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Mein Matyrium

1. November 2015 um 15:55

Meine Vergewaltigungen, reaktionen der Eltern, innerlich tot

Hallo alle zusammen...

das was ich jetzt mache fällt mir sehr schwer, bekomme jetzt schon Herzrasen und mir wird schlecht bei dem Gedanken. Aber ich will es endlich BEWUSST loswerden. es könnte ein langer Text werden, da ich viel in mich reingefressen habe, und ich möchte die situation vorher sehr gerne mit erwähnen...

Zuerst würde ich gern zu dem jüngsten Ereigniss kommen.
am 07.02.2015. damals noch 18 Jahre. gegen Abend in meiner Wohnung die ich mir mit meinem Bruder teilte.
Es war ein Samstag und ich war zuvor 2 Wochen Krankgeschrieben da ich dauernd Kreislaufzuammenbrüche hatte. Montag sollte der normale Alltag wieder losgehen.

Es war gegen 19 Uhr, mein Bruder war das WE nicht zuhause, wie so oft..Ich war dabei die Wohnung sauber zumachen, nachdem ich mir vorher noch den Bauch ordendtlich vollgeschlagen hatte, Ich war bis dato eine gute Esserin. Es wurde schon dunkel, und ich hörte damals immer laut Musik mit Kopfhörern wenn ich am Aufräumen war, einfach Spaßes halber. dann brachte ich den Müll runter, sah auf dem Parklatz ca. 10 m von den Mülltonnen entfernt 2 Männer, die ich aber nicht wirklich wahr nahm stehen, ich brachte den Müll weg und ging wieder in meinen Hausflur (Das Schloss war kaputt, da die Nachbarskinder immer Stöcke und Steine reinklemmten, mittlerweile wurde das Schloss ganz ausgebaut) also kann jeder einfach rein kommen....

An meiner Wohnungstür angekommen... ich schloss die Tür auf und wurde direkt gepackt, geschlagen und in mein Zimmer geschliffen. Es waren 2 Männer. vermutlich sogar die beiden die am Parkplatz standen...

einer hielt mir den Mund und die Augen zu, während der eine sich vergnügnte..und so ging das abwechselnd, hin und her... ich wurde beschimpft und geschlagen. als sie fertig waren wurde ich noch angespuckt und mit den worten "du hast deinen job gut gemacht schl***e" verabschiedet..

Ich war total in trance, verstand nicht was passiert war, wollte mich nur noch waschen...einfach alles abwaschen...

Montag... bin trotz dessen auf Arbeit..nicht mehr ich selbst, aber ich wurde halt gebraucht. 5 wochen hab ich es durchgehalten. dann bin ich innerlich zusammengebrochen und war in einer Klinik (Psychatrie) habe seit dem nichts mehr essen können, alles was ich gegessen hatte hatte ich wieder ausgebrochen (nicht mit absicht), weil ich kurz davor gegessen hatte und mich ein voller Magen an die Situiation erinnert hatte und mir einfach schlecht wurde, es geling nur ganz selten das ich was drinbehalten konnte.

jedenfalls bekam ich einen Arztbrief indem drin stand das ich vergewaltigt wurde, den ich in meinem Rucksack bei mir Zuhause ( musste manchmal Heim ) unterm bett versteckt hatte. weil niemand aus meiner Familie etwas davon erfahren sollte. da ich mit meinen Eltern bzw mit meinem Vater nie gut klar kam.
Jedenfalls fand mein Vater diesen Brief beim durchstöbern meiner Wohnung, das machten sie gern...
und stellte mich regelrecht zur rede. lies mir keine ruhe mehr, wollte jedes detail wissen. Er nahm mich nicht in den Arm und kam mal auf den gedanken mich zu trösten, Nein...Er wollte details. ich konnte bis dahin nicht mal mit meiner Psychologin darüber reden was genau passierte. sie gab mir Zeit. Er nicht er setzte mich dauernd unter druck, fing jeden Tag mit dem Thema an. immer und immer wieder. Irgendwann stand er vor mir in der Klinik.

und fragte mich sauer, wer dieser Sven ist, warum ich nie von ihm erzählt hatte.. zuerst wusste ich garnicht was er meint. bis er mir sagte das hatte er aus meinem Tagebuch... er war also wieder in meiner Wohnung, hatte wieder in meinen Sachen rumgewühlt, und mein Tagebuch war verdammt gut versteckt! und ich war so sauer as er einfach dauernd in meiner Wohnung geht und meine sachen durchwühlt. und er drehte den Spieß rum, ich sei selbst schuld an allem, ich wollte das er die Sachen findet. (in meiner abgeschlossenen Wohnung, sowie abgeschlossenem Zimmer, Sachen vertseckt)
Jedenfalls ist dieser Sven mein 1 Freund gewesen, und wollte damals mit mir schlafen, da war ich 16, er 18. ich wollte nicht.. aber das interessierte ihn nicht. Er machte mit mir was er wollte...

weil ich damals mit niemanden reden konnte schaffte ich mir ein Tagebuch an, und schrieb mir jeden Frust von der Seele.

Ich bekam von meinem Vater Tag für tag immer mehr vowürfe und behauptungen ich sei doch einer kriminellen Bande eingestiegen und selbst schuld an der Vergewaltigung, ich sei denen wohl was schuldig gewesen.
ich sei an allem schuld, daran das die Famile kaputt geht, an der Vergewaltigung, an allem.
ich hatte schon immer mit depressionen zu tun gehabt, und es war jedesmal ein verdammter kampf mich da raus zu holen. alleine. und in dieser Zeit, so labil, durch die frischen wunden... das ich mich nicht umgebracht habe grenzt an ein wunder. ich hatte es vor..

ich war ein halbes Jahr in der Klinik. bin dann umgezogen, ohne die hilfe von meinen Brüdern oder eltern, hab mit 19 jahren alles alleine gemacht. mein Bruder der Mit mir wohnte wusste von der Sache dann bescheid, sah es aber dennoch nie ein Zuhause zu sein, wenn ich eine Belastungsporbe (zuhause schlafen) hatte. Er hinterlies mir die Wohnung jedesmal wie ein Saustall und stellte mir die Mülltüten direkt vor die Tür...obwohl er weiß das es beim Müll runterbringen passiert war. das war reinster Psychoterror..
Bei meinem Umzug war keiner da um zu helfen. niemand...
habe auch den kontakt zum Vater abgebrochen und zu den Brüdern.


ich fühle mich manchmal wie leer, richtig tot. ich versuche nach außenhin stark zu sein. aber im prinzip bin ich nur noch eine Hülle.
bin nicht in behandlung weil ich nur absagen bekomme

das war meine Geschichte, ich hoffe es ist nicht zu lang geworden...

Ich wünsche allen Opfern alles, alles gute und hoffe Ihr werdet ein normales leben führen können.

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3. November 2015 um 13:13

Hallo
du hast viel durchmachen müssen und es ist nicht gut, dass du jetzt allen damit zurecht kommen musst.

Warum bekommst du nur absagen?
Kannst du nichts aus deinem Klinikaufenthalt nutzen um aus den Tief herauszukommen?

Du kannst dich an eine Beratungsstelle wenden, dort würdest du ja Unterstützung bekommen und du wärst dann mit der Last auch nicht mehr ganz allein.
Es gibt verschiedene Anlaufstellen wie z.B. Wildwasser, Allerleihrau, Regen-Licht-Kind oder du schaust mal bei Trau dich, dort findest du noch weitere Anlaufstellen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und alles erdenklich Gute!


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