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Möchte die Opfer verstehen

17. März 2010 um 12:14

Hallo Zusammen,

Ich bin weder Opfer noch Täter, sondern gerade dabei ein Buch zu schreiben. Ein traurig, tragischer Roman, dessen weibliche Hauptfigur Opfer einer Vergewaltigung geworden ist. Eine zentrale Rolle wird dabei ihr Tagebuch spielen. Und da beginnt mein Problem: um dieses Tagebuch wirklich authentisch schreiben zu können, würde ich mich gern mit Frauen austauschen, die so etwas erlebt haben. Ich würde mich freuen, wenn ich hier Menschen kennen lernen dürfte, die den Mut, Vertrauen und Offenheit haben über ihre schrecklichsten Erlebnisse zu sprechen, mir einen Einblick in Ihre Gefühle und in ihren Schmerz erlauben. Ich möchte über den Umgang mit dem Erlebten erfahren, über die ersten Wochen danach, etwas über die Gefühle, die Ängste, den Schmerz....... Ich möchte einfach verstehn, sowiet dass überhaupt möglich ist.
Es geht mir nicht darum irgendwelche Geschichten 1:1 zu übernehmen. Dass nichts von dem, was mir anvertraut wird nach außen dringt ist für mich absolut selbstverständlich. Ich möchte einfach so ehrlich und echt wie möglich schreiben. Nicht reißerisch und nicht verblümt, aber einfühlsam und glaubhaft.
Ob hier im Forum, ob über Nachrichten, Mail oder Telefon oder vielleicht sogar persönlich so wie es für Dich am besten ist. Wenn Du vorher vielleicht noch Fragen hast, dann stell sie.

Liebe Grüße

Klaus

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18. März 2010 um 1:13

Danke.....
....für Deinen ehrlichen Ratschlag. Das letzte was ich möchte ist irgendwie Schaden anrichten. Ganz ehrlich nicht. Danke auch für die vielen Literaturhinweise und den Tip mit der HP.

Ich will hier sicherlich keine Befragung durchführen. Aber Deine Befürchtungen werde ich sicherlich sehr ernst nehmen.

klaus

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20. März 2010 um 16:08

Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber ich finde es keine
...gute idee von dir hier frauen zu suchen, die über ihre vergewaltigung reden möchten. manche frauen sind so traumatisiert, dass sie nicht mal in der lage sind sich ihrem therapeuten richtig zu öffnen und über ihr trauma und ihr schreckliches erlebnis zu reden. ich bin noch in einem anderen forum, in auxiliaris, ein forum nur für missbrauchs und gewaltopfer. und es erschreckt und erschüttert mich immer wieder aufs neue, wenn sich dort mal so ein verschrecktes vögelchen aus seinem versteck traut, nur um einmal ganz, ganz leise "piep" zu sagen und sich dann sofort wieder verkriecht.

ich habe auch schon viele bücher über vergewaltigung und missbrauch gelesen und diese frauen sind nicht nur körperlich schwerst misshandelt wurden, sondern vor allem wurden sie psychisch vergewaltigt und massivst eingeschüchtert und zum schweigen verdammt.

ich kann dir einige buchtipps geben...."ich bin nicht mehr eure tochter", "ausgeliedert" und "seelenficker. seit ich unter anderem diese bücher gelesen habe, weiss ich, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. ich bin vom glauben abgefallen.

wie sagte mal A. schwarzer - der koitus ist die bessere onanie des mannes und wo sie recht hat, hat sie recht.

liebe grüsse
sibpetzi

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23. März 2010 um 16:43

Nach all den warnenden Zuschriften....
....für die ich sehr dankbar bin und die ich auch sehr erst nehme möchte ich doch noch einmal etwas klar stellen:
Ich werde hier sicherlich niemals aktiv auf die suche gehen und irgendwen anschreiben nach dem Motto: "komm erzähl doch mal!!". Wer nicht darüber reden will muss, soll und wird mich mich sicherlich auch nicht anschreiben.
Mit denjenigen, mit denen ich inzwischen Kontakt habe, pflege ich einen respektvollen, verantwortungsbewußten und vorsichtigen Umgang. Es war ihre Entscheidung mir etwas aus ihrem Leben zu erzählen - und zwar nur das, was sie von sich aus erzählen möchten, nicht mehr und nicht weniger. Das einzige was ich mache, ist gelegentlich nachzufragen, wenn ich etwas nciht verstehe. Aber niemals mit dem Anspruch auf Antwort.
Oder wie mir ein Kontakt finde ich sehr treffend geschrieben hat:
"Weißt du mit einem rohen Ei würdest du ja auch nicht Fußball spielen, was aber nicht heißt das du es nicht vorsichtig anfassen kannst/darfst"

