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Meine Mutter ist verbittert und depressiv

28. November 2019 um 10:36 Letzte Antwort: 6. Dezember 2019 um 14:55

Ich bin 41 Jahre, verheiratet, habe 2 Kinder und bin selbstständig. Im Januar habe ich meinen Vater in den Tod begleitet. Es war heftig, aber ich konnte ihm noch sagen, dass ich ihn liebe. Er hatte Krebs, wenige Wochen später ist mein Schwiegervater verstorben. Meine Mutter, die während der Krankheit und Pflege oft böse über meinen Vater gesprochen hat) war schon immer psychisch angeschlagen, manchmal verbittert und depressiv. Nach dem Tod meiner Oma vor 25 Jahren hatte sie Angstattacken, Schwindel und ist kaum mehr aus dem Bett gekommen. Borreliose war eine Diagnose und Nervengift in der ganzen Wohnung. Mein Vater war im Schichtdienst und ich oft überfordert und einsam. Das ging etwa 3 Jahre lang so, bis sie einen guten Psychologen gefunden hat, der sie zurechtgerückt hat. Damals hat sie in der Wohnung Zettel hinterlassen, mit dem Wunsch sterben zu wollen. Ich war 15 und konnte das nicht verarbeiten, da es auch keinen Kontakt mehr zu anderen Verwandten gab. Ihre Kinderheit war sehr traumatisch, wie bei vielen Kriegskindern, meine Geburt war traumatisch, sie musste notoperiert werden und hätte es beinahe nicht geschafft. Ich war oft krank und wurde sehr behütet, manchmal kontrollmässig und entwickelte einen ausgewachsenen Perfektionismus. Trotzdem hatte ich das Gefühl, wenig allein zu können und ihr nicht gewachsen zu sein. Ich war als Jugendliche oft deprimiert. Hab viel Zeit auf dem Friedhof verbracht.

Während der Krankheit meines Vaters brach alles wieder auf. Immer wieder hat sie betont, wie schlecht es ihr geht (Kopfschmerzen, Schwindel). Nach einem MRT war sie enttäuscht, dass es kein Tumor ist. Ich habe ihr angeboten, psychologische Hilfe zu suchen. Aber sie vertraut niemanden. Vor einem Monat ist es eskaliert.

Mein Mann war enttäuscht, dass sie nicht zur Beerdigung seines Vaters kam. Auch nicht die beste Reaktion, aber unsere Familie ist auch nur sehr klein und da wünscht man sich Zusammenhalt. An dem Tag als sie bei uns war, um Baby zu sitten, war er kurz angebunden. Ich habe mich mit ihr gut unterhalten und wur haben mit unserem Hund gespielt. Alles normal. Während ich sie mit dem Auto nach Hause gefahren habe, ist es aus ihr herausgebrochen und sie fing an, was denn mein Mann gegen sie habe. Das war schon völlig unangebracht, da wir seit 20 Jahren ein Paar sind. Ich meinte, dass er etwas enttäuscht war. Daraufhin ist sie völlig ausgerastet. Sie wolle unser Haus nicht mehr betreten, meinte, dass sie sich umbringen will (sie wisse auch schon wie), dass sie sich nicht wie der letzte Dreck behandeln lassen will, schließlich sei sie immer für uns da gewesen. Und dass wir das Erbe nehmen sollen, um uns ein schönes Leben zu machen. Zudem sei sie die einzige, die wirklich trauert und der es dabei schlecht ginge.

Es war wie ein Deja-Vue. Ich war so geschockt und verzweifelt. Hab immer wieder gesagt, dass wir ihr helfen, wenn sie uns sagt, wie. Als ich sie zuhause abgesetzt habe, hatte ich eine Panik-Attacke. Seitdem haben wir Kontaktabbruch. Nur die Kinder besuchen sie regelmäßig. (Zu denen ist sie normal. Überhaupt, seitdem diese da sind, ignoriert sie mich oft). Ich leide sehr darunter. Im Sommer habe ich ihr einen Urlaub spendiert und bin mit ihr weggefahren, nach dem Tod meines Vaters, haben wir sie 4 Wochen bei uns aufgenommen. Wir haben sie in eine 300 km entfernte Stadt begleitet, wo sie eine OP hatte. Ich versuche immer was zu organisieren, damit sie rauskommt und glücklich ist. Trotzdem betont sie oft, dass sie ja jetzt allein sei und ich kaum Zeit hätte. Das stimmt, aber ich habe ihr angeboten, dass sie jederzeit zu uns kommen kann. Mit 2 Kids und Haushalt ist das manchmal einfacher, aber das will sie nicht.

