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Meine Mum ist tot

24. April 2006 um 12:30 Letzte Antwort: 30. Dezember 2006 um 9:38

Am 17.04.06 ist meine Mum gestorben, nur zwei tage nach meinem 38 zigsten Geburtstag. Wir haben noch das WE miteinander verbracht. Und an dem Abend vor Ihrem Tod um 20.45h miteinander telefoniert. Sie ist nur 68 J. alt geworden.Und ihr Tod war für uns alle überraschend. Ich war so lange bei Ihr, bis meine Mum abgeholt wurde.
Ich habe so viel geweint und trotzdem ist da dieser Schmerz, diese Angst ohne meine Mum zu sein. Ich bin leer, stumpf und habe das Gefühl ich lebe in einer Blase, ich nehme das Leben um mich herum nicht wirklich wahr. Alles geht irgendwie mechanisch. Das Wochenende habe ich fast nur geschlafen. Zuviele Emotionen, zuviel Schmerz, Trauer, Ängste etc.. Ich ertrage auch das Mitleid der Anderen Menschen nicht, nicht das ich es ihnen übel nehme oder so, aber es tut so unendlich weh.Es tut gut viel Anteilnahme zu erfahren, aber es ist für mich unendlich schwer, wenn die anderen weinen, ich kann niemanden auffangen.Und ich möchte auch niemandem wehtun in meinem Schmerz. ICh weiss nicht wie es weitergehen soll, ich vermisse sie so sehr und ich habe Angst vor den Nächten. Mit einem Schlag wird man erwachsen, da ist keine Mum mehr die einem mit Rat und Tat zur Seite steht und sei es auch noch so belanglos.
Heute bin ich die Mum, mein Kind braucht mich, aber ich habe das Gefühl ich habe keine Kraft mehr. Ich habe sie so lieb und möchte nur, dass sie zurückkommt zu mir.
Ich vermisse sie so.
Alex

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25. April 2006 um 22:33

Darüber reden hilft
Ich weiß genau wie du wie es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren. Ich habe vor fast 2 Jahren meine Mutter(69) verloren. Mein Vater war schon 1999 an Krebs verstorben, was mich auch sehr getroffen hat, aber wir waren darauf eingestellt gewesen. Bei meiner Mutter kam alles sehr plötzlich. Schmerzen, Krankenhaus, und dann die Meldung vom Arzt das meine Mutter einen Tumor hat im 3 Stadium und man nichts mehr machen könne. Für mich und natürlich auch für meine Schwester war das ein schlimmer Moment.Ich bin froh daß ich durch die Eltern meines Freundes so eine Art Ersatzeltern gefunden habe, zu denen ich jederzeit hingehen kann. Trotzdem wünsche ich mir oft, das meine Mutter jetzt bei mir ist, vorallem da ich im 6 Monat schwanger bin, sie hat sich immer ein Enkelkind gewünscht.
Hoffe daß du Jemanden zum reden hast, denn das hilft ungemein mit der Trauer besser umzugehen.
Wünsche alles Gute

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26. April 2006 um 23:05

Mitgefühl
hallo,

ich habe meine mutter ostersonntag auch unvorhergesehen verloren. eine stunde vorher hatte ich noch mit ihr gesprochen und dann kam der anruf: sie lag einfach tot in ihrer wohnung.

ich weiss nicht wie ich damit klarkommen soll und ich lebe einfach weiter wie in trance. ich habe vor 7 monaten ein baby bekommen-ihr ganzer stolz! ich fühle mich so leer und habe genau wie du soo angst vor den nächten und auch vor dem alleinsein! ich weiss dass auch ich für mein baby da sein muss, aber sag mir mal wie man das schaffen soll!??!
meine mama und ich habe jeden tag mehrmals telefoniert und nun soll sie einfach weg sein!!!!
ich kann so mit dir fühlen bzw. denke ich, wir machen beide das gleiche durch im moment....
lg
carmi

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27. April 2006 um 12:47

Hallo Alex
Das Gefühl kenne ich. Meine Mutter hab ich mit 27 Jahren verloren, meinen Vater mit 19.

Das ist unbeschreiblich und den Schmerz kann dir auch keiner nehmen.

