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Mutter ''sammelt'' katzen

18. November 2009 um 21:23

ich weiss nicht genau wieso sie es macht (glaube es ist eine art von leeres nest-syndrom)aber seit ca 3 jahren nimmt meine mutter (44jahre) immer mehr strasenkatzen bei sich in der 64qm hochhauswohnung auf.
Mittlerweile hat sie 8 stück.
das hört sich vielleicht nicht soviel an, aber sie arbeitet fast ganztags und die katzen machen eine menge dreck und streiten sich ständig.
da sie auch nicht die financielen mittel hat kann sie nicht einfach mal eben zum tierarzt wenn eine krank ist.
also die tiere leiden schon drunter. und immer wenn eine neue dazu steigen auch die aggresionen unter den tieren.
meine mutter traut den tierheimen nicht, meint die qualen tiere, schläfern ein etc.
es haben schon mehrere familienangehörige mit ihr drüber gesprochen, aber sie hÄlt das was sie tut für absolut richtig und merkt nicht das die tiere lieber weg wollen. immer wenn die haustür aufgeht wollen einige wirklich ''flüchten''

was soll ich machen. sagen?? ich will sie auch nicht hängen lassen. sie blockt immer ab.
ein freund wollte schon den tierschutzt anrufen.
ich weiss nicht wie ich ihr und den katzen helfen kann, es werden ca alle 3 monate 1 mehr

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18. November 2009 um 21:42

Tierhortung....
http://de.wikipedia.org/wiki/Tierhortung

Das ist wirklich ein schwerwiegendes Problem.

Es beginnt für gewöhnlich mit einem oder zwei Tieren. Man sieht, dass es gut ist und dass die Tiere aufblühen. Warum also kein weiteres Tier - am besten eines, das es bisher schwer in seinem Leben hatte - dazu nehmen?
Und wenn es schon drei sind, geht doch wohl auch ein viertes?
So geht es weiter und die Betroffenen merken gar nicht, dass sie die Kontrolle verlieren.

Was kann man machen?

Man kann es natürlich mit Argumenten probieren. Ich weiß nicht, was ihr schon alles genannt habt, aber ich denke, da du das Problem ja richtig zu sehen scheinst, dass du da schon die wesentlichen Aspekte (was, wenn die Tiere krank werden? Was, wenn die Katzen wegen der "Überbevölkerung" zu gestresst sind? Was, wenn die Hygiene leiden muss....) angebracht haben wirst.

Das nächst radikalere Mittel wäre eventuell, deine Mutter mit den möglichen Folgen dieses Sammelns zu konfrontieren.
Wenn du in die Google-Bildersuche "animal hoarding" oder "Tierhortung" eingibst kommen schon einige "krasse" Bilder bei rum.

Notfalls ist der Tierschutz womöglich tatsächlich die letzte Hoffnung.
Allerdings können sie wirklich erst aktiv werden, wenn die Mindestanforderungen an die Tierhaltung nicht mehr gegeben sind oder tatsächlich Tierquälerei vorliegt.

Was ihre Vorurteile bezüglich Tierheime betrifft, sollte definitiv etwas Realität entgegen gesetzt werden. Ich weiß nur nicht genau wie...
Ein Anfang könnte es sein, wenn sie sich im Internet informiert. Ich würde normalerweise zu Haustier-Foren raten, denn da sind immer auch viele User, die Erfahrungen mit Tierheimen gemacht haben, aber dort werden auch regelmäßig Tiere vermittelt und das könnte das Problem eventuell auch verschärfen...
Vielleicht kannst du aber Statistiken oder Berichte im Internet zu deutschen Tierheimen finden.

Ich drücke dir jedenfalls die Daumen.

Ich kann das Gefühl deiner Mutter gut verstehen.
Wenn man sich in eine Tierart (oder mehrere) verliebt hat und dann leidende Individuen sieht, zerreißt es einem das Herz.
Man darf aber auf gar keinen Fall selbst ein Problem der Tiere werden.

LG
Ele

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