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Mental am Ende

8. Mai 2019 um 11:26 Letzte Antwort: 8. Mai 2019 um 13:52

Hallo zusammen,

ich muss mich hier einfach mal ausheulen, da es Zuhause oder in der Familie eher schwierig ist.

Ich weiß garnicht so richtig, wo ich anfangen soll, da mir im Moment einfach so viel durch den Kopf geht. Ich kann kaum noch schlafen, wache nach 2 Stunden wieder auf und fühle mich am nächsten Morgen wie gerädert. Bin ich am Wochenende Zuhause, bin ich so erschöpft, dass ich eigentlich nur rumliegen und schlafen will. Zu Treffen mit Freunden oder Familie kann ich mich nur sehr schwer motivieren und auch die Konzentration auf der Arbeit fällt mir sehr schwer. Werde schon ständig vom Chef gefragt, was los wäre, da ich garnicht mehr lächeln würde.


In meiner Familie liegt einiges im argen. Mein Vater hat eine eigene Firma, die er erfolgreich an die Wand gefahren hat. Mieten und Mitarbeiter werden teilweise nicht bezahlt, Aufträge bleiben mittlerweile aus, weil die Qualität einfach nicht da ist, das Bankkonto ist durch Pfändungen regelmäßig gesperrt und das Insolvenzverfahren droht auch.
Letztes Jahr haben meine Eltern mich und meinen Bruder darum gebeten, ihnen das Haus abzukaufen, damit es nicht gepfändet wird und die beiden mit meiner kleinsten Schwester weiter darin leben können.
Weil ich dem ganzen eher skeptisch gegenüber war und auch viel nachgefragt hab, weil ja auch mein zukünftiges Leben davon beeinflusst würde, war ich direkt die böse, die ihre eigenen Eltern im Stich lässt. Wir haben dann einfach mal probeweise bei der Bank nachgefragt ob wir einen Kredit bekommen würden, das wurde, glücklicherweise, abgelehnt.
Ich sage glücklicherweise, weil wir mein Bruder und ich uns damit wahrscheinlich kaputt gemacht hätten. Es wäre niemals gut gegangen, da meine Eltern so schwierig sind und es auch zu viel Verantwortung wäre.
Ständig heult mein Vater mir die Ohren mit seinen Problemen voll und ist beratungsresistent.
Mit den Gedanken bin ich nur bei meiner Schwester, die darunter zu leiden hat. Wir holen sie schon so oft es geht zu uns, damit sie mal Zuhause rauskommt.
Falls es zur Pfändung des Hauses käme, würden wir sie auch bei uns aufnehmen.

Auch meine anderen Geschwistern kommen mit all ihren Problemen zu mir. Ich höre mir alles an und sorge mich darum, ob alles gut bei ihnen wird. Kümmere mich dann auch mehr, als ich eigentlich müsste.

Zusätzlich kommen Belastungen in der Beziehung. Mein Freund hat aus einer früheren Ehe einen kleinen Sohn, den er nicht mehr sehen darf seit seine Ex von mir weiß.
Sie macht uns das Leben wo es geht schwer und zusätzlich kommt mein schlechtes Gewissen, weil ich ja im Prinzip Schuld daran bin, dass er ihn nicht mehr sehen darf. Momentan befindet er sich mit seinem Anwalt im Kampf darum, dass er wieder am Wochenende zu uns darf.

Dann sind da die Schulden meines Freundes. Ich wusste von Anfang an, dass er aus der ersten Ehe welche hat. Er strebt auch die Privatinsolvenz an, was aber eher schleppend voran geht.
Vor kurzem habe ich dann durch Zufall ein Schreiben gefunden wodurch rauskam, dass er Mietschulden bei seinem alten Vermieter hat. Nochmal insgesamt knapp über 1000€.
Das hat er mir 3 Jahre lang verschwiegen, weil er sich angeblich geschämt hat und dann hat er nicht mehr daran gedacht. Und ich mache mir wieder Sorgen, wie wir das alles geschafft kriegen und versuche mich um alles zu kümmern.

Es kommen immer mehr Dinge, die meinen Kopf fast zum platzen bringen. Ich könnte nurnoch heulen und weiß im Moment weder vor noch zurück. Wenn ich abends im Bett liege, kreisen meine Gedanken nur um die ganzen Probleme und lassen mich nicht zur Ruhe kommen.


Entschuldigt bitte den langen Text, aber ich musste es mir mal von der Seele schreiben.

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8. Mai 2019 um 13:48
In Antwort auf angelofloneliness

Hallo zusammen,

ich muss mich hier einfach mal ausheulen, da es Zuhause oder in der Familie eher schwierig ist.

