich habe bei meinen Positionen immer darauf geachtet dass man alles sieht. Hab das dann regelmäßig gemacht und der kick blieb der Selbe. Nach deinem Text erkenne ich dass du das auch genießen würdest und ich kann es dir nur empfehlen. Bin nachher meist noch FKK in den englischen Garten gefahren damit mich noch mehr Leute sehen. Wenn du Fragen hast helfe ich dir gerne weiter. Mein Tipp, probiere es  

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28. Dezember 2017 um 18:13

Von Kindern war nie die Rede. Aber ich kann ihren Wunsch nachvollziehen. Sie hat es ja oben geschrieben, dass sie sich bewusst zeit gelassen hat um länger ihre Perle zu präsentieren. Daran sieht man, dass sie den gleichen exibitionistischen Hang hat. Wenn sie das nude in Public mal in soft probieren möchte so wie ich, dann ist so eine Zeichenklasse perfekt dafür. Die härteste Variante die ich wiederum kenne ist, wenn man begleitet von einem Filmer nackt durch eine belebte Stadt oder Club geht. Das wäre mein absoluter Traum, allerdings wäre ich danach wohl beruflich und gesellschaftlich (Dorf) erledigt. Als Großsstädterin mit tolleranten Berufsfeld allerdings durchaus machbar.

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30. Dezember 2017 um 19:49
In Antwort auf laurie22j

Liebe Forenmitglieder,

seit einiger Zeit interessiere ich mich brennend für ein (wie ich finde) ziemlich paradoxes Phänomen: Wenn wir Menschen bzw. ich persönlich plötzlich aus irgendwelchen Gründen "nackt erwischt" werden, während alle anderen noch angezogen sind, dann reagieren wir in der Regel mit Schrecken oder Angst. Wir kreischen, verstecken uns, bedecken unsere Scham etc.  Mit einem Wort: Wir schämen uns normalerweise, und das scheint auf den ersten Bick auch ganz natürlich und verständlich zu sein. Aber das ist es m.E. überhaupt nicht!

Ich habe zwei Argumente, warum unsere Schamreaktion eigentlich seltsam ist:

-  Erstens kommt es mir absurd vor, dass wir Menschen eine natürliche Scham für unsere Nacktheit empfinden. Kleinkinder schämen sich auch nicht, wenn sie nackt sind. Und wenn Erwachsene FKK machen oder in die Sauna gehen oder nach dem Sport duschen, schämen sie sich auch nicht. Unser Schamgefühl ist also nicht angeboren, sondern anerzogen. Und es ist uns auch anerzogen, dass wir uns nur in bestimmten Situationen für unsere Nacktheit schämen - während wir es in anderen Situationen doch regelrecht genießen, uns bspw. dem Partner nackt zu zeigen und ihn zu reizen.

- Zweitens: Sogar dann, wenn wir in der Öffentlichkeit nackt sind, ist dieses Schämen eigentlich absurd. Denn wenn man mal die Reaktionen der Mitmenschen genau beobachtet, die "unverhofft" z.B. eine nackte Dame zu sehen bekommen, dann wird man feststellen, dass fast alle (!) ein ungeheures Interesse haben. Sie geben sich viel Mühe, um einen "genauen und tiefen Blick" zu erhaschen, möglichst viel und lange zuschauen zu können. Es regt sie an und auf - aber auch sie wirken leicht verschämt dabei. Offenbar schämen sie sich dafür, sich so für eine Scheide oder einen Penis zu interessieren, und darum "schaupielern" sie den "maäßig interessierten" Passanten, obwohl sie am liebsten mit der Lupe alle Details beim reizenden "Nackedei" untersuchen möchten.


Wie ist das möglich?!

Es gibt noch ein drittes Phänomen, und das betrifft mich persönlich und ist der eigentliche Grund dafür, warum ich über dieses Paradoxon überhaupt gestolpert bin. Ich gehöre zu den Menschen, die es unglaublich reizvoll und erotisch finden, sich nackt erwischen zu lassen. Ja, lacht ruhig.  Ich finde es trotzdem toll.