Sie ist nur zu mir so. Ich bekomme alles ab. Und wenn ich ihr sage, wie sehr mich das mitnimmt, glaubt sie mir das nicht. Ich hätte doch schließlich alles. Haus, Mann, Job, wobei ich manchmal nicht in der Lage bin zu arbeiten, weil's es mich so fertig macht. Sie ist schnell enttäuscht (wenn ich z. B. Nachbarn um Hilfe bitte statt sie zu fragen), hat uns ne zeitlang gestalkt (am Haus oder an der Kita vorbeigefahren), noch nie was gegönnt (eine Kamera für 500 Euro? Ihr müsst ja Geld haben) und fängt gleich an zu mäkeln, wenn sie uns besucht (die Blumen müssen auch mal gegossen werden). Aber wenn es mir schlecht geht, ist sie wirklich immer zur Stelle und hilft. Ich traue mich nicht, einen Babysitter zu engagieren, weil ich sie nicht verletzen will, obwohl sie auch oft absagt, weil es ihr schlecht geht. Gestichelt hat sie schon immer gerne, was ja auch nicht gerade respektvoll ist. Aber sie meonte, dass müsse manchmal sein.

Jetzt steht Weihnachten vor der Tür. Ich war letztes Jahr von Herzen dankbar, dass die kranken Opas noch dabei waren. 11 Tage später, war mein Papa tot. Und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Sie straft uns mit Verachtung, wenn wir die Kinder bringen. Das war schon immer ihr Prinzip, wenn ihr jemand quer kam. Die Kinder lieben sie und es bricht mir das Herz, wenn das Haus dieses Jahr leer bleibt. Und der Gedanke, dass ich eine Tochter bin, die ihre Mutter an Weihnachten allein lässt, macht mich fertig. wie geht's bloß weiter.

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6. Dezember 2019 um 10:20

Hallo Benita,

ich hoffe, dass du meine Antwort noch liest. Deine Nachricht hat mich sehr berührt und ich spüre förmlich dein Leid.

Das was da bei dir passiert mit deiner Mutter nennt sich psychischer Missbrauch/Terror. Deine Mutter scheint eine sehr verbitterte und depressive Frau zu sein, die das an dich heran trägt, weil sie genau weiß, dass sie es mit dir machen kann. Sie weiß genau, welche Knöpfe sie bei dir drücken muss und, dass du sofort darauf anspringst (aus falsch verstandener Verantwortung ihr gegenüber und evlt. auch Schuldgefühle?). Das was deine Mutter macht ist nicht selbstlos. Die Dinge die sie für dich macht, macht sie für sich. Nicht, weil sie dir wirklich dabei helfen möchte. Es geht darum, dass SIE sich besser fühlt und wertig. Du sagst, dass deine Mutter immer da ist, wenn es dir schlecht geht und das ehrt sie. Aber wo ist sie, wenn es dir gut geht? Wo erfreut sie sich denn an dem Glück ihrer Tochter? Ich lese da nur, dass sie dir alles Gute missgönnt und immer etwas findet, was sie nieder reden und abwerten kann. Ich sage dir mal was. Für mich liest sich das so, dass deine Mutter dich und dein Leben beneidet. Weil sie mit ihrem eigenen Leben so unglaublich unglücklich ist und das überträgt sie auf dich. Das wird hart für dich sein, das zu lesen. Aber leider gibt es solche Menschen. Auch in der eigenen Familie. Eine Mutter die selbstlos ihre Kinder liebt, die freut sich mit ihren Kindern! Das scheint sie nicht hinzubekommen. Zu tief steckt der Stachel des Neides und die Verbitterung über das eigene Leben. Wie nun damit umgehen?

