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Mein Schwager stirbt, wie kann ich meiner Schwester helfen?

19. April 2016 um 20:43

Hallo, bin gerade fertig. Der Mann von meiner Schwester hatte einen schweren Unfall und liegt seit fast einer Woche im Koma, sein Zustand ist sehr schlecht und er wird sehr wahrscheinlich nicht überleben. Meine Mutter hatte mich angerufen und ich bin sofort zu meiner Schwester gefahren, die beiden haben erst vor 1 1/2 Jahren geheiratet und haben zwei kleine Kinder (5 und 2 Jahre). Meine Schwester ist total fertig und liegt nur noch im Bett. Ich und meine Mutter kümmern uns um die Kinder. Der Große fragt schon nach seinem Vater, wir haben ihm noch nicht die Wahrheit gesagt. Ich weiß nicht wie es weitergehen soll, jeden moment kann das Krankenhaus anrufen und sagen, das er gestorben ist, immer wenn bei meiner Schwester das Telefon klingelt zucke ich zusammen, wie muss es erst für sie sein, ich weiß einfach nicht wie es weitergehen soll?

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19. Mai 2016 um 8:16

Unterstützung
Es tut mir sehr Leid, dass deine Familie da durch muss! Ein Unfall, der jemanden so plötzlich aus dem Leben reißt ist wikrklich schrecklich und nichts ist tragischer als der Tod eines Elternteils, wenn es noch so kleine Kinder - oder überhaupt Kinder gibt. Ich habe gerade meine Mama verloren an den Krebs, nicht wirklich überraschend aber doch überraschend schnell. Ich kann dir nur sagen, was mir geholfen hat oder hätte.

KInderbetreuung ist schon einmal eine feine Sache, aber nicht nur kurzfristig. Sollte ihr Mann tatsächlich gestorben sein, braucht sie da mit Sicherheit auf längere Zeit Unterstützung, um in Ruhe trauern zu können. Glück, wer dann eine Familie hat, die da unterstützen kann. Doch auch ganz alltägliche Dinge wie der Haushalt, etc. fallen sehr schwer, wenn man gerade so einen Verlust erlitten hat. Des weiteren wollte ich mich nicht mit dem Begräbnis befassen, aber da es sonst keiner tat, blieb es doch an mir hängen. Ich hätte mir da sehr gewünscht, dass das andere übernehmen.

Und das allerwichtigste: Einen solchen Verlust steckt man nicht in einer Woche weg. Oder in einem Monat. Oder einem Jahr. Das braucht Zeit, unter Umständen viele Jahre und das letzte, was man dann braucht, sind Kommentare a la "Reiß dich zusammen, jetzt ist doch eh schon so viel Zeit vergangen" Stattdessen möchten die meisten immer wieder drüber reden, was ihnen geschehen ist. Auch wenns zum tausendten Mal um dieselben Kleinigkeiten geht, die man dem geliebten Menschen nicht mehr hat sagen können.

Hilfreich ist auch eine Trauerbegleitung für die Familie. Bei uns in Ö bietet das der Hospizdienst an, so etwas gibt es bei euch bestimmt auch.

Fall all das bereits zu spät kommt, mein aufrichtiges Beileid!

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30. Mai 2016 um 20:13

Ein geliebter Mensch geht...
Hallo,
ich bin in der Palliativpflege..... sei einfach da für deine Schwester. Es ist eine verdammt harte Zeit. Aber ich hoffe, er überlebt.
LG

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