Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Nach Totgeburt redet keiner mehr mit mir!?

Letzte Nachricht: 5. Februar 2008 um 21:34
M
margot_12554003
10.10.07 um 12:50

hallo,

ich bin neu hier, lese aber schon ewig mit. am 19.08.2007 habe ich unseren kleinen Tim-Noel still geboren. Er war ein Wunschkind, wir haben fast 2 lange Jahre geübt. Hier im Forum lese ich immer das Betroffene die das selbe erleben mussten, sehr viel unterstütztungen von Freunden und Familie bekommen.

Bei mir ist das leider gar nicht der Fall. Meine Nachbarn grüßen mich zwar, aber keiner sagt etwas. Mein Partner wurde von unseren Nachbarn schon öfter darauf angesprochen. Von meiner Familie (bis auf Geschwister und Mutter) haben wir nicht einmal einen Anruf bekommen. Meine Arbeitskollegen mit ihnen habe ich sonst ein super Verhältnis übergehen es einfach- keine Frage, kein Beileid- nichts!

Ich fühle mich so allein- fast einsam. Wie soll ich die reaktion der anderen aufnehmen?

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K
kerena_12679770
10.10.07 um 20:47

Hallo !
Erstmal möchte ich dir sagen ,wie sehr es mir leid tut ,dass du dein Baby verloren hast .Ich bin selber Mutter von 3 Kindern und kann mir nichts schlimmeres vorstellen als ein Kind zu verlieren .Ich wünsche dir viel Kraft für die Zukunft .
Ich denke deine Mitmenschen ,haben einfach Angst .Angst ,das falsche zu sagen .Angst über das Geschehene zu sprechen um dich nicht noch mehr zu verletzen in deiner Trauer.Angst vor der ganzen Situation und Unsicherheit .Ich denke einen Menschen durch den Tod zu verlieren ,ist schon sehr schlimm .Aber ein Kind ,ist doch noch etwas anderes .Es ist das aller schlimmste dass es gibt .Für jeden Menschen .Kopf hoch ,du bist nicht allein .Alle um dich herum fühlen sicher mit dir ,sie müssen es erstmal genauso begreifen ,wie du .
*dich fest in den arm nimmt *
Liebe Grüße Susanne

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N
nala_12162559
15.10.07 um 19:36
In Antwort auf kerena_12679770

Hallo !
Erstmal möchte ich dir sagen ,wie sehr es mir leid tut ,dass du dein Baby verloren hast .Ich bin selber Mutter von 3 Kindern und kann mir nichts schlimmeres vorstellen als ein Kind zu verlieren .Ich wünsche dir viel Kraft für die Zukunft .
Ich denke deine Mitmenschen ,haben einfach Angst .Angst ,das falsche zu sagen .Angst über das Geschehene zu sprechen um dich nicht noch mehr zu verletzen in deiner Trauer.Angst vor der ganzen Situation und Unsicherheit .Ich denke einen Menschen durch den Tod zu verlieren ,ist schon sehr schlimm .Aber ein Kind ,ist doch noch etwas anderes .Es ist das aller schlimmste dass es gibt .Für jeden Menschen .Kopf hoch ,du bist nicht allein .Alle um dich herum fühlen sicher mit dir ,sie müssen es erstmal genauso begreifen ,wie du .
*dich fest in den arm nimmt *
Liebe Grüße Susanne

Tut mir so leid
Lass dich ganz fest in den Arm nehmen ! Es tut mir unendlich leid was dir passiert ist. Vor fast zwei Jahren ist meine Mama im Alter von 52 gestorben und dieses Jahr hatte ich eine Fehlgeburt in der 13. SSW. Habe also in ähnlicher Weise auch tiefe Trauer durchgenacht und ähnliche Erfahrung mit Bekannten erlebt. Nimm es bitte nicht persönlich aber viele - meistens die denen selbst noch nie sowas passiert ist - wissen einfach nicht damit umzugehen. Sie sind überfordert damit das richtige zu sagen oder zu tun. Und meist bedarf es ja eh nicht vieler Worte, es reicht einfach nur ein "ich bin für dich da wenn du reden möchtest". Ich bin auch von einigen enttäuscht worden aber in Nachhinein war es deren Angst etwas "falsches" zu sagen, aber in solchen Situationen gibt es nunmal kein "Falsch und kein Richtig" es zählt einfach nur wer für einen da ist. Versuch vielleicht auf einige deiner Freunde / Bekannte zuzugehen und von dir aus anzusprechen wie es dir geht (auch wenn es dir total beschissen geht, das darf es und das darfst du auch zeigen) Du wirst sehen dass viele dann auf einmal ganz offen sind und sehr gerne mit dir über deine Trauer und den Tod deines Babys reden möchten.
Wenn magst kannst mir auch gerne eine PM schicken.
Viele liebe Grüße

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H
hena_12463676
16.10.07 um 13:57

Hallo
erstmal möchte ich Dir sagen, wie unendlich leid mir das tut, was Du durchleben musstest. Meine Schwester ihr Baby ist 3 Tage nach der Geburt gestorben, das Ganze ist
jetzt 4 1/2 Monate her.

