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Meine Mutter ist ganz plötzlich gestorben

21. Juli 2014 um 16:47 Letzte Antwort: 21. Januar 2016 um 11:32

Hallo,

ich habe seit Jahren nicht mehr in einem Forum und mir Rat von Fremden geholt. Nun ist mir aber etwas für mich so schlimmes passiert, dass ich nicht weiter weiß.

Meine Mutter ist am 7.7. ganz unerwartet mit 57 Jahren gestorben. Das war einen Tag vor meinem 30. Geburtstag. Um 7:30 kam der Anruf von meinem Vater. Mama ist tot Diese Worte gehen seitdem täglich durch meinen Kopf und bereiten mir so starke Schmerzen

Sie ist einfach nicht aufgewacht. Hat sich am Vortag nicht wirklich wohlgefühlt und ist eine halbe Stunde früher ins Bett gegangen. Morgens um 6.00 Uhr klingelte ihr Wecker, den sie an diesem Morgen nicht mehr ausstellte. Nach einer Weile wurde mein Vater unruhig, schaute warum sie nicht reagierte.Optisch ist ihm nichts aufgefallen, nur fühlte sie sich bereits kalt an. Er verständigte trotzdem noch den Notarzt, der dann den Tod feststellte. Plötzlicher Herztod, vermutlich.

Nach seinem Anruf bei mir stiegen mein Partner und ich sofort ins Auto. Ich fühlte nichts, ich war in einem Schockzustand. Wir wollten doch morgen zu meinem 30. Geburtstag zu meinen Eltern fahren, wir wollten feiern, wir wollten grillen.
Zu Hause weinte mein Vater als er die Tür öffnete. Ich ging nochmal ins Schlafzimmer um meine Mutter zu sehen. Sie sah recht friedlich aus, lag auf der Seite, von der Seite meines Vaters weggedreht, also vermute ich, dass sie nicht versucht hat auf sich aufmerksam zu machen. Die Augen waren ganz leicht geöffnet, doch das kann natürlich durch den Notarzt, der ihr in die Augen geschaut hat kommen. Gedanken macht man sich trotzdem, dass sie irgendwas mitgekriegt hat

Die Beerdigung war eine Woche später, die restliche Woche habe ich mit meinem Vater verbracht, wir haben alles gemeinsam organisiert, auch meine Tante und mein Onkel kamen als Unterstützung.
Die Woche bis zur Beerdigung verlief eigentlich ganz gut. Ich habe einige Male geweint, aber irgendwie waren wir alle recht ruhig und wohl auch irgendwie abgelenkt.
Nun ist die Beerdigung vorbei und mir geht es täglich schlechter. Meine Wohnung ist voll von Dingen, die mir meine Mutter gegeben hat. Das Marzipanschweinchen, dass mir 2014 Glück bringen sollte. Nun ist es das bisher schlimmste Jahr meines Lebens Ich möchte mit meiner Mama reden und die in den Arm nehmen, doch das wird nie wieder möglich sein.
Ich habe so ein schlechtes Gewissen. Ich hätte gerne öfter angerufen, ich hätte ihr gerne gesagt wie sehr ich sie liebe. Ich hätte ihr gerne gesagt, dass sie die beste Mutter ist, der wunderbarste Mensch.
Sie hatte sich so sehr auf meinen Geburtstag gefreut, dass wir vorbei kommen, im Wohnzimmer meiner Eltern standen schon Gecheckte, die sie stolz eingepackt hatte, mein Geburtstagskuchen war schon angefangen.

Ich begreife das ganze nicht. Ich kann doch nicht ohne meine Mama leben? Nie wieder wird mich ein Mensch so sehr lieben. Vor wem kann ich denn einfach nur Kind sein? Ich liebe meinen Vater über alles, bin eigentlich sogar ein Papa-Kind, trotzdem ist die Verbindung irgendwie eine Andere. Natürlich ist da nun auch die Angst auch noch ihn zu verlieren.
Ich weiß einfach nicht weiter...

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23. Juli 2014 um 12:04

Mein herzliches Beileid!
Hallo!
Es tut mir wirklich wahnsinnig leid für Dich!

Kann Dich da sehr gut verstehen da meine Mutter auch dieses Jahr plötzlich u.unerwartet verstorben ist (07.02.) - sie wäre im April 51 geworden.....

Ich fühle so sehr mit Dir mit,....es gibt zwar Tage wo alles soweit gut läuft und ich quasi für diie anderen (vorallem für mein Kind) da bin...aber wenn ich Zeit für mich habe und ich mir vorallem Fotos ansehe usw. dann ist es besonders schwer!

Ich kann Dir von meiner Sicht nur sagen, das es ggf. etwas leichter wird......(man sich mit der Situation abfindet) es gibt halt einfach sehr viele Fragen die sich einem Stellen...und man halt keine Antwort auf diese bekommt. Anfangs und auch jetzt noch hie u.da träume ich von ihr....dieses Gefühl ist einfach wunderbar...ihre Nähe zu genießen, mit ihr zu sprechen. Zu Beginn habe ich immer geträumt, das ich Sie warne, das dies mit ihr passieren wird...so plötzlich....und wir schauen müssen das wir es evtl. verhindern können....dann wurde ich immer wach.

Ich versuche halt auch so oft es geht über Sie zu sprechen oder mich einfach auszuheulen...es vergeht der Schmerz zwar nicht komplett, macht ihn aber etwas erträglicher!

Maybe hilft es Dir auch wirklich sich mit Gleichgesinnten hier auszutauschen...und wenn Du gar nicht damit klar kommst es es sicherlich am Besten wenn du Dir professionelle Hilfe suchst....



