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Nach Tod alles anders

11. September 2006 um 13:45 Letzte Antwort: 8. Oktober 2006 um 11:59

Hallo zusammen, ich habe seit einiger Zeit ein Problem, dauert aber leider länger das zu erklären :
Ich wohne mit meinem Mann zusammen in einem Haus mit meinem Schwigervater. Im Spetember 2002 ist meine Schwiegermutter an Sekundentod gestorben.Unser Verhältnis war nicht das beste. Ich bin ein ruhiger, eher zurückhaltender Mensch und das wurde nie wirklich akzeptiert. Zu dem gab es Familienprogramm an dem man teilnehmen mußte ( mit Schwester, Schwager und Nichte udn Neffen meines Mannes, Leitspruch war "die Familie muß zusammenhalten". Trotz allem habe ich mich in der Familie wohl gefühlt. Nach dem Tod ging das System noch ein Jahr gut, mein Mann und ich waren immer für die Schwester und den Schwager da, haben Baby gesittet und, und. Es kam aber nie ein Dank. Dann kam es zum Krach zwischen der Schwester und meinem Schwiegervater und gleichzeitig mit uns. Erst seit unserer Hochzeit im Mai diesen Jahres, grüßt man sich wenigstens wieder und wir unternehmen ab und zu etwas mit den Kindern. Aber so wie es war, ist es nicht mehr. Ich habe mich wichtig und gebruacht gefühl, wenn etwas unternommen wurde, war klar, daß mein Mann und ich dabei sind. Jetzt scheint sich kein Mensch mehr für uns zu interessieren. Mein Schwiegervater hat inzwischen eine neue Freundin und interessiert sich auch nur noch für sie, wenn wir aus dem Urlaub kommen, fragt er nicht ein mal mehr, wie es war. Leider habe ich zu meinem Bruder auch kein gute Verhältnis und so fühle ich mich total einsam. Das kann man wahrscheinlich nicht verstehen, aber ich fühle mich total alleine, obwohl ich ja meinen Mann habe. Ständig denke ich, was andere für tolle Familien habe und das zieht mich noch mehr runter und ich bin richtig neidisch, was ich noch nie im Leben war. Halt gaben mir immer noch meine Kollegen, seit August muß ich aber einen neuen Job machen zwar in der Nähe der Gruppe, aber doch nicht mehr teil dieser Gruppe. Bin echt verzweifelt. Was kann ich tun ?
Sorry, daß es jetzt so ein Roman geworden ist, mußte es einfach mal lso werden.

Grüßle
SunnyW

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11. September 2006 um 18:34

Hallo Sunny!
Gegen merkwürdige Verwandtschaft kann man so gut wie nix tun außer man verbiegt sich bis zur Selbstaufgabe. Gerade, wenn man räumlich so eng beieinander wohnt wie ihr mit dem Schwiegervater.
Solche Menschen werden sich nie ändern.
Ich habe auch schreckliche Schwiegereltern, spießig und prollig und eingebildet und peinlich. Sie sind mir so peinlich, daß ich nie zu meinem Freund ziehen könnte, denn die "Schwiegermonster" wohnen nebenan! Allein schon die Vorstellung, daß meine Freunde, wenn sie zu Besuch kommen, den "Schwiegers" in der Einfahrt über den Weg laufen, läßt mich gruseln!
Ich würde lieber in den Knast gehen, als das!
O.K, daß hilft Dir auch nicht weiter, aber Du solltest in der Situation Dich besser gedanklich ablenken. Vielleicht geht das doch im Job?
Oder mit Freunden?
Oder Du belohnst Dich mit schönen Sachen, daß können ja auch kleine Sachen (z.B ein edles Duschgel) sein.
Eins muß ich auch noch loswerden: Durch die Erfahrungen mit den Eltern meines Freundes beneide ich keine anderen Familien, sondern es ist schon so extrem, daß ich nur noch Menschen beneide, die gar keine Familie mehr haben!

