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Nachtschreck durch vergewaltigung im babyalter?

9. Januar 2008 um 11:43

Hallo!
Ich spreche hier bestimmt gerade ein sehr heikles Thema an, und ich bin mir nicht mal sicher ob mir irgendwer weiter helfen kann.

Wo fange ich an?... Von dem Erzeuger meiner Tochter hab ich mich getrennt da war sie ca ein Jahr, anderthalb. Neben anderen Gründen hatte ich auch die Vermutung das er sie "unsittlich" berührt hat. Meine Vermutung ist und bleibt verhärtet. Zur Erklärung: Wenn er sie dann MAL gewickelt hat, war sie immer sehr Rot an DER stelle, und hat sich selbst von mir nur sehr schwer die nächsten 2-3 Tage dort sauber machen lassen. Sie hat geweint und sich weggedreht. Sonst hatte ich nie Probleme beim Wickel mit ihr. Dann kommt noch dazu das ich einmal ein Schamhaar bei ihr im Bett gefunden habe. Da ich ja nun vorher schon die Vermutung hatte, habe ich danach auch ihr Zimmer abgeschlossen und den Schlüssel dann bei mir unter das Kopfkissen gelegt habe,wenn ich geschlafen habe. Ich muss dazu sagen das ihr Zimmer (war eine 2 Etagen Whg) oben war, und das Schlafzimmer unten, in dem raum der auch noch oben war, war der Erzeuger immer mit Freunden. D.h. ich hätte es nicht mitbekommen können, weil die "Beziehung" schon so kaputt war, das wir getrennt ins Bett gegangen sind.
Das ich mir natürlich so schon genug Vorwürfe mache, WENN es so gewesen ist, kann bestimmt jede Mutter nachvollziehen, darum bitte ich euch mir nicht noch zudem Vorwürfe zu machen. Damit rechnet ja wohl keiner?!
Zu den Vorfällen kommt das er, meiner Meinung nach zu stak und zu viel wegen Kinderschändern gesagt hat. Es heißt ja so schön "getroffene Hunde bellen" Also er hat sich so sehr und zu lange, als "normale" darüber "künstlich" Aufgeregt.

Nun ja, beim Kinderarzt war ich nicht, weil ich es auch gar nicht wissen will, weil ich weiß was ich sonst mit ihm gemacht hätte/machen würde, und das wär nicht gut für die Zukunft meiner Tochter und meiner auch nicht.

Gegenüber Männern oder Frauen mit Extrem kurzen Haaren war sie auch schon immer sehr zurückhaltend, bzw schüchtern; wollt nicht auf den Arm von den Personen und auch so dauerte es immer länger als bei Frauen, wo sie sofort vertrauen gefunden hat.

Jedenfalls hatte ich mich ja dann von dem getrennt. Was für uns alle das beste war.

Seit ca. 1 1/2 Jahren leidet meine kleine unter dem sogenannten Nachtschreck. Eigentlich ist es nicht so schlimm, die dauer ist ca. 5 min. und nicht weiter tragisch gewesen aber die letzten beiden male wurden wieder richtig schlimm, gestern Nacht erst wieder: 25 min.lang. sie hat um sich geschlagen, alles aus ihrem Bett geschmissen, schrie "ich will nicht" und wenn mein Lebensgefährte (mit ihm bin ich seit 1 Jahr zusammen) dazu kam, wurde alles noch viel heftiger. dann schrie sie "ich will nicht zu *Name* "
Die beiden haben ein super Verhältnis zueinander, sie knutscht ihn regelrecht ab, und ist auch sonst wie eine Klette an ihm. Sie sagt auch "Papa" zu ihm.
Zu ihrem Erzeuger hat sie kein Kontakt, dass will ich auch gar nicht.

Nun ist meine Vermutung, dass meine Tochter, sie wird im April 4 Jahre, meinen Freund mit dem Erzeuger verwechselt,und sich deshalb seit neuestem dagegen im Nachtschreck wehrt. Als sie gestern dann wach wurde, wollte sie auch mit bei uns ins bett, und dass kann ja dann nicht sein, wenn es was gegen ihn wär?!
Da sich Kinder ja auch erst alles richtig ab dem 3. Lebensjahr merken können (durchschnittlich), denk ich mal schon das sie die beiden verwechselt.
Dazu kommt das ich gerade schwanger bin, im 8. Monat, und ich glaube das das bei meiner großen deshalb auch noch mehr hochkommt.

