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Meine große Liebe .. wurde mir genommen.

24. September 2010 um 23:02 Letzte Antwort: 11. Oktober 2011 um 18:14

Hallo ihr Lieben.
Ich bin 19 Jahre alt & habe vor genau 11 Monaten meinen Schatz verloren.
Es war ein Autounfall. Er war schwer verletzt. In der Notaufnahme bangte ich die letzten Minuten, die mir wie Jahre vorkamen, um sein Leben. Das war wie in einem schrecklichen Film. Ich war noch wie betäubt, dachte mir dass könnte nicht wahr sein. Mein Schatz, er würde es überleben, mein Kämpfer. Nur 30 Minuten später benachrichtigte der Arzt uns er hätte alles getan aber es wäre zu spät .. Mein Freund ist tot.
Ich konnte das nicht glauben, das konnte nicht wahr sein. Unser gemeinsames Leben hatte erst begonnen .. Ich schrie, weinte, bekam Heulanfälle .. Ich bin zusammen gebrochen.

Er war das wertvollste in meinem Leben. Ohne ihn will ich nicht mehr weiterleben.
Meine familie & Freunde haben mich unterstützt wo sie konnten, aber langsam kehrt bei ihnen wieder Alltag ein .. Für sie geht das Leben weiter .. Aber für mich nicht .. Ich kann so nicht weiter machen. Jeden Tag denke ich an ihn wenn ich aufstehe .. Jeden Tag denke ich mir nur 'Gott- warum musstest du ihn mir weg nehmen?' Warum musste er sterben ? Das ergibt doch keinen Sinn ..
Er war meine große Liebe, mein Ein & Alles. Wir wollten heiraten. Irgendwann später wollten wir Kinder. Er hätte es verdient ein langes Leben gehabt zu haben, ein erfülltes, langes Leben.

In mir ist alles so leer. Ich kann mir nicht vorstellen wie ich ohne ihn weiterleben soll, auch wenn es schon fast 1 Jahr her ist ! Ich bin auch schon in Therapie deswegen, aber es hilft alles nichts, ich kann es nicht verarbeiten.

Hat jemand von euch auch sein Ein & Alles verloren ? Wie geht ihr damit um ?
Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll .. Ich vermisse ihn so seehr. Er war doch meine große Liebe. Wir waren füreinander bestimmt ..

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9. Oktober 2010 um 3:44

Tut mir so Leid
Das ist eine schreckliche Geschchte, es tut mir so Leid, dass du sowas durchmachen musstest (bzw. immer noch musst), vor allem mit 19 Jahren!!
Weißt du, mein Freund ist noch nicht tot, aber es ist nur noch eine Frage der Zeit. Er hat Krebs im Endstadium, ist bettlägerig, hat jeden Tag schreckliche Schmerzen und ich weiß nicht ob er das nächste Jahr noch erleben wird. Ich kümmere mich allein um ihn, mein ganzes Leben dreht sich um ihn und seine Krankheit. Ich liebe ihn über alles, versuche jede Sekunde bewusst zu genießen aber im Hintergrund ist immer die panische Angst vor dem Moment, der unsere kleine Welt wieder auseinanderreisst.
Ich hab ernsthaft überlegt, ob ich mit ihm sterben soll.
Aber ich musste ihm versprechen, weiterzuleben & das Leben zu genießen, für uns beide.
Ich weiß noch nicht wie ich das anstellen soll, aber ich werde mein Bestes geben. Ich hoffe, dass du das auch tust. Ich bin mir sicher, dass das deinen Freund auch freuen würde.
Der Schmerz muss schrecklich sein und vermutllich wird er nie ganz vergehen, aber versuch trotzdem irgendwie weiterzumachen, okay? Nach dem was du schreibst, hältst du dich doch ganz gut!! 11 Monate sind keine lange Zeit, auch wenn es sich sicher wie eine Ewigkeit anfühlt. Es wird sicher noch dauern bis es besser wird, aber es wird ganz sicher besser, auch wenn du es dir jetzt noch nicht vorstellen kannst!!
Das erste Jahr ist immer das Schlimmste und wenn du das weiterhin durchstehst, dann verspreche ich dir, dass der Schmerz mit der Zeit weniger wird. Das weiß ich, weil ich früher schonmal jemanden verloren habe (meine Mutter, auch an Krebs, ich war 15) und ich dachte, dass ich nie drüber wegkomme, aber mittlerweile kann ich wieder an sie denken ohne in Tränen auszubrechen und die Scherben aus denen mein Leben bestand haben sich neu zusammengesetzt.
Tut mir Leid, dass ich dir keinen besseren Rat geben kann, aber in solchen Fällen kann man einfach nur abwarten und hoffen, dass die Zeit die Wunden heilt, auch wenn immer eine Narbe zurückbleibt. Vor allem darf man sich nicht gegen den Heilungsprozess wehren - nur weil man irgendwann nicht mehr trauert, heißt das ja nicht, dass man den Menschen vergessen hat!
Falls du dir mal was von der Seele schreiben willst, egal was, kannst du mir gerne eine Nachricht schicken! Ich wünsch dir alles Gute!! ~

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22. Oktober 2010 um 16:26

Kann dich gut verstehen
Ich habe vor sieben Wochen meinen Freund verloren!!!!

