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Minderwertigkeitsgefühl, Sorgen und Ängste

16. Juni 2016 um 15:34 Letzte Antwort: 13. Juli 2016 um 12:45

Hallo!
Ich hatte eigentlich noch nie sehr viel Selbstwertgefühl, aber in letzter Zeit ist es echt extrem. Wenn ich in Gesellschaft bin, de mir nicht sehr vertraut ist, bin ich unglaublich zurückhaltend, ständig angespannt, weiß nicht was ich reden soll, fühle mich beobachtet, bewertet (natürlich negativ). Ich wage es einfach nicht, ICH zu sein, habe Probleme damit, meine Meinung kund zu tun, wahrscheinlich aus Angst irgendjemand könnte deshalb sich etwas negatives über mich denken. Dadurch finde ich natürlich nicht wirklich Anschluss, in der Familie meines Freundes zb, bin ich halt einfach dabei, aber ich hab das Gefühl das wars auch schon, ich hab nicht das Gefühl dass irgendjemand gerne in meiner Gesellschaft ist. Auch wenn ich neue Menschen kennen lerne, fällt es mir oft sehr schwer, einfach authentisch zu sein, ich versuche krampfhaft herzlich und offen zu wirken, was dann meiner Meinung nach ziemlich dumm rüberkommt und dann ärgere ich mich immer über diese Versuche, toll rüber zu kommen und könnte mich echt umbringen. Das kommt vor allem bei Menschen vor, die mir "besser" vorkommen als ich mir selber.
Ich habe heute leider keinen festen Freundeskreis mehr(früher hatte ich das schon und war auch beliebt), von meinen Jugendfreundinnen ist eine übrig geblieben, die ist allerdings in ein andere Land gezogen. Dann gibt es noch eine die ich ganz gerne mag, aber da ist es irgendwie auch nicht so innig. Der Rest sind Bekanntschaften, die irgendwie oberflächlich sind, wo ich auch immer das Gefühl habe die mögen ich eigentlich gar nicht richtig und wo ich mir nicht vorstellen könnte, die mal zu fragen ob sie was mit mir unternehmen wollen, weil ich immer das Gefühl hätte, ich komme denen vor wie eine verzweifelte schrullige Person die Freunde sucht.
Ich beobachte die Menschen in meiner Umgebung auch immer sehr genau und interpretiere irgendwas in ihre Gesichtsausdrücke rein. Ich fass viele gesagte Dinge auch oft als zweideutig auf. Also eigentlich möchte ich mich als selbstbewusste, junge Frau geben, habe aber nicht das Gefühl dass das so rüber kommt und das macht mich fertig. Ich finde mich selbst im Umgang mit anderen Menschen irgendwie komisch und überlege mir oft ob ich mich selbst mögen würde, wenn ich auf mich selbst treffen würde.
Ich bin sehr misstrauisch, bilde mir ein die sind nur aus dem und dem Grund mit mir nett usw....
Wenn ich ein längeres Gespräch mit anderen Menschen führe achte ich eigentlich mehr auf mich dabei als auf den Menschen mit dem ich rede!? Ich überlege mir, wie mein Gesichtsausdruck wohl ist, ich denk mir du schaust jetzt sicher voll blöd aus, ich bin immer sehr nervös und und habe die ständige Angewohnheit an meinen Fingern die Haut abzuzupfen. Ich rauche in letzter Zeit sehr viel, bin innerlich sehr unruhig und unzufrieden.
Ich hatte auch schon Panikattacken, habe Angst vor Krankheiten, vor dem Tod. Manchmal bekomme ich regelrecht Panik wenn ich daran denke, dass ich oder ein geliebter Mensch sterben könnte.
Langsam kommt die Zeit, wo ich mir über ein Baby Gedanken mache, da komme ich irgendwie auch auf keinen gründen Zweig, irgendwie hätte ich gerne eines, dann machen mich aber die Ängste, dass ich nicht schwanger werden kann, dass mein Freund keines zeugen kann, dass mit dem Baby irgendetwas nicht stimmt, dass ich eine Fehlgeburt erleiden könnte, extrem fertig.
Anderen gegenüber, die schon ein Kind haben oder schwanger sind bin ich eher negativ eingestellt, ich kann irgendwie keinem etwas gönnen und sehr immer an allen nur das Negative.
Ich hasse mich für das Alles, mir ist alles sehr bewusst und ich wäre gerne anders, aber ich hab keine Ahnung wie.

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7. Juli 2016 um 22:13

DU!
Hallo du Liebe,

ich finde mich in deinen Worten wieder, da es mir früher ganz ähnlich ging und auch heute noch gibt es einfach Tage, an denen ich mich in bestimmten Situationen so fühle.
Ich habe bei mir festgestellt, dass ich so bin, wenn ich gar nicht bei mir selbst bin. Ich lebe dann komplett im außen und habe gar kein Gefühl, wer ich bin, was ich denke und wie ich mich fühle. Deswegen vergleiche ich mich dann auch mit den Anderen. Und da kann ich nur schlecht abschneiden, da ich mich ja gar nicht fühle und in Beziehung dazu setzen kann. Wie du sagst, du bist nur physisch anwesend, aber seelisch, menschlich, lebendig kein bisschen.
Mir hilft es, wenn ich mich mit mir selbst verbinde. Das kann zum Beispiel über den Atem funktionieren. Wenn du so denkst, dann konzentriere dich auf deinen Atem und schau, was gerade in die vorgeht. Wer bist du? Wo fühlst du was in den Momenten? Was würdest du gern tun? Was sind deine Impulse?
Wenn du dich selbst nicht wahrnehmen kannst, dann machst du dich von Anderen abhängig. Es kann auch sein, dass du Angst vor dir selbst hast und dich deswegen so klein machst. Aber, hey, du bist wundervoll, so wie du bist! Du darfst sein, egal wie! Du bist einzigartig und dich gibt es nur ein einziges Mal auf der Welt. Kein Anderer da draußen hat dein Leben gelebt und kein Anderer da draußen steckt in dir drinne und sieht die Welt mit deinen Augen. Deswegen: Finde heraus, wie DU die Welt siehst; was DU denkst und, was du fühlst! Und dann tu das, was sich für dich gut anfühlt! Denn das hast du verdient!

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13. Juli 2016 um 12:45

...
Hallo,

es klingt so, als hätte ich diesen Beitrag geschrieben. 1 zu 1. Mir geht es anscheinend ganz genauso wie dir und es stört mich extrem. Ich bin gerade dabei, mich zu ändern aber es ist schwer und ich denke, es hilft, wenn man sich mit Menschen austauschen kann, die genauso das selbe Problem haben.

Wenn du möchtest, können wir privat weiter schreiben und uns austauschen. Vielleicht kriegen wir es gemeinsam hin, an unseren Problemen zu arbeiten. Denn alleine ist es wirklich schwer, da raus zu kommen.

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