liebe Grüße

klaus


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23. März 2010 um 21:42

Meiner Meinung nach
Hallo

Ich finde es mal eine gute Idee.
Denn wenn manche Menschen und damit meine ich Männer als auch Frauen mal klaren Kopf darüber bekommen was eigendlich genau in diesen Menschen vorgeht.
Und wenn man es in so einem Buch ausdrücklich und vorgeschrieben behandelt wird es besser erklärt als nur leicht von der Schulter geredet.
Und ich sage mal so, wer helfen möchte bei dem Buch bitte- wer nicht möchte kann sich oder möge sihc doch auch zurück ziehen, womit ich hier niemanden angreifen wolle .

lg emo

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3. Juli 2011 um 1:29

Hallo
Hallo
Ich bin opfer einer Vergewaltigung wenn du nnoch einiges hören magst schreib mir einfach mal ne Nachricht !

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4. Juli 2011 um 11:36
In Antwort auf karima_12775529

Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber ich finde es keine
...gute idee von dir hier frauen zu suchen, die über ihre vergewaltigung reden möchten. manche frauen sind so traumatisiert, dass sie nicht mal in der lage sind sich ihrem therapeuten richtig zu öffnen und über ihr trauma und ihr schreckliches erlebnis zu reden. ich bin noch in einem anderen forum, in auxiliaris, ein forum nur für missbrauchs und gewaltopfer. und es erschreckt und erschüttert mich immer wieder aufs neue, wenn sich dort mal so ein verschrecktes vögelchen aus seinem versteck traut, nur um einmal ganz, ganz leise "piep" zu sagen und sich dann sofort wieder verkriecht.

ich habe auch schon viele bücher über vergewaltigung und missbrauch gelesen und diese frauen sind nicht nur körperlich schwerst misshandelt wurden, sondern vor allem wurden sie psychisch vergewaltigt und massivst eingeschüchtert und zum schweigen verdammt.

ich kann dir einige buchtipps geben...."ich bin nicht mehr eure tochter", "ausgeliedert" und "seelenficker. seit ich unter anderem diese bücher gelesen habe, weiss ich, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. ich bin vom glauben abgefallen.

wie sagte mal A. schwarzer - der koitus ist die bessere onanie des mannes und wo sie recht hat, hat sie recht.

liebe grüsse
sibpetzi

So im Allgemeinen...
...habe ich da meine ganz eigene Meinung darüber.

Hallo Klaus,

bei solch einem Vorhaben schlagen immer die untscherschiedlichsten Meinungen ein. Objektiv gesehen ist es so das ein Trauma von jedem Menschen unterschiedlich behandelt und verarbeitet wird. Je nach dem wie lange dieses Erlebnis her ist und wie gut oder schlecht das Opfer damit umgehen kann wird es mit Ihnen reden oder nicht. Da von Ihnen keine Initiative ausgeht ein Opfer zum reden zu bewegen denke ich das Ihre Gesprächspartner durchaus selbst entscheiden können ob sie mit Ihnen reden oder nicht. Die sensibilität heraus zu finden wann ein Mensch nicht mehr reden kann oder sollte muss man entwickeln.

Es wurde mir auch oft zugetragen das man es sich schwer vorstellt ob ein Opfer redet oder nicht und ob es Hilfe will oder nicht. Oft sind es die kleinen stummen schreie die es gilt zu hören.

Subjektiv betrachtet möchte ich mir erlauben eine ganz eigene Meinung zu äusern. Sie möchten einen Roman schreiben. Wohl kein Sachbuch oder eine Art Lehrbuch für den Umgang damit. Damit einhergehend ist es wohl so das Sie damit Ihr Geld verdienen. Das ist erst einmal nichts verwerfliches. Allerdings bin ich der Meinung, da es wie gesagt, hier nicht um eine Studie oder ähnliches geht sollten Sie entsprechende Mittel zu Recherche verwenden und sich nicht direkt an Opfer wenden. Authentisch genug würde Ihr Roman auch dadurch werden. Dies gab es ja schon oft genug. Mal gut, weniger gut und mal schlecht. Da es viele Opfer gibt die zuerst lernen müssen zu reden ist es wichtig diesen Prozess mit zu gehen und nicht zu drängen. Dies aus einem Mailverkehr heraus zu lesen halte ich für unmöglich. Soviel zu meiner Meinung.

