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meine Komplexe zerstören mein ganzes Leben!

6. Juli 2019 um 13:05 Letzte Antwort: 7. Juli 2019 um 9:24

Hallo zusammen,
ich weiß nicht so recht wie man hier am besten beginnt...
also Folgendes:
ich habe mich schon zu Schulzeiten geschämt Leute mit nach Hause zu bringen, weil ich immer Gedanken hatte, wie: was wenn er/sie rumerzählt, dass es bei uns zuhause so und so ist oder .... vor allem habe ich mich auch extrem für meinen Vater geschämt, da er rund 15-20 Jahre älter war als die meiner Mitschüler und er einen...nunja...etwas ausgeflippten Style hatte. Obwohl ich zu Schulzeiten wirklich einen relativ großen Freundeskreis hatte, habe ich nur 2 Freundinnen jemals mit nach Hause genommen und zwar nur welche, die aus "sozial schwächeren Familien" kamen, weil ich dachte "die leben ja auf viel engerem Raum als wir, vor der brauche ich mich nicht schämen."
Aber über die Jahre ist es immer schlimmer geworden: ich hatte mit jedem Jahr das ich älter wurde mehr und mehr das Gefühl allen irgendwas vorspielen zu müssen, was ich alles sei oder mache &&& und habe mir über die Jahre ein immer größeres Lügengebilde aufgebaut. Es gibt derzeit wirklich keinen einzigen Menschen auf der Welt, der mich genau so kennt, wie ich bin - Niemanden!
Im Grunde kenne ich mein Problem: Jedes Mal wenn das Glück zum Greifen nahe ist, sabotiere ich es wieder - und das schon seit Jahr und Tag. Ein Beispiel: Wenn ich an Jemandem interessiert war, ist es mir eigentlich nie schwer gefallen diese Person von mir zu überzeugen. Sobald es dann aber ernst werden sollte, habe ich immer einen Schritt zurück gemacht, weil ich wusste "Fuck, wenn wir jetzt zusammen kommen, dann muss ich ihn ja auhc irgendwann mal mit nach Hause nehmen...und dann sieht unser Haus, wie ich lebe, wie ich wirklich bin...." und inzwischen kommen Gedanken wie "dann sieht er ja, dass ich aktuell überhaupt keine Freunde habe" hinzu.... ich habe mich seit 2014 komplett isoliert, um Enttäuschungen zu entgehen - und stehe nun unglücklicher dennje dar. Ich muss auch dazu sagen, dass ich nun mit 26 noch keine "richtige Wohnung" habe und mich dafür sehr schäme. Derzeit lebe ich auf 27qm² und komme grade so über die runden, da ich ein Studium an einer privaten FH aufgenommen habe, für die ich monatlich eine Menge Geld hinblättern muss. Sprich: Ich kann mit dem Lifestyle vieler Menschen in meinem Alter einfach nicht mithalten. Im Traum würde es mri nciht einfallen Jemanden mit hierher zu nehmen. Und genau da liegt nun mein Problem: wie soll ich denn nur Jemals wieder Freunde finden oder gar keinen Partner, wenn ich nach außen hin immer so krampf- und krankhaft versuche mehr zu sein und mich in Wahrheit aber für mein Leben in Grund und Boden schäme?
ich hoffe ihr könnt mir helfen
lg
 

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6. Juli 2019 um 14:50

Du gibst ein bisschen zu viel auf die Meinung anderer Menschen und meinst wohl, du könntest nur dann Freunde finden, wenn du dich so makellos gibst wie nur möglich. Es gibt aber nichts, wofür du dich zu schämen brauchst. Du bist 26 und studierst - dass viele Leute in deinem Alter gerade in einer anderen Lebensphase stecken, während du eben zur Uni gehst, ist doch völlig okay. Dafür wirst du bei erfolgreichem Abschluss deines Studiums bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben als wenn du es nicht tätest. Sobald du dann fertig bist mit dem Studium wirst du auch wieder mehr Geld haben und kannst dir eine eigene Wohnung suchen. Wie lange wird es denn noch dauern?

Und warum genau schämst du dich denn für euer Haus und die Art und Weise wie ihr lebt? Was meinst du denn, würden potentielle Freunde, die du mit nach Hause nimmst, daran auszusetzen haben?