Ganz ehrlich habe ich meinen ersten Höheunkt erlebt in einer Umkleidelkabiene in einem Freibad, als ich in der 6ten Klasse war. Wir waren eine große Gruppe mit rund 30 Kindern, Jungs und Mädchen gemischt. Ich weiß noch, dass mir Angst und Bange war, als ich hörte wie die Sportlehrerin sagte, "alle in die Gruppenumkleide". Zwei Jungs rannten sofort los und riefen "Die Jungs sind als erste fertig, wetten?" Aber ich hatte ein ganz furchtbares Gefühl, denn mir war nicht klar, wie ich mich bei so vielen Zuschauern "verstecken" sollte. Als ich dann (als eine der letzten) in die Umkleide schlich, tobte drinnen ein heißer Wettkampf, und es wurde viel gelacht und umhergerufen. Viele Jungs waren "fast" fertig umgezogen, ich konnte ihr Geschlecht sehen. Ein paar Mädchen waren ebenfalls nackt, manche nur oben, andere auch unten. Wie unterschiedlich sie alle aussahen! Ich zögerte, dann machte ich mit. Ich riss meine Klamotten runter, dann merkte ich, wie mich zwei Jungs aufmerksam ansahen. Sofort durchzog mich ein heißes Gefühl, und ich fühlte ein schönes, intensives Kribbeln "da unten". Es war so schön, und ich wollte, dass es anhält - und darum habe ich "möglichst umständlich" mit den Socken, dem Handtuch etc. herumhantiert, um möglichst lange nackt sein und den Jungs meine "Perle" präsentieren zu können. Und zwar, obwohl mein Verstand und meine Moral sagten:

Ich möchte hier gar nicht diskutieren, ob ich pervers bin. Das bin ich ganz sicher nicht. Ein Perverser ist für mich jemand, der anderen Menschen schadet. Und das habe ich nicht.

Wir ihr euch denken könnt, hat mich dieses buchstäblich "befreiende" Erlebnis ziemlich stark geprägt. Ich mag Sex an ungewöhnlichen Orten - so wie viele andere Menschen auch. Und ich mag es, mich "erwischen" zu lassen. Meine Liste mit solchen "Public Places" ist lang; besonders aufregend (und aufschlussreich) fand ich eine Situation in einem ICE. Mein Freund hatte mich dazu gebracht, im Großraumwagen Shorts + das "darunter" ganz auszuziehen, über mich hatte er seinen Mantel wie eine Zudecke ausgebreitet. Das sah wirklich unauffällig aus, und er konnte schön an mir "spielen". Kurz bevor es "soweit" war, hat er den Mantel aber weggeschoben. Jeder, der vorbeigekommen wäre, hätte mich sehen können, und zwei junge (süße!) Kerls aus einem 4er haben mich auch gesehen. Ein kurzer, verständigender Blick zwischen uns - und dann  .... hmmmmmm!!! Ich sag's euch .. ihr verpasst was! Und die Jungs fanden die Show auch toll.


Inzwischen habe ich auch das www nach Clips abgesucht, in denen Frauen es so wie ich darauf anlegen, "nackt erwischt" zu werden. In diesen Clips werden zwei Dinge ganz deutlich:

- Diese Frauen (nach Männern habe ich nicht gesucht) wollen erwischt werden; es macht ihnen Spaß. Das sieht man auch daran, dass sie lachen, kichern und es immer wieder darauf anlegen. Sie haben eine exhibitionistische Ader - und sie leben sie aus, indem sie in Bibliotheken oder Cafes strippen oder sogar masturbieren und das gleichzeitig ihrem Freund (?) z.B. per Webcam zeigen. Der "Kick" ist umso größer, je "gefährlicher" die Situation ist. Und das stimmt mit meinen Erfahrungen überein.

