Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Mein Papa ist plötzlich gestorben, ich fühl mich so leer

Letzte Nachricht: 12. Mai 2012 um 0:08
10.03.12 um 16:07

Hallo,
heute vor 4 Wochen ist mein Papa ganz unerwartet im Alter von nur 51 Jahren verstorben. Ich war zu der Zeit in Australien. Ich hatte dort die geilste Zeit in meinem Leben, und hatte am Ende eines wahnsinnig tollen Wochenendes, am 12.2. via Facebook erfahren das mein Vater verstorben ist, ich musste es auf der Pinnwand meines Bruders lesen, bevor ich überhaupt meine Mails checken konnte.
Es war für mich der absolute Albtarum. Glücklicherweise konnte mich meine Freundin und ihr Freund bei denen ich zu Gast war für den Anfang auffangen. Ich bin dann auch 2 Tage später zurückgeflogen und direkt von Frankfurt aus zu meiner Mama und Bruder gefahren. Ich fühlte mich so leer und hatte so eine Last im Herzen. Der Tag der Trauerfeier war dann der schlimmste Tag in meinem Leben! Ich machte mir vorwürfe nicht dagewesen zu sein, aber ich weiss das ich es eh nicht gewesen wäre da ich 500km von meiner Familie weg wohne.

Ich bin dann auch nach einer Woche wieder arbeiten gegangen, ich wollte es probieren, die Ablenkung tat mir gut. Doch nach wenigen Tagen merkte ich das es meinem Körper nicht gut tut, ich hatte Magenschmerzen, Kopfschmerzen... Ich war dann einen Tag daheim und bin dann wieder arbeiten. So langsam merke ich nun aber das es mir doch immer schwerer fällt morgens aufzustehen, aber jetzt nochmal daheim zu bleiben kommt doch blöd auf der Arbeit, oder? Ich weiss auch nicht, aber ich bräuchte dringend ruhe, vielleicht sollte ich auch trauern. Ich kann aber nicht mehr weinen,.... Schon allein deswegen fühle ich mich manchmal schlecht.
Ich kann keine Nacht mehr gut schlafen, ich schlafe ein habe dann aber Albträume, ich sehe im Traum meinen Vater wie er im Sarg verbrannt wird, oder so ähnliches.... Mich macht das Nachts wahnsinnig. Ich hatte als ich wegen der Magenschmerzen beim Arzt war für ein paar Tage Tabletten verschrieben bekommen für die Psyche, da konnte ich auch wieder gut schlafen, nun sind die Tabletten leer und ich kann wieder nicht gut schlafen. Aber ich kann doch jetzt nicht einfach wieder zu den Tabletten greifen, es muss doch auch so gehen? Das Leben geht doch weiter... es muss auch ohne meinen Papa. Ich mein ich weiss das die Eltern irgendwann mal sterben aber ich bin doch erst 24, da muss man seinen Papa nicht zu Grabe tragen. Und nun gehts meiner Oma auch noch von Tag zu Tag schlechter das wir ihr auch nicht mehr viel Zeit geben. Ich halt das nicht aus.

War jemand von euch schonmal in so einer Situation, was habt ihr gemacht das es mal besser wird, vorallem das diese Last im Herzen vielleicht sich lockert, es ist unerträglich an manchen Tagen!

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23.03.12 um 0:05


habe meinen papa am 5.12.11 verloren.. als erstes mein beileid! wie ich sehe bist du auch grade 24... sowas ist echt hart... ich brauchte bestimmt 12 hilfe durch den arzt, welcher mir tabletten verschrieb. ich habe bis heute zwar gelernt das paps weg ist und nicht wieder kommt, jedoch darf ich nicht daran denken was wir vorher erlebt haben und wie es passiert ist. ich versuche meinem dad so nahe zu sein wie möglich (durch grabpflege, ich rede mit ihm) vielleicht hilft es dir wenn du eine kerze für ihn anzündest? ich z.b. habe auch jetzt gerade eine kerze brennen.. ich rede auch laut mit meinem dad. gut nicht unbedingt in der öffentlichkeit aber zu hause, vor meinem mann und auch auf dem friedhof.. mir hilft es weil ich schon oft das gefühl hab das er mir dann nahe ist, als würde er seine hand auf meine schulter legen..! alles persönliche jedoch von meinem dad habe ich erstmal sicher verpackt um eine emotionswelle im vorraus zu stoppen... gut mag sein das ich das alles noch versuche zu verdrängen aber egal wie man sich in der trauer verhält (laut losweinen, schreien, niedergeschlagen sein, schlaflos etc) ist meiner meinung nach normal und wenn du z.B. mit ihm redest finde ich persönlich das auch nicht peinlich, ist in meinen augen ein ausdruck von liebe und das du den menschen im herzen trägst! dir alles liebe und gute!

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27.03.12 um 10:20

Oh ja..
ich habe meinen vater (56) ende oktober verloren udn kann nur sagen...alles braucht zeit. ich habe erst mal gar nciht gearbeitet und das war auch gut so.
ich mach mir auch ständig vorwürfe, dass ich nciht genug da war und mich hätte mehr blicken lassen müssen.
aber es ist so wie es ist. aber mit der tatsache muss man leben lernen. es ist nciht leicht. das ist ein prozess, der lange dauert und das erste jahr nach dem tod ist wohl das schlimmste.
mir kommen in ungeahnten situationen die bilder von meinem toten vater wieder hoch und das muss man auch erst mal aushalten lernen!
nimm dir zeit wenn es irgendwie geht und vesuch nicht die trauerarbeit zu erzwingen. das ist etwas was zeit braucht und keiner kann dir sagen wie lange!

mein beileid!

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12.05.12 um 0:08

...
Hey..

Ich bin in einer ähnlichen Situation wie du.. Ich bin 26 und mein Vater hat sich vor einem halben Jahr das Leben genommen.. seitdem habe ich ständig Magenschmerzen, Alpträume, Schlafstörungen und das Leben ist einfach nur noch anstrengend und macht keinen Spass mehr..
Ich dachte irgendwann wird das besser aber jetzt sind es 6 Monate und es ist immernoch genausoschlimm wie am Anfang.
Manchmal wünsche ich mir, ich könnte es genauso machen wie er und auch gehen.

Lg sadpussycat

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