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Missbrauch vom Bruder

31. Mai 2014 um 23:31

Hallo, ich bin neu hier und hatte mal den Drang meine Geschichte zu erzählen...
Ich bin heute 17 Jahre alt und als ich missbraucht wurde war ich zwischen 9 und 11 Jahre alt, mein Bruder 2 1/2 Jahre älter.
Kurze Einleitung; meine Eltern haben sich scheiden lassen als ich 4 Jahre alt war, seitdem sind mein großer Bruder und ich immer am Wochenende zu meinem Vater gefahren.

Als ich dann im besagten Alter war fing alles an... Es passierte immer, außer einmal, bei meinem Vater, da mein Bruder und ich uns das Schlafzimmer teilten.
Ich habe ziemlich viel aus dieser Zeit verdrängt aber an das kann ich mich noch erinnern :
Es fing an, dass mein Bruder mit mir gewettet hat... Und zwar ob ich mich trauen würde nackt zu schlafen. Mit meinen naiven 9-11 Jahren habe ich mir nichts bei gedacht und mitgemacht, ziemlich blöd im Nachhinein...
Irgendwann ging es weiter das er neben mir masturbierte, obwohl ich mir nicht sicher bin ob er wusste das ich es bemerkte... Ich kann mich immer noch dran erinnern wie ich davon wach wurde und mich gewundert hatte was das für ein Geräusch ist... wenn ich dran denke wird mir immer noch schlecht. Das ist ja noch ziemlich... ''harmlos'' der Höhepunkt kam dann, als er sich nackt auf mich legte und versuchte anal bei mir einzudringen, ich war aber stark genug um nein zu sagen. Dennoch kann ich mich dran erinnern, wie er mich zwang ihm einen runterzuholen und seinen Penis in den Mund zu nehmen. Ich habe alles sofort verdrängt, da er mich gleichzeitig auch schlug und mich unterdrückte. Als die Zeit mit dem Missbrauch vorbei war, wurde das schlagen immer mehr, er würgte mich auch wenige male. Als ich mit 14 den ersten Freund hatte, wo es hätte ernster werden können bekam ich die Flashbacks, ich war ziemlich geschockt, sobald meine Hand den Genitalbereich meines Freundes nur näherte bekam ich Angstattacken, die bekomme ich heute immer noch. Ich habe Panik mich vor jemanden auszuziehen und fühle mich ständig beobachtet.
Ich war kurzzeitig in Therapie habe diese doch abgebrochen, die Angst, das Ekelgefühl vor mir selber und der Selbsthass wurden so groß das ich einige male versucht, unbewusst, mir das Leben zu nehmen und mit 15 Jahren wollte ich es bewusst, ich habe im letzten Moment aber einen klaren Gedanken gefasst und habe mich einer Lehrerin anvertraut, die hat mich daraufhin zu meinem Psychiater gefahren und der mich gleich weiter in die Psychiatrie. Nach einer Woche bin ich direkt zu meinem Vater gezogen, jetzt nach 2 Jahren habe ich wieder Kontakt zu meinem Bruder und meiner Mutter, ziehe bald wieder zurück.
Das einzige Problem was ich noch habe sind die Flashbacks... Ich habe jemanden kennengelernt den ich sehr mag aber ich habe Angst ihm davon zu erzählen, weiß nicht ob und wann der richtige Zeitpunkt wäre...
Meint ihr ich sollte es ihm sagen bevor es ernst wird? Oder vielleicht auch gar nicht? Ich weiß nicht wie schlimm die Flashbacks wären... Ich will ja auch niemanden diese Last aufbürgen..

Ich hoffe jemand kann mich verstehen und mir vielleicht auch helfen,
Viele liebe Grüße
kimmareen

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1. Juni 2014 um 1:01

Beer wärs
Ich denke wenn du Flashbacks hast dann soltest du es im sagen

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2. Juni 2014 um 15:57

Ich bin dafür - Du musst es wissen
Zuerst muss ich Dir sagen, dass ich sehr viel Respekt davor habe, dass Du nein gesagt hast! Das beweist viel Stärke. Trotzdem hast Du eine bewegende Geschichte.
Natürlich kann Dir niemand die Entscheidung abnehmen! Ich würde es ihm aber erzählen. Wenn er wirklich der Richtige ist, wird er es verstehen. Er wird Dir Zeit geben und Dich bei Flashbacks unterstützen. Dann wirst Du sehen, dass diese bei positiven Erfahrungen immer seltener werden.
Ich verstehe Deine Geschichte ziemlich gut. Ich bin fast so alt wie Du und bei mir war es auch mein Bruder. Ich möchte Dir auch zu einer Therapie raten. Deine Gefühle und Befürchtungen verstehe ich, meine Erfahrung ist es aber, dass Therapeuten sehr gefühlvoll an so etwas rangehen.
Es würde mich freuen, wenn wir weiter schreiben könnten!
(Ich hoffe duzen geht klar?)

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