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Menschen mit gleichen oder ähnlichen Schicksal?

1. August 2017 um 22:59

Hallo Ihr Lieben! (=
​Ich weiß garnicht wie bez. wo ich anfangen soll.
​Also, erstmal ein paar Worte zu mir. Ich höre auf den Namen Jassi und bin fast 23 Jahre alt.
​Durch Zufall bin ich hier auf dieses Forum gestoßen. Dh , ich bin neu!*Lach*
​Ich möchte auf diesen Wege versuchen & schauen, ob es hier Menschen mit dem gleichen oder ähnlichen Schicksal gibt um sich einfach mal austauschen zu können.
​Natürlich gehört da eine gewisse Sympathie bei. Aber man merkt ja eig. recht schnell, ob man mit einer Person texten kann oder nicht.
​Nunja immer dieses Rumgelaber Lach
​Meine Eltern trennten sich 2006, womit der ganze Horror seinen Lauf nahm.
​(Ich wohnte bei meiner Mama, besuchte meinen Papa aber regelmäßig übers Wochenende oder zwischendurch.)
​Leider hat mein Vater ein Alkoholproblem und besitzt dadurch zwei Persönlchkeiten.
​Wenn er nüchtern ist, ist er so wie du und ich. Aber sobald er nach Feierabend zuhause ist, trinkt er. Und das nicht gerade wenig, 5 Flaschen sind nichts an einem Abend.
​Leider hat er sich des öffteren an mich verganngen, hat mich erpresst und unter Druck gesetzt. Jahrelang habe ich das über mich ergehen lassen. Immer wenn ich da war. Irgendwann bin ich garnicht mehr alleine zu ihm hin, damit er nichts machen konnte.
​Ich hatte immer das beste Handy, die neusten Klamotten, hatte immer genug Taschengeld, habe alles Materielle bekommen, was ich wollte, hauptsache ich blieb still. Nach einer Zeit hatte ich solche Angst vor Ihm, dass ich meinen Mund hielt und wie erfrohren alles über mich ergehen lies.
​Ende 2009 Fuhr meine Mama in die Kur, wo ich leider nicht mit konnte, da ich "zu alt" war. Die KK hätte die Kosten´nicht übernommen. Also sollte ich zu meinem Vater.
​Das wollte ich ums verrecken nicht. 3 Wochen jeden Abend diese Qual? Nein danke! Nach langer Diskusion mit meiner Mama platze es aus mir raus.
​Unter Tränen erzählte ich meiner ihr was ich durch gemacht hatte, wenn ich bei ihm war.
​Sie glaubte mir sofort! Sie wollte die Kur sogar absagen. Was ich aber nicht wollte. Die 3 Wochen hat dann meine Tante auf mich acht gegeben.
​Als meine Mama aus der Kur wieder kam, fuhren wir zur Polizei und erstatteten Anzeige.
​Das war die Hölle auf Erden. Die Polizistin war sowas von unfreundlich. Ich kann mich noch daran erinnern, als ob es letze Woche gewesen wäre.
​Damals kam dann eine Psychologin vom Gericht zu uns, um mehr über mich und meine Familie zu erfahren. Leider war ich zu dem Zeitpunkt noch nicht so weit und ich glaube auch zu Jung, drüber zu sprechen. Dadurch ist leider die Anklage fallen gelassen worden, wegen mangelne Beweise. Unglaublich aber wahr. Obwohl ich fast alles erzählt hatte, bis auf Details. Das konnte ich zu diesem Zeitpunkt einfach nicht.
​Im Nachhinnein wurden wohl mehrere Anzeigen gegen ihn gestellt, die wohl alle wieder fallen gelassen worden sind.
​Die letzen Jahre waren wirklich der Horror.
Jeden der sowas mit gemacht hat, kann ich sagen, KÄMPFE, denn ich lebe!!
​Ich war so oft kurz davor mir das Leben zu nehmen, weil ich nur noch in ständiger Angst gelebt habe. Diese Bilder vor den Augen wenn ich sie schließen wollte ect.
​ich möchte da auch eher weniger jetzt drauf eingehen.
​Heute mit fast 23 Jahren habe ich mein Leben eig gut im Griff.
​Ich habe einen sehr tollen Partner an meiner Seite, der sehr viel Verständis für mich hat. Er war bis jetzt immer da und hat mich seit dem ersten Tag an begleitet. Mitlerweile sind wir im Oktober 4 Jahre zusammen.
​Ich mache eine Therapie, die mir hilft, dies alles zu verarbeiten. Es geht mir gut. Besser.
​Richtig gut wird es mir nie gehen, da es mich mein ganzes Leben begleiten wird. Aber man kann lernen das Beste raus zu machen und damit zu leben.
Vill liest das ja hier jemand und mag sich etwas unterhalten ?? Gerne natürlich auch PN!
​Es ist wikrlich nur die kurzfassung meiner Vergangenheit. Ich hoffe es ist trotzdem einigermaßen verständlich. Ist etwas schwer bei dem Chaos die richtigen Worte zu finden.
​Ich würde mich wirklich über Narichten und Kommentare freuen
​Lieben Gruß Jassi

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6. August 2017 um 1:50

Hallo jassi1909,

es tut mir wirklich leid was du in deinem Leben schon mitmachen musstest
Aber ich finde es toll, dass du dich hier öffnest. 

Mein Vater war ebenfalls Alki, aber ich glaube zu Schluss gab es kaum Momente, in dennen er nüchtern war. Er hat locker täglich 2 Kästen getrunken. Geld hatten wir daher fast nie viel übrig und musste manchmal auch mit meinen kaputten Schuhen zur Schule. Dort wurde ich deswegen natürlich Gehänselt (war 5. und 6. auf dem Gymnasuim).
Ich wurde "zum Glück" nur körperlich gezüchtigt, wenn ich nicht hörte. 
Geschlagen wurde allerdings meistens mit Gegenständen. 
Als Älteste von drei Mädels hab ich das Meiste abbekommen. 
Die schlimmste (für mich aber mit einer der prägendste) Nacht war kurz vor der Trennung meiner Eltern. Ich war damals 12 (bin jetzt 26) wurde wach vom Streit einer Eltern. Ich ging runter. Geschreie und fliegende Gegenstände. Mein Muter stürmte nur aus dem Haus. Mein Vater kam zu mir und bat mich auf die anderen beiden auszupassen. Da saß ich nun. 12 Jahre alt und eine ganze Nacht alleine im Haus mit einer 9 Jährigen (die zum Glück schlief wie ein Stein) und einem Säugling. 

Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft und fühl dich gedrückt. Du bist nicht allein. 

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