Ansonsten haben wir zuhause keinen Stress, sie ist ein ganz liebes und glückliches Kind, halt das einzige ist das sie den Nachtschreck hat.

Das man sich über den Ursprung Gedanken macht ist ja auch klar.

Darum meine Frage, ob irgendwer was davon gehört hat, das es dadurch ausgelöst werden kann. Termin beim Kinderpsychologen hab ich erst im Februar. Aber dadurch das ich auch bei Google nix gefunden habe, stehen meine chance wohl schlecht das es das sein könnte. Ist halt zu wenig untersucht , der Nachtschreck...


Danke trotzdem für eure Antworten

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9. Januar 2008 um 16:29

Hallo boesenichte
Ich würde an deiner Stelle auf jedenfall mal mit deiner Tochter zum Arzt gehen und überprüfen lassen, ob noch alles intakt ist.
Gegenfalls musst du deinen Ex wegen sexuellen Missbrauch anzeigen.
Die Ahnungen oder Gefühle einer Mutter sind eigentlich meistens berechtigt.
Ein guter Schritt ist schon mal der Kinderpsychologe.
Von meiner Therapeutin weiss ich, dass es später in Jugendalter alles wieder Fetzenweise hochkommen kann, also dass man sich daran erinnert.

dass kann bei deiner Tochter schon früher passiert sein und deswegen hat sie vielleicht Alpträume
Eine Freundin von mir wurde früher geschlagen und ist Nachts öfter schreiend aufgewacht, was durch die Misshandlung früher ausgelöst wurde.

Aber das alles kann besser der Therapeut klären, denn ich bin kein Psychologe. Hoffe, ich konnte dir trotzdem bisschen helfen.

Lg

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15. Januar 2008 um 0:46

@ deduschka
Hy!
ja sicher habe ich eine teilschuld, WENN es denn so wahr. es ist ein sehr schwieriges thema, ich weiß. ich trage es nun seit fast 3 jahren mit mir rum, wenn ich den sehe könnt ich ihm ins gesicht springen. WENN es denn so wahr. beweisen kann ich es wohl nicht.
glaub mir mein kind ist der mittelpunkt für mich, und bekommt sehr viel liebe, vieleicht mehr als gut ist *zwinker. medikamente deswegen? nein. ich habe nur das gefühl es kommt so langsam in ihr hoch, und ich muß jetzt schon mal wissen wie ich ihr helfen kann, bevor es zu spät ist. das ich eine mitschuld habe, ok, sonst hätt ich mich nicht an euch gewand.

danke für deine awt.

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15. Januar 2008 um 1:27
In Antwort auf boehsenichte85

@ deduschka
Hy!
ja sicher habe ich eine teilschuld, WENN es denn so wahr. es ist ein sehr schwieriges thema, ich weiß. ich trage es nun seit fast 3 jahren mit mir rum, wenn ich den sehe könnt ich ihm ins gesicht springen. WENN es denn so wahr. beweisen kann ich es wohl nicht.
glaub mir mein kind ist der mittelpunkt für mich, und bekommt sehr viel liebe, vieleicht mehr als gut ist *zwinker. medikamente deswegen? nein. ich habe nur das gefühl es kommt so langsam in ihr hoch, und ich muß jetzt schon mal wissen wie ich ihr helfen kann, bevor es zu spät ist. das ich eine mitschuld habe, ok, sonst hätt ich mich nicht an euch gewand.

danke für deine awt.

Ich will dir keinen Vorwurf machen,
aber ich glaub, dass ich damals sofort zum Arzt gegangen wäre.. Wenn es sich denn rausgestellt hat, dass er sie misbraucht/vergewaltigt hat, denn hätte ich still und heimlich die Koffer gepackt und wäre weg gewesen.. Später denn hätt ich ihn angezeigt. Bin zwar noch keine Mutter aber denke, das wäre meine richtung. Natürlich kann es auch sein, dass ich anders reagiere, wenn ich selber in der situation wäre. Oh man, das tut mir echt leid für dich und deine Tochter.
Aber gebe dir selbst nicht die Schuld. Er ist der Schuldige.. Er soll leiden.. Und nicht du und deine Tochter. Klar hättest du mit ihm reden können, aber ich glaub, das würden nicht viele machen aus Angst.

Auf jeden Fall finde ich es gut, dass du mit deiner Tochter zur Psychologin gehst, auch wenn sie erst 4 ist. Aber zum Arzt gehen würde ich auch nochmal, um gewissheit zu haben.

Ich hoffe ihr beide übersteht das gut=)
Haltet durch!

LG Miizu

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