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10. August 2014 um 23:34


Was passiert ist tut mir sehr Leid für dich und wenn ein geliebter Mensch so plötzlich geht, bleiben immer sehr viele Fragen offen und es werden auch immer Dinge bleiben, die man gerne noch erledigt hätte.

Natürlich weiß man nie genau, was in einer sterbenden Person vor sich geht aber ich denke, dass deine Mutter ganz friedlich eingeschlafen ist und zumindest keine Schmerzen hatte.
Vielleicht ist das etwas, was zumindest ein kleines Bisschen über deine Trauer hinweg helfen kann.

Du musst auch nicht traurig darüber sein, dass du ihr vielleicht viel zu selten gesagt hast, dass du sie liebst denn ich bin mir ganz sicher, dass sie das weiß.
Wenn ein Mensch gestorben ist denkt man sich immer "ach hätte ich doch..." aber so oft ist das gar nicht nötig und man macht es sich nur selbst schwer, mit der Situation umgehen zu können.

Deine Mutter wird dir niemand ersetzen können und es wird sicherlich auch niemanden mehr geben, zu dem du dieses besondere Verhältnis hast.
Aber dir bleiben all die schönen Erinnerungen und wenn du den Glauben nicht verlierst, dann werdet ihr euch eines Tages wiedersehen.

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9. Dezember 2014 um 13:45

Fühle mit dir
Ich kann nachempfinden, wie du dich fühlst. Meine Mama erlitt heuer aus heiterem Himmel eine schwere HIrnblutung und verstarb im Alter von 66 Jahren. Sie starb genau 1 Monat nach meinem Geburtstag im Februar dieses Jahres. Der Trauerschmerz setzte bei mir erst 4 - 5 Monate nach ihrem Tod ein, nachdem der Schockzustand vorüber war. Ich denke, Trauer bleibt ein lebenslanger Begleiter, wenn Menschen sterben, die man liebt. Der Tod ist dennoch nicht unser Feind, er zeigt uns nur die Grenze zum Leben auf. Sterben gehört zum Leben, wie geboren werden. Wenn die Eltern sterben, bemerkt man, dass man nun wirklich erwachsen ist und auch selbst sterblich ist. Du sollst auch nicht bedauern, dies und jenes nicht getan zu haben, oder nicht ausgesprochen zu haben. Deine Mama hat dich sicher lieb gehabt und du sie auch, das Grundgefühl zählt, nicht, ob man angerufen hat oder nicht.

Ich weiß nicht, ob es eine Seele oder ein Leben nach dem Tod gibt, aber ich glaube, das ist auch nicht wesentlich. Gib deiner Mama einen Platz in deinem Herzen, denke an sie, wenn du was fragen möchtest, tu das, auch wenn sie nicht antwortet, sprich mit deinen Kindern, falls du welche hast, und mit deiner Familie über sie und behalte sie so in Liebe als Teil in deinem Leben.

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10. September 2015 um 14:28

Mein beileid
hallo, du tust mir echt leid, aber sieh es von der guten seite, du hattest eine mutter... ich habe noch nie meine mutter kennen gelernt, ich hab sie seit meinen ersten lebens Jahr nicht gesehen, weil sie sich von meinen vater getrent hat.
ich als ich ein paar monate alt wahr wurde von meiner mutter als ich mich gebadet hat fast ertrunken, ich habe sogar heut zutage noch albtreume wegs der aktion... meine mutter ist auch gestorben, aber in meinen herzen ;(

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21. Januar 2016 um 11:32
In Antwort auf lilly_873888

Mein herzliches Beileid!
Hallo!
Es tut mir wirklich wahnsinnig leid für Dich!

Kann Dich da sehr gut verstehen da meine Mutter auch dieses Jahr plötzlich u.unerwartet verstorben ist (07.02.) - sie wäre im April 51 geworden.....

Ich fühle so sehr mit Dir mit,....es gibt zwar Tage wo alles soweit gut läuft und ich quasi für diie anderen (vorallem für mein Kind) da bin...aber wenn ich Zeit für mich habe und ich mir vorallem Fotos ansehe usw. dann ist es besonders schwer!

Ich kann Dir von meiner Sicht nur sagen, das es ggf. etwas leichter wird......(man sich mit der Situation abfindet) es gibt halt einfach sehr viele Fragen die sich einem Stellen...und man halt keine Antwort auf diese bekommt. Anfangs und auch jetzt noch hie u.da träume ich von ihr....dieses Gefühl ist einfach wunderbar...ihre Nähe zu genießen, mit ihr zu sprechen. Zu Beginn habe ich immer geträumt, das ich Sie warne, das dies mit ihr passieren wird...so plötzlich....und wir schauen müssen das wir es evtl. verhindern können....dann wurde ich immer wach.

Ich versuche halt auch so oft es geht über Sie zu sprechen oder mich einfach auszuheulen...es vergeht der Schmerz zwar nicht komplett, macht ihn aber etwas erträglicher!

Maybe hilft es Dir auch wirklich sich mit Gleichgesinnten hier auszutauschen...und wenn Du gar nicht damit klar kommst es es sicherlich am Besten wenn du Dir professionelle Hilfe suchst....



Meine Mutter liegt im Sterben
Hey,
ich habe letzte Nacht von meinem Stiefvater erhalten, dass meine Mutter (44) wegen einem Herzinfarkt in der Intensivstation liegt. Es steht sehr schlecht um sie und ich habe das Gefühl und gehe davon aus, dass sie stirbt. Ich bin erst 15, lebe bei meinem Vater und gehe wegen meiner Vergangenheit zum Psychologen. Ich weiß nicht was ich tun soll. Wie soll ich ohne meine Mutter auskommen und wie verarbeite ich das am besten bzw komm ich damit klar?

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