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Mein Opa...

4. September 2010 um 20:07

Hallo. Mein Opa ist am 02.03.2009 relativ überraschend gestorben. Ich komme da einfach nicht drüber hinweg....

6 Tage vorher war ich bei oma und opa und war grad dabei zu gehen, als oma und ich einen Rumps gehört haben. Mein Opa ist gefallen in der Küche. Er wußte garnicht was passiert war, als er mich gesehen hat. Dann kam der Rettungswagen und er kam ins KH. Er hatte Darmpolypen und 2 sind voll kaputt gegangen, er nahm Marcumar zur Blutverdünnung. Donnerstags war ich dann bei ihm und wir haben so viel gelacht und uns gefreut, denn Smastag sollte er nach Hause kommen. Ich habe ihm erzählt, dass mein jetziger Mann und ich im Dezember heiraten wollen und er hatte Tränen in den Augen. Samstag habe ich nachmittags versucht ihn anzurufen um zu fragen, wie es ihm geht. Doch ich habe niemanden erreicht. Weder meine Großeltern, noch meine Eltern. Später bekam ich dann einen Aanruf von meiner Mutter, dass mein Opa gefallen ist in der Nacht von Freitag auf Samstag und er ganz blöd auf die Wirbelsäule gefallen ist, dass er ein Hämatom hat und er große Schmerzen hat. Er wurde dann in ein künstliches Koma gelegt. Montags sollte er bei stabilen Blutwerten operiert werden. Montag war ich bei meiner Mutter, weil wir noch was zu erledigen hatten. Um 11:30 Uhr klingelte das Telefon und das KH war dran. Wir sollten sofort ins Krankenhaus kommen, es sieht sehr schlecht aus.
Als wir da waren, habe ich meinen Opi nicht wieder erkannt. Er sah so ganz anders aus, als ich ihn in Erinnerung hatte. Um 15:35 Uhr hat sein Herz aufgehört zu arbeiten. Ich kriege einfach diese Bilder nicht mehr aus dem Kopf.... Ihm lief kurz vorher noch das Blut aus der Nase und es war so grausam.

Ich konnte die ganze Zeit kaum weinen. Auf der Beerdigung habe ich geweint, weil der Trompeter von der Goldenen Hochzeit im Jahr davor da war. Sonst nicht.

Das Weinen kam erst so in den letzten Monaten. Kurz vorm 1. Todestag habe ich nur noch an ihn gedacht. Immer wieder kommen mir einfach so die Tränen. Es gibt keinen Grund dafür. Genauso, wenn ich an seinem Grab stehe. Ich habe ihm einen Engel und einen Handwärmer in den Sarg legen lassen (wir durften ihn nicht mehr sehen, da er sehr aufgedunsen war), weil ihm immer so kalt war....

Es ist sehr schwer jemanden einfach so gehen zu lassen....

*Opi, ich vermisse dich so sehr und ich werde dich immer lieb haben*

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5. September 2010 um 21:26

Das versteh ich
Das tut mir leid mit deinem Opa.
Mein Opa ist jetzt auch fast ein Jahr tot und ich kann es auch nicht wirklich glauben.
Ich weiß nicht wie ich es dir genau sagen soll aber.........
versuch nicht ihn einfach so gehen zu lassen sondern versuch mit erinnerungen als es ihm gut ging als ihr zusammen spaß hatten, versuch mit diesen erinnerungen etwas gutes zu verbinnden und verabschiede dich von ihm.
Ich hoffe das ist halb wegs verständlich.

Ich hoffe für dich das es dir gelingt dich zu verabschieden und dieses gefühlschaos los zu werden und dich im positiven an deinen opa zu erinnern.

viel glück

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7. September 2010 um 23:43

Mitfühlen...
...kann ihr in dieser Situation sehr gut. Mir ist es ähnlich ergangen. 2008 im Mai habe ich auf einer Familienfeier noch zu meinem damaligen Freund gesagt, wie dünn mein Opa doch aussieht und dass ich das Gefühl habe, dass es ihm bald schlechter gehen wird. Kurz darauf haben meine Eltern mir dann berichtet, dass mein Opa ins KH musste wegen seiner Lunge. Es ging ihm immer schlechter und man musste auch einige Teile seiner Lungenflügel entfernen. Das machte mich sehr fertig und ich bereitete mich langsam darauf vor von ihm Abschied nehmen zu müssen. Doch wie ein Wunder ging es ihm wieder besser und er wurde auf Reha geschickt um sich endgültig zu erholen. Alles schien gut zu werden. Doch als ich eines Nachts von einem Ausflug in einen Freizeitpark zurück kam, habe ich die schreckliche Nachricht erhalten, dass mein Opa gestorben ist.
Ich musste damals sehr viel weinen. Und das hat mir gut getan. Auch ich muss jetzt noch viel weinen und es nun zwei Jahre her.
Mir hilft es immer, wenn ich alleine an sein Grab gehe, am besten bei Dämmerung oder Nacht, und weine. Ich unterhalte mich auch Nachts vor dem Schlafen im Bett mit meinem Opa. Ich kann dir nur den Tipp geben, entweder auch versuchen mit deinem Opa zu sprechen oder dir einen lieben Menschen zu suchen, der mit dir ans Grab geht. Das tut gut, weil man gerade da noch die Verbundenheit spürt...
Mach dir keine zu großen Sorgen wegen den Tränen, die am Anfang nicht fließen wollte. Meist ist das der Schock.
Ich hoffe du findest einen ähnlichen Weg wie ich, mit der Trauer umzugehen... Weinen tut gut...

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