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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Mein Papa ist jetzt 2 Jahre tod und ich komme nicht darüber hinweg

Letzte Nachricht: 3. Januar 2008 um 23:48
R
rawiya_12535477
03.12.07 um 17:15

Wer möchte mit mir schreiben?
Mein Papa ist am 22.08.05 gestorben, er hatte Lungenkrebs und wir haben Ihn über 2 1/2 Jahre gepflegt und ich war auch dabei wo er eingeschlafen ist. Trotzdem kann ich damit nicht umgehen und muss nur weinen. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit. Vielleicht könnt Ihr mir helfen und wir schreiben darüber. Ich danke euch schon mal im voraus, vielleicht geht es euch genauso.
Das schlimme ist noch das meine Schwester nicht darüber redet, schon gar nicht mit mir und meine Mutti redet nur mit mir und auf irgendeine weise macht mir das auch zu schaffen.
Danek euch!

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B
brynne_12769993
07.12.07 um 23:33

....
Hallo... mein Beileid...

das tut mir leid für dich, dass du in so jungen Jahren deinen Vater verloren hast.

Ich habe meinen Vater mit 18 verloren. Er ist von der Treppe gestürzt und hatte Gehirnblutungen. Nach ein paar Tagen im Koma ist er verstorben... ich bin religiös und konnte daher einigermaßen gut damit umgehen. Ich glaube an ein Leben nach dem Tod im Himmel oder in der Hölle. Ich weiss, dass es meinem Papa gut geht und bete oft für seine Seele.

Mit meinen Geschwistern habe ich erst Jahre später über den Tod von meinem Vater gesprochen. Anfangs haben wir auch nicht darüber gesprochen. Das ist wohl so... dränge sie nicht, irgendwann wird die Zeit kommen, indem ihr darüber redet..

mache das beste aus deinem Leben, dein Papa wird stolz auf dich sein...

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I
iris_12527557
07.12.07 um 23:46

Hallo Buzzel,
Menschen gehen mit Tod und Trauer sehr ver-
schieden um. Dass es für euch schlimm war auch diese lange Pflege, kann ich gut nachempfinden.
Es gibt ganz viele Möglichkeiten, wie du dir Hilfe holen kannst. Es gibt mehrere Möglichkeiten:
www.elternlos.de
www.trauerhotline.de
www.verwitwet.de
auch wenn du bei Google "Trauer" eingibst, kannst du fündig werden. Es gibt heute auch
fast überall Trauergruppen. Und wenn du
www.amazon.de nachschaust, dort gibt es sehr viele Bücher über Tod und Trauer.
Gruß Melike

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A
ashlyn_12342225
03.01.08 um 23:48

Mein Paps ist 4,5 Jahre tot und ich bin auch nicht drüber hinweg
Hallo buzzel21 !
Ich kann nur zu gut verstehen, was du fühlst und denkst. Mein Paps ist am 05.08.2003 am Herzinfarkt auf der Arbeit gestorben. Plötzlich und unerwartet...ist einfach nicht mehr nach Hause gekommen. Und dieses Gefühl, man hätte ihm so gern gesagt, wie lieb man ihn hat und vieles anderes, geht nie weg. Am 10.08. wäre der Hochzeitstag meiner Eltern gewesen. Es ist zwar schon einige Zeit vergangen, aber ich habe mich bis heute nicht damit abgefunden. Ich habe immer wieder diese Bilder im Kopf, wie Mitarbeiter der Bundeswehr-Feuerwehr (Paps Arbeitsplatz) an unserer Tür klingelten, ich war alleine, und sie verkündeten mir diese Nachricht, das war ein Schock. Ich hatte in diesem Moment keine Bezugsperson zum gegenseitigen trösten. Mein erster Bruder kam ca. ne halbe Stunde später zu mir. Er wusste noch nichts, nur das etwas passiert ist und er sofort ins Elternhaus kommen soll. Dann habe ich ihm es sagen müssen. Mein zweiter Bruder mit Freundin kamen dann auch. Mein Nachbar ist dann mit zu meiner Mutti auf Arbeit gefahren und hat ihr bei der Nachricht beigestanden. Ich weiß auch noch den einen Tag, da habe ich hyperventiliert und der Notarzt musste mir ne Spritze geben, dann bin ich eingeschlafen... Zur Beerdigung sind Massen Leute gekommen, Familie, Bekannte, Verwandte, Bundeswehrfeuerwehr mit Kommodor, Freiwillige Feuerwehren aus 3 Bezirken. Von der Kapelle bis hin zum Grab standen Feuerwehrleute und bildeten eine Schlange mit hochachtungsvollem Kopfgruß. Ich wär am liebsten ins Grab gesprungen... Mein Hund, mein Paps stetiger Begleiter, hat auch gemerkt, das etwas nicht stimmt, als die Kollegen vor der Tür standen. Hört sich unglaubwürdig an, aber unser Hund hat geheult, so wie die Wölfe... Der wusste genau, was geschehen ist. Ne Zeit lang hat er kaum gefressen und sah traurig aus. Die beiden waren ein Herz und eine Seele. Wo mein Paps war, war auch der Hund. Heute muss ich feststellen, dass ich die etwas andere Hilfe in Anspruch nehmen werden muss, um damit klar zu kommen. Mit wem soll man da sonst drüber reden? Irgendwie gehts nicht so recht.. Liebe Grüße Kathi

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