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Meine beste Freundin kommt einfach nicht mehr klar

11. November 2009 um 19:27

Hallo,
ich bin neu hier und schon komme ich mit meinen Problemen... Meine beste Freundin hat schwere Depressionen. Das alles hat kurz nachdem wir uns kennen gelernt haben angefangen. Sie war damals genau wie ich 16. Nach den Ferien fing sie mit ihrer Ausbildung an und ich ging weiter zur Schule (ich möchte ABI machen). Nach ein paar Monaten ging es ihr immer schlechter. Sie hatte das Gefühl mit dem Stoff nicht nach zu kommen und fühlte sich überfordert. Dann kamen noch jede Menge privater Probleme dazu und sie zog sich immer mehr zurück. Ich hatte schon einen Verdacht. Ich habe sie gedrängt sich Hilfe zu suchen und dann hat sie endlich auf mich gehört und ist zu einer Psychologin gegangen. Die lies sie kurz darauf einweisen weil es ihr wirklich extrem schlecht ging. Dort blieb sie dann ein halbes Jahr, also bis vor ca. 3 Monaten. (Ich habe die Ereignisse ein wenig zusammen gestrichen)
Jetzt geht es ihr schlechter als je zuvor. Aber erst seit sie wieder mit der Ausbildung angefangen hat. Am liebsten würde sie sie hinschmeißen, was ich sehr gut verstehen kann. Ihr Vater mit dem sie alleine lebt hat ihr ein Ultimatum gestellt: Entweder sie macht die Ausbildung fertig oder sie fliegt raus. Ich kann ihn zwar zum Teil verstehen, er will, dass sie eine Chance hat auf dem Arbeitsmarkt aber er will nicht sehen, wie ernst ihre Probleme sind. Ich würde ihr so gerne helfen, weiß aber nicht wie... Habt ihr einen Rat für mich? Entschuldigt den langen Text.. Ich konnte mich irgendwie nicht bremsen das alles mal los zu werden...

Liebe Grüße,
Andrea

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12. November 2009 um 12:01

Hm
sei ihr auf jeden fall weiterhin eine so gute freundin!
sie wird jemanden auf den sie sich verlassen kann brauchen.
kann sie nicht vielleicht wo anders unterkommen? bei dir wohnen oder bei anderen freunden?

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12. November 2009 um 14:02
In Antwort auf greta_12875467

Hm
sei ihr auf jeden fall weiterhin eine so gute freundin!
sie wird jemanden auf den sie sich verlassen kann brauchen.
kann sie nicht vielleicht wo anders unterkommen? bei dir wohnen oder bei anderen freunden?

Danke für deine Antwort
Sie hat leider nur mich. Das ist ein Problem. Ich wohne noch bei meinen Eltern. Natürlich könnte sie fürs erste hier unter kommen aber eben nicht für lange. Es ist einfach zu eng hier. Ich habe mir schon gedacht, dass ein "betreutes Wohnen" eine gute Idee für sie wäre, nur weiß ich nicht ob sie da irgendwo einen Platz bekommt wenn sie kein Geld hat.

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13. November 2009 um 11:21

Beratung
... geh mit Deiner Freundin doch bitte zu einem Kriseninterventionszentrum (gibt es in jeder größeren Stadt) Sie braucht fachmännischen Rat. Die wissen über das Spektrum der Möglichkeiten Bescheid.

Hat sie im Anschluss an den Klinikaufenthalt schon einen Therapeuten? Das wäre sehr wichtig für sie.

GlG devilfish

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13. November 2009 um 12:27
In Antwort auf robbie_12691681

Beratung
... geh mit Deiner Freundin doch bitte zu einem Kriseninterventionszentrum (gibt es in jeder größeren Stadt) Sie braucht fachmännischen Rat. Die wissen über das Spektrum der Möglichkeiten Bescheid.

Hat sie im Anschluss an den Klinikaufenthalt schon einen Therapeuten? Das wäre sehr wichtig für sie.

GlG devilfish

Therapeut
Ja, sie geht regelmäßig zu einer Therapeutin. Das tut ihr auch spürbar gut. Das Problem ist nur, dass sie, sobald sie zu Hause ist wieder in der Depression versinkt, da helfen auch die Antidepressiva nicht mehr.

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13. November 2009 um 13:27
In Antwort auf grethe_12962539

Therapeut
Ja, sie geht regelmäßig zu einer Therapeutin. Das tut ihr auch spürbar gut. Das Problem ist nur, dass sie, sobald sie zu Hause ist wieder in der Depression versinkt, da helfen auch die Antidepressiva nicht mehr.

Beratung
...um so wichtiger ist jetzt eine Beratung über die Möglichkeiten z. B. in eine betreute Wohngruppe zu kommen.

Ich denke, sonst hält sie dem Druck nicht lange stand.

Wenn es ganz kritisch ist, kann sie natürlich immer auch wieder zum Arzt gehen und sich einweisen lassen.

Dauerhaft wird aber vermutlich nur eine Veränderung ihrer Situation helfen.

GlG devilfish

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13. November 2009 um 23:14
In Antwort auf robbie_12691681

Beratung
...um so wichtiger ist jetzt eine Beratung über die Möglichkeiten z. B. in eine betreute Wohngruppe zu kommen.

Ich denke, sonst hält sie dem Druck nicht lange stand.

Wenn es ganz kritisch ist, kann sie natürlich immer auch wieder zum Arzt gehen und sich einweisen lassen.

Dauerhaft wird aber vermutlich nur eine Veränderung ihrer Situation helfen.

GlG devilfish

Meine Meinung
Genau meine Meinung. Die Frage ist nur wie kriegen wir das hin? Wo müssen wir hin damit sie so eine Wohnung bekommen könnte? Was muss sie da für Anforderungen genügen? Ich kenn mich da leider so gar nicht aus.

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16. November 2009 um 18:41

Entscheidung
So, heute hat sie sich entschieden, sie geht wieder in die Klinik. Sie hat mit ihren Ausbildern geredet und die haben ihr grünes Licht gegeben, dass sie ihre Stelle nicht verliert wenn sie noch mal in die Klinik geht. Ich bin total erleichtert aber gleichzeitig auch total besorgt. Ich mache mir Sorgen, ob es ihr diesmal mehr bringt oder ob es ihr vielleicht gar nicht hilft. Ich hoffe so sehr für sie, dass sie ihr Leben bald wieder auf die Reihe bekommt... Sie ist doch erst 19...

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16. Dezember 2009 um 15:10

Psychose
Hallo,
ich habe gestern mit ihr Telefoniert und sie hat mir erzählt, dass bei ihr jetzt auch noch eine Psychose ausgebrochen ist, genauso wie bei ihrer Mutter. Sie macht sich jetzt große Sorgen, dass sie genauso wird wie ihre Mutter und ich mache mir sorgen um sie.
Habt ihr eine Idee wie ich ihr noch helfen kann?

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