Tja, liebe Bonita. Ich denke, dass das sehr hart für dich ist und kann mir vorstellen, dass dich das innerlich zerfrisst. Wünscht sich doch jedes Kind eine fürsorgliche Mutter, die am eigenen Leben teilnimmt und sich auch mit einem freut, einen bestärkt und gut zuspricht.

Es scheint mir in deinem Fall so, dass du schon immer sehr viel Verantwortung für deine Mutter übernommen hast und dich heute noch als erwachsene Frau, mittlerweile selbst mit Familie, noch immer in der Pflicht siehst deiner Mutter aus ihrem Unglück zu verhelfen. Lass dir eins gesagt sein- DU BIST NICHT VERANTWORTLICH FÜR DEINE MUTTER! Bei euch scheint eine Rollenumkehr vorhanden zu sein, die mittlerweile sehr zerstörerische Ausmaße anzunehmen scheint. Umso mehr du dein Leben lebst, desto aggresiver geht deine Mutter gegen dich vor. Sie versucht dich so immer wieder einzufagen und dich zu ihrer Marionette zu machen. Es scheint mir auch nicht so, als hätte deine Mutter dafür überhaupt ein Bewusstsein. Sie klingt nach einer sehr egoistischen Frau. Nun ist es an dir Verantwortung für DEIN WOHLERGEHEN zu übernehmen und anzufangen Grenzen aufzuzeigen. Damit kannst du nur anfangen, wenn du dir selbst der Tragweite eurer destruktiven Beziehung klar wirst, dir vielleicht sogar selbst Hilfe suchst das Ganze aufzudröseln um dann zu lernen, dich gegenüber deiner Mutter abzugrenzen und dich nicht mehr länger für ihr Glück/ihr Wohlergehen verantwortlich zu fühlen. Das ist nicht deine Aufgabe!

Deine Aufgabe ist es, für dein Wohlergehen, für das Wohlergehen deiner eigenen kleinen Familie zu sorgen! Deinen Weg zu gehen. Und wenn das im schlimmsten Fall bedeutet, dich von deiner eigenen Mutter lossagen zu müssen.

Ich weiß, es ist schwer. Und es tut weh. Du wirst betrauern müssen nie die Mutter gehabt  zu haben, die du selbst gebraucht hättest... ABER du kannst noch genesen und lernen deinen Weg zu gehen. Mehr "Freiheit" zu empfinden in dem was du tust und dich nicht mehr so abhängig zu fühlen, von dem, was deine Mutter über dich denkt.

Wenn du das weiter so geschehen lässt, wirst du irgendwann ein Abbild deiner Mutter werden. Du siehst doch jetzt schon, dass du ihre Panikattacken übernimmst und ihr Unglück... Werde dir dessen bewusst und finde die Kraft und den Mut einen anderen Weg einzuschlagen. Mach dich frei, liebe Bonita! Und alles Liebe für dich auf deinem Weg!

Herzlichst,

butterfly

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6. Dezember 2019 um 10:54
In Antwort auf benita77

Ich bin 41 Jahre, verheiratet, habe 2 Kinder und bin selbstständig. Im Januar habe ich meinen Vater in den Tod begleitet. Es war heftig, aber ich konnte ihm noch sagen, dass ich ihn liebe. Er hatte Krebs, wenige Wochen später ist mein Schwiegervater verstorben. Meine Mutter, die während der Krankheit und Pflege oft böse über meinen Vater gesprochen hat) war schon immer psychisch angeschlagen, manchmal verbittert und depressiv. Nach dem Tod meiner Oma vor 25 Jahren hatte sie Angstattacken, Schwindel und ist kaum mehr aus dem Bett gekommen. Borreliose war eine Diagnose und Nervengift in der ganzen Wohnung. Mein Vater war im Schichtdienst und ich oft überfordert und einsam. Das ging etwa 3 Jahre lang so, bis sie einen guten Psychologen gefunden hat, der sie zurechtgerückt hat. Damals hat sie in der Wohnung Zettel hinterlassen, mit dem Wunsch sterben zu wollen. Ich war 15 und konnte das nicht verarbeiten, da es auch keinen Kontakt mehr zu anderen Verwandten gab. Ihre Kinderheit war sehr traumatisch, wie bei vielen Kriegskindern, meine Geburt war traumatisch, sie musste notoperiert werden und hätte es beinahe nicht geschafft. Ich war oft krank und wurde sehr behütet, manchmal kontrollmässig und entwickelte einen ausgewachsenen Perfektionismus. Trotzdem hatte ich das Gefühl, wenig allein zu können und ihr nicht gewachsen zu sein. Ich war als Jugendliche oft deprimiert. Hab viel Zeit auf dem Friedhof verbracht.

