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Mutter ruft um Hilfe

30. Dezember 2009 um 11:56

Hallo allesamt,
meine Mutter ist 86, sie hatte vor etwas einem halben Jahr einen leichten Schlaganfall, kann also noch ein wenig herumlaufen aber liegt zum größten Teil im Bett.
Sie war schon früher ein wenig "seltsam", aber jetzt ist es ganz schlimm.
Sie ist nur noch am Jammern.
"Hilfe, helft mir doch, kann mir niemand helfen, ich brauch den Notarzt" usw.
So geht das den ganzen Tag, und die halbe Nacht.
Natürlich waren wir mit ihr beim Arzt und nicht nur bei einem.
Sie hat auch Antidepressiva bekommen, weil sie deswegen "nicht aufs Klo konnte", ihre Befürchtung, und alles wieder abgesetzt.
Seit vorgestern bekommt sie Melperon, davon wurde sie zwar recht wackelig auf den Beinen, aber der Zustand bleibt gleich.
Ich will nicht dass sie in ein Psychatrisches Krankenhaus kommt weil ich die Zustände dort kenne und ich ihr das wenigstens ersparen will.

Sicher ist das kein Einzelfall, aber was könnte man tun?
Welche Erfahrungen habt Ihr damit?

Viele Grüße,
Georg.

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1. Januar 2010 um 12:21

Ihr braucht beide Hilfe
Hallo Georg,
was du ansprichst, ist ein kaum wahrgenommenes, tabuisiertes Thema in unserer Gesellschaft: Der Umgang mit Pflegefällen. Zu allererst: Wichtig ist, dass du gesund bleibst, auch psychisch um die Belastungen durcxhzustehen, sonst kannst du deiner Mutter auch nicht mehr helfen. Hole dir also Hilfe!
Leider kann es nach einem Schlaganfall auch zu Wesensveränderungen kommen, es kann natürlich auch eine Altersdepression sein. Eventuell wäre eine gerontopsychiatrische stationäre Behandlung doch nicht so schlecht, es gibt auch sehr gute Häuser. Oder du organisierst Hilfe duch Sozialstation oder Teilzeitpflege o.ä. Melperon ist ein niederpotentes Neuroleptikum und kann schon ganz gut sein. Die Verstopfung kann man auch mit Laxantien beheben, vielleicht hat sie mit dem Melperon gar nichts zu tun.
Viel Kraft und Mut wünsche ich dir!

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1. Januar 2010 um 21:36
In Antwort auf lebkuchen7

Ihr braucht beide Hilfe
Hallo Georg,
was du ansprichst, ist ein kaum wahrgenommenes, tabuisiertes Thema in unserer Gesellschaft: Der Umgang mit Pflegefällen. Zu allererst: Wichtig ist, dass du gesund bleibst, auch psychisch um die Belastungen durcxhzustehen, sonst kannst du deiner Mutter auch nicht mehr helfen. Hole dir also Hilfe!
Leider kann es nach einem Schlaganfall auch zu Wesensveränderungen kommen, es kann natürlich auch eine Altersdepression sein. Eventuell wäre eine gerontopsychiatrische stationäre Behandlung doch nicht so schlecht, es gibt auch sehr gute Häuser. Oder du organisierst Hilfe duch Sozialstation oder Teilzeitpflege o.ä. Melperon ist ein niederpotentes Neuroleptikum und kann schon ganz gut sein. Die Verstopfung kann man auch mit Laxantien beheben, vielleicht hat sie mit dem Melperon gar nichts zu tun.
Viel Kraft und Mut wünsche ich dir!

Ihr braucht beide Hilfe
Hallo lebkuchen7,
vielen Dank für Deine Antwort.
Ja, ich werde mich um Hilfe bemühen, war nur ein arger Stress über die ganzen Feiertage.
Aber wir haben das bis jetzt überstanden und morgen rufe ich bei einer Fachärztin an.
Ich hoffe dass ich da eine gute Adresse bekommen habe.

Wer weiß wie es uns gehen wird wenn wir ins Alter kommen?

Viele Grüße,
Georg

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19. Januar 2010 um 13:33
In Antwort auf pauli_12757267

Ihr braucht beide Hilfe
Hallo lebkuchen7,
vielen Dank für Deine Antwort.
Ja, ich werde mich um Hilfe bemühen, war nur ein arger Stress über die ganzen Feiertage.
Aber wir haben das bis jetzt überstanden und morgen rufe ich bei einer Fachärztin an.
Ich hoffe dass ich da eine gute Adresse bekommen habe.

Wer weiß wie es uns gehen wird wenn wir ins Alter kommen?

Viele Grüße,
Georg

Hallo
also für mich klingt das weniger nach depressionen sonder eher nach demenz(alzheimer). habe vor längerer zeit für mehrere monate in einem pflegeheim gearbeitet und da waren mehrere bewohner die nach hilfe gerufen haben oder auch nach verwandten gefragt haben die schon vor jahren verstorben sind. würde dir raten mal einen test machen zu lassen ob nicht eine altersdemenz hinter den beschwerden steckt.
viel glück

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