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Meine kleine Geschichte

26. Mai 2011 um 2:05

Vor knapp 2 jahren sah ich dich zum letzten mal ... du lagst im Krankenhaus, grade aus der Intensiv station runter, du warst geschwächt von deiner Op aber hast dich schnell erholt, als du auf in der Reha warst haben wir oft miteinander telefoniert, viele scherze gemacht und rumgealbert ..

Du wolltest meine erste eigene Wohnung sehen aber dazu kam es leider nie ... am 23.10.2009 erhielt ich den schlimmsten anruf meines lebens ... mein Bruder sagte mir das du von uns gegangen bist .. meine "kleine heile welt" brach zusammen ...

Ich wollte es nicht glauben, konnte es nicht fassen das du nicht mehr bei uns bist ... du warst so eine selbstverständliche person in meinem leben ... ich dachte du wärst auf ewigkeiten an meiner seite, doch das schicksal lehrte mich: Nix Ist Für Die Ewigkeit ...

Heute an meinem 25. Geburtstag (25.05.86) wirst du nicht teilnehmen, es schmerzt mich heute noch wenn ich daran denke das du nicht mehr unter uns bist ...

Ich hoffe dir geht es gut wenn du aus dem himmelreich runter zu uns guckst ... ich hoffe das du stolz auf mich bist, denn ich bin stolz zu sagen das du mein Vater bist, warst und immer sein wirst ... R.I.P Papa

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25. Juni 2011 um 18:11

Geschichte
Täusche dich nicht,deine Mutter war bei deinem Geburtstag.Deine Mutter begleitet dich nach wie vor,nur jetzt aus der geistigen Welt.Mein Beileid und herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

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26. Juni 2011 um 0:24

Meine kleine Geschichte
entschuldige,habe natürlich deinen Vater gemeinet.

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28. Juli 2011 um 20:03

Meine kleine Geschichte
Hallo nimrod86,
ich hoffe es macht dir nichts aus, dass ich dir jetzt schreibe? Ich war hier im Forum unterwegs und habe deinen Beitrag gefunden. Leider habe auch ich (noch 25 Jahre) meinen Vater (er war erst 49) verloren, und während ich diese Worte schreibe kann ich es noch immer nicht glauben, ich habe es noch nicht begriffen oder realisiert. Es ist auch erst 3 1/2 Monate her als mein Vater von uns gegangen ist. Durch Kammerflimmern kam es zum Herzstillstand, er wurde reanimiert und kam dann ins künstliche Koma, aus dem er nie erwachte. Er hätte eine Chance gehabt, wenn die Reanimation nicht so lange gedauert hätte (40 min.!). Meine Mutter, mein Bruder, meine Schwester und ich waren in dem Moment bei ihm im Krankenhaus als sein Herz immer langsamer schlug und die Maschinen ausgingen. Dieser Moment war so grausam und unglaublich, und leider werde ich diesen Moment nie wieder vergessen. Ich wünschte die Bilder würden einfach aus meinem Gedächtnis gelöscht werden, wie mein Vater da liegt, so hilflos und ohne sich zu bewegen oder zu antworten. Immer wieder frag ich mich "MEIN Vater ist tot?? Papa?? Nein, das ist nicht passiert, doch nicht uns!?" Ich empfinde keine Freude mehr, egal was ich mache, eigentlich mache ich nichts ausser arbeiten, schlafen und essen. Ich habe das Gefühl, die Freude und das unbeschwerte Glücklichsein wird nie wieder kommen. Ging es dir auch so ähnlich? Wie geht es dir denn jetzt? Wie alt war dein Vater? Ich hoffe ich belästige dich jetzt nicht oder so. Ich möchte einfach wissen ob es irgendwann besser wird, wie kommst du damit bis jetzt klar? Ich habe am Montag Geburtstag und wünsche nur dass der Tag schnell vorbei ist. Und an Weihnachten denk ich auch andauernd, das erste Weihnachten ohne Papa. Wie war es bei euch an solchen Feiertagen? Wie geht es deiner Mutter, meine Mutter sieht gar keinen Sinn mehr...Ich versuche sie aufzubauen, dabei geht es mir echt mies, ich war kurz davor mir meine erste Wohnung zu suchen und endlich mein eigenes Leben zu beginnen. Und jetzt lebe ich mit meiner Mutter und meinem Bruder in einer kleinen Wohnung und es ist so ruhig und einsam hier weil mein großer starker Vater fehlt...ich weiß nicht was ich machen soll, ob ich je damit klarkomme? Oje, das sind jetzt aber viele Fragen. Wenn du magst kannst du mir antworten, ich würde mich auf jeden fall sehr darüber freuen. Wünsche dir noch alles Gute und danke fürs Lesen
LG Susanne

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29. Juli 2011 um 19:40
In Antwort auf sweta1885

