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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Möchte in die Psychatrie, hab Angst vor Reaktionen

Letzte Nachricht: 1. März 2012 um 15:47
A
anis_12481025
24.02.12 um 11:43

Guten Tag liebe Menschen da draußen.

Mir (weiblich 20) sit schon lange klar, dass etwas in meinem Kopf nicht stimmt. Ich hab schon seitdem ich ein kleines Kind bin Selbstmordgedanken und mit zunehmenen Alter immer mehr Ängste und Paniken.

Nun da mein Freund mit mir eine On-Off-Beziehung führt ist es echt am Siedepunkt.

Ich denke die ganze Zeit darüber nach wie schön es wäre zu Sterben, aber ich kann mich nicht umbringen schon alleine weil es eine Todsünde ist und meine kleine Schwester mich braucht.

Nun habe ich überlegt in eine Psychatrie zu gehen. Beruflich wäre alles geregelt, da ich erst im Sommer wieder anfange (ich schule um).

Nur hab ich wahnsinnige Angst vor den Reaktionen meiner Mitmenschen, speziel meiner Familie.

Meine Mutter arbeitet ehrenamtlich mit psychischkranken Menschen und wird mich warscheinlich ein Leben lang danach noch therapieren wollen. Und so was hasse ich!

Glaubt ihr es gibt irgendeine Möglichkeit das alles zu verschleiern? Vllt muss ich ja nur ein paar Tage in die geschlossene oder kann gleich ambulant alles machen.

Hat da jemand Erfahrungen?
Weil ich hab auch Tiere zuhause die ich nicht länger wie 1-2 Wochen alleine lassen will (mein Freund würde auf sie aufpassen).

Ich hab halt Angst in die geschlossene zukommen und dann da für ein paar Monate eingesperrt zu sein...

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G
giti_12739512
25.02.12 um 16:27

Klinik ist eine gute Idee
Eine sehr gute Freundin von mir hatte auch Selbstmordgedanken. Sie hat sich dann einweisen lassen. Es war die beste Entscheidung ihres Lebens. Sie kam in die offene, d.h. man kann auch rausgehen, an Wochenenden nach Hause und jederzeit Besuch empfangen. Sie wurde erst mit Medikamenten behandelt und hat dann eine Therapie gemacht. Sie kam nach 4 Wochen als neuer Mensch wieder.

Es zeigt sehr viel Stärke, wenn man sich helfen lässt.

Freunde haben sie unterstützt, nur die eigenen Eltern nicht. Sie haben sie als Versager bezeichnet, was für sie sehr schlimm war. Ich denke, dass ist noch die ältere Generation. Für sie gehören nur die ganz Bekloppten in eine Klinik. Heutzutage gehen Menschen mit Depressionen oder Burn-out in eine Klinik. Es sind meistens sehr erfolgreiche Menschen, keine Verrückten.

Wenn du mal im Internet nachforscht, ist Depression die zweitgrößte Krankheit in Deutschland. Es ist unsere Gesellschaft, die uns unter Druck setzt, Leistungsdruck, Existenzängste, Mobbing, Druck vom Elternhaus usw. Es ist kein Wunder, dass viele "krank" werden.

Das kann man aber behandeln. In einer Klinik helfen sie dir, auf die Beine zu kommen.

Schau mal im Internet welche Klinik in deinem Einzugsgebiet zuständig ist und fahre dort vorbei. Sie machen ein Gespräch mit dir und lassen dich nur da, wenn sie dich als akut einstufen. Du wirst aber nicht eingesperrt oder gezwungen da zu bleiben.

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A
anis_12481025
25.02.12 um 22:53

Danke
für eure verständnissvollen antworten.

Gerade ist es so, dass mir die telefonnummer von psychologen zuverfügung gestellt wurde, die ich rund um die uhr anrufen kann wenn es mir schlecht geht.

Am Mittwoch hab ich ein Termin bei einem "Lebensplaner", der mit mir alles bespricht.

Schon alleine die Telefonate mit den Psychologen tut mir sehr sehr gut. Hätte ich selber nie gedacht!

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H
henda_11954970
29.02.12 um 23:02

Hab mir nicht alle antworten durchgelesen...
hat schon jmd vorgeschlagen in eine tagesklinik zu gehen? ich war zweimal in einer. das ist im grunde vom konzept her das gleiche. eine psychosomatische abteilung in einem krankenhaus. es gibt die möglichkeit stationär behandelt zu werden, es gibt aber eben auch diese tageskliniken... da gehst du morgens hin, hast den ganzen tag therapien und gehst abends wieder nach hause. ging bei mir das erste mal 3 monate so. medikamente kannst du nehmen, es zwingt dich aber keiner dazu. ich habe ebenfalls ein tier und daher war das eine perfekte lösung für mich. es hat wirklich sehr gut getan, aber bedeutet natürlich auch viel arbeit und trauer.

übrigens musst du keine angst haben irgendwo eingewiesen zu werden und dann nicht mehr rauszukommen. selbst in der psychiatrie bist du freiwillig solange du keine gefahr für dich oder andere bist. du kannst somit jederzeit gehen, auch wenn du da stationär bist. das "puplikum" ist allerdings in der psychiatrie ein anderes als in der psychosomatik. ich denke daher du wärst in der psychosomatik besser aufgehoben. der vorteil an der psychiatrie ist dass du jederzeit sofort beginnen kannst. in der psychosomatik gibt es meist wartelisten, aber du hast ja noch zeit bis sommer.

was andere denken sollte dir schnuppe sein. es geht um dich und dein leben. das haben dir sicher schon meine vorrednerinnen erzählt. wenn du allerdings nichts erzählen willst ist das dein gutes recht und mit einer tagesklinik besser umsetzbar.

wenn du noch fragen hast, nur zu. schreib mir eine PN

alles gute

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O
orla_12647525
01.03.12 um 15:47

Hmm....
...also da kann ich meiner Vorrednerin nur bedingt zustimmen.
In eine Tagesklinik kommt man meist begleitend NACH einer stationären Therapie davon mal abgesehen das du da erst mal einen Platz bekommen musst.
Mir ging da ähnlich wie dir. Meine Probleme gingen ebenfalls in der Kindheit los und wurden über die Jahre massiv schlimmer. Meine Eltern oder Freunde wären niemals auf die Idee gekommen das es mir nervlich nicht gut gehen könnte sondern sahen es querulantisches Verhalten an. Vor ca. 9 Jahren bin ich dann sprichwörtlich freiwillig auf dem Zahnfleisch in die Klinik gekrochen.
Wenn es dir schon so lange schlecht geht wirst du nicht drumherum kommen dich stationär behandeln zu lassen. Mit den Eltern und Freunden - das ist eine Scheiß Situation durch die man durch muss!! Du wirst dir das langfristig nicht ersparen können. Du hättest aber durchaus die Möglichkeit mit deiner Ärztin ein "Gruppengespräch" zu führen was auf jedenfall besser wäre als sich dem allein zu stellen.

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