Ich kann dir nur sagen - es wird besser. Es vergeht keinen Tag, an dem ich nicht an meine Mutter denke (merkwürdigerweise an meinen Vater nicht). Sie fehlt mir ständig. Anfangs hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich sehr oft an die Ungerechtigkeiten meinerseits dachte. Mittlerweile denke ich eigentlich nur noch an die schönen Sachen. Wenn wir mit der Familie in einer Runde sitzen und ein Mini stellt was an, kommt garantiert der Spruch: Oh, oh, wenn jetzt Mama / Papa hier wäre!

Wir sorgen alle dafür, das sie uns erhalten bleiben. Und wenn es nur in Gesprächen über sie sind.

Die Tochter meiner Freundin ist vor 4 Wochen gestorben. 2 Jahre, nicht krank, einfach so, tot.

Das Erlebnis fand ich - so hart es auch klingen mag - etwas schlimmer als den Tod meiner Mutter. Vielleicht liegt es daran, daß ich bei meiner Mutter war, als sie starb. Ich weiß es nicht.

Es ist immer schlimm, wenn ein Mensch aus unserer Mitte gerissen wird. Aber so abgedroschen es auch klingt - es geht weiter und der Schmerz wird weniger.

Alle Liebe & viel Kraft

Ulli

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28. April 2006 um 11:55
In Antwort auf ulli29

Hallo Alex
Das Gefühl kenne ich. Meine Mutter hab ich mit 27 Jahren verloren, meinen Vater mit 19.

Das ist unbeschreiblich und den Schmerz kann dir auch keiner nehmen.

Ich kann dir nur sagen - es wird besser. Es vergeht keinen Tag, an dem ich nicht an meine Mutter denke (merkwürdigerweise an meinen Vater nicht). Sie fehlt mir ständig. Anfangs hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich sehr oft an die Ungerechtigkeiten meinerseits dachte. Mittlerweile denke ich eigentlich nur noch an die schönen Sachen. Wenn wir mit der Familie in einer Runde sitzen und ein Mini stellt was an, kommt garantiert der Spruch: Oh, oh, wenn jetzt Mama / Papa hier wäre!

Wir sorgen alle dafür, das sie uns erhalten bleiben. Und wenn es nur in Gesprächen über sie sind.

Die Tochter meiner Freundin ist vor 4 Wochen gestorben. 2 Jahre, nicht krank, einfach so, tot.

Das Erlebnis fand ich - so hart es auch klingen mag - etwas schlimmer als den Tod meiner Mutter. Vielleicht liegt es daran, daß ich bei meiner Mutter war, als sie starb. Ich weiß es nicht.

Es ist immer schlimm, wenn ein Mensch aus unserer Mitte gerissen wird. Aber so abgedroschen es auch klingt - es geht weiter und der Schmerz wird weniger.

Alle Liebe & viel Kraft

Ulli

Hallo Ulli
erst mal vielen Dank für Deine lieben Worte.
Ich wäre auch gern bei meiner Mutter gewesen als sie starb. So konnte ich nur die Totenwache halten bis sie abgeholt wurde.
Heute 12 Tage später( meine Mum ist schon beerdigt) fange ich überhaupt erst an zu realisieren, das sie nicht wiederkommt. Ich habe meinen Freund und meine Familie mit denen ich reden kann. Was bleibt ist dennoch diese Hilflosigkeit und manchmal auch die Vorwürfe. Hätte ich doch und so... . Was natürlich unsinnig ist, ich weiß, aber dennoch irgendwie versucht man etwas für sich ganz persönlich zu greifen.
Und diese Frage: WARUM??
In den letzten Tagen war ich mehrmals versucht bei meiner Mutter anzurufen, und jedesmal war da diese Leere. Aber es stimmt, die Zeit bringt vieles. Es ist aber auch anders als damals wo mein Vater starb. Jetzt ist es *Mama*. Es wird noch einige Zeit brauchen, ich weiss, und ich bin unendlich dankbar, das ich hier liebe Menschen finde, von denen ich so lieben Zuspruch erhalte.
Danke.
Liebe Grüße
Alexandra

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28. April 2006 um 12:05
In Antwort auf ava_11965029

Mitgefühl
hallo,

ich habe meine mutter ostersonntag auch unvorhergesehen verloren. eine stunde vorher hatte ich noch mit ihr gesprochen und dann kam der anruf: sie lag einfach tot in ihrer wohnung.

