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Nach 5 harten monaten papa (55) gestorben

14. August 2012 um 12:19 Letzte Antwort: 22. Februar 2013 um 14:45

hy..
wollte euch kurz die geschichte meines vaters erzählen, vielleicht macht(e) jemand die selben erfahrungen..
ich selber bin 27 und mein vater wurde nur 55 jahre, er verstarb im märz , da es aufgrund eines Lymphknotentumors an der aorta ( metastase ) keine hilfe mehr gab.
es fin alles mit heiserkeit über wochen an, bis dann das stimmlippenkarzinom operiert wurde, war ja noch harmlos..außer dass seine stimme wegwar..
dann im november letzen jahres schwillte aufeinmal an der rechten halsseite ein lymphknoten an und sein HNO- Arzt wies ihn mit dem auftrag.. ENTFERNUNG.. ins EVK in düsseldorf ein. ich besuchte ihn dort (selber lebe ich nicht bei ihm) und es wurde nur eine probe genommen und dann wurde er auf morphium nach hause geschickt..meine tante fand meinen vater dann total von der rolle und extrem leidend zuhause auf und brachte ihn wieder ins krankhaus, da der knoten am hals ums doppelte angeschwollen war.
von dort an begann die schrecklichste zeit meines lebens..jeden tag war ich bei papa im krankhaus, wir haben uns wieder richtig gut versatnden ( kontakt war etwas weniger geworden, aber bei uns hies sdies immer , dass es dem anderen gut geht) und ich erlebte die chemotherapie mit all ihrer schrecklichen seite, wie sie meinen vater nach und nach zusetzte.. im januar wurde es dann gesagt, dass der tumor nicht zu operieren wäre, mittlerweile konnte papa garnicht mehr sprechen, da der tumor die luftröhre einengte und er einen luftröhrenschnitt hatte., er hatte noch 2 chemos vor sich, die ihn dann richtig zugestezt hatten, eines tages kam ich auf seine sation und just in diesem moment sah ich auf einmal alarm in papas zimmer.. herzstillstand.. sie hatten in auf den weg in die intensiv station noch 3 x wiederbeleben müsse..aber alles war so schlimm, er war total nervös, nicht mehr er selber, hat halluziniert, war betttflüchtig, ärzte meintern agressiv?, wurde sogar festgegurtet. es war richtig s chlimm für mich das alles mit anzusehen, im februar sagte man uns dann nach letzter chemo dass es keine hoffnung mehr gäbe und er nurnoch wochen hätte..versuchen sie mal jemand der nichtmehr schreiben oder sprechen kann, letzte wünsche zu erfüllen, das war echt hart..hatte ihm versprochen, das ich ihn aus der intensivsation raushole und nach einer woche palliativstation, wo ich noch versuchte papa in ein hospiz unterzubringen, verstarb pap dann.. still und heimlich kurz nachdem er noch gewaschen wurde, in der sonne liegend erst als er alleine war..man hatte das sterben sogesehen eingeleitet, nierenversagen ebend, er sah aber sehr friedlich aus und was ganz komisch war, er war irgendwie noch in dem zimmer, denn als ich eine stunde spaäter nochmal zu ihm ging, war es total kalt und fremd in dem zimmer, obwohl die sonne direkt dort hinein schien..
es war die härteste zeit meines lebens, mein papa hat so unheimlich leiden müssen und das hatte er als alleinerziehender vater von zwei kindern echt nicht verdient..hatten uns wieder so sehr aneinander gewöhnt und dann ist er aufeinmal nichtmehr da..das tut so weh..und die tatsache, dass wir nichtmehrkommunizieren konnten 2 monate lang, gott sei dank kann ich mir nicht vorwerfen, papa nicht alles gesagt zu haben, oder gezeigt zu habe, wie sehr ich ihn geliebt habe (hab)..aber selbst heute noch tut es jedesmal so sehr weh, wenn ich an ihn denke oder etwas ganz banales direkt mit ihm in verbindung bringe und es fühlt sich an, als würde es nie aufhören..
papa lebt für mich in der sonne weiter,denn er lag direkt in der sonne als ich zu im kam und ausserdem verstarb er am 20.03.12 kalendarischer frühlingsanfang..deshalb ist er , ausser in meinem herzen, auch immer bei mir wenn die sonne scheint
hat jemand das selbe durchgemacht?
es ist echt hart jemanden auf so eine art und weise zu verlieren, wofür man auch monatelang bis aufs blut gekämpft hat..man kann sich zuerst garnicht damit abfinden, weil die person fehlt, ein riesen loch hinterlässt, aber den leidensweg nach zu beurteilen, hat man es sich , kurz vor seinem tod, auch so friedlich gewünscht.