Meine kleine Geschichte
Hallo nimrod86,
ich hoffe es macht dir nichts aus, dass ich dir jetzt schreibe? Ich war hier im Forum unterwegs und habe deinen Beitrag gefunden. Leider habe auch ich (noch 25 Jahre) meinen Vater (er war erst 49) verloren, und während ich diese Worte schreibe kann ich es noch immer nicht glauben, ich habe es noch nicht begriffen oder realisiert. Es ist auch erst 3 1/2 Monate her als mein Vater von uns gegangen ist. Durch Kammerflimmern kam es zum Herzstillstand, er wurde reanimiert und kam dann ins künstliche Koma, aus dem er nie erwachte. Er hätte eine Chance gehabt, wenn die Reanimation nicht so lange gedauert hätte (40 min.!). Meine Mutter, mein Bruder, meine Schwester und ich waren in dem Moment bei ihm im Krankenhaus als sein Herz immer langsamer schlug und die Maschinen ausgingen. Dieser Moment war so grausam und unglaublich, und leider werde ich diesen Moment nie wieder vergessen. Ich wünschte die Bilder würden einfach aus meinem Gedächtnis gelöscht werden, wie mein Vater da liegt, so hilflos und ohne sich zu bewegen oder zu antworten. Immer wieder frag ich mich "MEIN Vater ist tot?? Papa?? Nein, das ist nicht passiert, doch nicht uns!?" Ich empfinde keine Freude mehr, egal was ich mache, eigentlich mache ich nichts ausser arbeiten, schlafen und essen. Ich habe das Gefühl, die Freude und das unbeschwerte Glücklichsein wird nie wieder kommen. Ging es dir auch so ähnlich? Wie geht es dir denn jetzt? Wie alt war dein Vater? Ich hoffe ich belästige dich jetzt nicht oder so. Ich möchte einfach wissen ob es irgendwann besser wird, wie kommst du damit bis jetzt klar? Ich habe am Montag Geburtstag und wünsche nur dass der Tag schnell vorbei ist. Und an Weihnachten denk ich auch andauernd, das erste Weihnachten ohne Papa. Wie war es bei euch an solchen Feiertagen? Wie geht es deiner Mutter, meine Mutter sieht gar keinen Sinn mehr...Ich versuche sie aufzubauen, dabei geht es mir echt mies, ich war kurz davor mir meine erste Wohnung zu suchen und endlich mein eigenes Leben zu beginnen. Und jetzt lebe ich mit meiner Mutter und meinem Bruder in einer kleinen Wohnung und es ist so ruhig und einsam hier weil mein großer starker Vater fehlt...ich weiß nicht was ich machen soll, ob ich je damit klarkomme? Oje, das sind jetzt aber viele Fragen. Wenn du magst kannst du mir antworten, ich würde mich auf jeden fall sehr darüber freuen. Wünsche dir noch alles Gute und danke fürs Lesen
LG Susanne

Das erste Jahr ist das Trauerjahr,
das war das Jahr, wo man früher schwarz getragen hat. Es ist einfach sehr schwer und daran ist nichts zu beschönigen.
Nimm dir Zeit und Raum für die Trauer, es gibt Trauergruppen und es gibt sehr gute Trauerforen, dort wirst du Menschen treffen , die dieses schwere Schicksal mit dir teilen.Trösten kann dich in der ersten Zeit fast nichts und niemand, der Schmerz ist zu stark und präsent.Was du machen kannst, du kannst deinem Vater Briefe schreiben oder TAgebuch, das ist sehr befreiend.
Lieben Gruß
Melike

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29. Juli 2011 um 20:43
In Antwort auf melike13

Das erste Jahr ist das Trauerjahr,
das war das Jahr, wo man früher schwarz getragen hat. Es ist einfach sehr schwer und daran ist nichts zu beschönigen.
Nimm dir Zeit und Raum für die Trauer, es gibt Trauergruppen und es gibt sehr gute Trauerforen, dort wirst du Menschen treffen , die dieses schwere Schicksal mit dir teilen.Trösten kann dich in der ersten Zeit fast nichts und niemand, der Schmerz ist zu stark und präsent.Was du machen kannst, du kannst deinem Vater Briefe schreiben oder TAgebuch, das ist sehr befreiend.
Lieben Gruß
Melike

Trauer...
danke für deine Worte. Manchmal denke ich "ja ok, in einpaar Monaten wird es vorbei sein, dann ist alles wieder gut." aber das wird es nicht, weil er für immer weg ist. Dieses "für immer" und "nie wieder" ist noch unbegreiflich für mich. Ich habe noch nie einen nahen Menschen verloren und jetzt ist es gleich mein Vater! Meine Trauer kann ich zu Hause nicht zu lassen. Meine Mutter und meine Geschwister sagen, dass ich übertreibe und dass ich mich zusammen reissen soll und mein Leben weiterleben soll. Ich habe wirklich das Bedürfnis mit jemandem zu reden, der das auch in diesem Alter durchmacht. Manchmal hab ich das Gefühl, dass ich es schaffe und dann wieder ist der Schmerz und die Verzweiflung unerträglich! Ein einziges Gefühlschaos. Ja, ich denke eine Trauergruppe wäre vielleicht das richtige. Hätte nie gedacht, dass ich mich mit 25 mit solchen Dingen quälen muss.... LG Susanne

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