ich weiss nicht wie ich damit klarkommen soll und ich lebe einfach weiter wie in trance. ich habe vor 7 monaten ein baby bekommen-ihr ganzer stolz! ich fühle mich so leer und habe genau wie du soo angst vor den nächten und auch vor dem alleinsein! ich weiss dass auch ich für mein baby da sein muss, aber sag mir mal wie man das schaffen soll!??!
meine mama und ich habe jeden tag mehrmals telefoniert und nun soll sie einfach weg sein!!!!
ich kann so mit dir fühlen bzw. denke ich, wir machen beide das gleiche durch im moment....
lg
carmi

Liebe Carmi
Auch ich möchte Dir mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Ich würde Dir jetzt auch so gern ein paar tröstende Worte zukommen lassen, aber wie Du schon gesagt hast, machen wir beide zur Zeit das gleiche durch. Ich kann Dich so gut verstehen, wir sind mit einem Schlag *erwachsen* geworden, keine Mama der man alles erzählen kann, wo man jammern kann etc. erst jetzt wird einem so richtig bewusst, was vorher so selbstverständlich war, eben das die Mama einfach da war. Es mag jetzt komisch klingen, aber ich bin dennoch froh, dass meine Mutter nicht lange leiden musste. Für sie wäre es furchtbar gewesen, tage-/monate- ja vielleicht sogar Jahre ein Pflegefall zu sein, das hätte meine Mum nie gewollt. Nur wir, wir müssen lernen mit dem Verlust zu leben. Aber Ulli hat es wirklich ganz treffend gesagt: Es braucht Zeit. Im Moment ist nur Schmerz und Trauer. Und diesmal lebe ich diesen Schmerz und diese Trauer auch aus.
Damals als mein Vater starb, da war ich 15 J. habe ich mich das nicht getraut. heute nehme ich mir meine Zeit, denn es tut unendlich weh. Und niemand wird es mir nehmen können. Ich wünsche Dir auch das Du deinen Weg für Dich findest und drücke Dich mal ganz fest im Gedanken.
Alexandra

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28. April 2006 um 12:09

Gallo frosty
Ja, Danke.
Deine Worte haben mir wirklich geholfen, allein schon Deine Anteilnahme an meinem Schmerz. Danke.
Ich habe auch schon gedacht einen imaginären Brief an meine Mum zu schreiben, aber dazu fehlt mir im Moment ehrlich gesagt die Kraft. Ich bin gerade dabei zu realisieren und das ist für mich Schwerstarbeit.
Aber ich bin Dir trotzdem sehr dankbar für Deine tröstenden Worte.
Liebe Grüße
Alexandra

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28. April 2006 um 12:24
In Antwort auf carina_12264254

Hallo Ulli
erst mal vielen Dank für Deine lieben Worte.
Ich wäre auch gern bei meiner Mutter gewesen als sie starb. So konnte ich nur die Totenwache halten bis sie abgeholt wurde.
Heute 12 Tage später( meine Mum ist schon beerdigt) fange ich überhaupt erst an zu realisieren, das sie nicht wiederkommt. Ich habe meinen Freund und meine Familie mit denen ich reden kann. Was bleibt ist dennoch diese Hilflosigkeit und manchmal auch die Vorwürfe. Hätte ich doch und so... . Was natürlich unsinnig ist, ich weiß, aber dennoch irgendwie versucht man etwas für sich ganz persönlich zu greifen.
Und diese Frage: WARUM??
In den letzten Tagen war ich mehrmals versucht bei meiner Mutter anzurufen, und jedesmal war da diese Leere. Aber es stimmt, die Zeit bringt vieles. Es ist aber auch anders als damals wo mein Vater starb. Jetzt ist es *Mama*. Es wird noch einige Zeit brauchen, ich weiss, und ich bin unendlich dankbar, das ich hier liebe Menschen finde, von denen ich so lieben Zuspruch erhalte.
Danke.
Liebe Grüße
Alexandra

Das kenn ich
Hallo Alex,

ich habe selbst nach einem Jahr in irgend einem hektischen Moment die Tel. Nr. meiner Mutter gewählt. Da ist das doch nach 12 Tagen völlig normal.

Es ist bei dir noch alles ganz frisch. Und das Gefühl, daß du sie nie wieder siehst - das ist grausam. Aber - so doof es jetzt auch klingen mag - du mußt da durch.

Tja, warum. Warum immer die Menschen, die noch "jung" sind. Warum die Tochter meiner Freundin? Unsere Oma liegt mit 96 seit Jahren und würde gern sterben. Nix passiert. Ist das gerecht? NEIN. Sagte auch der Pfarrer auf der Beerdigung letztens.

Aber WAS ist gerecht? Keine Ahnung. Ich weiß nicht, ob ich an Gott glauben soll. Ich bin da sehr zwiespältig.

