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Mein Vater fehlt mir so

17. Juni 2010 um 12:32

vor 5 Wochen ist mein vater plötzlich gestorben und er fehlt mir schrecklich.

Dieses ekelhaft schreckliche Gefühl, dass er einfach weg ist. Und nie wieder kommt...
Es übermannt mich immer wieder...
Mal steh ich blöd im Wohnzimmer und fang unvermittelt an zu weinen. Oder wie jetzt sitz ich auf der Arbeit, mit den Tränen kämpfend und ring um klare Gedanken.
Was soll ich nur tun?
Was KANN ich tun?
Ich komm mir so hilflos vor.
Ich schaffs auch immer nur kurzweilig mich abzulenken. Bei PC spielen oder mit meiner Freundin. bei der Arbeit geht das garnicht, aber ich kann ja auch nicht heulend auf der Arbeit rumsitzen. Erstrecht nicht bei dem Arbeitspensum, was ich hier zu schaffen habe -.-'

Wir hatten noch so viel zusammen vor. Wollten noch so viel zusammen unternehmen, was man immer wieder geschoben hat.

weiß jemand was ich meine?
Was kann man machen?

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17. Juni 2010 um 22:31

Das tut mir sehr leid für dich..
Es ist nicht leicht sich abzulenken. Und vielleicht solltest du das auch nicht ständig versuchen. Gib dir Zeit. Verbringe viel Zeit mit den Menschen, die dir nahe stehen und lass den Tränen auch öfter mal freien Lauf.
Ich finde es sehr schwierig, den Alltag zu bewältigen nach dem Tod eines lieben Menschen. Ich habe meinen Vater auch verloren..vor etwas mehr als zwei Jahren. Und ich kann es immer noch nicht fassen. Es ist schwer zu begreifen. Er war erst 57.
Es wird langsam bergauf gehen. Widme dich schönen Dingen. Erlaube dir viele Auszeiten! Ich weiß, der Tod gehört zum Leben. Aber man kann es trotzdem nicht akzeptieren, nicht wahr?
Ich rede manchmal mit meinem Vater..das hilft mir irgendwie.

Ich wünsche dir viel Kraft...

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18. Juni 2010 um 9:43
In Antwort auf traci_12474165

Das tut mir sehr leid für dich..
Es ist nicht leicht sich abzulenken. Und vielleicht solltest du das auch nicht ständig versuchen. Gib dir Zeit. Verbringe viel Zeit mit den Menschen, die dir nahe stehen und lass den Tränen auch öfter mal freien Lauf.
Ich finde es sehr schwierig, den Alltag zu bewältigen nach dem Tod eines lieben Menschen. Ich habe meinen Vater auch verloren..vor etwas mehr als zwei Jahren. Und ich kann es immer noch nicht fassen. Es ist schwer zu begreifen. Er war erst 57.
Es wird langsam bergauf gehen. Widme dich schönen Dingen. Erlaube dir viele Auszeiten! Ich weiß, der Tod gehört zum Leben. Aber man kann es trotzdem nicht akzeptieren, nicht wahr?
Ich rede manchmal mit meinem Vater..das hilft mir irgendwie.

Ich wünsche dir viel Kraft...

Danke
für deinen Ratschlag.
Leider fehlt mir dazu ein wenig die Zeit. Das Leben bleibt nicht stehen, ich fahr morgens um halb zur Arbeit und bin teilweise erst um halb neun abends wieder zu hause. Das heist ich verrbinge den Tag auf der Arbeit, bei Leuten die mir nichts bedeuten, da kann ich mir keine Auszeit nehmen, bei dem was von mir verlangt wird.

Mein Vater war auch erst 60 und ich versuche auch immer mich an schöne Dinge zu errinnern. Aber oft klappt das eben nicht und ich seh ihm vor meinem inneren Auge dann Tot im Bett liegen :.-(
Das ist echt hart und jedes Mal wenn ich dran denk, jetzt zum Beispiel, brech ich in Tränen aus. DAS geht bei der Arbeit einfach nicht.

Was soll ich nur tun? Was hast du getan?

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18. Juni 2010 um 14:36
In Antwort auf rimi_11972531

Danke
für deinen Ratschlag.
Leider fehlt mir dazu ein wenig die Zeit. Das Leben bleibt nicht stehen, ich fahr morgens um halb zur Arbeit und bin teilweise erst um halb neun abends wieder zu hause. Das heist ich verrbinge den Tag auf der Arbeit, bei Leuten die mir nichts bedeuten, da kann ich mir keine Auszeit nehmen, bei dem was von mir verlangt wird.

