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Meine Geschichte - Das ist keine Familie

12. August 2016 um 0:33

Hallo!

Ich würde gerne meine Vergangenheit hier mitteilen und um eure Meinungen bitten. Seit über 20 Jahren passieren immer wieder schreckliche familiäre Sachen und ich weiß nicht wieso.

Chronologie:
Jahr 2000, meine Schwester haut von zu Hause ab, weil meine Eltern und der Bruder ihr die Beziehung verbieten.
Ich bekam einmal mit, wie sie einen Selbstmordversuch praktizierte. Ich befinde mich in der Pubertätssphase, schwänze ein halbes Jahr die Schule, weil ich Angst habe, in die Schule zu gehen. Durch die Schulschwänzerei grenzt mich meine Familie aus, besonders der Bruder. Einmal zog er mich am Kragen, weil ich sagte, dass er mich nicht immer attackieren soll. Er schleifte mich 10m auf den Boden und trat mich. Im selben Jahr griff ich zu einer Alkoholflasche, die der Bruder mir gegeben hatte. Er erlaubte mir diese mitzunehmen und zu trinken. Ich bekam eine Alkoholvergiftung und landete im Klinikum. Ich schämte mich und lüfte meine Eltern an, dass ich geschlagen worden sei. Ich machte mit meinem Vater eine Polizeianzeige gegen Unbekannt. Die Polizei war nicht blöd, denn Körperverletzungen hatte ich keine, aber ein schönes Blutbild/Urinbild über den Alkoholpegel.

2004
Hausbau, jeder bekommt eine Etage. Ich durfte in den Keller ziehen. Ein Bett hatte ich nicht. Ich schlief lange Zeit auf einem Sofa. Mein erstes Bett hatte ich ein halbes Jahr später. Fernsehanschluss gab es 2006. Internetanschluss 2008.
Ich ging auf ein Kolleg und holte meine Schulabschlüsse nacht. Bis ich schließlich mein Abitur bestanden hatte.
Währen der Abendschulzeit machte sich der Bruder immer wieder lustig über mich, weil ich "gebildeter" als vorher sein möchte.
Ich hörte ihn oft schreien, wie er über mich redete.

2010 wollte er, dass ich eine Rucksacktour mache, mit nur einem T-Shirt. Durch Nordafrika. Und ich solle nur den Weg gehen, den er mir sagt. Da ich das komisch fand, habe ich das natürlich nicht gemacht.

2012 macht der Bruder (11 Jahre älter als ich) einen Imbiss auf. Ich esse was bei ihm und bekomme aufeinmal Übelkeit. Einige Monate später hatte ich bei ihm noch mal was gegessen und ich bekam Herzrasen und Schwindelanfälle. Ich landete im Klinikum. Ich entwickelte eine Angststörung. Den Laden machte er nach einem Jahr wieder zu. Warum auch immer. Das Ordnungsamt war einmal dort. Ob das was damit zu tun hat, weiß ich nicht. Offiziell heißt in der Familie, dass er den Laden nicht mehr finanzieren konnte.

Ich zog umgehend von zu Hause aus und verließ meine Wohnung bei meinen Eltern. Seit dem übte er immer wieder Druck auf mich aus, ob er meine Wohnung haben könne. Für ein Hobbieraum, oder so.

Die Panikattacken wurden immer weniger. Ich gehe studieren. Da meine Eltern mich finanzieren wollen, nehme ich einen Kredit auf. Meine Etage vermieten sie für eigene Zwecke.

Als ich 2014 wieder zurück ziehen will, ist meine Wohnung vermietet. Ich bekomme dafür ein 10qm Zimmer. Der Bruder schreit herum und sagt, dass ich auf den Taschen meiner Eltern sitzen würde und ich mal was erreichen soll. Der Bruder selbst ist seit 2002 arbeitslos, keine Ausbildung, Alkoholiker, konsumiert irgendwelche Drogen, raucht viel, schlägt seinen Hund oft, geht mit ihm nicht Gassi und hat durch die Schläge eine Wirbelsäulenbeschädigung. Er kann nicht mehr gut rennen. Der Bruder ist hier eigentlich mittlerweile schon in der Nachbarschaft als Schreihals bekannt. Einmal demolierte er das Auto von meinem Vater, bis ihn die Polizei abführte. Aber kriminelle Energie hatte der irgendwie schon immer. Schon mit 10 Jahren zerstach er fremde Autoreifen und prügelte sich sehr oft. Anders lernte er nie, sich gegen andere durchzusetzen.

Für eine kurze Zeit hatte ich eine Essstörung. Da mir der Bruder mich damit penetrierte, was ich alles besser nicht essen sollte.
Dadurch hatte ich schon bald psychosomatische Störungen und nahm knapp 10kg ab. Ich hatte Angst vor Essen

Er ist stark narzisstisch, er sieht sich als Oberhaupt, macht oft frauenfeindliche Bemerkungen, rechtfertigt das Fremdgehen meines Vaters damit, da meine Mutter ja nicht mehr die Schönste ist und gelegentlich hört er Eselsgeräusche, aus der unteren Wohnung. Er unterstellt, der Mieter unten habe einen Esel in seiner Wohnung.