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14. Januar 2011 um 22:42

Genau meine Geschichte!!!!
geschehen vor 39 Jahren. Ich wurde wenige Monate später 19 Jahre alt. Meine große Liebe (wir waren verlobt und wollten heiraten) verunglückte einen Tag nach seinem 21 . Geburtstag. Er war sofort tot. Wir hatten kurz vorher gesprochen, dass ich weiterleben sollte, auch wenn ihm was passiert und er wollte immer, dass ich nicht alleine bleibe.
Ich war so erschrocken, als wir darüber gesprochen haben.
Mein Leben schien still zu stehen, Freunde hatten Angst um mich. Und es hatte wenig mit Leben zu tun. Dennoch war mir bewußt, dass ich dieses Schicksal so annehmen mußte.
Mein Leben ging weiter, wie du siehst. Es war die größte Liebe meines Lebens und vorallem eben die erste. Wir waren die "Unzertrennlichen". Ich habe mich danach mit ganz anderen Themen beschäftigt und heute weiß ich, alles gehört zum Leben dazu , auch so ein Schlag. Ich konnte später mit vielen Menschen reden, sie verstehen und sie in der Trauer unterstützen, weil ich eben wußte , wie es sich anfühlt. Er
benahm sich vor seinem Tod "komisch" und erst später durch den Sterbeforscher Bernard Jakoby wußte ich, was das alles zu bedeuten hatte. Mein Leben lief in eine völlig andere Richtung wie geplant, aber es war eben mein Leben. Noch
heute 39 Jahre später denke ich an die Zeit mit Freude und
teilweise auch mit Wehmut. Dieser Mann wird immer ein Platz in meinem Herzen haben, da konnten auch die folgenden Beziehungen nichts daran ändern. Und die, die ich später war, war ich nur mit dieser Biographie.
Du wirst die Trauer überwinden, es wird sich wandeln in Freude, dass es diese Zeit in deinem Leben gab, eine Liebe , die nicht jeder in dieser Weise erfährt. Und du wirst deinem
Freund den größten Gefallen tun, wenn dein Leben gut weitergeht. Er wird dir aus dem "Himmel" zulächeln. Eure Wege haben sich getrennt und jeder wird nun seinen Weg
gehen. Geh am besten in eine Trauergruppe. Vielleicht magst du mal ein Buch lesen von Bernard Jakoby.
Fühl dich umarmt und verstanden
Lieben Gruß
Melike

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21. August 2011 um 6:08
In Antwort auf janele_12643069

Tut mir so Leid
Das ist eine schreckliche Geschchte, es tut mir so Leid, dass du sowas durchmachen musstest (bzw. immer noch musst), vor allem mit 19 Jahren!!
Weißt du, mein Freund ist noch nicht tot, aber es ist nur noch eine Frage der Zeit. Er hat Krebs im Endstadium, ist bettlägerig, hat jeden Tag schreckliche Schmerzen und ich weiß nicht ob er das nächste Jahr noch erleben wird. Ich kümmere mich allein um ihn, mein ganzes Leben dreht sich um ihn und seine Krankheit. Ich liebe ihn über alles, versuche jede Sekunde bewusst zu genießen aber im Hintergrund ist immer die panische Angst vor dem Moment, der unsere kleine Welt wieder auseinanderreisst.
Ich hab ernsthaft überlegt, ob ich mit ihm sterben soll.
Aber ich musste ihm versprechen, weiterzuleben & das Leben zu genießen, für uns beide.
Ich weiß noch nicht wie ich das anstellen soll, aber ich werde mein Bestes geben. Ich hoffe, dass du das auch tust. Ich bin mir sicher, dass das deinen Freund auch freuen würde.
Der Schmerz muss schrecklich sein und vermutllich wird er nie ganz vergehen, aber versuch trotzdem irgendwie weiterzumachen, okay? Nach dem was du schreibst, hältst du dich doch ganz gut!! 11 Monate sind keine lange Zeit, auch wenn es sich sicher wie eine Ewigkeit anfühlt. Es wird sicher noch dauern bis es besser wird, aber es wird ganz sicher besser, auch wenn du es dir jetzt noch nicht vorstellen kannst!!
Das erste Jahr ist immer das Schlimmste und wenn du das weiterhin durchstehst, dann verspreche ich dir, dass der Schmerz mit der Zeit weniger wird. Das weiß ich, weil ich früher schonmal jemanden verloren habe (meine Mutter, auch an Krebs, ich war 15) und ich dachte, dass ich nie drüber wegkomme, aber mittlerweile kann ich wieder an sie denken ohne in Tränen auszubrechen und die Scherben aus denen mein Leben bestand haben sich neu zusammengesetzt.
Tut mir Leid, dass ich dir keinen besseren Rat geben kann, aber in solchen Fällen kann man einfach nur abwarten und hoffen, dass die Zeit die Wunden heilt, auch wenn immer eine Narbe zurückbleibt. Vor allem darf man sich nicht gegen den Heilungsprozess wehren - nur weil man irgendwann nicht mehr trauert, heißt das ja nicht, dass man den Menschen vergessen hat!
Falls du dir mal was von der Seele schreiben willst, egal was, kannst du mir gerne eine Nachricht schicken! Ich wünsch dir alles Gute!! ~