wäre sehr glücklich, wenn jemand erfahrung mit mir teilen möchte, oderfragen hat..bin durch die geschichte sehr viel gereift und schlauer geworden..schreibt mir gerne!

lg nicciwe

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14. August 2012 um 22:48

Hallo
Ich habe deine Zeilen gelesen und möchte dir mein Beileid aussprechen. Ich ... ich starre gerade auf die wenigen Buchstaben von mir aber finde keine richtigen Worte außer "es tut mir so leid".
Er war allein erziehend? Nein, das hat er nicht verdient. Er hat so viel Kraft in euch gesteckt und dann das.

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15. August 2012 um 10:49
In Antwort auf volkan_12349861

Hallo
Ich habe deine Zeilen gelesen und möchte dir mein Beileid aussprechen. Ich ... ich starre gerade auf die wenigen Buchstaben von mir aber finde keine richtigen Worte außer "es tut mir so leid".
Er war allein erziehend? Nein, das hat er nicht verdient. Er hat so viel Kraft in euch gesteckt und dann das.

Danke!
vielen dank für die lieben zeilen!man steckt da selber nicht drin, aber es war wirklich heftig..allein die vergiftung durch die chemotherpie..was das für auswirkungen hatte, kaum vorstellbar..das pflegepersonal sagt offen zu mir, das sie noch nie jemanden hatten der so oft, um sich und andere nicht zu gefährden ( er hat sich einmal seine chemotherapie,also das mittel, selber vom port abgebastelt und in den müll geschmissen) festgurten müssen..
achja, es ist einfach nicht vostellbar, wie sehr alle, vor allem papa, urch die anfängliche luftnot, gelitten haben..aber ich bekomme jeden tag wenn ich an ihn denke erst bauchweh, wegen all dieser erfahrungen, aber dann muss ich an in denken, wie er so friedlich vor mir lag , mit einem lächeln im gesicht und mir das gefühl gibt, kleines jetzt ist alles gut, danke das du für mich da warst! gott sei dank kann ich dennoch so fühlen, sonst wüsste ich nicht, wie mann das ganze sonst verkraften sollte, jeder der soetwas, oder ähnliches durchmachen musste/ muss, hat aufjedenfall mein mitgefühl, und ich danke dir ganz herzlichst nochmal für die netten zeilen..
hast du auch jemanden verloren?
lg nicciwe

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21. August 2012 um 23:54
In Antwort auf kelda_12636839

Danke!
vielen dank für die lieben zeilen!man steckt da selber nicht drin, aber es war wirklich heftig..allein die vergiftung durch die chemotherpie..was das für auswirkungen hatte, kaum vorstellbar..das pflegepersonal sagt offen zu mir, das sie noch nie jemanden hatten der so oft, um sich und andere nicht zu gefährden ( er hat sich einmal seine chemotherapie,also das mittel, selber vom port abgebastelt und in den müll geschmissen) festgurten müssen..
achja, es ist einfach nicht vostellbar, wie sehr alle, vor allem papa, urch die anfängliche luftnot, gelitten haben..aber ich bekomme jeden tag wenn ich an ihn denke erst bauchweh, wegen all dieser erfahrungen, aber dann muss ich an in denken, wie er so friedlich vor mir lag , mit einem lächeln im gesicht und mir das gefühl gibt, kleines jetzt ist alles gut, danke das du für mich da warst! gott sei dank kann ich dennoch so fühlen, sonst wüsste ich nicht, wie mann das ganze sonst verkraften sollte, jeder der soetwas, oder ähnliches durchmachen musste/ muss, hat aufjedenfall mein mitgefühl, und ich danke dir ganz herzlichst nochmal für die netten zeilen..
hast du auch jemanden verloren?
lg nicciwe

