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Minderwertigkeitskomplex wegen Kindheit/Eltern

5. Mai 2014 um 16:25

ich habe leider sehr lange gebraucht bis ich geschnallt habe, dass ich an extremen Minderwertigskeitskomplexen leide. Nun meine Frage, hat mir jemand Tipps/ Ratschläge wie ich diese Komplexe los werde? So kann es auf keinen Fall weiter gehen.

Ich habe mich sehr mit diesem Thema auseinandergesetzt. Bin tief in mich ein und habe versucht den Urpsrung zu finden und dieser liegt in meiner Kindheit. Es ist nicht so, dass ich mit meinem Äusseren unzufrieden bin, aber ich fühle mich einfach so minderwertig.

Als Kind habe ich keine Liebe von meiner Mutter bekommen. Es ging soweit, dass ich sogar einen Bluttest machen wollte um sicher zu sein, dass sie wirklich meine Mutter ist, denn für mich fühlte sie sich mehr nach der bösen Stiefmutter aus den Filmen an. Ich habe praktisch jeden Tag wegen ihr geweint weil es mich so verletzte. In der Grundschule gehörte ich zu den Klassenbesten aber meine Schule hat nie wen interessiert, ich wurde nicht nach Hausaufgaben oder Prüfungen gefragt. Lob wegen meinen Schulleistungen bekam ich nie, ich bekam immer nur zu hören was mit mir nicht in Ordnung ist. Wie zum Beispiel die Tatsache, dass ich Übergewichtig war. Seit ich 2-jähirg war, war ich schon übergewichtig, also was kann ich dafür? Immer wieder musste ich mir von meiner Mutter anhören, dass ich krumme Beine habe (Topmodel bin ich wirklich nicht), aber ein Kompliment? Nein dieses gab es von meiner Mutter nie. Einmal als ich mit 14 Shoppen war, bin ich nach Hause gekommen und meine Mutter hat sich angeschaut, was ich gekauft habe. Sie hat mich fertig gemacht, was für nichtpassende Kleider ich gekauft habe. Sie ist dann ans Meer gefahren und hat diese Kleider (meine Kleider) mitgenommen. Das tut weh!

Die Liebe von meinem Vater habe ich schon bekommen aber auch er sagte mir immer wieder dass es tausend schönere frauen auf dieser welt gibt (ist mir ja auch klar) aber ein Kompliment? Von ihm auch nie. Auch wegen meinen Schulleistungen nicht. Das einzige, wozu ich ein Kompliment von ihm bekommen habe, ist men Uni-Abschluss, meiner Mutter ging dieser auch am Arsch vorbei.

Dies führt dazu, dass ich die Komplimente von anderen Leuten nicht so ernst nehmen kann. Ich bekomme sehr viele Komplimente im Geschäft, von Bekannten oder auch von Fremden über. Aber wegen meinen Eltern fällt es mir unglaublich schwer diese Komplimente anzunehmen. Ich bin 25 und hatte noch nie eine feste Beziehung, weil ich immer denke, dass meine Freundinnen besser sind, obwohl keine viel hübscher ist, wenn überhaupt. Wenn wir in einer Gruppe sind, stelle ich mich immer in den Hintergrund. Wenn ich im Ausgang angesprochen werde, versetzte ich mich in den Hintergrund und überlasse dann meiner Freundin das Gespräch.

Was soll ich nur tun?

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6. Mai 2014 um 0:20

Du hast
schon mehrere Schritte auf deinem Weg gemacht. Du weisst du hast ein problem, was das problem ist und woher es kommt. Das ist schonmal ne gute basis um es zu lösen .

Das Lösen ist leider nicht einfach, da du dir im Laufe der Zeit viele Verhaltensweisen angeeignet hast, die sich als Gewohnheiten etabliert haben.

Als erstes würde ich mir nen Therapeut (zB Verhaltenstherapie oder Gestalttherapie) suchen - du kannst es auch ohn versuchen - aber wofür? Der Therapeut spiegelt dir Fortschritte und Blockaden von aussen und beschleunigt den Prozess. Und keine falsche Scham - es ist dein Leben und du hast das recht glücklicher zu werden - dabei hilft er dir.

Daneben würde ich noch schauen, dass du an folgenden Themen arbeitest (alle irgendwie miteinander verknüpft)
- Inneres Kind (zB Buch Aussöhnung mit dem inneren Kind von Erika J. Chopich als Einstieg). KAnnst aber auch Meditationen nach Robert Betz dazu machen. Der Typ ist in manchen Bereichen seltsam, aber zum inneren Kind und zu Vater und Mutter Beziehung kann er echt was
- Selbstliebe (zB Buch Selbstmitgefühl von Kristin Neff oder Brene Brown the gifts of imperfection)
- Hypnose funktioniert auch ganz gut bei Selbstbewusstseinsthemen
- Beobachte dein Denken und wie du Situationen und dich bewertest und werde ein liebevoller FReund für dich selbst anstatt wie ich vermute ein gnadenloser Kritiker
- Grenzen setzen (lerne Grenzen zu setzen lies zB Codependent no more melodie beatti - beschreibt die ganz krasse Form, aber ich würde wetten eine midlere Form hast du auch oder ne nette Übung ist zB pro Woche ganz bewusst mindestens eine GRenze zu setzen - und ja es gibt pro Woche mehr als eine Situation wo das angebracht ist)

Und ja du wirst Rückschläge erleben und denken du kommst nicht voran und zweifelst an dem was du machst - das ist normal - Entwicklung geschieht nicht kontinuierlich sondern von Plateau zu Plateau und nach dem Erreichen eines neuen höheren Plateaus gehts erstmal kurz abwärts. Also wenn du deinen Weg und deine Fortschritte anschaut betrachte nicht einen Tag oder ein paar Tage sondern den letzten Monat etc. Und ja es wird werden...

Alles Gute

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