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Meine mum wird sterben...

22. März 2008 um 11:58 Letzte Antwort: 24. Juni 2008 um 22:45

hallo ich weiß nciht mehr weiter, meine mum hat krebs und auch andere sachen, erst sollte sie ins krankenhaus nur zur untersuchung und das sie unter beobachtung steht jetzt tage danach heißt es das sie wahscheinlich nur noch 3 monate zu leben hat, ich weiß einfach nicht eir ich damit umgehen soll, hat jemand tipps für mich

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22. März 2008 um 21:02

Hallo
Es sagt sich zwar leicht, aber versuch jetzt schon dich langsam zu verabschieden.Das macht jeder auf seine Weise anders.Such dir auf jeden fall Hilfe bei der Seelsorge oder such dir Leute aus deinem Bekanntenkreis denen du dich anvertrauen kannst.Ich selbst schaffe es nicht allein mit dem Tod meines Vaters umzugehen,ich muss mir alles von der Seele reden.

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23. März 2008 um 15:49
In Antwort auf dilara_12964873

Hallo
Es sagt sich zwar leicht, aber versuch jetzt schon dich langsam zu verabschieden.Das macht jeder auf seine Weise anders.Such dir auf jeden fall Hilfe bei der Seelsorge oder such dir Leute aus deinem Bekanntenkreis denen du dich anvertrauen kannst.Ich selbst schaffe es nicht allein mit dem Tod meines Vaters umzugehen,ich muss mir alles von der Seele reden.

Ich habe schon einige Menschen verloren,
darunter auch meine Eltern. Bei beiden lief es sehr verschieden ab. Mein Vater hatte eine Krebserkrankung und er hat uns bis zuletzt geschont. Wir haben uns gegenseitig "angelogen". So nach dem Motto, alles wird wieder gut. Meine Mutter hat meinen Vater bis zu seinem Tode zuhause liebevoll gepflegt. Und er ist sehr friedlich gestorben. Aber jeder Tod und Abschied ist eine deutlicher Einschnitt im Leben. Eltern zu verabschieden, sie auf die andere Seite des "Vorhangs" gehen zu lassen ist mit sehr viel Schmerz verbunden, der einige Zeit braucht bis er weniger wird. Das hängt aber auch von der grundsätzlichen Einstellung zum Tod ab. Meine Mutter verbrachte die letzte
Zeit vor ihrem Tod im Hospiz und verstarb dann dort. Ich befand es im Gegensatz zum Tod von meinem Vater als sehr befreiend, dass ich mit meiner Mutter offen über ihren bevorstehenden Tod reden konnte. Wir konnten weinen, wenn uns danach war oder aber auch lachen. Überhaupt ist die Hospizbewegung etwas ganz wundervolles. Ich würde jedem Menschen wünschen, der nicht zuhause sterben kann und darf zumindest in einem Hospiz sterben zu dürfen. Es gibt auch ambulante Hospizdienste. Ich würde dir an deiner Stelle raten, dir dort Hilfe zu holen. Ich selbst habe die Ausbildung in Sterbebegleitung und kenne viele Menschen, die diesen schönen Dienst machen mit viel Liebe, die einfach dazu gehört.Was du jeder Zeit tun kannst, führe ein Tagebuch über diese Zeit mit deiner Mutter. Es wird dir in deinem großen Kummer sehr helfen. Und wenn ihr könnte, versucht euch nichts vorzumachen.
Lieben Gruß
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24. März 2008 um 16:28

Ich hab welche
Hallo Lisse,
erst mal möchte ich sagen, dass es wirklich Menschen gibt, die deine Situation verstehen können. Meine Mutter ist vor ein paar Tagen ebenfalls an Krebs gestorben und ich wusste es auch schon vorher. Ich habe mich darauf vorbereitet und konnte so die Zeit mit ihr bewusst erleben. Es ist ein sehr schönes Gefühl, dass wir uns noch alles sagen konnten und uns auch bewusst voneinander verabschieden konnten.
Eigentlich war ich selbst in diesem Blog auf der Suche nach jemandem, der mich versteht und mir evtl mit eigenen Erfahrungen weiter helfen kann. Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen und würde mich freuen, wenn du dich meldest.
Liebe Grüße