Der Glaube hilft allerdings den Menschen, in solch einer miesen Zeit Kraft zu schöpfen.

Schreib einfach, wenn dir danach ist.

Liebe Grüße

Ulli

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28. April 2006 um 12:25
In Antwort auf nala_12701466

Darüber reden hilft
Ich weiß genau wie du wie es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren. Ich habe vor fast 2 Jahren meine Mutter(69) verloren. Mein Vater war schon 1999 an Krebs verstorben, was mich auch sehr getroffen hat, aber wir waren darauf eingestellt gewesen. Bei meiner Mutter kam alles sehr plötzlich. Schmerzen, Krankenhaus, und dann die Meldung vom Arzt das meine Mutter einen Tumor hat im 3 Stadium und man nichts mehr machen könne. Für mich und natürlich auch für meine Schwester war das ein schlimmer Moment.Ich bin froh daß ich durch die Eltern meines Freundes so eine Art Ersatzeltern gefunden habe, zu denen ich jederzeit hingehen kann. Trotzdem wünsche ich mir oft, das meine Mutter jetzt bei mir ist, vorallem da ich im 6 Monat schwanger bin, sie hat sich immer ein Enkelkind gewünscht.
Hoffe daß du Jemanden zum reden hast, denn das hilft ungemein mit der Trauer besser umzugehen.
Wünsche alles Gute

Die schönen Erinnerungen kann euch keiner nehmen
Als damals meine Omi und vor einem Jahr mein Opi gestorben ist, haben mir die schönen Erinnerungen irgendwie immer geholfen. Klar tut es dann besonders weh, wenn man sich erinnert und erkennt, dass man mit diesem Menschen nie wieder etwas erleben kann, aber wenn ich an etwas besonders schönes oder lustiges gedacht habe, was ich mit den beiden erlebt habe, kam es sogar manchmal vor, dass diese Erinnerung ein Lächeln auf meine Lippen zaubern konnte. Und ich hab mir gedacht: Sie sind zwar nicht mehr da, aber du hast so unendlich viele schöne Momente mit ihnen gehabt, die du niemals vergessen wirst und die dir niemand jemals wieder nehmen kann.


"Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in die Dunkelheit unserer Trauer leuchten"


Ich wünsche allen hier, die jemanden verloren haben, ganz viel Kraft! Und irgendwann wird der Schmerz nachlassen und man kann mit einem Lächeln auf die gemeinsame Zeit mit dem geliebten Menschen zurücksehen!

LG
Sabrina

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28. April 2006 um 14:55

Auch erlebt...
Liebe Lexxxa - Alex,
ich habe alles was Du schreibst, vor einem halben Jahr auch erlebt. Auf einmal hatte ich keine Mutter mehr, dabei hätte sie wenig später in eine Wohnung im selben Haus wie ich ziehen sollen und wir hatten uns schon so darauf gefreut. Den Tag, als ich sie tot in ihrer Wohnung fand, habe ich wie einen Film immer vor mir. Herzinfarkt, Sekundentod - sie hat es nicht mitbekommen. Die ersten Tage, bis ich das Ergebnis der Obduktion erfahren habe, dachte ich, ich war nicht rechtzeitig dort, sonst hätte ich sie retten können. Den Schmerz, die Angst und alles was Du sonst schreibst, habe ich genau wie Du erlebt. Plötzlich kann man die Mutter nichts mehr fragen...Meine Tränen fließen erst jetzt, ein halbes Jahr später, zuvor mußte ich ihre Wohnung räumen. Es war die Wohnung, in der ich aufgewachsen bin.
Die Tage sind noch immer bleischwer und nichts will mir gelingen. Und im praktischen Sinn ist das eigene Leben plötzlich um eine Generation vorgerückt. Deine Mutter wird in Deinen Gedanken immer bei Dir bleiben und vielleicht - hoffentlich gewinnen wir daraus Kraft für unser weiteres Leben und unsere Kinder.
Ich vermisse meine so wie Du Deine

Xandine

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28. April 2006 um 21:01
In Antwort auf ava_11965029

Mitgefühl
hallo,

ich habe meine mutter ostersonntag auch unvorhergesehen verloren. eine stunde vorher hatte ich noch mit ihr gesprochen und dann kam der anruf: sie lag einfach tot in ihrer wohnung.

