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Meine Mama ist tot

18. Juli 2011 um 1:27

Alles fing ganz harmlos an im vergangenen Jahr. Mama hatte Probleme mit ihrer linken Schulter. Hatte Schmerzen und konnte den Arm schlecht heben. Sie ging zum Arzt und bekam "Frozen Shoulder" diagnostiziert. Sie bekam Ultraschall-Behandlung und Schmerzmittel, aber nichts davon hat wirklich geholfen und es ist immer schlimmer geworden. Dieses Jahr im Mai dann hat sie plötzlich sehr stark abgenommen bis Ende Juni ca. 20 Kilo!!! Es haben sich auch einige Geschwulste gebildet unter der Haut auf der linken Seite und später ist der Arm stark angeschwollen und es wurde so schlimm mit den Schmerzen und der Schwellung dass sie ihren Arm gar nicht mehr bewegen konnte. Eigentlich muss ich an dieser Stelle noch erwähnen, dass sie im Jahr 2005 an Brustkrebs erkrankt war und man hat ihr zu viele Lymphdrüsen entfernt, weshalb die im linken Arm überfordert waren und die Lymphe schlecht abfließen konnte. Dann ist sie im Juni ins KH gekommen, wieder in das selbe wie schon 2005. Man hat dort nicht einmal versucht, ihr zu helfen. Naja, war ja auch eigentlich schon zu spät... Man hat sie auch viel zu früh wieder entlassen. Dann hab ich sie zusammen mit Papas Hilfe gepflegt. Am 8.7. ist sie in ein anderes KH gekommen. Sie sollte ne Schmerztherapie bekommen. Ich wollte das so. Nur leider war ihr Körper bereits zu schwach dafür. Sie hat's nicht geschafft. Ich wünschte nur, wir hätten ihr die ST erspart, dann würde sie jetzt bestimmt noch leben. Es war ne blöde Idee von mir aber im Grunde genommen war eh alles zu spät. Ich wünsch mir so sehr, dass sie noch leben würde und gesund wäre. Ich kann einfach nicht begreifen bzw. will es nicht verstehen, dass ich sie nie wieder sehen, nie wieder in den Arm nehmen kann. Sie war erst 55 und sah noch so jung aus. Hatte nichtmal viele Falten. Wieso musste sie nur so früh sterben? Und das schlimmste ist, dass es bei meinem Opa auch nur noch eine Frage der Zeit ist, bis er stirbt. Aber er ist wenigstens schon 83.

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18. Juli 2011 um 20:14

Es ist sehr schlimm, so etwas zu erleben,
du bist traurig, aber lass bitte die Vorwürfe. Sie bringen nichts.
Meiner Meinung nach haben Menschen einfach ein Schicksal, dass wir einfach akzeptieren müssen. Das braucht viel Zeit, die du dir geben solltest. Du kannst Briefe an deine Mutter schreiben. Du kannst in eine Trauergruppe gehen. Es gibt sehr gute Trauerforen, wo sich Gleichgesinnte treffen, die alle dieses Schicksal miteinander teilen.
Lieben Gruß
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18. Juli 2011 um 22:52

Mein Beleid!
Es ist immer schlimm wenn Menschen früh sterben, aber inzwischen denke ich dass eigentlich alle Menschen, die man liebt für einen selbst zu früh sterben. Meine Mutter ist mit 61 Jahren gestorben. Du hast ganz schön viel miterlebt und ich kenne das mit den Vorwürfen. Man hätte ja schließlich alles getan damit die eigene Mutter wieder gesund wird! Du hast alles versucht und du konntest nicht mehr machen! Diese Gedanken hatte ich, aber wahrscheinlich hätte alles nichts geändert.
Es dauert seine Zeit bis es wirklich im Kopf ankommt dass sie nicht mehr da ist.
Ich hoffe du hast jemanden in deiner Familie oder in deinem Freundeskreis mit dem du darüber reden kannst.
Meine Mutter ist nun 1 1/2 Jahre nicht mehr da und manchmal denke ich immer noch dass sie da wäre und alles wäre wie früher.
Lass die Trauer raus!
Ich kann dir nur sagen, man gewöhnt sich an die neue Situation und es wird auch wieder aufwärts gehen, es braucht nur alles seine Zeit!
Ich wünsche dir alles Gute!

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18. Juli 2011 um 23:05
In Antwort auf susi0581

Mein Beleid!
Es ist immer schlimm wenn Menschen früh sterben, aber inzwischen denke ich dass eigentlich alle Menschen, die man liebt für einen selbst zu früh sterben. Meine Mutter ist mit 61 Jahren gestorben. Du hast ganz schön viel miterlebt und ich kenne das mit den Vorwürfen. Man hätte ja schließlich alles getan damit die eigene Mutter wieder gesund wird! Du hast alles versucht und du konntest nicht mehr machen! Diese Gedanken hatte ich, aber wahrscheinlich hätte alles nichts geändert.
Es dauert seine Zeit bis es wirklich im Kopf ankommt dass sie nicht mehr da ist.
Ich hoffe du hast jemanden in deiner Familie oder in deinem Freundeskreis mit dem du darüber reden kannst.
Meine Mutter ist nun 1 1/2 Jahre nicht mehr da und manchmal denke ich immer noch dass sie da wäre und alles wäre wie früher.
Lass die Trauer raus!
Ich kann dir nur sagen, man gewöhnt sich an die neue Situation und es wird auch wieder aufwärts gehen, es braucht nur alles seine Zeit!
Ich wünsche dir alles Gute!