Kann dich verstehen
hab mit 17 meine freundin verloren mit der ich 4 jahre zusammen war. und sie lag tot in meinen armen...... wenn ich daran zurück denk könnt ich immernoch ausrasten. wir hatten auch gesagt wenn wir älter sind heiraten wir und dann 3 wochen später kommt da um eine kurve einer mit nem mercedes angerasst und in dem moment ging sie über die straße. ich und ein paar freunde haben auf sie gewartet und dann kam sie angerannt und dann hats gepasst. hab nur gesehn wie sie gegen die wand geflogen ist. und der der fährt einfach weiter. bin dann zu hier hingerrant und dann hab ich schon gesehn ... ich hatte sie nur noch in meinen armen und war am heulen. ich war gedanknelos in mir war alles leer. meine freunde standen auch nur neben mir und warn am heulen. denn typen hab ich nie wieder gesehn. wenn ich den sehn würde dann würd ich den glaub ich jeden einzelnen knochen brechen. aber jetzt nach 2 jahren hab ich wieder fuß gefasst weil ich genau weiß das sie nich wollte das ich einsam und traurig lebe. ich wünsch dir auch alles gute noch

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22. August 2011 um 23:00

Ich kenne das...
Ich habe meinen Freund auch vor einigen Wochen verloren. Wir waren knappe 8 Monate zusammen und er hatte sich vor kurzem von mir getrennt. Für mich war die Trennung schon sehr sehr hart. Allerdings ist dies kein Vergleich zu dem was ich aktuell durchmache.

Ich muss viel weinen, bin fast täglich an seinem Grab, spreche mit ihm...erzähle ihm meine Sorgen, Gedanken und Gefühle... Besser wird es allerdings nicht!
Fahre jetzt ein paar Tage weg und habe im Gepäck ein großes Notizbuch in dem ich meine Erinnerungen an unsere Zeit aufschreiben will, Ein Fotoalbum was ich mit all unseren Bildern bekleben möchte, seine Trauerrede, seine Todesanzeigen usw. Ich hoffe ich kann in den Tagen einmal tief fallen und versuchen damit besser umzugehen. In der Hoffnung dass es mir danach vielleicht ein bisschen besser geht!

Ich suche mir ganz bewusst Lieder zum Thema Trauer, Liebe und Tod raus um darüber nachzudenken , zu weinen oder einfach nur um sie zu hören weil sie schön sind.

Es ist sehr schwer und es ist mein erster Todesfall den ich so aktiv mitbekomme und ich finde es schwierig zu wissen was richtig und was falsch ist.

Ich liebe ihn immernoch und ich konnte ihm nicht helfen. Doch ich weiß dass er mich bis zum Schluss geliebt hat und wir sehr sehr glücklich waren! Das ist ein schöner und dennoch trauriger Gedanke!

Alles Gute!

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11. Oktober 2011 um 18:14

Man wollte nur glücklich sein
Hallo!!!

Es ist scheisse! Man will heiraten, Kinder eine Zukunft mit dem Mann, den man liebt. Man wollte nur glücklich sein.
Ich weiss wie Du dich fühlst. Mein Freund starb dieses Jahr im Juni, in meinem Beisein an einen plötzlichen Herztod.
Das muss man erstmal verdauen und sacken lassen.
Es war die grosse Liebe. Es braucht Zeit. nehme Dir die Zeit die du brauchst. Ich weinen jeden Tag. Ich hasse, dass mir mein grösstes glück genommen worden ist. Du hast recht, sie kehren alle in ihren alltag zurück. Wir bleiben allein mit unserem Schmerz. Viele verstehen unsere trauer nicht, sagen es müsse nun mal gut sein. ich könnte verrückt werden. Ich wünsche solchen Leuten, dass sie auch ihr grosse verlieren.
Suche ein trauerkreis oder ein Trauercafe auf. Man fühlt sich verstanden, denn sie machen das gleiche mit. Gehe zum Psychologen, sie geben Tips wie man manches in
Angriff nehmen kann.

Gruss Heidi

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