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Nach Mobbing immer noch keine neue Arbeit

12. August 2008 um 13:10 Letzte Antwort: 22. Februar 2009 um 14:19

Hallo,

ich bin seit 3 Jahren arbeitssuchend. Wurde vorher 3 Jahre in einem Hotel von beiden Chefs aufs übelste gemobbt, ausgenutzt und dadurch wurde ich depressiv.

Ich war fast ein Jahr krankgeschrieben, habe 2 Therapien deswegen hinter mir, die mir aber auch geholfen haben, mich anderen, fremden Menschen gegenüber wieder freundlich und "normal" zu verhalten.

Als es keinen Ausweg mehr gab, denn die Firma wollte mich Fördermitteln nicht kündigen, ich hatte Angst selbst zu kündigen wg. ALG-Sperre und die Krankenkasse saß mir im Nacken, hat mir das Arbeitsamt dann doch "erlaubt" selbst zu kündigen. Bekam auch keine Sperre, alle Atteste und Nachweise waren vorhanden.

Nun hatte ich 2 Weiterbildungen, befinde mich seit fast einem Jahr in einem sehr interessanten und anspruchsvollen "1-Euro-Job" als Redaktionsmitarbeiterin eines Tourismus-Projekts. Das macht Spass und hier erfahre ich vollste Anerkennung meines Wesens und meiner Leistung. wir sind ne dufte Truppe und mögen uns alle sehr. Mit Kritik kann ich übrigens gut umgehen, wenn ich sie nachvollziehen kann.

Nun, diese ALG II-Sache zehrt aber an mir, ich will mich nicht immer beim Amt rechtfertigen müssen und "betteln" müssen, mein LG (wir sind eine Bedarfsgemeisnchaft) ist regelmässig stinksauer, weil er seinen Verdienst (knapp 5 Eus brutto) angeben muss und "mir" dann immer was abgezogen wird etc. Wir sind schon oft an der Trennung "vorbeigeschlittert", weil wir auch schon viele Jahre zusammen sind und uns lieben.

Ich will wieder in eine richtige Arbeit, bewerbe mich mindestens 3-4 mal pro Woche, alles mögliche Büro und Grafik, Verkauf oder was in der Art. Im weiten Umkreis, (Wochenend-Pendelbereich), auch wenn das AA damals meinte, ich bräuchte aufgrund meiner schwierigen Erfahrungen mein familiäres Umfeld und wäre daher nicht verpflichtet, mich weiter weg oder gar bundesweit zu bewerben. Körperlich bzw. "am Band" o. ä. arbeiten darf ich aus gesundheitlichen Gründen nicht.

Es kann doch nicht sein, das ich mit 36, fit, lernfähig und flexibel genug, um auch für die Arbeitstage einen Ortswechel in Kauf zu nehmen, zu "alt" für die Arbeit bin...

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder kann mir jemand Tipps geben...ich wäre unendlich dankbar.

Gruß Nikki

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17. Dezember 2008 um 10:28

Bezüglich Deiner Eintragung im August
Hallo.

leider bin ich noch nicht so lange bei go.feminin angemeldet. daher habe ich gesehn, dass dein eintrag schon im august war.
bin etwas jünger als du (25), allerdings kann ich deine situation(hoffe inzwischen hast du nen job bekommen) sehr gut verstehen. Mir ist auch mit 25 schon sowas ähnliches passiert. war ein halbes jahr in einer firma beschäftigt, indem der chef mich immer wieder anschrie, es fing schon damit an wenn vom lochen ein bisschen papier auf dem boden war... u das ist ja nun nicht wirklich ein grund auszurasten. am ende war ich so fertig, dass ich auch depressiv wurde. kann das also gut verstehen. auch mit dem arbeitslos sein. nun bin ich längere zeit bei einer leiharbeitsfirma gewesen, die jetzt keinen folgeauftrag hatten bin jetzt gerade arbeitssuchend.
entweder du bist zu

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21. Dezember 2008 um 23:25

Unglaublich
was manche sich alles bieten lassen. Laßt Euch nicht versklaven und krank machen. Das ist kein Einzelfall. Ich weiß von mindestens einer Firma wo es auch so läuft, dass die Kollegen sich mobben lassen und sich nicht trauen etwas zu sagen aus Angst den Arbeitsplatz zu verlieren. Depressionen sind schlimmer als das. Wenn man Glück hat findet man trotzdem neue Arbeit.
Wenn sich Menschen massenweise mobben lassen, so kann das nur funktionieren wenn es immer noch sehr viele gibt die sich das gefallen lassen. Leicht gesagt, ich weiß.
Jemand hatte dieses Forum hier an anderer Stelle reingesetzt. Man sieht wie es einigen ergeht. www.chefduzen.de

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18. Februar 2009 um 21:00
In Antwort auf lzcia_11852414

Unglaublich
was manche sich alles bieten lassen. Laßt Euch nicht versklaven und krank machen. Das ist kein Einzelfall. Ich weiß von mindestens einer Firma wo es auch so läuft, dass die Kollegen sich mobben lassen und sich nicht trauen etwas zu sagen aus Angst den Arbeitsplatz zu verlieren. Depressionen sind schlimmer als das. Wenn man Glück hat findet man trotzdem neue Arbeit.
Wenn sich Menschen massenweise mobben lassen, so kann das nur funktionieren wenn es immer noch sehr viele gibt die sich das gefallen lassen. Leicht gesagt, ich weiß.
Jemand hatte dieses Forum hier an anderer Stelle reingesetzt. Man sieht wie es einigen ergeht. www.chefduzen.de

Wie WAHR abidah1!!
Ich kann Dir nur zustimmen!! Viel zu viele "leider" lassen sich wirklich "kaputt machen"! Und wenn es Menschen gibt, die nichts sagen, wird das Spiel weiter gespielt! Das ist wirklich alles so traurig was da alles passiert und vorallem für die Menschen denen es wirklich nicht gut dabei geht! Schlimm.

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22. Februar 2009 um 14:19


Hallo Nikki,

hoffe Du hast mittlerweile Arbeit gefunden.
Mir gings sehr ähnlich. Ich mache nun schon wieder ein Jahr rum mit Bewerbungen.
Rausgemobbt worden und zeitglich daheim Beziehungsstress gehabt (mittlerweile zum Glück getrennt).
Andere beschweren sich, dass sie durch den Job depressiv werden und ich bins geworden weil ich keine Arbeit bekomme. Zum Glück gehts mir aber wieder einigermaßen..... . Zumindest seelisch, moralisch.
Dennoch habe ich immer noch nichts. Irgendwann fragt mann sich wozu Abi und Fachschulungen.
Das knabbert ganz schön am Selbstwert. Manchmal habe ich das Gefühl in unserer Gesellschaft stimmt was nicht...... .

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