Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Trauer - Verlust einer geliebten Person

Meine 4-jährige Tochter Phoebe ist gegangen...

9. Mai 2015 um 12:38 Letzte Antwort: 24. Mai 2015 um 22:58


Ich habe meine Tochter verloren.
Linda war gerade mal 4 Jahre alt, und hatte doch so viel Leid erfahren müssen.
Sie kam am 21.04.2011 mit ihrem Zwillingsbruder Samuel auf die Welt. Und ich liebte beide von Anfang an! Auch die beiden älteren Geschwister Henry und Elena haben den Zuwachs schnell akzeptiert.
Doch dann wurde bei meiner Kleinen Leukämie diagnostiziert.
Ich möchte nicht so viel über ihren Leidensweg erzählen, das fällt mir noch zu schwer. Was ich jedoch noch einwerfen möchte ist, dass vier ihren vierten Geburtstag noch einmal wundervoll feiern konnten. Unsere Familie kam ins Krankenhaus, welches wirklich super war.
Wir bekamen einen kleinen Raum für uns und konnten mit den Zwillingen Kuchen essen, Freunde einladen und noch einmal wirklich viel Spaß haben. Phoebe hat gelächelt, sogar ihr bester Freund war da, natürlich mit der Mama. Seit fast einem Jahr hatten sich die beiden alle sechs Wochen bloß übers Telefon hören können.
Sam hatte an dem Tag keine Freunde da, wir wollten den kleinen Kindern keine unnötigen lasten auflegen. Natürlich waren auch Ärzte unter uns, doch sie waren ziemlich locker drauf.
Und dann, als alle gegangen waren, sagte Phoebe etwas unglaubliches: Mama, ich weiß dass ich sterbe. Ich möchte gerne zu den Engeln. Aber ich braucht dann ein neues Baby, damit ich wieder hier zu euch auf die Welt kommen kann. Weil ich hab euch lieb.
Sie ist erst vier! Und spricht wie eine Erwachsene! Wie kann sie so stark sein?
Am 8.Mai starb unsere kleine Maus dann. Ich hatte sie auf dem Arm nehmen dürfen. Ihr Papa hielt die kleinen Händchen. Ich habe ihr ein Lied gesungen, und dann schlief sie ein. Kurze Zeit später spürte ich ihre Atemzüge nicht mehr. Die Krankenschwester hatte die Geräte bereits ausgeschaltet.
Mein Mann hat fürchterlich geweint, doch ich konnte es nicht. Wie in Trance habe ich meine ganze Familie informiert, und darum gebeten, dass unsere Freundin die anderen drei Kinder vorbeibringt.
Es war so schrecklich. Erst als ich meinen Sohn Sam im Arm hielt brach eine Welt für mich zusammen. Sam verlor seine Zwillingsschwester, seine beste Freundin. Und er weinte.
Der Papa zog Phoebe schön an, deckte sie zu und tatsächlich durften sich Henry, Elena und Sam von ihr verabschieden.

Ich habe nun noch eine Frage - Glaubt ihr es ist richtig unsere Kinder (Elena ist sieben, Henry ist sechs und Sam ist vier) nicht mit auf die Beerdigung zu nehmen? Mein Mann ist strikt dagegen, aber sollten sie sich nicht verabschieden können?

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24. Mai 2015 um 22:58

Die Kinder sollten selber entschein
Ich finde deine Kinder sollten selber entscheiden ob sie sich es zutrauen. im Notfall würde ich vorher mit einer Freundin abklären, dass sie auf die Kinder aufpasst wenn sich keine andere Lösung finden lässt. Für kinder ist eine Beerdigung schwerer zu ertragen als für Erwachsene. ich weiß es aus eigener Erfahrung. Es war zwar der Vater meiner besten Freundin (ich war 10, sie 9) aber als Kind versteht man es noch nicht und fängt automatisch an zu weinen, wenn sie ihre Eltern weinen sehen. Es wäre besser, wenn sie sich vorher von ihr verabschieden können

Melanie

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