ich weiss nicht wie ich damit klarkommen soll und ich lebe einfach weiter wie in trance. ich habe vor 7 monaten ein baby bekommen-ihr ganzer stolz! ich fühle mich so leer und habe genau wie du soo angst vor den nächten und auch vor dem alleinsein! ich weiss dass auch ich für mein baby da sein muss, aber sag mir mal wie man das schaffen soll!??!
meine mama und ich habe jeden tag mehrmals telefoniert und nun soll sie einfach weg sein!!!!
ich kann so mit dir fühlen bzw. denke ich, wir machen beide das gleiche durch im moment....
lg
carmi

Liebe Carmi!
Du machst in diesen Tagen besonders Schweres durch. Hast Du noch jemanden, der bei Dir und Deinem Baby ist? Ich versteh sehr gut, daß Du Angst vor dem Alleinsein in der Nacht hast, ich hatte wenigstens meinen Mann und meine Tochter (5) beim Tod meiner Mutter. Wenn mein Mann nicht da war, habe ich mich zur Kleinen gelegt um nicht allein zu sein. Wenn Du niemanden aus Deiner Familie hast, kannst Du vielleicht eine Freundin bitten, ob Sie über Nacht bei Euch bleibt?

Liebe Grüße

xandine

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1. Mai 2006 um 19:46

Drück dich
Hi

Ich kenne deine gefühle nur allzugut. Mein Paps ist am 18.02.06 für immer von uns gegangen, im Alter von 57 Jahren. Ich bin 25 und hab noch 3 jüngere Geschwister. Wir halten GottseiDank alle super zusammen und helfen userere Ma wos nur geht, weil für Sie ist die ganze Welt zusammengebrochen.

Ich möchte auch niemanden belasten mit meine Trauer, mein Partner unterstützt mich. Aber ich denke der Schmerz und die schlaflosen Nächte werden wohl nie vergehen.... doch das Leben geht weiter

Liebe Grüsse
sunny

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2. Mai 2006 um 10:05
In Antwort auf coco_12954024

Auch erlebt...
Liebe Lexxxa - Alex,
ich habe alles was Du schreibst, vor einem halben Jahr auch erlebt. Auf einmal hatte ich keine Mutter mehr, dabei hätte sie wenig später in eine Wohnung im selben Haus wie ich ziehen sollen und wir hatten uns schon so darauf gefreut. Den Tag, als ich sie tot in ihrer Wohnung fand, habe ich wie einen Film immer vor mir. Herzinfarkt, Sekundentod - sie hat es nicht mitbekommen. Die ersten Tage, bis ich das Ergebnis der Obduktion erfahren habe, dachte ich, ich war nicht rechtzeitig dort, sonst hätte ich sie retten können. Den Schmerz, die Angst und alles was Du sonst schreibst, habe ich genau wie Du erlebt. Plötzlich kann man die Mutter nichts mehr fragen...Meine Tränen fließen erst jetzt, ein halbes Jahr später, zuvor mußte ich ihre Wohnung räumen. Es war die Wohnung, in der ich aufgewachsen bin.
Die Tage sind noch immer bleischwer und nichts will mir gelingen. Und im praktischen Sinn ist das eigene Leben plötzlich um eine Generation vorgerückt. Deine Mutter wird in Deinen Gedanken immer bei Dir bleiben und vielleicht - hoffentlich gewinnen wir daraus Kraft für unser weiteres Leben und unsere Kinder.
Ich vermisse meine so wie Du Deine