Es gibt mehr Leute in deiner Situation als du denkst - vielleicht suchst du dir Gleichgesinnte (z.B. Leute in deinem Alter die noch studieren, die bei ihren Eltern leben, etc.) vor denen du dich nicht zu verstecken brauchst, statt anderen Leuten etwas vorzulügen/vorzuspielen. Es ist sowieso besser, anderen Menschen gegenüber ehrlich zu sein und eventuelle Enttäuschungen zu riskieren, als sich sozial völlig zu isolieren (so offensichtlich es auch klingen mag). Und noch offensichtlicher: Du solltest dringend an deinem Selbstbewusstsein arbeiten!

 

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6. Juli 2019 um 17:21
In Antwort auf lolasuchtantworten

Hallo zusammen,
ich weiß nicht so recht wie man hier am besten beginnt...
also Folgendes:
ich habe mich schon zu Schulzeiten geschämt Leute mit nach Hause zu bringen, weil ich immer Gedanken hatte, wie: was wenn er/sie rumerzählt, dass es bei uns zuhause so und so ist oder .... vor allem habe ich mich auch extrem für meinen Vater geschämt, da er rund 15-20 Jahre älter war als die meiner Mitschüler und er einen...nunja...etwas ausgeflippten Style hatte. Obwohl ich zu Schulzeiten wirklich einen relativ großen Freundeskreis hatte, habe ich nur 2 Freundinnen jemals mit nach Hause genommen und zwar nur welche, die aus "sozial schwächeren Familien" kamen, weil ich dachte "die leben ja auf viel engerem Raum als wir, vor der brauche ich mich nicht schämen."
Aber über die Jahre ist es immer schlimmer geworden: ich hatte mit jedem Jahr das ich älter wurde mehr und mehr das Gefühl allen irgendwas vorspielen zu müssen, was ich alles sei oder mache &&& und habe mir über die Jahre ein immer größeres Lügengebilde aufgebaut. Es gibt derzeit wirklich keinen einzigen Menschen auf der Welt, der mich genau so kennt, wie ich bin - Niemanden!
Im Grunde kenne ich mein Problem: Jedes Mal wenn das Glück zum Greifen nahe ist, sabotiere ich es wieder - und das schon seit Jahr und Tag. Ein Beispiel: Wenn ich an Jemandem interessiert war, ist es mir eigentlich nie schwer gefallen diese Person von mir zu überzeugen. Sobald es dann aber ernst werden sollte, habe ich immer einen Schritt zurück gemacht, weil ich wusste "Fuck, wenn wir jetzt zusammen kommen, dann muss ich ihn ja auhc irgendwann mal mit nach Hause nehmen...und dann sieht unser Haus, wie ich lebe, wie ich wirklich bin...." und inzwischen kommen Gedanken wie "dann sieht er ja, dass ich aktuell überhaupt keine Freunde habe" hinzu.... ich habe mich seit 2014 komplett isoliert, um Enttäuschungen zu entgehen - und stehe nun unglücklicher dennje dar. Ich muss auch dazu sagen, dass ich nun mit 26 noch keine "richtige Wohnung" habe und mich dafür sehr schäme. Derzeit lebe ich auf 27qm² und komme grade so über die runden, da ich ein Studium an einer privaten FH aufgenommen habe, für die ich monatlich eine Menge Geld hinblättern muss. Sprich: Ich kann mit dem Lifestyle vieler Menschen in meinem Alter einfach nicht mithalten. Im Traum würde es mri nciht einfallen Jemanden mit hierher zu nehmen. Und genau da liegt nun mein Problem: wie soll ich denn nur Jemals wieder Freunde finden oder gar keinen Partner, wenn ich nach außen hin immer so krampf- und krankhaft versuche mehr zu sein und mich in Wahrheit aber für mein Leben in Grund und Boden schäme?
ich hoffe ihr könnt mir helfen
lg
 

schon mal auf die Idee gekommen beim nächsten kennenlernen einfach mal ehrlich zu sein??

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6. Juli 2019 um 20:40

1. Was wäre der allerschlimmste Fall, der eintreten könnte?
2. Du bringst es selbst auf den Punkt: DU sabotierst dich selbst.
3. Wahr Freunde und Partner akzeptieren DICH und deine Umstände.
4. Liebst du deinen Vater? Hat er sein Leben für dich gegeben? Dich auf- und erzogen? Lässt dich bei ihm wohnen? Dann gebe einen F*** auf das, was andere über ihn oder dich denken oder erzählen könnten. Wie es so schön heißt „Never judge a book by it’s cover“. 
5. Habe ich viele Jahre (weit über dem Durchschnittsalter bei meinen Eltern gewohnt a) mal war es finanziell katastrophal, b) mal einfach allgemein von den Umständen nicht gepasst c) hasse ich es allein zu leben - ja, viele Jahre hatte ich sogar „Ausreden“ für mich selbst, um nicht diese Verantwortung zu übernehmen. Ich hab mir anfangs auch Gedanken gemacht - bis ich merkte, wie andere es im Grunde schön fanden, dass man diesen häuslichen Support hat (viele haben ein katastrophales Elternverhältnis)
6. Sei dankbar, glücklich und stolz, dass du einen Vater hast. Einige würden sofort mit dir tauschen! 

