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Meine familie ignoriert den tod meiner mutter

25. September 2005 um 15:17

meine mutter ist vor zwei monaten ganz plötzlich bei einem routieneeingriff gestorben. die ersten 4 tage nach dem eingriff lag sie im koma und ich war die einzige aus der familie die sie im krankenhaus besuchte. mein vater und meine geschwister wollten meine mutter "so" nicht sehen und auch nicht mit den ärzten reden. so mußte ich ihnen auch den tod meiner mutter mitteilen. ich habe meine mutter über alles geliebt und auch die anderen liebten sie sehr. aber nun weint keiner. meine schwester will nichts davon hören und ignoriert alles was mit dem tod zusammenhängt. meine bruder hat nicht eine träne vergossen und mein vater auch nicht. er sagt mir auch immer wieder, dass weinen in so einer situation sowieso nichts hilft und ich sollte es mir einfach verkneifen. mein vater spricht auch schon wieder von neuen frauen und gibt bereits alle sachen meiner mutter weg, um das gemeinsame haus schnellstmöglich zu verkaufen.
ich fühle mich so allein. ich habe zwar freunde, aber bei denen kann ich einfach nicht richtig traurig sein. die haben meine mutter nicht gekannt und könnten meine trauer wahrscheinlich gar nicht verstehen. ich bin so traurig und kann einfach mit niemandem darüber reden. was soll ich nur tun?

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25. September 2005 um 17:43

Sowas tut sehr weh, denn auch die Trauer um einen geliebten
Menschen braucht ihren Raum und ihre Zeit.
Das mit Deiner Mutter tut mir sehr leid, es ist schlimm einen Elternteil zu verlieren.
Du könntest Dir professionelle Hilfe holen, wo Du Deine Trauerarbeit mittels eines Psychologen leisten kannst.
Jeder Mensch hat seine eigene Art und Weise mit Trauer umzugehen und so wie es in Deiner Familie zu sein scheint wird hier verdrängt, nicht darüber geredet um ja den Schmerz nicht zu spüren. Andere wiederum wollen weinen, traurig sein dürfen, den Schmerz fühlen und dann schaffen sie sich somit die Gelegenheit für sich, abzuschließen.
Ich habe damals als mein Vater starb viele Briefe an ihn geschrieben, mein Tagebuch war voll mit Gesprächen die ich mit ihm geführt habe und auch wenn er die Briefe nie mehr lesen wird können, es hat gut getan, ihm von dem Schmerz zu erzählen den ich in mir fühlte.
ich wünsche Dir alles Liebe
Fortunia

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25. September 2005 um 18:03
In Antwort auf fortunia

Sowas tut sehr weh, denn auch die Trauer um einen geliebten
Menschen braucht ihren Raum und ihre Zeit.
Das mit Deiner Mutter tut mir sehr leid, es ist schlimm einen Elternteil zu verlieren.
Du könntest Dir professionelle Hilfe holen, wo Du Deine Trauerarbeit mittels eines Psychologen leisten kannst.
Jeder Mensch hat seine eigene Art und Weise mit Trauer umzugehen und so wie es in Deiner Familie zu sein scheint wird hier verdrängt, nicht darüber geredet um ja den Schmerz nicht zu spüren. Andere wiederum wollen weinen, traurig sein dürfen, den Schmerz fühlen und dann schaffen sie sich somit die Gelegenheit für sich, abzuschließen.
Ich habe damals als mein Vater starb viele Briefe an ihn geschrieben, mein Tagebuch war voll mit Gesprächen die ich mit ihm geführt habe und auch wenn er die Briefe nie mehr lesen wird können, es hat gut getan, ihm von dem Schmerz zu erzählen den ich in mir fühlte.
ich wünsche Dir alles Liebe
Fortunia

Das wollt ich Dir auch noch sagen:
Von dem Menschen, den du geliebt hast,
wird immer etwas in deinem Herzen zurückbleiben,
etwas von seinen Träumen,
etwas von seinen Hoffnungen,
etwas von seinem Leben,
alles von seiner Liebe.

Du bist nicht alleine!

Fortunia

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