Xandine

Liebe xandine
Liebe xandine,
ich kann Deinen Worten wirklich nichts mehr hinzufügen, Du sprichst mir aus der Seele.
Auch ich muss mit meinen Geschwistern die Wohnung unserer Mutter auflösen.
Allein das Gefühl in ihren intimsten Dingen zu wühlen ist sehr schwer ertäglich.
Ja man ist vorgerückt in der Generation, man kann nichts mehr fragen,und auch ich bin in dieser Wohnung aufgewachsen.
Ich bin immer noch wie betäubt, und erst jetzt 2 Wochen nach Ihrem Tod, dämmert es mir, das sie nicht wiederkommt ( ich denke Du weisst was ich mein). Auch meine Mum hat einen Ehrzinfakt oder einen Hirnschlag erlitten, wir haben sie nicht obduzieren lassen, denn dadurch hätte sich nichts für uns geändert. Das schlimmste ist, das ich genau weiss, das meine Mum vor Ihrem Tod noch genau das gleich Fernsehprogramm gesehen hat wie wir. Wir sind danach zum schlafen ins Bett gegangen, meine Mum ist getsorben.Ich habe mich gefragt, hätte ich was spüren müssen etc. und ich mache mir Vorwürfe. Aber das ist sicher in dieser Phase normal. Man versucht zu verstehen, zu begreifen, will Erklärungen. Man ist so hilflos. Ich putze am Wochenende das Haus wie verrückt. Lenke mich ab, will es nicht wahrhaben. Nur abends wenn man zur Ruhe kommt, kommt auch der Schmerz und die Tränen.
Im Moment fühle ich mich einfach nur leer, und am Wochenende räumen wir die Wohnung meiner Mutter.
Allein schon die Wohnung zu betreten, kostet unendlich viel Kraft. Und wnn man dort ist, macht man es mechanisch und ist hinterher völlig erledigt.
Wir brauchen einfach Zeit, für uns unsere Kinder. Wir haben ein sehr ähnlichen Schicksalsschlag erlitten.
Ich nehme Dich mal imaginär in den Arm und drücke Dich ganz fest.
Liebe Grüße
Alexandra

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2. Mai 2006 um 11:23
In Antwort auf sariah_12824899

Drück dich
Hi

Ich kenne deine gefühle nur allzugut. Mein Paps ist am 18.02.06 für immer von uns gegangen, im Alter von 57 Jahren. Ich bin 25 und hab noch 3 jüngere Geschwister. Wir halten GottseiDank alle super zusammen und helfen userere Ma wos nur geht, weil für Sie ist die ganze Welt zusammengebrochen.

Ich möchte auch niemanden belasten mit meine Trauer, mein Partner unterstützt mich. Aber ich denke der Schmerz und die schlaflosen Nächte werden wohl nie vergehen.... doch das Leben geht weiter

Liebe Grüsse
sunny

Ach Sunny
... Du belastest doch niemanden mit Deiner Trauer, dann könnte ich ja auch sagen ich will niemanden belasten.
Auch ich habe noch zwei Geschwister und wir wuppen das alles ganz gut zusammen und mein Partner steht mir auch zur Seite.
Ich denke wir alle brauchen noch ein wenig Zeit, der eine mehr der andere weniger, so ist das eben. Jedenfalls finde ich Deine Worte sehr sehr lieb und sie belasten mich überhaupt nicht.
Danke für Deine Anteilnahme.
Alex

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3. Mai 2006 um 13:15

Auch ich habe meine Mutter verloren
Liebe Alex,

es tut mir unendlich leid dass Du Deine Mutter verloren hast, ich kann alles was Du geschrieben hast sehr gut nachvollziehen. Ich fühle mich ganz genauso. Meine Mutter fühlte sich seit Okotber 2005 nicht so gut, sie hat abgenommen und fühlte sich schlapp. Wir führten das auf meine Hochzeit und den Umbau bei uns im Haus zurück (meine Mutter wollte ins EG ziehen damit mein Mann ich zum Dachgeschoss auch die erste Etage mit bewohnen können). Aber auch Anfang 2006 wurde es nicht besser im Gegenteil es wurde schlimmer, meine Mutter hatte keinen Appetit mehr und hat sich sogar tagsüber hingelegt was sie sonst nie gemacht hat obwohl sie schon 76 Jahre war. Am 17.03. wurde bei Ihr ein CT gemacht und dort wurde "etwas" an der Lunge entdeckt und der Arzt riet ihr dies bei einer Lungenspiegelung untersuchen zu lassen. Am 22.03. kam meine Mutter ins Krankenhaus am 23.03. wurde der Eingriff durchgeführt ab diesem Tag ging es bergab. Es kam nun auch noch ein schlimmer Husten dazu der durch Bakterien in der Lunge ausgelöst wurde. Meine Mutter wurde von Tag zu Tag weniger hat immer mehr abgenommen. Nach einer Woche im Krankenhaus konnte sie sich nicht mehr alleine im Bett umdrehen oder ein Glas in der Hand halten. Es ging nichts mehr, die Diagnose war Lungenkrebs. Meine Mutter hatte sich aufgegeben, sie wollte sterben. Am 12.04. morgens um 4.15 Uhr ist sie eingeschlafen, meine Geschwister und ich wir waren alle bei ihr. Ich kann es nicht begreifen obwohl ich dabei war, ich habe zwei Stunden nach ihrem Tod noch ihre Hand gehalten bis sie eiskalt war. Für mich ist es besonders schlimm da ich immer mit meiner Mutter zusammen war seit meiner Geburt da wir zusammen in einem Haus gewohnt haben. Auch ich vermisse es einfach runter zu gehen und sie etwas zu fragen oder einfach nur mit ihr zu reden. Diesen Verlust kann nur jemand verstehen der ihn selbst erlebt hat. Gerade wenn einem die Mutter genommen wird kann und will man es nicht wahrhaben. Ich hoffe Du hast einen verständnisvollen Mann und eine liebe Familie. Redet über alles das tun wir auch immer, ich rede auch immer mit meiner Mutter und ich hoffe das sie mir ein Zeichen schickt darauf warte ich. Ich wünsche Dir und allen die das gleiche durchmachen viel Kraft.