Während der Krankheit meines Vaters brach alles wieder auf. Immer wieder hat sie betont, wie schlecht es ihr geht (Kopfschmerzen, Schwindel). Nach einem MRT war sie enttäuscht, dass es kein Tumor ist. Ich habe ihr angeboten, psychologische Hilfe zu suchen. Aber sie vertraut niemanden. Vor einem Monat ist es eskaliert.

Mein Mann war enttäuscht, dass sie nicht zur Beerdigung seines Vaters kam. Auch nicht die beste Reaktion, aber unsere Familie ist auch nur sehr klein und da wünscht man sich Zusammenhalt. An dem Tag als sie bei uns war, um Baby zu sitten, war er kurz angebunden. Ich habe mich mit ihr gut unterhalten und wur haben mit unserem Hund gespielt. Alles normal. Während ich sie mit dem Auto nach Hause gefahren habe, ist es aus ihr herausgebrochen und sie fing an, was denn mein Mann gegen sie habe. Das war schon völlig unangebracht, da wir seit 20 Jahren ein Paar sind. Ich meinte, dass er etwas enttäuscht war. Daraufhin ist sie völlig ausgerastet. Sie wolle unser Haus nicht mehr betreten, meinte, dass sie sich umbringen will (sie wisse auch schon wie), dass sie sich nicht wie der letzte Dreck behandeln lassen will, schließlich sei sie immer für uns da gewesen. Und dass wir das Erbe nehmen sollen, um uns ein schönes Leben zu machen. Zudem sei sie die einzige, die wirklich trauert und der es dabei schlecht ginge.

Es war wie ein Deja-Vue. Ich war so geschockt und verzweifelt. Hab immer wieder gesagt, dass wir ihr helfen, wenn sie uns sagt, wie. Als ich sie zuhause abgesetzt habe, hatte ich eine Panik-Attacke. Seitdem haben wir Kontaktabbruch. Nur die Kinder besuchen sie regelmäßig. (Zu denen ist sie normal. Überhaupt, seitdem diese da sind, ignoriert sie mich oft). Ich leide sehr darunter. Im Sommer habe ich ihr einen Urlaub spendiert und bin mit ihr weggefahren, nach dem Tod meines Vaters, haben wir sie 4 Wochen bei uns aufgenommen. Wir haben sie in eine 300 km entfernte Stadt begleitet, wo sie eine OP hatte. Ich versuche immer was zu organisieren, damit sie rauskommt und glücklich ist. Trotzdem betont sie oft, dass sie ja jetzt allein sei und ich kaum Zeit hätte. Das stimmt, aber ich habe ihr angeboten, dass sie jederzeit zu uns kommen kann. Mit 2 Kids und Haushalt ist das manchmal einfacher, aber das will sie nicht.

Sie ist nur zu mir so. Ich bekomme alles ab. Und wenn ich ihr sage, wie sehr mich das mitnimmt, glaubt sie mir das nicht. Ich hätte doch schließlich alles. Haus, Mann, Job, wobei ich manchmal nicht in der Lage bin zu arbeiten, weil's es mich so fertig macht. Sie ist schnell enttäuscht (wenn ich z. B. Nachbarn um Hilfe bitte statt sie zu fragen), hat uns ne zeitlang gestalkt (am Haus oder an der Kita vorbeigefahren), noch nie was gegönnt (eine Kamera für 500 Euro? Ihr müsst ja Geld haben) und fängt gleich an zu mäkeln, wenn sie uns besucht (die Blumen müssen auch mal gegossen werden). Aber wenn es mir schlecht geht, ist sie wirklich immer zur Stelle und hilft. Ich traue mich nicht, einen Babysitter zu engagieren, weil ich sie nicht verletzen will, obwohl sie auch oft absagt, weil es ihr schlecht geht. Gestichelt hat sie schon immer gerne, was ja auch nicht gerade respektvoll ist. Aber sie meonte, dass müsse manchmal sein.