L.G lamia

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7. Oktober 2006 um 12:26

Alles hat seine Zeit
Hallo Sunny,
ich kann verstehen, dass Du Dich nach der Zeit zurücksehnst, in der Du dich offensichtlich geborgen gefühlt hast. In meiner eigenen Familie hatte es diese Geborgenheit nie gegeben. Daher habe ich vor 21 Jahren, nachdem ich meinen Mann kennengelernt habe, durch seine Familie einen ganz neuen Zusammenhalt erfahren, obwohl auch wir darin immer eine Randstellung eingenommen habe, weil mein Mann eher das schwarze Schaf in der Familie war.
Jetzt ist auch diese Familie auseinander gefallen. Mein Schwiegervater ist bereits vor 10 Jahren gestorben. Meine Schwiegermutter - bei der sonst immer DER Treffpunkt am Wochenende war - musste wegen einer Demenzerkrankung in ein Altenheim. Mein Mann ist vor fünf Monaten an Krebs gestorben. Danach haben sich mein Schwager und meine Schwängerin rührend um mich gekümmert und tun es noch. Meine Mutter und meine Schwester haben das weder während der Krankheit meines Mannes noch nach seinem Tod getan. Von meiner Mutter kamen allerdings wenigstens ein paar tröstene Worte. Als nächstest musste ich die Erfahrung machen, dass man als Witwe plötzlich eine ganz andere gesellschaftliche Stellung hat als vorher. Nicht, dass sich Freunde und Bekannte abwenden, aber sie gehen seltsamerweise plötzlich ganz anders mit dir um.
Jetzt versuche ich genau wie Du, mit der neuen Situation fertig zu werden und auch das Alleinsein einfach mal hin zu nehmen. Ein Patentrezept habe ich natürlich auch nicht für Dich aber Tatsache ist, dass im Leben nichts ewig anhält, auch wenn man es gern so hätte. Dein Schwiegervater ist im Moment auf andere Dinge fixiert (was ich verstehen kann: gönne es ihm) Das kann sich wieder ändern. Auch das Verhältnis zu Deiner Schwägerin und Deinem Schwager scheint sich ja wieder zu ändern, da ihr Euch ja wieder grüsst. Wenn Du meinst, dass es möglich ist, schlag Doch mal wieder eine gemeinsame Unternehmung vor - mit der neuen Freundin Deines Schwiegervaters (vielleicht hat er nur Angst, dass ihr sie nicht akzeptiert). Manchmal muss man einfach über seinen eigenen Schatten springen.
Gibt es nicht in Deinem neuen Job auch Kollegen mit denen Du näheren Kontakt haben könntest? Was ist mit Kollegen Deines Mannes. Wären da nicht auch nähere Kontakte möglich? Was denkt Dein Mann über Dein Problem? Oder ist es ihm ganz recht, dass es nicht mehr so viele gemeinsame Unternehmungen gibt?
Grüsse Dich
Pummy60

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8. Oktober 2006 um 11:59

Auf dem besten Weg
Hi.
du stehst ercht vor einer schwierigen Situation,aber ich kann sie einschätzen ,denn mir ging es letztes Jahr genauso.
Nicht akzeptiert werden ist nciht toll, aber dnek doch mal andersrum,du musst doch nur dienen Mann lieben und nicht, die Leute, die in der Familie irgendwo umherschwirren. Wenn du ihnen am Herzen liegen würdest, würdest du das schon mitbekommen. Und was die neue Freundenin von deinem Schwiegervater angeht. Ich glaube er ht auch ein stückweit Angst, dass er wegen ihr abgelehnt werden würde und deswegenauf Abstand geht... Ich glaube sien Verhalten hat viel mit schüchternheit zu tun, obwohl man es nicht auf Anhieb erkennt. Viel Glück. Nimm nciht alles so ernst( cihw eiß der Satz ist mistig,aber er stimmt). Manchmal hhaben igrnedwelche Situation und Verhaltensweisenn nix zu bedueten. Bis denne >Silvana

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