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Mein Papa ist am 24.12.2009 gestorben...er fehlt mir/uns so dolle

13. Februar 2010 um 17:05 Letzte Antwort: 24. März 2011 um 18:21

Hallo zusammen,

mein Papa ist am Heiligen Abend um ~15h gestorben. Er hatte Lungenkrebs und hatte auch über 2 1/2 Jahre sehr stark dagegen gekämpft. Der Krebs hat ihn besiegt und geholt
Es war zwar klar, das der Tag X kommen wird, aber das es zu diesem Zeitpunkt geschehen würde...

Er war immer dafür das wir, die ganze Familie, uns heilig Abend treffen und gemeinsam X-MAS Lieder sangen und lecker gegessen haben!
Ein paar Wochen vor Heilig Abend hatte er auf den Kalender (auf den 24.12. gezeigt) und gesagt: "Das möchte ich noch erleben, danach kann ich gehen!"
Mir liefen nur noch die Tränen und dachte innerlich nur: tue uns das bitte nicht auf Weihnachten an.
Und doch hat er wieder seinen Wille bekommen
Es war die ganze Familie in diesem Sterbehospitz versammelt. Als ob er gemerkt hat das alle da waren und ist dann eingeschlafen. Vom Schmerz und Leid erlöst.
Meine Mum sagte noch, das die letzten 48h wirklich sehr schlimm waren....trotz Morphium etc. er hätte bis zur letzten Minute gekämpft und um Hilfe gebeten.

Klar gibt es für den Tod nicht den richtigen Zeitpunkt...aber er hat mit seinem Todestag auf Heilig Abend ein Zeichen gesetzt. Irgendwie sch... aber ich versuche es gut zu sehen.
Wir werden dann jedes Jahr an dem 24.12. zusammen mit der Familie da sitzen und mit ihm zusammen den Heiligen Abend "feiern".

Ich höre mich vielleicht stark an, aber es nimmt mich noch immer ganz schön mit...versuche mich an die schönen Seiten mit und von ihm vor Augen zu halten, aber das klappt nicht immer

Habe manchmal das Gefühl, das er doch noch mal um die Ecke zurück kommt...aber die Ecke bleibt leer.

LG
Simone

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12. März 2010 um 17:05

Mir gehts ähnlich...
Es tut mir sehr leid und ich kann deinen Schmerz sehr gut verstehen. Mein Vater ist im November gestorben und ich komm damit überhaupt nicht klar. Mein Vater war in unserer Familie der Mittelpunkt und wenn der dann fehlt... uns geht es allen sehr schlecht. Ich kann mir oft gar nicht vorstellen, daß er nie mehr wieder kommt. Er war mir immer die größte Stütze in meinem Leben, wußte immer Rat und hat geholfen wo er konnte. Ja , wie kommt man damit klar... ich denke, das wird sehr lange dauern- mein Vater war auch nicht wirkich krank und von daher hat uns das sehr überraschend getroffen. Mein Leben ist seitdem leer, alles ist anders und nichts wie es war. Er fehlt mir so sehr, jeden Tag aufs neue. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und gute Gespräche, die dir helfen, damit zurecht zu kommen. Ich habe leider keinen mit dem ich wirklich darüber reden kann, denn meine Familie wohnt weiter weg.
lg
muckel

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7. Mai 2010 um 23:26
In Antwort auf brmd_12857688

Mir gehts ähnlich...
Es tut mir sehr leid und ich kann deinen Schmerz sehr gut verstehen. Mein Vater ist im November gestorben und ich komm damit überhaupt nicht klar. Mein Vater war in unserer Familie der Mittelpunkt und wenn der dann fehlt... uns geht es allen sehr schlecht. Ich kann mir oft gar nicht vorstellen, daß er nie mehr wieder kommt. Er war mir immer die größte Stütze in meinem Leben, wußte immer Rat und hat geholfen wo er konnte. Ja , wie kommt man damit klar... ich denke, das wird sehr lange dauern- mein Vater war auch nicht wirkich krank und von daher hat uns das sehr überraschend getroffen. Mein Leben ist seitdem leer, alles ist anders und nichts wie es war. Er fehlt mir so sehr, jeden Tag aufs neue. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und gute Gespräche, die dir helfen, damit zurecht zu kommen. Ich habe leider keinen mit dem ich wirklich darüber reden kann, denn meine Familie wohnt weiter weg.
lg
muckel

Das grab besuchen
Danke für die liebe Antwort! Auch ich wünsche dir alles Gute und ganz viel Kraft in den schweren Momenten!
Kannst du deinen Papa auf dem Friedhof besuchen? Also ist es gut zu erreichen? Ich habw einen kleinen Weg gefunden um Kraft und Mut zu bekommen...das Grab! Es ist ist nach dem harten Winter richtig schön und bunt geworden. Wenn ich am Grab war, gibt mir das irgendwie wieder Kraft und Mut weiter nach vorn zu schauen! Ich kanns von ganzem Herzen nur empfehlen, denn nur dort ist man sich wirklich nah.
Natürlich ist das kein Ersatz und er fehlt genauso stark wie vorher...aber es hilft.

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24. März 2011 um 18:21

Wie geht es dir jetzt?
Mein Beileid Simone,

das tut mir sehr Leid, dass dein Papa so leiden musste die letzten Tage seines Lebens.
Mein Papa ist ca. vor einem Jahr gestorben und ich vermisse ihn sehr. Ich versuche tapfer zu sein und muss das auch, aber der Tod kam so plötzlich...

Ich hoffe auch immernoch, dass ich die Schlüssel in der Türe höre und er einfach ganz normal von der Arbeit heimkommt.

Ich wollte wisse, wie es dir heute geht? Das erste Jahr soll ja immer das Schlimmste sein... aber die Erinnerungen werden galube ich immer schmerzhaft sein, auch wenn ich mit niemandem tauschen möchte und einen anderen lebendigen Papa haben möchte.

Liebe grüße

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