Pm
ich schreib dir das privat

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3. Oktober 2012 um 1:42

:-\
Möchte dir mein Beileid aussprechen. Meon Vater ist mit 30 J. Gestorben . Da war ich sieben. Für mich ist es zwar leichter geworden aber ich denke sehr oft an ihn.
Die Trauer verschwindet einfach nicht.
Ich hoffe du hast jemanden der dir über diese Zeit hilft.
Lg

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26. Oktober 2012 um 11:51

...
Mein Vater erkrankte von heute auf morgen! Er nahm 15 kg ab und nach 1 ganzem monat voller schnmerzen stellteb die ärzte fest das er BAUCHSPEICHELDRÜSENKREBS hat... er bekam die erste Chemo und wurde heim geschickt! Am 14 Sept. feierten wir seinen 67 geburtstag (ich bin nebenbei 18 jahre erst) und 2 tage später schlief er zu mittag ein! Innerhalb 2 Monaten kann sich ein ganzes leben ändern! Wünsch dir viel Kraft und deiner Familie!

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15. Dezember 2012 um 15:06

..
Meine Mama ist im Oktober verstorben, auch sie musste leiden, so etws wünscht man niemandem. Ich kämpfe jeden Tag mit mir selber um nicht in Trauer zu ersticken. Meine Mama ist zu Hause gestorben- wir hatten das "Glück" uns von Ihr zu verabschieden, denn sie wurde erst am Abend abgeholt. Sie hat sich davon geschlichen..und uns hier zurück gelassen...Ich wünschte ich könnte die Zeit zurück drehen um Ihr noch so viel sagen zu können! Mit Ihr konnte ich über alles rden, sie war immer für ich da!!! Ich habe mir schon den Tod gewünscht, nur um bei Ihr zu sein! Ich vermisse sie so sehr das es weh tut.Ich habe ein schönes Bild auf dem Kamin und zünde jeden Tag eine kerze an. Ich komme mit dem Gedanken nicht klar das ich sie NIE !!!! wieder seh, sie NIE wieder in die Arme nehmen kann, sie NIE wieder anrufen kann, Ihr NIE wieder Neues erzählen kann, ich sie NIE wieder lachen höre kann, einfach NIE wieder mit ihr was machen kann- aber eins werde ich bestimmt, ich werde sie NIE vergessen!!! Sie hat so ein großes loch hinterlassen
Sie wird immer in mir weiter leben!! Ich liebe sie über alles und werde das immer tun............... Mama- ich hoffe Du hast jetzt keine schmerzen mehr!!! Es tut mir leid! Deine Suse

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22. Februar 2013 um 14:45

Sonne ist gut
Hallo Nicciwe
Ich habe 7 Jahre mit meiner Mama um ihr Leben gekämpft, vieles in Deiner Erzählung klingt sehr vertraut.
Natürlich ist Dein Papa noch bei Dir, ich habe aus der ganzen Geschichte gelernt, dass der Tod an sich nicht schlimm war nur der Weg dahin...Ich weiss, es klingt so einfach, aber in dem Satz "ihm geht es jetzt gut" liegt so viel Wahrheit, die ich persönlich als sehr tröstend empfinde. Was mir hilft ist sehr viel mit meinem Partner zu unternehmen und mit meinem Vater. Den Rest der Familie dicht ranzuholen. Und Druck aus dem Leben nehmen, Du musst NICHT weitermachen wie bisher-wie sollst Du auch. Verpflichtet bist Du zuerst Dir selbst, und wenn Du dafür Zeit brauchst, dann bedeutet das weder dass Du depressiv wirst oder jemanden oder etwas vernachlässigst, sondern dass sich die Dinge in Deinem Kopf erstmal wieder ordnen und sortieren müssen und dürfen können.
Alles Liebe

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