Liebe Sibipetzi,

der Satz von A. Schwarzer hatte einen völlig anderen Zusammenhang. Außerdem finde ich diese Aussage sehr allgemein und irgendwie beleidigend. Aber jedem seine Meinung.

Herzliche Grüße

Markus

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13. Juli 2011 um 15:08

Hallo!
Hey zuerst mal finde ich es eine Gute Sache über so ein "pikantes" Thema zu schreiben.Viele die selber Opfer sind können sich vieleicht damit identifizieren auch wenn du nicht wierklich solche Erfahrungen gesammelt hast.Als Schriftsteller ist es bestimmt nicht immer einfach sich in die Rolle reinzuversetzen,aber trotzdem machbar.Warum sollte man nicht über so ein Thema schreiben auch wen man nicht selbst das erlebt hat.deswegen holt er sich ja die Erfahrungen der Opfer.Ich finde das toll und es zeigt doch nur wie gut er in seinem Job ist,dass er insbesondere auf die Gefühle des Opfers eingeht.Ich würd mich gerne dafür bereitstellen Informationen zu liefer.Wie es mir geht,was geschehen ist usw.allerdings wurde ich "nur" missbracuht nicht vergewaltigt.Aber wenn das trotzdem für dich nützlich ist kannst du mich ja anschreiben

LG
Sweetie!

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16. Juli 2011 um 15:19

Opfer wurde zu prostituirte?
ich bin opfer sexuellen missbrauch - ich war damals ca. 11 jahre alt- und habe es verdrängt... ich habe mit 16 einmal und später öfters mich prostituirt und weis bis heure nicht warum ich den "drang" hatte ich habe viel drüber gelesen das prostituirte in ihrer kindheit missbrauct worden sind und selber habe ich es ja auch erlebt aber verstehe michselbe rimmernochnicht??

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26. Juli 2011 um 17:36
In Antwort auf ishtar_12281607

Hallo
Hallo
Ich bin opfer einer Vergewaltigung wenn du nnoch einiges hören magst schreib mir einfach mal ne Nachricht !

Hay
hallo habe eben deine kleine geschichte gelesen und finde es schrecklich was dir passiert ist.aber was ist denn genau alles passiert.kannst mir privat antworten.meine e-mail ist renepieper@yahoo.de

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13. September 2011 um 21:10

Opfer verstehen
Hallo Klaus, als ich 1995 alsGeisel,Entführt und mehrfach Missbraucht wurde war ich vor geprägt von meinem Vater. Es war die schlimmste Zeit in meinem Leben. Angst und Panik haben mich lange begleitet. Auch heute bin ich immer noch im Heilungsprozess drin. Auch Flash Bacs treten immer durchs verdrängen immer wieder auf. Es ist schwirig das erlebte als einen Teil von sich zu akzeptieren. Das heissst dem Schmerz gegen über zu stehen. Tagebuch schreiben und der lebendige Glaube an Jesus Christus helfen mir das ich zu mir selbst stehen kann. Auch das reden und der Austausch mit anderen sind sehr nützlich. Manchmal lese ich auch Themern bezogene Bücher die mir hefen mich zu verstehen und ein ordnen zu können. So kann ich aus der ängstlichen Person her vor trten und stark werden. Der Sex in der Ehe war sehr schwierig da man sich nicht immer vorm Partner entziehen kann Man lässt es einfach über sich ergehen. Und genau da ist das Problem wenn man einfach nur mit macht dem Partner zu liebe über schreitet der Partner die Grenzen der Partnerin. Der Missbraucht wieder holt sich das ist der Alptraum von jedem Missbrauchtem. Man versucht entgegen zu wirken in dem man mit macht und das Gegenteil trifft ein.
cherry806

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15. September 2011 um 20:54

Opfer verstehen
Ich finde es gut das du als nicht betroffener Mann darüber schreibst. Das zeigt das es auch noch andere Männer gibt. Männer die den Missbrauch schlimm finden und das Opfer nicht schuldig sprechen. Ich habe selbst schon darüber geschrieben. In meiner eigenen Biographie die ich auch veröffentlichen werde. Ich weiss nur noch nicht wann. Einen Verlag in De habe ich schon gefunden. Vielleicht können wir uns ja gegenseitig darüber austauschen?

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