Jetzt steht Weihnachten vor der Tür. Ich war letztes Jahr von Herzen dankbar, dass die kranken Opas noch dabei waren. 11 Tage später, war mein Papa tot. Und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Sie straft uns mit Verachtung, wenn wir die Kinder bringen. Das war schon immer ihr Prinzip, wenn ihr jemand quer kam. Die Kinder lieben sie und es bricht mir das Herz, wenn das Haus dieses Jahr leer bleibt. Und der Gedanke, dass ich eine Tochter bin, die ihre Mutter an Weihnachten allein lässt, macht mich fertig. wie geht's bloß weiter.

ich würde es ganz anders machen. ich würde mich entziehen, weil es dir nicht gut tut. du leidest sehr darunter und egal was du tust, du machst es falsch.

ich bin immer sehr gut damit gefahren, den kontakt einzustellen. egal zu wem. ich hatte meinen seelenfrieden. es gibt tolle menschen da draußen. das leben ist kurz. wozu sich selber das leben erschweren? mit deiner mutter, das wird nichts mehr. es sprüht hass und verachtung. 

wozu? das ist doch traurig. es bringt niemanden weiter. 

 

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6. Dezember 2019 um 14:55

Hallo,
das klingt nach einem riesigen Berg an Belastungen, der sich wahrscheinlich an Weihnachten noch schlimmer anfühlt, gerade wenn es das erste Fest ohne geliebte Angehörige ist. Der Gedanke, dass sie dir nicht gut tut und du dich abgrenzen solltest ist da schnell ausgesprochen, weil er von außen eben auch leicht gesagt ist. Aber letztlich ist es immer schwierig so etwas bei sich selber durchzusetzen, wenn auch Gefühle mit im Spiel sind. 
Vielleicht können dein mann und du dich zusammensetzen und einmal darüber sprechen, wie ihr euch Weihnachten vorstellt? (Vielleicht auch eure Kinder, je nachdem wie groß sie schon sind) Wenn ihr euhc das überlegt habt, könntet ihr bzw du auch noch einmal mit deiner Mutter sprechen und ihr sagen, was du dir da wünschst.  Doch letztlich sit auch die Frage, ob es da überhaupt eine Möglichkeit gibt- wenn sie gesagt hat, dass sie euer Haus nicht mehr betreten will. 
Aus meinem Umfeld kenne ich eine ähnliche Beziehung, wobei das erwachsene Kind sich dort nur schafft abzugrenzen, indem es sehr klare Regeln für sich selber aufstellt, deutlich macht, welches Verhalten ihm gegenüber gar nicht geht und im schlimmsten Fall geht er bei Stress. Ab und an hatten sie auch schon Kontaktabbrüche, was natürlich immer zu psychischen Belastungen führte.
Hast du denn psychologische Hilfe? Wenn ja kann er/ sie dir vielleicht helfen für dich einen Weg zu finden. Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit bei verschiedenen Organisationen zb profamilia Beratungen zu bekommen. Meine Therapeutin riet mir einmal dazu, weil so keiner der Beteiligten das GEfühl bekommen kann, dass der/ die BeraterIn nur an einer Partei interessiert ist, weil er oder sie zahlt. Wenn es mit deiner Mutter noch möglich ist, könntet ihr vielleicht gemeinsam so eine Beratung besuchen.
Ansonsten ist es möglicherweise auf lange Sicht gesehen das beste für dich daran zu arbeiten, dich von ihr abzugrenzen, egal wie schwer es fällt. Selbst, wenn du die Tochter sein solltest, die WEihnachten nicht mit ihrer Mutter verbringt: du bist dann die Tochter, die auf ihre eigene Gesundheit acht gibt, um für für sich selbst, ihren Mann und die Kinder da sein zu können.
Ich denke, dass es dir helfen könnte, eine Entscheidung zu treffen und diese dann durchzuziehen, das gibt dir dann vielleicht mehr den Eindruck von Kontrolle. Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Kraft!

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