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21. April 2008 um 20:23

Mit ihr Zeit verbringen
hallo, habe gerade angemeldet und möchte dir gleich schreiben.
Es gibt nichts schlimmeres, als dass die eigene Mama stirbt.Doch ihr habt noch drei Monate,in denen ihr viel gemeinsam erleben dürft.Nutze diese Zeit und genieße jeden Augenblick. Auch wenn es manchmal schwer sein wird.
Sonst machst du dir irgendwann selber Vorwürfe.
Meine Mama ist plötzlich und ohne Vorzeichen am 24.3.08 verstorben. Das schlimmste für mich war, dass ich nicht vorbeitet war. Ich konnte mich nicht mehr verabschieden, oder ihr ein paar liebe Dinge sagen.
Wir waren am Ostersonntag noch gemeinsam beim Essen und es ging ihr prima.
Und am Ostermontag legte sie sich auf die Couch zu Fernsehen. Dabei erlitt sie einen Sekundentod.
Obwohl ich kurze Zeit später bei ihr war und sie noch beatmete, konnte der Notatzt nur noch ihren Tod feststellen.
Das allerschlimmste ist, dass ich gerne noch drei Monate gehabt hätte.
Aber ich möchte dir nichts vormachen. Auch nach den 3 Monaten ist der Tod deiner Mum immer noch grausam.
Meine Mama ist jetzt 4 Wochen tod und ich weiß immer noch nicht, wie es ohne sie weitergehen soll.
Sie war doch erst 54 jahre alt.

Viele liebe Grüße

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24. Juni 2008 um 22:45

Du bist stärker als du glaubst
liebe lisse,
ich kann dich total gut verstehen und weiß, wie es ist, mit dieser angst zu leben, einen geliebten menschen zu verlieren. ich bin 20 und meine mutter hat seit 7 jahren krebs. es ist ein auf und ab, doch im moment geht es nur noch abwärts. es tut wahnsinnig weh die eigene mutter so zu sehen, mit gerade mal 45 kilo auf den rippen und dass sie nichts mehr machen kann, da sie durch die ganzen medikamente und therapien eine lungenentzündung hat, die es nciht erlaubt, drei schritte zu gehen ohne hustenanfall. man steht daneben und fühlt sich wahnsinnig hilflos. seit gestern ist sie im krankenhaus, weil kein antibiotikum angeschlagen hat. ich habe noch eine 11 jährige schwester, um die ich mich kümmere und es tut gut, für jemanden da sein zu können. doch diese ungewissheit macht mich völig fertig. man weiß nie, was als nächstes kommt. ich habe keine lust mehr, für die uni zu lernen, meine freunde zu treffen oder sonstige dinge zu tun.ich habe auch kaum noch freunde. eigentlich weiß ich nciht mals mehr, wer ich selbst bin. bin ich die starke frau, die sich immer wieder aufrappelt?oder bin ich die heulsuse, die nur so tut als wäre sie stark? mein ganzes leben dreht sich nur noch um die krankheit meiner mutter.es gibt tage, an denen fühle ich mich so allein gelassen und hilflos, dass ich einfach nur heulend im bett liegen und nie weider aufstehen will. und dann gibt es solche tage, an denen du in die luft boxst und sagst: leck mich am arsch, krebs, von dir lass ich mich nicht unterkriegen!!!!!!und solche tage sind die, die wirklich zählen. versuche, in der gegenwart zu leben und jeden augenblick zu genießen, den ihr noch zusammen verbringen könnt. zeit ist relativ. das leben ist keine sanduhr, die vor einem steht, man weiß schließlich nicht weiviel oben noch drin ist. das kann dir auch kein arzt sagen. du wirst lernen, den moment zu genießen.
und vergiss nciht: heulen ist absolut erlaubt!!wir sind keine depressiven heulsusen, sondern starke frauen, die zu ihren gefühlen stehen dürfen!!!
ich weiß,dass es schwierig ist, sich das immer vor augen zu halten, besonders, in momenten, in denen man ganz allein ist.
ich werde deshalb wohl mal rat bei einem psychologen etc suchen. allerdings hab ich keine ahnung wie ich das anstelle. brauche ich dafür eine überweisung?oder zahlt man alles selber? würde mich über ein paar infos freuen.

lisse, ich wünsche dir und deiner mutter das beste dieser welt!!versuche, dcih selbst nicht zu verlieren

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