Mein Vater war auch erst 60 und ich versuche auch immer mich an schöne Dinge zu errinnern. Aber oft klappt das eben nicht und ich seh ihm vor meinem inneren Auge dann Tot im Bett liegen :.-(
Das ist echt hart und jedes Mal wenn ich dran denk, jetzt zum Beispiel, brech ich in Tränen aus. DAS geht bei der Arbeit einfach nicht.

Was soll ich nur tun? Was hast du getan?

..
..genau das ist es - das Leben bleibt nicht stehen. Und genau das war es, was mir geholfen hat. Es geht immer weiter. Lachende Kinder im Park, zerbrechliche Kranke..usw. Es gibt immer mehrere Seiten.

Deinen Vater vor deinem inneren Auge, wirst du nicht auslöschen können und wollen. Damals sah ich auch immer meinen Vater - ständig - vor mir..wie es früher war, der Klang seiner Stimme, seine Augen, wie er lange leiden musste und letztendlich sein Tod. Heute kommt es noch oft vor, aber nicht mehr so häufig. Bei mir ist es nur leider so, dass ich oft nicht dran denke und urplötzlich fällt es mir wieder ein und ich bin dann immer wieder aufs Neue erschrocken.

Deshalb würde ich dir raten, oft viel darüber nachzudenken und auch darüber zu sprechen! Verdrängen ist nicht gut.
Auf der anderen Seite solltest du oft Ablenkung suchen, weil man manchmal einfach keine Kraft mehr hat darüber nachzudenken, weil es einfach auswegslos erscheint.

Ich habe damals mein Studium abgebrochen, weil ich keine sozialen Kontakte mehr pflegen konnte. Das ist natürlich kein guter Rat für dich. Es ist schwer zu sagen, was das Beste für dich wäre.

In deinem Beruf wird ja eine ganze Menge von dir abverlangt. Sieh mal, wenn du ständig den Tränen nahe bist und es dir so schlecht geht...das bedeutet Stress! Du zwingst dich weiter zu machen, obwohl du nicht dazu in der Lage bist. Du unterdrückst außerdem deine Gefühle. Geh doch zu einem Arzt (einfach dein Hausarzt) und rede mit ihm darüber. Er könnte dich krank schreiben. Und das ist kein blau machen!! Dir geht es wirklich nicht gut und du bist nicht arbeitsfähig!

So könntest du ein Stück weit in Ruhe das Geschehene verarbeiten, es erst einmal fassen.
Und du könntest dich mit jungen Menschen (die voller Lebensenergie sind) treffen.. Das gibt Mut und Hoffnung. Das Leben ist nämlich nicht vorbei. Ich hoffe für dich, du hast Menschen, mit denen du reden kannst, die dir zuhören? Viele können damit leider nicht umgehen..(habe diese Erfahrung gemacht).

Es ist wirklich traurig. Ist dein Vater plötzlich verstorben oder hatte er einen langen Leidensweg?

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18. Juni 2010 um 14:40
In Antwort auf traci_12474165

..
..genau das ist es - das Leben bleibt nicht stehen. Und genau das war es, was mir geholfen hat. Es geht immer weiter. Lachende Kinder im Park, zerbrechliche Kranke..usw. Es gibt immer mehrere Seiten.

Deinen Vater vor deinem inneren Auge, wirst du nicht auslöschen können und wollen. Damals sah ich auch immer meinen Vater - ständig - vor mir..wie es früher war, der Klang seiner Stimme, seine Augen, wie er lange leiden musste und letztendlich sein Tod. Heute kommt es noch oft vor, aber nicht mehr so häufig. Bei mir ist es nur leider so, dass ich oft nicht dran denke und urplötzlich fällt es mir wieder ein und ich bin dann immer wieder aufs Neue erschrocken.

Deshalb würde ich dir raten, oft viel darüber nachzudenken und auch darüber zu sprechen! Verdrängen ist nicht gut.
Auf der anderen Seite solltest du oft Ablenkung suchen, weil man manchmal einfach keine Kraft mehr hat darüber nachzudenken, weil es einfach auswegslos erscheint.

Ich habe damals mein Studium abgebrochen, weil ich keine sozialen Kontakte mehr pflegen konnte. Das ist natürlich kein guter Rat für dich. Es ist schwer zu sagen, was das Beste für dich wäre.