Vielen
Dank! Es ist sicherlich wahr, dass man ohnehin nichts hätte tun können, aber sie hätte vielleicht wenigstens noch ein paar Wochen mehr gehabt, wenn wir sie nicht hätten in ein KH einweisen lassen. Andererseits muss sie jetzt nicht mehr leiden. Ist aber ein recht geringer Trost, zumal es doch so schnell ging. Glücklicherweise habe ich einige Familienangehörige und auch Freunde, mit denen ich darüber reden kann. Es fühlt sich aber dennoch seltsam an, der Gedanke, dass sie nie wieder kommen wird. Ich wünschte wirklich, es hätte eine Möglichkeit gegeben, ihr zu helfen. Sie war immer für mich da, wenn ich sie gebracuht habe und wir hatten ein sehr gutes Verhältnis zueinander (bis auf Kleinigkeiten ) und für meinen Paps ist das natürlich auch sehr schlimm, nach beinahe 33 Jahren Ehe ist er nun verwitwet...

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19. Juli 2011 um 8:41
In Antwort auf moony1510

Vielen
Dank! Es ist sicherlich wahr, dass man ohnehin nichts hätte tun können, aber sie hätte vielleicht wenigstens noch ein paar Wochen mehr gehabt, wenn wir sie nicht hätten in ein KH einweisen lassen. Andererseits muss sie jetzt nicht mehr leiden. Ist aber ein recht geringer Trost, zumal es doch so schnell ging. Glücklicherweise habe ich einige Familienangehörige und auch Freunde, mit denen ich darüber reden kann. Es fühlt sich aber dennoch seltsam an, der Gedanke, dass sie nie wieder kommen wird. Ich wünschte wirklich, es hätte eine Möglichkeit gegeben, ihr zu helfen. Sie war immer für mich da, wenn ich sie gebracuht habe und wir hatten ein sehr gutes Verhältnis zueinander (bis auf Kleinigkeiten ) und für meinen Paps ist das natürlich auch sehr schlimm, nach beinahe 33 Jahren Ehe ist er nun verwitwet...

Ich weiß was du meinst,
aber mach dich nicht verrückt, denn viel hättest du an der Situation nicht ändern können!
Ich glaube mit der Zeit sieht man alles anders.
Mir hat eine ältere Dame gesagt, deren man nach langer schwerer Krankheit gestorben ist (war über 80), dass ich dankbar sein soll dass meine Mutter so einen "schönen Tod" hatte (Herzinfarkt). Ich hab sie angeschaut-mir fehlten die Worte...dankbar sein für den Tod!?! Und der soll schön sein!?! Ich verbinde nichts schönes mit dem Tod, wird sich sicherlich auch nie ändern...hängt vielleicht auch mit den Umständen zusammen, die diese Frau nicht wissen konnte und auch nicht wissen braucht. Wenn er jemanden von seinen Leiden erlöst, mag das ein kleiner Trost sein.
Ich hatte auch ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mutter und sie war auch immer für mich da. Meine Eltern waren 40 Jahre verheiratet. Es verändert sich alles, aber wenn man sich bemüht, geht das Leben weiter. Keiner würde ja wollen dass alle anderen, die leben, nur noch traurig sind und sicherlich schon gar nicht Mütter. Man muss sich halt täglich aufs neue bemühen.
Ich lese und höre immer man soll loslassen. Warum eigentlich!?! Ist ja nicht so, nur weil sie nicht mehr hier ist, dass ich sie nun vergessen würde und unsere Vergangenheit...
Man sollte dankbar sein für die gemeinsame Zeit, die man erlebt hat und das einzige was mich an schlechten Tagen beruhigt ist zu wissen dass man ganz viel von seiner Mama mitgenommen hat, sie in unseren Herzen für immer bleibt, denn die Erinnerung kann dir niemand nehmen und irgendwann mal wird man sich wiedersehen und dann ganz viel zu berichten haben.

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19. Juli 2011 um 12:54
In Antwort auf moony1510

Vielen
Dank! Es ist sicherlich wahr, dass man ohnehin nichts hätte tun können, aber sie hätte vielleicht wenigstens noch ein paar Wochen mehr gehabt, wenn wir sie nicht hätten in ein KH einweisen lassen. Andererseits muss sie jetzt nicht mehr leiden. Ist aber ein recht geringer Trost, zumal es doch so schnell ging. Glücklicherweise habe ich einige Familienangehörige und auch Freunde, mit denen ich darüber reden kann. Es fühlt sich aber dennoch seltsam an, der Gedanke, dass sie nie wieder kommen wird. Ich wünschte wirklich, es hätte eine Möglichkeit gegeben, ihr zu helfen. Sie war immer für mich da, wenn ich sie gebracuht habe und wir hatten ein sehr gutes Verhältnis zueinander (bis auf Kleinigkeiten ) und für meinen Paps ist das natürlich auch sehr schlimm, nach beinahe 33 Jahren Ehe ist er nun verwitwet...

Es gibt einen alten Spruch, der da heißt
"der Tod ist ein ewiger Grübler" und genauso ist es , aber wenn man erkennt, dass man es einfach nicht verändern kann und es so annehmen muß, wie es ist, dann wird mit der Zeit Ruhe einkehren. Es bleiben dann die Erinnerung, der Mensch lässt ja viel zurück. Alle die Dinge, die man mit ihm erlebt hat, sind wie ein Geschenk. Und es gehört dir und es gehört deinem Vater. Jeder hat seine eigenen Erlebnissse und dann gibt es die gemeinsamen Erlebnisse. Und wenn ihr darüber reden könnt und mit der Zeit dann immer öfter ohne Tränen, dann wird deine Mutter auf eine gewisse Weise immer bei euch sein "Tot ist nur, wer vergessen ist" oder
"Erinnrungen brauchen Zeit und mit der Zeit werden sie schön"
Lieben Gruß
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