Ich weiß garnicht so richtig, wo ich anfangen soll, da mir im Moment einfach so viel durch den Kopf geht. Ich kann kaum noch schlafen, wache nach 2 Stunden wieder auf und fühle mich am nächsten Morgen wie gerädert. Bin ich am Wochenende Zuhause, bin ich so erschöpft, dass ich eigentlich nur rumliegen und schlafen will. Zu Treffen mit Freunden oder Familie kann ich mich nur sehr schwer motivieren und auch die Konzentration auf der Arbeit fällt mir sehr schwer. Werde schon ständig vom Chef gefragt, was los wäre, da ich garnicht mehr lächeln würde.


In meiner Familie liegt einiges im argen. Mein Vater hat eine eigene Firma, die er erfolgreich an die Wand gefahren hat. Mieten und Mitarbeiter werden teilweise nicht bezahlt, Aufträge bleiben mittlerweile aus, weil die Qualität einfach nicht da ist, das Bankkonto ist durch Pfändungen regelmäßig gesperrt und das Insolvenzverfahren droht auch.
Letztes Jahr haben meine Eltern mich und meinen Bruder darum gebeten, ihnen das Haus abzukaufen, damit es nicht gepfändet wird und die beiden mit meiner kleinsten Schwester weiter darin leben können.
Weil ich dem ganzen eher skeptisch gegenüber war und auch viel nachgefragt hab, weil ja auch mein zukünftiges Leben davon beeinflusst würde, war ich direkt die böse, die ihre eigenen Eltern im Stich lässt. Wir haben dann einfach mal probeweise bei der Bank nachgefragt ob wir einen Kredit bekommen würden, das wurde, glücklicherweise, abgelehnt.
Ich sage glücklicherweise, weil wir mein Bruder und ich uns damit wahrscheinlich kaputt gemacht hätten. Es wäre niemals gut gegangen, da meine Eltern so schwierig sind und es auch zu viel Verantwortung wäre.
Ständig heult mein Vater mir die Ohren mit seinen Problemen voll und ist beratungsresistent.
Mit den Gedanken bin ich nur bei meiner Schwester, die darunter zu leiden hat. Wir holen sie schon so oft es geht zu uns, damit sie mal Zuhause rauskommt.
Falls es zur Pfändung des Hauses käme, würden wir sie auch bei uns aufnehmen.

Auch meine anderen Geschwistern kommen mit all ihren Problemen zu mir. Ich höre mir alles an und sorge mich darum, ob alles gut bei ihnen wird. Kümmere mich dann auch mehr, als ich eigentlich müsste.

Zusätzlich kommen Belastungen in der Beziehung. Mein Freund hat aus einer früheren Ehe einen kleinen Sohn, den er nicht mehr sehen darf seit seine Ex von mir weiß.
Sie macht uns das Leben wo es geht schwer und zusätzlich kommt mein schlechtes Gewissen, weil ich ja im Prinzip Schuld daran bin, dass er ihn nicht mehr sehen darf. Momentan befindet er sich mit seinem Anwalt im Kampf darum, dass er wieder am Wochenende zu uns darf.

Dann sind da die Schulden meines Freundes. Ich wusste von Anfang an, dass er aus der ersten Ehe welche hat. Er strebt auch die Privatinsolvenz an, was aber eher schleppend voran geht.
Vor kurzem habe ich dann durch Zufall ein Schreiben gefunden wodurch rauskam, dass er Mietschulden bei seinem alten Vermieter hat. Nochmal insgesamt knapp über 1000€.
Das hat er mir 3 Jahre lang verschwiegen, weil er sich angeblich geschämt hat und dann hat er nicht mehr daran gedacht. Und ich mache mir wieder Sorgen, wie wir das alles geschafft kriegen und versuche mich um alles zu kümmern.

Es kommen immer mehr Dinge, die meinen Kopf fast zum platzen bringen. Ich könnte nurnoch heulen und weiß im Moment weder vor noch zurück. Wenn ich abends im Bett liege, kreisen meine Gedanken nur um die ganzen Probleme und lassen mich nicht zur Ruhe kommen.


Entschuldigt bitte den langen Text, aber ich musste es mir mal von der Seele schreiben.

sag dochmal NEIN
NEIN, du willst mal nichts hören!
und hör auf den samariter zu spielen - du kannst die welt nicht retten

schlimm finde ich nur dass ein partner dich belügt...
steht er denn sonst wenigstens zu dir?

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8. Mai 2019 um 13:52
In Antwort auf sxren_18247537

sag dochmal NEIN
NEIN, du willst mal nichts hören!
und hör auf den samariter zu spielen - du kannst die welt nicht retten

schlimm finde ich nur dass ein partner dich belügt...
steht er denn sonst wenigstens zu dir?

Ja, tut er.
Ich habe ihm auch die Meinung dazu gegeigt und gesagt dass es mehr als genug Gelegenheiten gab, es mir zu sagen.

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