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Mein Partner leidet an Panikattacken

8. August 2006 um 12:33

Guten morgen,

ich weiss langsam nicht mehr weiter, bzw ich weiss nicht was ich tun kann. ich schildere euch mal meine situation.
mein partner leidet seit ca 3 monaten an agstzuständen & panikattacken. es kam bei ihm aus heiterem himmel... er weiss bis heute nicht wieso, weshalb und warum.
wir haben uns vor ca 1,5 jahren kennen gelernt & sind seit ca. einem halben jahr zusammen. wir leben in einer fernbeziehung und können uns nur am wochenende oder im urlaub sehen. das erste mal trat es bei ihm auf im mai diesen jahres, an einem freitag abend als ich zu ihm fuhr. wir telefonierten als ich losgefahren bin und alles war gut & ca 1,5 std später als ich bei ihm ankam, fing alles an. er wusste garnicht was mit ihm passiert, diese zittern, diese beklemmtheit... diese angst. er fuhr ins krankenhaus ... nach ein paar tagen konnten die ihm nichts sagen, nach allen untersuchungen, nach allen teste: ursache: ihnen fehlt NICHTS!!
montags wollte er wieder zur arbeit, doch da kam es wieder... als er zu einem andren arzt ging, überwies er ihn sofort in eine phsychatrische klink... dort war er ca 6 wochen... hat dort einiges gelernt & auch angewand, dort hatte er fast nichts von diesen attacken und er kam wieder nachhause. das ganze ist jetzt 5-6 wochen her & seit dem er zu hause ist, kommen diese anfälle wieder vermehrt. bei den unterschiedlichsten situationen, egal obe beim einkaufen, auf der arbeit, beim autofahren, beim fernseh gucken... einfach immer mal zwischen durch. mal mehr mal weniger... er redet viel mit mir darüber, doch ich kann ihm nicht helfen, ich kann nur zuhören und ihn ermütigen... jedoch hat er auch immer riesen angst mich zu sehen und die abstände an denen wir uns sehen, werden immer grösser... ich vermisse ihn so sehr, ich würde so gern hinfahren und ihn einfach mal in arm nehmen, doch er meidet die situation mit mir extrem.
ich denke grade weil es das erste mal passiert ist, als ich zu ihm gefahren bin. doch wie soll es weiter gehen, was kann ich tun, wie kann ich helfen... fragen über fragen... (
er sagt immer zu mir das er mich liebt, doch ich soll ihm zeit geben. ich gebe ihm zeit, doch ich denke er glaubt: es geht so wie es gekommen ist & er macht leider nicht mehr viel dagegen. doch ich kann ihn auch nicht ermutigen seine therapien ( entspannung) weiter zu machen, das was er in der klink gelernt hat.
doch wie lange halte ich es durch ihm zeit zu geben?? ich habe so viel darüber gelesen und manche von den betroffenen haben das schon so lange.. leider
ich als nicht "betroffene" kann vieles davon auch nicht verstehen oder nachvollziehen, aber er hält mich so lange hin... ich sitze hier 200 km entfernt und kann nichts machn als zuhören... hat vielleicht jemand von euch einen tip für mich?
ich liebe diesen mann von ganzem herzen!!
grüsse Mina

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8. August 2006 um 16:34

Hallo...
...Mina

Für Aussenstehende ist es meistens schwer diese Angst und Panik nachvollziehen zu können.

Leider wirst du ihm auch nicht viel helfen können. Er selbst muß den Wunsch haben aus diesem Kreis heraustreten zu wollen.

Selbst ein Therapeut kann nur erfolgreich arbeiten, wenn der Patient/Klient mitarbeitet.

Du hast Entspannung bereits erwähnt. Hypnose könnte ein Weg sein sich von dieser Angst und Panik zu verabschieden, aber auch hier bedarf es natürlich seiner Mitarbeit.

Vielleicht mag dein Freund sich mal mit der Hypnoseklinik in Dahn in Verbindng setzen.

Ich kenne mittlerweile ein paar Leute, die ganz begeistert von dieser Therapieform sind.

http://www.hypnose-krankenhaus.de/

Alles Gute für dich und einen Freund!

