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Mit dem Arzt über Probleme sprechen

15. November 2017 um 13:31 Letzte Antwort: 21. November 2017 um 8:03

Hallo, 

ich bin 20 Jahre alt und habe in den 2 letzten Wochen bemerkt das ich wohl ziemlich starke Probleme habe. 

Ich habe fast durchgehend ein starkes Angstgefühl, zwischendurch mit Herzrasen, ich kann nicht mehr durchschlafen und habe ständig Kolfschmerzen. 

Ich fühle mich in meiner gewohnten Umgebung überhaupt nicht mehr Wohl. Lachen mir oft Gedanken darüber mal für ein paar Wochen zu verschwinden... 

Das Ganze geht schon sehr lange, aber seit 2 Wochen fange ich an, das ich Abends oder Nachts richtig „Ausraste“ und anfange mich selber zu verletzen, erst danach kann ich mich beruhigen... 

Ich will was ändern und möchte mir einen Termin beim Hausarzt nehmen, nur mache ich mir Sorgen das ich so von Angesicht zu Angesicht nichts rausbringe und mich nicht traue zu erzählen was in mir vorgeht. Und wenn ich anfange richtig zu heulen, dann ist mir das immer so unangenehm das ich am liebsten verschwinden würde... 

Habt ihr Tips oder Erfahrungsberichte wie ich mit dem Arzt darüber sprechen kann? Was sollte ich am besten Ansprechen? Habt ihr mit eurem Arzt schon mal über sowas geredet? Was wollte er da wissen? 

Danke

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15. November 2017 um 15:36

eventuell gleich zum Facharzt gehen und nicht erst zum Hausarzt?

Dann musst Du das erstens nicht 2x machen
zweitens sollte der Dir besser dabei helfen können, zu erklären, was mit Dir los ist
drittens ist es völlig normal, dass man dort auch Rotz und Wasser heulen kann, darauf sind die eingestellt, nicht nur mit großen Packungen Tempo-Tücher - brauchst Du Dir weniger Gedanken machen und
viertens sollte Dir ein Facharzt auch besser helfen können.

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15. November 2017 um 17:20

Mir wurde von mehreren Fachärzten gesagt, ich bräuchte eine Überweisung vom Hausarzt...

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16. November 2017 um 8:11
In Antwort auf zwiebelmettbrot

Mir wurde von mehreren Fachärzten gesagt, ich bräuchte eine Überweisung vom Hausarzt...


seit wann das denn ^^

Dann reicht es aber auch, da nur zu der Helfern am Empfang zu gehen (oder jemanden mit Deiner KVK hinzuschicken) und zu sagen, dass Du einen Überweisungsschein brauchst.
Wenn Du einen Überweisungsschein zum Orthopäden brauchst, machst Du es ja auch nicht anders (nehme ich an...)

Davon abgesehen: immer daran denken, wenn es bei Dir zu schlimm wird und Du nicht ewig auf einen Termin warten kannst / solltest, direkt in die Notaufnahme der nächsten Klinik geht immer auch.

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16. November 2017 um 8:25

Oder du sagst deinen Hausarzt, dass du eine Überweisung brauchst, es aber nicht schaffst, auszusprechen wofür. Dann wird der das schon verstehen...und vielleicht kommt es dir dann doch auf einmal leichter von den Lippen.

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19. November 2017 um 23:00
In Antwort auf zwiebelmettbrot

Hallo, 

ich bin 20 Jahre alt und habe in den 2 letzten Wochen bemerkt das ich wohl ziemlich starke Probleme habe. 

Ich habe fast durchgehend ein starkes Angstgefühl, zwischendurch mit Herzrasen, ich kann nicht mehr durchschlafen und habe ständig Kolfschmerzen. 

Ich fühle mich in meiner gewohnten Umgebung überhaupt nicht mehr Wohl. Lachen mir oft Gedanken darüber mal für ein paar Wochen zu verschwinden... 

Das Ganze geht schon sehr lange, aber seit 2 Wochen fange ich an, das ich Abends oder Nachts richtig „Ausraste“ und anfange mich selber zu verletzen, erst danach kann ich mich beruhigen... 

Ich will was ändern und möchte mir einen Termin beim Hausarzt nehmen, nur mache ich mir Sorgen das ich so von Angesicht zu Angesicht nichts rausbringe und mich nicht traue zu erzählen was in mir vorgeht. Und wenn ich anfange richtig zu heulen, dann ist mir das immer so unangenehm das ich am liebsten verschwinden würde... 

Habt ihr Tips oder Erfahrungsberichte wie ich mit dem Arzt darüber sprechen kann? Was sollte ich am besten Ansprechen? Habt ihr mit eurem Arzt schon mal über sowas geredet? Was wollte er da wissen? 

Danke

Guten Abend Zwiebelmettbrot,

da Du Deinen Hausarzt ja bestimmt schon länger kennst, ist das natürlich die erste Anlaufstelle. Du machst Dir zu Hause erstmal einen Zettel fertig, wo Du alles aufschreibst. Sämtliche Symptome, Befindlichkeitsstörungen usw. Alles aufschreiben und nichts abschwächen!
Der Hausarzt hat Schweigepflicht und es ist kein Drama, wenn Dir da ein paar Tränchen rollen sollten. Du kannst ihm den Zettel auch rübergeben.
Hab keine Angst, vertrau Dich ihm an. Und dann wird er Dich detailliert über die nächsten Schritte beraten. Sicher kannst Du auch gleich zum Facharzt. Aber es ist erstmal angenehmer zum Hausarzt zu gehen. Fachärzte haben leider sehr lange Wartezeiten. Das kommt auch noch dazu.

Ich wünsch Dir was. Du schaffst das! Gut, dass Du den Entschluß gefasst hast, Dir helfen zu lassen!
Herzliche Grüße
Freitag (w)
 

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21. November 2017 um 8:03

bei mir war es in der Notaufnahme keine "Schnellabfertigung" ich wurde dort sofort teilstationär aufgenommen (wäre auch sofort stationär aufgenommen wurden, aber damit kann ich nicht...) - eigentlich nach meinem Erlebnis genau so, wie es sein sollte: ich wurde so behandelt, wie ich mit vergleichbar schweren physischen statt psychischen Beschwerden auch behandelt worden wäre.
Da sollte von Seiten der Ärzte kein Unterschied bestehen - vor allem aber von uns Betroffenen auch keiner gemacht werden. Wenn wir mit verglaichbar starken körperlichen Beschwerden / Schmerzen / Problemen zum Arzt bzw. ins KH marschieren würden, sollten wir das bei seelischen Beschwerden / Schmerzen / Problemen ganz genauso machen.

Mit "Facharzt" meinte ich aber einen Psychiater, keinen Psychologen, ich denke, da sollte erst mal eine Diagnostik gemacht werden und ich weiß auch nicht, ob das im Falle der TE nicht vielleicht in der ersten Runde für eine rein psychologische Unterstützung too much ist. Aber das sollte im Zweifelsfalle auch der Hausarzt so weit einschätzen können, dass er sie an einen qualifizierten Kollegen / eine Klinik weiter verweist.

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