Alles Liebe

Claudia

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3. Mai 2006 um 14:10
In Antwort auf elisa_12252084

Auch ich habe meine Mutter verloren
Liebe Alex,

es tut mir unendlich leid dass Du Deine Mutter verloren hast, ich kann alles was Du geschrieben hast sehr gut nachvollziehen. Ich fühle mich ganz genauso. Meine Mutter fühlte sich seit Okotber 2005 nicht so gut, sie hat abgenommen und fühlte sich schlapp. Wir führten das auf meine Hochzeit und den Umbau bei uns im Haus zurück (meine Mutter wollte ins EG ziehen damit mein Mann ich zum Dachgeschoss auch die erste Etage mit bewohnen können). Aber auch Anfang 2006 wurde es nicht besser im Gegenteil es wurde schlimmer, meine Mutter hatte keinen Appetit mehr und hat sich sogar tagsüber hingelegt was sie sonst nie gemacht hat obwohl sie schon 76 Jahre war. Am 17.03. wurde bei Ihr ein CT gemacht und dort wurde "etwas" an der Lunge entdeckt und der Arzt riet ihr dies bei einer Lungenspiegelung untersuchen zu lassen. Am 22.03. kam meine Mutter ins Krankenhaus am 23.03. wurde der Eingriff durchgeführt ab diesem Tag ging es bergab. Es kam nun auch noch ein schlimmer Husten dazu der durch Bakterien in der Lunge ausgelöst wurde. Meine Mutter wurde von Tag zu Tag weniger hat immer mehr abgenommen. Nach einer Woche im Krankenhaus konnte sie sich nicht mehr alleine im Bett umdrehen oder ein Glas in der Hand halten. Es ging nichts mehr, die Diagnose war Lungenkrebs. Meine Mutter hatte sich aufgegeben, sie wollte sterben. Am 12.04. morgens um 4.15 Uhr ist sie eingeschlafen, meine Geschwister und ich wir waren alle bei ihr. Ich kann es nicht begreifen obwohl ich dabei war, ich habe zwei Stunden nach ihrem Tod noch ihre Hand gehalten bis sie eiskalt war. Für mich ist es besonders schlimm da ich immer mit meiner Mutter zusammen war seit meiner Geburt da wir zusammen in einem Haus gewohnt haben. Auch ich vermisse es einfach runter zu gehen und sie etwas zu fragen oder einfach nur mit ihr zu reden. Diesen Verlust kann nur jemand verstehen der ihn selbst erlebt hat. Gerade wenn einem die Mutter genommen wird kann und will man es nicht wahrhaben. Ich hoffe Du hast einen verständnisvollen Mann und eine liebe Familie. Redet über alles das tun wir auch immer, ich rede auch immer mit meiner Mutter und ich hoffe das sie mir ein Zeichen schickt darauf warte ich. Ich wünsche Dir und allen die das gleiche durchmachen viel Kraft.

Alles Liebe

Claudia

Liebe Claudia
ich weiss wirklich nicht was ich schreiben soll, in den letzen Minuten habe ich immer wieder nach den *passenden* Worten gesucht. Ich danke Dir für Deine ehrlichen Worte und wünsche auch Dir weiterhin ganz viel Kraft.
Und so blöde es jetzt vielleicht auch klingen mag, ich hätte auch gern die Hand meiner Mutter gehalten, bis zum Schluss. Ich habe *leider* nur die Totenwache gehalten bis meine Mum abgeholt wurde ( Ich wollte und konnte sie nicht allein dort liegen lassen). Ich weiss es klingt echt blöd, aber ich beneide Dich um diese letzten Minuten die Du mit Deiner Mutter hattest. Sie hat es gespürt das Du da warst, das wäre ich auch sehr gern bei meiner Mutter gewesen.
Ja ich habe einen sehr verständnisvollen Mann und eine liebe Familie.
Auch ich rede mit meiner Mutter, ich erzähle ihr wie schön der Frühling jetzt ist, das ich sie vermisse und sonst noch eine ganze Menge. Ich danke Dir recht herzlich für Deine lieben Worte und sende Dir einfach mal ein nettes lächeln. Danke
Alexandra