Lieben Gruß
Barbara

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8. August 2006 um 17:23

Also mal Halt.
Panikattacken können aus den verschiedensten Gründen entstehen.Meist sind sie in der Vergangeheit des Betroffenen zu finden. Auslöser ist meist eine aktuelle Situation. Das er dich weniger sehen will, finde ich erstaunlich. Eingentlich bist du für ihn eine Vertrauensperson und solche braucht der Betroffene in einer Lebensphase in der Panikattacken auftauchen. Nun bin ich kein Psychologe, doch da die Ursachen für die Attacken sich meist über Jahre aufgebaut haben, reichen meiner Ansicht nach 6 Wochen Klinikaufenthalt nicht. Irgendwas in seinem Leben ist für ihn nicht kontrollierbar, sagt ihm jedenfalls sein Gehirn + er reagiert darauf mit solchen Attacken.
Meist sieht man es den Betreffenden nicht an, dass er / sie höllische Panik hat. Ich weiß das insofern, als ich selber in einer Umbruchsituation in der vieles noch im Ungewissen lag und ich kurzzeitig bei meiner Mutter zur Untermiete wohnte, plötzlich Panikattacken erlebte. Ich dachte in echt "Nun werde ich wahnsinnig". Die erste tauchte auf dem Weg zur Arbeit auf. Da hatte ich den Eindruck nix geht mehr, wenn ich nur einen Schritt weiter gehe, verlaufe ich mich. Hört sich relativ harmlos an, war jedoch ziemlich höllisch. Irgendwie fand ich zurück. Meine Mutter reagierte vollkommen bescheuert. Ich bat sie mich in den Arm zu nehmen + sie sagte "geh doch zum Arzt". Naja, bedingt durch unsere gemeinsame Geschichte, meine ich, dass ihr Verhalten mir gegenüber seit meiner Kindheit, ein Nicht-Verhalten war + ansonsten ein mich ausnutzen.
Jedenfalls merkte ich, dass ich etwas für mich tun muss + hatte das Glück eine Therapeutin zu finden mit der ich mich verstand und die ich nach einem Rückfall später auch wieder in Anspruch nahm. Der Rückfall kam, als ich nach einer Trennung die von mir ausging und mit heftigen Streits verbunden war, plötzlich Angstzustände + Panikattacken hatte. Das ging soweit, dass ich nicht mehr schlafen konnte + auch noch von mir ungewollte Selbstmordgedanken dazu kamen. Also, wieder Therapie. So eine Therapie kann dauern, schließlich haben sich die Ereignisse die zu Panikattacken führen auch über Jahre bis zu Jahrzehnten aufgebaut.
Ich kann es jedem Betroffenen empfehlen eine Therapie anzunehmen, fand es ohne Klinik für mich auch besser, ich hatte so die Möglichkeit die Veränderungen mitten im Leben einzubringen. Dass er dich nicht sehen mag, finde ich merkwürdig. Für mich wäre es seht unterstützend gewesen, wenn mir jemand beigestanden hätte. Aber jeder "Fall"ist anders.
Meiner Ansicht nach hate es nichtsmit dir zu tun, du bist einfach in einer Situation gekommen, in der du der Auslöser für eine seiner Attacken warst.
Solltest du noch Fragen oder so haben, schreibe mir einfach. Ich habe ja viel geschrieben, doch kann sein du brauchst andere Infos.
Liebe Grüße und nicht verzweifeln
walden6

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10. August 2006 um 1:38
In Antwort auf myrtle_11916290

Hallo...
...Mina

Für Aussenstehende ist es meistens schwer diese Angst und Panik nachvollziehen zu können.

Leider wirst du ihm auch nicht viel helfen können. Er selbst muß den Wunsch haben aus diesem Kreis heraustreten zu wollen.

Selbst ein Therapeut kann nur erfolgreich arbeiten, wenn der Patient/Klient mitarbeitet.

Du hast Entspannung bereits erwähnt. Hypnose könnte ein Weg sein sich von dieser Angst und Panik zu verabschieden, aber auch hier bedarf es natürlich seiner Mitarbeit.

Vielleicht mag dein Freund sich mal mit der Hypnoseklinik in Dahn in Verbindng setzen.

Ich kenne mittlerweile ein paar Leute, die ganz begeistert von dieser Therapieform sind.

http://www.hypnose-krankenhaus.de/

Alles Gute für dich und einen Freund!

Lieben Gruß
Barbara

Danke...
Hallo, erstmal ein vielen dank an euch und auch an die leute die mir private nachrichten geschrieben haben ...
nein, ich denke nicht das er mich nicht sehen will... sondern er hat angst davor, dass es wieder so schlimm wird wenn ich da bin... das scharmgefühl hatte er, grade am anfang, doch ich denke das hat sich mitlerweile sehr gelegt. wobei, ich weiss es nicht. ich dachte auch immer, bzw habe soviel darüber gelesen, das man grade diese vertraute person gerne um sich hat, doch ich bin mir da nicht so sicher...
er erzählt mir alles, das weiss ich, jedoch ist meine anwesenheit, grade wenn er wieder eine attacke hat, anscheinend nicht gut.
wenns ihm gut geht, ist soweit alles bestens.. jedoch wenn nicht, will er glaub ich einfach allein sein.
ich kann das verstehen, jedoch muss auch ich lernen mit dieser situation umzugehen... ich würde ihm so gerne tips von euch geben, doch habe ich das gefühl, ich setze ihn damit unter druck... er weiss das ich mich damit viel beschäftige, ich glaube ich beschäftige mich bald mehr damit als er selbst.
er versucht das alles ohne "grosse" hilfe in den griff zu bekommen. er geht auch nach seinem klinikaufenthalt zum therapeuten, aber ansonsten befasst er sich leider nicht mehr viel damit & hofft glaub ich nur auf, dass es endlich ein ende nimmt... doch ob es so einfach wieder geht, bezweifle ich, grade nachdem was ich alles darüber gelesen habe.
er hat sich ein buch bestellt, er hat angefangen darin zu leysen, doch er meinte: es wäre zu hart, das zu lesen, da genau das beschrieben wird, was er fühlt bzw empfindet!!
wenns ihm gut geht, will er sich nicht damit auseinander setzen, doch wenns ihm schlecht geht kann ers nicht.
er versucht dagegen anzukommen, doch ich glaube den "richtigen " willen hat er noch nicht... ich glaube er hofft auf ein "wunder"

nochmal zu dir barbara, ich glaube nicht das ich ihn davon überzeugen kann.. leider..

ich rede ihm immer wieder mit zu, lobe ihn wenn er allein was meistert... ich ermutige ihn wenns ihm schlecht geht... ich ärgere und necke ihn wie immer sonst auch... nur es gibt für ihn leider zur zeit mehr schlechte als schöne momente und das reisst extrem runter... dabei rede ich nicht von mir, ich kämpfe und versuche da zu sein, doch nehmen kann ich es ihm nicht...

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