In deinem Beruf wird ja eine ganze Menge von dir abverlangt. Sieh mal, wenn du ständig den Tränen nahe bist und es dir so schlecht geht...das bedeutet Stress! Du zwingst dich weiter zu machen, obwohl du nicht dazu in der Lage bist. Du unterdrückst außerdem deine Gefühle. Geh doch zu einem Arzt (einfach dein Hausarzt) und rede mit ihm darüber. Er könnte dich krank schreiben. Und das ist kein blau machen!! Dir geht es wirklich nicht gut und du bist nicht arbeitsfähig!

So könntest du ein Stück weit in Ruhe das Geschehene verarbeiten, es erst einmal fassen.
Und du könntest dich mit jungen Menschen (die voller Lebensenergie sind) treffen.. Das gibt Mut und Hoffnung. Das Leben ist nämlich nicht vorbei. Ich hoffe für dich, du hast Menschen, mit denen du reden kannst, die dir zuhören? Viele können damit leider nicht umgehen..(habe diese Erfahrung gemacht).

Es ist wirklich traurig. Ist dein Vater plötzlich verstorben oder hatte er einen langen Leidensweg?

Achso..
..du hattest ja geschrieben - plötzlich - ..
..das ist natürlich umso schwieriger
Du konntest dich nicht verabschieden..es ist ein Schock.

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18. Juni 2010 um 23:13

Vater
ich kann Dich verstehen und umarme Dich. Viel Kraft!
Es ist so unendlich unleicht.
Ich mache das gerade auch durch.
Mach eine Kerze an für ihn und erinnere Dich an ihn, in Deiner Seele. Ich werde meinen Papa immer immer im Herzen tragen.
Always the best! So ein Mensch der weg ist - niemals verloren, immer im Herzen. Heul.
Wir sind so hier, weil sie da waren. Wären sie wir, dann würden sie weiter machen.
in Liebe an die Ewigkeit.

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19. Juni 2010 um 23:47
In Antwort auf traci_12474165

Achso..
..du hattest ja geschrieben - plötzlich - ..
..das ist natürlich umso schwieriger
Du konntest dich nicht verabschieden..es ist ein Schock.

Wirklich nett
Danke für deine Ratschläge...
Nun ist es so dass ich schon 2,5 Wochen deswegen krank geschrieben war und mein Chef dafür garkein verständnis hat. Als seine Mutter starb, war er grade mal 3 Stunden nicht auf der Arbeit...
Und am Ende vom jahr heist es: "Was ham sie denn verkauft?" Und da zählen argumente wie " ich war aber doch 4 wochen krank, dann müsste man ja nen Monat von meinen zielen abziehen" leider nicht...

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26. Juni 2010 um 14:17
In Antwort auf rimi_11972531

Wirklich nett
Danke für deine Ratschläge...
Nun ist es so dass ich schon 2,5 Wochen deswegen krank geschrieben war und mein Chef dafür garkein verständnis hat. Als seine Mutter starb, war er grade mal 3 Stunden nicht auf der Arbeit...
Und am Ende vom jahr heist es: "Was ham sie denn verkauft?" Und da zählen argumente wie " ich war aber doch 4 wochen krank, dann müsste man ja nen Monat von meinen zielen abziehen" leider nicht...

Nach solchen..
..Schicksalsschlägen, fallen einem viele Dinge wie Schuppen von den Augen. Alles liegt offen vor dir. Jahrelange routinemäßige Alltagsaufgaben werden eine Qual. Man kann besser unterscheiden zwischen Gut und Schlecht. Man denkt mehr über den Sinn dahinter nach.
Jetzt wird dir bestimmt klar, dass deine Arbeit nicht das Richtige für dich ist.
Vielleicht wagst du ja einen Neuanfang? Vielleicht nicht sofort, vielleicht gibt es aber keine andere Wahl? Das Leben zeigt dir die kalte Schulter. Es ist eine schwere Prüfung. Doch auch dieser Berg wird dich stärker machen. Übergehe nicht länger die Warnsignale. So wie du über deine Arbeit schreibst..klingt es nicht gerade nach die Erfüllung deiner Träume..geschweige denn nach einer erträglichen Arbeit. Wenn es um Verkauf geht, zählen "Dinge", wie Gefühle nicht. Das ist eine kalte Realität. Befreie dich davon, wenn du dich nicht dazugehörig fühlst. Mele dich weiterhin krank und suche dir Hilfe..es gibt ein psychologisches Gutachten, dass du dieser Tätigkeit nicht weiter nachgehen kannst..suche dir finanzielle Unterstützung (vorübergehend) und suche dir währenddessen einen geeigneteren Job, der besser zu dir und deinen Vorstellungen passt....mit menschlicheren Arbeitsbedingungen.
Alles sehr viel und hart. Aber vielleicht besser, als diesem Druck zu unterliegen..............

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