- Die Menschen, die hier unverhofft auf diese "Nackedeis" treffen, sind nie, NIE schockiert oder ärgerlich. Sie sind vielmehr amüsiert, interessiert, erotisiert - zumindest soweit ich das aus meinen Erfahrungen und den Beobachtungen aus den Amateur-Clips entnehmen kann.

Die Sache ist nur: Ich kenne nur mich und meine Erfahrungen. Und auch Clips erzählen ja nie alles. Da ich Soziologie studiere und überlege, mit zwei Kommilitonen eine Arbeit daraus zu machen (ungefähr so: "Psychologie der Lust, Soziologie des Schämens. Wahrnehmung von und Bewertung von Nacktheit in öffentlichen Situationen", interessert es mich, wie andere das Phänomen erleben und bewerten.

Ich würde mich freuen, wenn wir hier ein paar Diskussion starten könnten, die sich dementsprechend um Fragen wie diese drehen:

(1) Wie habt IHR persönlich eine Situation erlebt, in der ihr (als Einzige(r) ) nackt wart? Habt ihr Stress empfunden, Angst, positive Aufregung, Anerkennung, ... ?

(2) Wie habt ihr / wie würdet ihr auf eine Situation reagieren, in der eine Frau (kein Mann!) plötzlich in einer ungewöhnlichen Situation oder einem ungewöhnlichem Ort nackt zu sehen wäre, z.B. in einer Bibliothek, einem Zug, im Bus, im Kino, ... ? Würdet ihr erschrecken, lachen, schimpfen, klatschen, neugierig zusehen, die Polizeit rufen, das Handy rausholen, euch (fremd)schämen...?

(3) Wenn ihr beurteilen müsstet, was, ganz objektiv betrachtet, seltsamer ist - GERNE nackt sein oder UNGERNE nackt sein - was würdet ihr wählen, und vor allem: warum?

=======


Soweit ich ermitteln konnte, ist diese Diskussion noch nie geführt worden.
Ich glaube, dass wir Menschen hier durch unsere Erziehung ein schambelegtes "Tabu" eingepflanzt bekommen haben, das heute für nichts mehr gut ist und höchstens bei den Neandertalern noch irgendeine Funktion hatte. Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Danke für das ausdauernde Lesen!
vlg!


 

(1) Wie habt IHR persönlich eine Situation erlebt, in der ihr (als Einzige(r) ) nackt wart? Habt ihr Stress empfunden, Angst, positive Aufregung, Anerkennung, ... ?

Im Freibad haben mir Mitschüler die Badehose runtergezogen. Ich hab mich geschämt, hab mich erniedrigt gefühlt, blossgestellt... Hinzu kam auch ein Gefühl der sexuellen Erregung, aber noch nicht in der Situation selber, sondern erst hinterher, als ich daran zurückgedacht habe.

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2. Februar um 0:58

Ich hatte eine Situation in der Therme als ein gemischter Tag war (einige der Schwimmbecken konnten mit Badebekleidung genutzt werden, Sauna textilfrei). Unter der Dusche stand dann eine junge Dame, die einen Bikini trug und ich bin ebenfalls in die Dusche gekommen - komplett nackt. Sie hat sehr fett gegrinst (ich dachte bis dahin, dass Frauen kein Interesse am privaten Teil fremder Männer hätten). Ich habe zurückgegrinst und keine Anstalten gezeigt mich wegzudrehen, sondern bin zu der erstbesten freien Dusche gegangen. An diese Begegnung denke ich gerne zurück.
Den drang mich nackt zu zeigen kenne ich, aber es hat nie Möglichkeiten gegeben, ihn so auszuleben. Aktmodell oder ähnliches habe ich zwar probiert, bin aber nie berücksichtigt worden, männliche Aktmodelle sind nicht so gefragt. 
 

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