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16. Mai 2006 um 14:13

Der Schmerz verweilt...
Liebe Lexxaa,

Meine Mutter ist letzten September im Alter von 72 Jahren plötzlich gestorben. Die Krankheit kam sehr unerwartet und ich konnte gluecklicherweise die letzten Tage auf der Intensivstation bei ihr verbringen, obwohl sie das nicht mehr mitbekam. Mein Vater ist bereits 1991 verstorben.
Auch bei mir vergeht kein Tag, an dem ich nicht an sie denke. Obwohl ich im Ausland lebe, hatten wir taegliche Gespraeche, die ich sie sehr vermisse. Am Anfang dachte ich, dass ich den Schmerz nicht verkrafte - ein gebrochenes Herz tut sehr weh! Der Schmerz bleibt, aber mit der Zeit verkraftet man es besser. Ich habe jedoch immer noch Schwierigkeiten ueber ihren Tod zu sprechen. Versuche durchzuhalten und denke daran, dass du immer hier Leute findest, mit denen Du darueber sprechen kannst. Mir hat auch ein Buch geholfen "Ich will dich nicht vergessen", in dem ich meine Trauer zum Ausdruck bringen kann.Ich wuensche Dir viel Kraft diese schwere Zeit durchzustehen.

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20. Mai 2006 um 20:30

Auch ich habe....
...meine mum letztes jahr im august verloren..und es tut immernoch so weh...ich zeig es nicht wirklich vor anderen aber im inneren ist es sehr schlimm für mich!Zumahl ich nicht bei ihr sein konnte....als sie von uns gegangen ist!Ich hätte dasein können doch an diesem Tag riefen die Ärzte nicht an und sagten das der Zustand sich verschlechtert hat!In den 2 Monaten zuvor haben sie 3 mal angerufen und haben gesagt das sie die nacht nicht überleben wird!Doch sie hat gekämpft...sie hat ihren 50 Geburtstag,den 6.geburtstag meines Bruders die einschulung und Ihren Hochzeitstag...die gesamte zeit hat sie gekämpft..und einen Tag nach dem Hochzeitstag ist sie eingeschlafen....es ist schon hart und immernoch laufen viele Tränen....Aber ich will strk sein für meine Mum...Manchmal wenn ich echt verzweifelt bin ruf ich sie...und bild mir ein sie ist bei mir...das hilft....

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21. Juli 2006 um 8:05

DEINE MUM
LIEBE LEXXAA,

REDE MIT DEINER MUM. SIE WIRD DA SEIN. SIE SIEHT DICH, KENNT DEINEN SCHMERZ.
REDE MIT IHR, SOOFT DU MÖCHTEST. DARAUF WARTET SIE.

LEG DICH HIN, ATME TIEF UND DANN REDE DIR ALLES VON DER SEELE. UND DANN SEI STILL UND HÖRE, FÜHLE

ICH KENNE DIESEN SCHMERZ UND ER DAUERT VIELLEICHT SEHR LANGE. LASS ES ZU, TRAUERE. ES IST IN ORDNUNG.

ALLES LIEBE
GABRIELEROSA

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30. Dezember 2006 um 9:38

Sie ist bei dir
auch wenn sie nich neben dir steht sie schaut dir jetzt vom himmel herab! ich bin gerade mal 18 jahre und habe auch meine mutter verloren!am 20 oktober 2006 stehe jezt alleinig da habe kein eltern teil mehr vater habe ich kein kontakt! ich muss jetzt sehr stak sein sagte sie zu mir ich war dabei als sie starb sie hatte lungenkrebs und dieser anblick war nicht scön aber ich hatte ihren wunsch erfüllt das ich bei ihr bleiben soll! die ersten tage wollte ich mich umbringen vor lauda verzweiflung du hast ein kind das dich braucht! das lenkt dich ein bischen ab! ich weiß es ist schwer ich weine jeden tag beim aufstehen und beim schlafen gehn ich vermis sie so sehr! ich werde damit nicht fertig das sie nie mehr zurück kommt!

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