Wenn der böse wird und schimpft, wird sein Kopf wirklich richtig dick und rot. Eine solche geballte Wut habe ich noch nie gesehen. Ich war die letzte Zeit immer sein seelischer Mülleimer. War er sauer auf irgendwelche Leute, schrie er sich bei mir aus.
Als ich einmal sagte, dass er mal seinen Hinter bewegen soll und endlich arbeiten gehen soll. Wurde dieser Kopf dick und rot. Er schrie mich an und würgte mich kurz. Dann stieg er in sein Auto, was Vater finanzierte und fuhr laut mit Vollgas weg.

Ich zog kurzzeitig aus. Es wurde mir zuviel.

Wohne jetzt wieder zu Hause und nichts hat sich geändert. Außer, dass der mir aus dem Weg geht und meine Mutter heimlich in mein Zimmer geht und Geld klaut, wobei ich selbst nicht mal viel habe und mein Studium gerade so finanzieren kann.

Mir gehts jetzt richtig gut. Ich wiege wieder 83kg bei 180cm, treibe seit 2 Jahren prof. Kraftsport, bin mit meinem Studium fast fertig und ich habe es satt, meine Vergangenheit so stehen zu lassen, die mit Händen und Füßen getreten wurde und ich würde sehr gerne zum Gericht gehen und mit juristischen Mitteln die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

Mich wundert es selbst, dass ich so selbstbewusst damit bisher umgegangen bin und zum Glück, meine Schulabschlüsse und mein Studium bisher gut bewältigt habe. Aber ich möchte das so nicht auf mir sitzen lassen, da ich dieses Verhalten meiner Familie und vor allem von diesem mitleidsunfähigen und empathielosen Bruder, der sich menschenwürdig gegen andere verhalten hat und ich ihn so nicht davon kommen lassen möchte.

Diese häusliche Gewalt und Körperverletzungen gingen dafür einfach zu lange und ich würde gerne um Rat/Meinung bitten.
Keine Sorge, ich werde mich nicht rächen. Gewalt ist nicht meine Natur und meine Zukunft ist mir dafür zu heilig. Ich hätte viel zu verlieren.

Mir geht es um einen regen Meinungsaustausch und um Erfahrungsberichte. Vielen Dank.

Liebe Grüße


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12. August 2016 um 0:36

Korrektur im TExt
Die Panikattacken wurden immer weniger. Ich gehe studieren. Da meine Eltern mich finanzieren wollen, nehme ich einen Kredit auf. Meine Etage vermieten sie für eigene Zwecke.

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12. August 2016 um 0:36

Korrektur im TExt
Die Panikattacken wurden immer weniger. Ich gehe studieren. Da meine Eltern mich finanzieren wollen, nehme ich einen Kredit auf. Meine Etage vermieten sie für eigene Zwecke.

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12. August 2016 um 0:37

Korrektur im Text - zum Dritten.
Die Panikattacken wurden immer weniger. Ich gehe studieren. Da meine Eltern mich NICHT finanzieren wollen, nehme ich einen Kredit auf. Meine Etage vermieten sie für eigene Zwecke.

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13. August 2016 um 11:49

....
Du kannst natürlich Aneige erstatten.
Dies ist aber mit einigen Problemen verbunden.

1. Du lebst noch dort. Das wird dann erst richtig schlimm!
2. Du hast keine Beweise !? Attest vom Arzt/Rechtsmediziner; Berichte vom Jugendamt/Psychologen.
3. Anzeigen innerhalb der Familie werden immer kritisch betrachtet. (Offiziell natürlich nicht, inoffiziell wird da dreimal hingeschaut)
4. Du hast bereits einmal vor der Polizei gelogen!
5. Selbst wenn es zur Anzeige und zum Verfahren kommt, wird als Strafe kaum was kommen!

Mein Tipp:
Räche dich nicht (und es ist eine Form von Rache!), denn Rache ist der Beweis, dass es dir nicht egal ist und das du nichts für dich verarbeitet hast.
Versuche an den Punkt zu kommen, wo du ohne große Gefühle auskommst/ wo es dir egal wird.
Gefühle sind immer ein Zeichen für akute Situationen!
Arbeite an dir, deinem Leben und deiner Problematik.
Man kann niemanden ändern, nur sich selbst!

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15. August 2016 um 15:09

Versuchen kannst Du`s ja,
ich glaube aber nicht, dass Du Chancen hast. Löse Dich und lebe Dein eigenes Leben.

Viel Glück!


LG.,

lib

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Frühere Diskussionen
Wurden dort Fehler gemacht ? Sollte man es ansprechen ?
Von: anneli_11967183
neu
15. August 2016 um 13:12

Natural Deo

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