Alter, Aussehen, finanzieller Status, Beauty-Dreck, Facebook, Insta, #perfectFakeLifestyle = Gehirnwäsche Deluxe! Du bleibst Menschen am besten in Erinnerung mit dem, was du emotional bei ihnen auslöst und nicht durch oberflächliche Sachen.

Entspann dich - akzeptiere dich, deinen Vater, dein Leben. Es ist viel zu kurz und wertvoll, um es so unnötig zu verschwenden.

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7. Juli 2019 um 9:24
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Hallo zusammen,
ich weiß nicht so recht wie man hier am besten beginnt...
also Folgendes:
ich habe mich schon zu Schulzeiten geschämt Leute mit nach Hause zu bringen, weil ich immer Gedanken hatte, wie: was wenn er/sie rumerzählt, dass es bei uns zuhause so und so ist oder .... vor allem habe ich mich auch extrem für meinen Vater geschämt, da er rund 15-20 Jahre älter war als die meiner Mitschüler und er einen...nunja...etwas ausgeflippten Style hatte. Obwohl ich zu Schulzeiten wirklich einen relativ großen Freundeskreis hatte, habe ich nur 2 Freundinnen jemals mit nach Hause genommen und zwar nur welche, die aus "sozial schwächeren Familien" kamen, weil ich dachte "die leben ja auf viel engerem Raum als wir, vor der brauche ich mich nicht schämen."
Aber über die Jahre ist es immer schlimmer geworden: ich hatte mit jedem Jahr das ich älter wurde mehr und mehr das Gefühl allen irgendwas vorspielen zu müssen, was ich alles sei oder mache &&& und habe mir über die Jahre ein immer größeres Lügengebilde aufgebaut. Es gibt derzeit wirklich keinen einzigen Menschen auf der Welt, der mich genau so kennt, wie ich bin - Niemanden!
Im Grunde kenne ich mein Problem: Jedes Mal wenn das Glück zum Greifen nahe ist, sabotiere ich es wieder - und das schon seit Jahr und Tag. Ein Beispiel: Wenn ich an Jemandem interessiert war, ist es mir eigentlich nie schwer gefallen diese Person von mir zu überzeugen. Sobald es dann aber ernst werden sollte, habe ich immer einen Schritt zurück gemacht, weil ich wusste "Fuck, wenn wir jetzt zusammen kommen, dann muss ich ihn ja auhc irgendwann mal mit nach Hause nehmen...und dann sieht unser Haus, wie ich lebe, wie ich wirklich bin...." und inzwischen kommen Gedanken wie "dann sieht er ja, dass ich aktuell überhaupt keine Freunde habe" hinzu.... ich habe mich seit 2014 komplett isoliert, um Enttäuschungen zu entgehen - und stehe nun unglücklicher dennje dar. Ich muss auch dazu sagen, dass ich nun mit 26 noch keine "richtige Wohnung" habe und mich dafür sehr schäme. Derzeit lebe ich auf 27qm² und komme grade so über die runden, da ich ein Studium an einer privaten FH aufgenommen habe, für die ich monatlich eine Menge Geld hinblättern muss. Sprich: Ich kann mit dem Lifestyle vieler Menschen in meinem Alter einfach nicht mithalten. Im Traum würde es mri nciht einfallen Jemanden mit hierher zu nehmen. Und genau da liegt nun mein Problem: wie soll ich denn nur Jemals wieder Freunde finden oder gar keinen Partner, wenn ich nach außen hin immer so krampf- und krankhaft versuche mehr zu sein und mich in Wahrheit aber für mein Leben in Grund und Boden schäme?
ich hoffe ihr könnt mir helfen
lg
 

Wie lange läuft denn Deine Ausbildung noch? Wenn du mehr Geld Verdienst, kannst du dich besser einrichten. Die Größe der Wohnung ist gar nicht wichtig. Wichtig ist, dass es sauber ist und du ein netter Mensch bist. Darauf legen die Menschen wert. Die meisten 26 jährigen werden immer noch irgendwie von den Eltern unterstützt. Sie haben entweder Geld bekommen oder Gegenstände. 

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