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Meine Eltern sind schwer krank

15. Juni 2013 um 22:44 Letzte Antwort: 16. Juni 2013 um 21:02

Hallo ihr Lieben- das schlimmste ist eingetroffen, wovor ich schon immer angst hatte! Meine beide Lieben haben und hatten beide Krebs. Ich schreibe hatte, da mein Papa vor 3 Wochen verstorben ist auf ganz üblerweise Weise! Er hatte Rachenkrebs und hatte durch seine 14 stündige OP Hoffnung, dass er gesund wird. Ich frage mich wirklich, wie kompetent sind Ärzte heutzutage wirklich?? Nach der OP sagte ein Arzt zu mir, dass mein Vater schwer krank wer (ach) und das die Lymphdrüsen ser befallen wären und das es wahrscheinlich schon gestreut hat. Ich war fix und alle- allein meinen Vater in so einem Zustand zu sehen! Die Ergebnisse hatten allerding ergeben, dass er keine Methastasen hatte. Trotz dieser Erleichterung, hatte mein Papa durch die totale Medikamentendröhnung Hallizinationen, konnte nicht reden, nicht Trinken und Essen! Es waren quallvolle Wochen für ihn, die meinem Herzen so weh tun! Sowas war auf keinen Fall würdevoll! Nun an einem abend hatte er einen Herzstillstand- durch sein Herzschrittmacher täuscht dies am Monitor, als wenn er noch leben würde. Die Pfleger bemerkten dies erst, als der Blutdruck gesunken ist. Nach 10 Min. hatten sie ihn tatsächlich noch 30 Min. reanimiert..Sie wollten schon aufgeben aber Papas Puls schlug wieder! Nun lag er im Koma und ich konnte mit meinem Papa nie wieder reden! Nach 17 Tagen ist er dann für immer eingeschlafen! Es tut mir so weh, dass er so seine letzten Wochen verbringen musste- so quallvoll- mein geliebter Papa! Für mich ist das alles noch so unwirklich! Und dann hab ich jetzt noch meine Papa, die Bauchspeicheldrüsenkrebs hat! Wie ungerecht kann ein Leben eigentlich sein??? So gute Menschen und dann so eine scheisse!!! Es gibt Schicksale.. und ich durchlebe gerade eines! Habt ihr auch schonmal so ein Schicksal durchleben müssen???

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16. Juni 2013 um 21:02

Trauer
Liebe Moon,

ich möchte dir mein Beileid aussprechen, und viel Kraft für die kommende Zeit.
Ich habe auch einige Schicksale hinter mir. Meine gesamte Kernfamilie ist bereits gestorben. Als ich 12 war, starben innerhalb 3 Monate zuerst meine Großmutter, dann mein Ziehvater, letzterer einen sehr hässlichen Tod.
Seitdem war ich mit meiner schon damals kranken Mutter alleine. Als ich 29 war, kam die nächste Diagnose, meine Mutter hatte Lungenkrebs im Endstadium. Ein halbes Jahr nach dieser Diagnose war sie nicht mehr. Und ich musste mich alleine um ihre Beerdigung kümmern. Das letzte halbe Jahr das sehr schlimm, die Chemotherapien, ihre Schmerzen (großteils durch die Therapien...) und zu sehen wie es ihr immer schlechter ging. Die Hoffnung gibt man bis zum Ende nicht auf, auch wenn die Diagnose "Krebs-Endstadium" wohl keine Hoffnung zulassen dürfte...
Vielleicht kann ich deshalb ein bisserl mit dir mitfühlen.
Also war nun, als ich knapp 30 war, meine gesamte Kernfamilie verstorben, und ich fühlte mich mutterseelen alleine. Gute Freunde blieben auch keine, denn mein schöner großer Freundeskreis hat sich während dieser Krise nach und nach verabschiedet...
Ich dachte mir damals, dass ich nicht über diese ganzen Schicksale hinwegkommen würde, aber es wurde irgendwann mal besser. Das ist jetzt 4 Jahre her, ganz verarbeitet habe ich es noch nicht, und werde es wohl auch nicht, aber es ist besser geworden.
Die Krankheit Krebs ist sehr schlimm, und es bedarf viel Kraft um mit eine/n Angehörige/n der diese Krankheit hat, den Weg gemeinsam zu gehen. Es tut mir Leid dass deine beiden Elternteile diese verfluchte Krankheit haben/hatten.
Ich würde dir empfehlen, suche dir Hilfe, in Form einer Trauertherapie oder dergleichen, wegen deines Verlusts. Trauer ist Schwerstarbeit, und es hilft schon ein wenig, wenn man darüber reden kann...

Wünsche dir ganz viel Kraft!

LG

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