Wir bzw. meine Schwester hat ähnliche Erfahrungen machen müssen. Wir haben die
Kleine nur im engsten Familienkreis beerdigt, was natürlich durchaus verständlich ist,
aber eine Nachbarin von uns, konnte das so gar nicht verstehen und hat sich auch weiter nicht damit beschäftigt. Andere wiederrum haben meine Schwester in der Straße gesehen und sich sofort umgedreht, einer ist ziemlich
nervös, das konnte man sofort sehen, an uns vorbei und hat keinen Ton gesagt, obwohl er meine Schwester seir ihrer Kindheit schon kennt.

Ich denke einfach, das viele Leute mit dem Tod und vor allem mit dem Tod eines Baby
einfach nicht umgehen können und das auch nicht wissen, wie man sich verhält, was ich auch nicht undedingt schlimm finde. Hauptsache Dein Partner, Deine Mutter und Geschwister geben Dir Halt. Meine Schwester ist auch froh gewesen, dass nicht jeder zu
ihr hingekommen ist, wenn sie einkaufen war oder ähnliches.

Ich habe sehr viel mit meiner Schwester über ihre Kleine geredet, sie hat gesagt, das
ihr das auch unglaublich viel geholfen hat.

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K
kathie_11849572
23.10.07 um 11:57

Ging mir auch so
hallo,
es tut mir schrecklich leid, dass dein Tim-Noel wieder zu den Sternen gegangen ist. Auch mein Sohn hat sich im März in der 30. SSW auf den Weg gemacht und es zereißt mir heute noch das Herz. Ich mußte in dieser Zeit leider die Erfahrung machen, dass man von vielen (Familie, Freunde) oft alleingelassen wird. Ich wünsch dir ganz viel Kraft und sei dankbar für die wenige gemeinsame Zeit!

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B
bine_12506040
19.11.07 um 19:58

Totgeburt
allo,es ging mir auch so.Bei mir sprachen alle meinen Freund an und mich behandelte man wie luft oder sprach über andere Dinge.Habe oft geweint und fand das schlimm.Ich denke,heute mit distanz,das die Leute überfordert waren und evtl auch Angst vor meine Reaktion,wenn sie mich ansprechen.Kann dich nur allzugut verstehen.Ist totAL VERLETZEND SO EIN vERHALTEN

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R
raluca_11885644
28.11.07 um 12:46

Es wird immer ein riesiger Verlust bleiben!
Hallo,

ich habe meine erste Tochter in der 39SSW verloren, es war der 2.12 ein sonntag und 1. Advent, ich wußte schon zwei Wochene vorher das ich genau an dem Tag meine Tochter zu Welt bringe! Aber als ich dann im Krankenhaus ankam wurde mir gesagt das mein Kind nicht mehr lebt! Ich mußte über 12 Stunden im Krankenhaus liegen und warten das ich mein Kind entlich zu Welt bringe, zuerst hatte ich mich gewehrt und wollte sie nicht sehen keine Fotos nichts, aber dann entschied ich mich anders ich hatte sie 4 Stunden im Arm meine ganze Familie hat sie gesehen und gehalten, wir haben Fotos gemacht Fuß und Handabdrücke, doch dann wurde sie mir von der Hebamme genommen und ich wußte zurerst nicht warum ich war so unter Schock! Ich mußte sie beerdigen und das war kein leichter Weg, bis heute nicht! Und nun in nicht mal einer Woche ist dieser Tag wieder da, am Sonntag und sie wäre jetzt 6Jahre alt geworden und es tut immer noch genauso weh wie vor 6 Jahren, das einzige was mir hilft sind meine zwei Kinder doch meine erste Tochter werde ich immer vermissen und lieben!
Wenn Du willst schreib mich einfach an dann können wir einwenig reden, denn ich weiss wie man sich nach so einem verlust fühlt!

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T
tameka_12736143
05.02.08 um 21:34

Ich kann dir nachfühlen....
Nun, ich hatte mittlerweile 4 Fehlgeburten...und ich kann dir nachfühlen.
Bei mir distanzierte sich das Umfeld, aber wahrscheinlich auch weil ich sie nicht an mich herangelassen habe ?
Aber sei froh, du hast deinen Partner und er steht dir bei.
Das Verhalten deiner Umwelt ist schrecklich verletzend.
Ich wünsche dir ganz ganz viel Kraft !

Liebe Grüße
sandrababs81

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