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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Mein Mann trinkt, sein Bruder unterstützt dieses Verhalten

Letzte Nachricht: 13. Dezember 2005 um 12:20
W
wenona_12054030
12.12.05 um 14:13

Ich möchte hier gerne etwas zur Diskussion stellen.
Ich lebe seit über einem Jahr von meinem alkoholabhängigen Mann getrennt. Seit einer Woche versucht mein Mann Annäherungsversuche mit dem Wunsch, sein Verhalten zu verändern. Ich habe ihm gesagt, dass ich einen Licktblick, eine Perspektive und eine Hoffnung brauche. Am Wochenende saßen wir mit seinem Bruder zusammen. Ich habe ganz offen dieses Thema ansprochen. Dabei kam heraus, dass der Bruder meinte, mein Mann könne jederzeit ohne Alkohol, so schlimm wäre das gar nicht, er würde schließlich morgens nicht zittern, und ich müsse nicht immer alles gleich als Sucht und Krankheit interpretieren. Mein Mann hielt sich aus diesem Gespräch heraus und wollte nicht über Probleme sprechen, sondern auf Allgemeinplätze ausweichen. Schließlich meinte der Bruder, man müsse einen Angetrunkenen ja nicht noch provozieren, damit er noch aggressiver würde, und letztlich hatte aus seiner Sicht jeweils die Partnerin schuld, die als Frau ihm schließlich etwas anderes anbieten könne, damit der Mann gerne nach Hause käme. So nach dem Motto, wenn eine Frau etwas einfängt, dann habe sie selbst daran schuld. Bei dem Gespräch kam heraus, dass ich mich letztlich schuldig und angegriffen fühlte, so als ob ich die Patientin wäre und die beiden vollkommen in Ordnung. Dabei habe ich in fünf Jahren meinen Mann keinen Tag ohne sein Bier erlebt, er braucht erstmal 4-5 Flaschen täglich, um überhaupt auf einem normalen Level zu sein. Er wird teilweise recht aggressiv und hat inzwischen auch bereits Probleme mit seiner Sexualität. Wenn er noch kein Bier hatte, ist er fahrig, unruhig und schlecht gelaunt. Der Bruder idealisiert die Situation und und will ein gutes Verhältnis, weil er womöglich wegen einer früheren Frauengeschichte immer noch ein schlechtes Gewissen hat. Ständig wird in den Vordergrund gerückt, welch ein gutes Familienverhältnis sie hätten. Doch sie reden nicht offen und ehrlich miteinander, sehen weg, vertuschen und behalten Familienprobleme für sich. Mein Mann hat sich nicht gestellt, obwohl er mich nicht verlieren will. Letztlich ist bei dem gesamten Gespräch nichts anderes heraus gekommen, als dass ich der Problemfall wäre und der Hilfe bedarf. Darüber bin ich natürlich enttäuscht und verärgert. Das Gespräch war ein Hilferuf, der jedoch ins Leere ging. Das musste ich mir hier an dieser Stelle einmal von der Seele schreiben. LG Devi

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W
wenona_12054030
12.12.05 um 15:04

Sein Bruder
Hallo Gelegenheitszicke,
das sehe ich auch so.
Ich bin zwar nicht geschlagen worden, das würde ich auch niemals hinnehmen. Dennoch finde es sehr schade, dass der Bruder "aus Liebe" so reagiert, hat sich mit dem Thema noch nicht befasst. Ich kann den Bruder zwar nicht überzeugen, doch es fällt mir schwer, das so stehen zu lassen. LG Devi

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A
alanis_12681975
12.12.05 um 15:10

Liebe Devi.....
.... Dein Mann ist ein Feigling und sein Bruder einfachnutr doof!!!

*DU* hast überhaupt keine Schuld an dem Alkoholproblem Deines Mannes! Er schüttet sich das Zeug rein, nicht Du! Wenn Dein Mann unfähig ist über seine Problem und Ängste zu reden, dann kann man nicht Dich dafür verantworlich machen! Und dass Dein Schwager ihn noch deckt und alles schön redet ist der Hammer.

Ich persönlich, würde mir ernsthaft überlegen, ob Du Deinem Mann wirlich eine Chance geben möchtest. Er sitz bei Eurer Aussprache dabei, lässt seinen Bruder ihnüber den Klee loben udn hält selber seinen Mund. Das sieht mir überhaupt nich nach kämpfen aus, sondern viel eher will er einen Freibrief zum Biersaufen.

So lange er selber nicht einsieht, dass er krank ist, wirst Du gar nichts bewegen. Und wenn diese Trennung ihn immer noch nicht wach gerüttelt hat, dann hallo! Was braucht er mehr?

Was willst Du? Hast Du das nötig Dichals Buhmann darstellen zu lassen? Mäöchtest Du einen dauer-blauen udn aggressiven Mann an Deiner Seite?


LG Pluster

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W
wenona_12054030
12.12.05 um 15:30
In Antwort auf alanis_12681975

Liebe Devi.....
.... Dein Mann ist ein Feigling und sein Bruder einfachnutr doof!!!

*DU* hast überhaupt keine Schuld an dem Alkoholproblem Deines Mannes! Er schüttet sich das Zeug rein, nicht Du! Wenn Dein Mann unfähig ist über seine Problem und Ängste zu reden, dann kann man nicht Dich dafür verantworlich machen! Und dass Dein Schwager ihn noch deckt und alles schön redet ist der Hammer.

Ich persönlich, würde mir ernsthaft überlegen, ob Du Deinem Mann wirlich eine Chance geben möchtest. Er sitz bei Eurer Aussprache dabei, lässt seinen Bruder ihnüber den Klee loben udn hält selber seinen Mund. Das sieht mir überhaupt nich nach kämpfen aus, sondern viel eher will er einen Freibrief zum Biersaufen.

So lange er selber nicht einsieht, dass er krank ist, wirst Du gar nichts bewegen. Und wenn diese Trennung ihn immer noch nicht wach gerüttelt hat, dann hallo! Was braucht er mehr?

Was willst Du? Hast Du das nötig Dichals Buhmann darstellen zu lassen? Mäöchtest Du einen dauer-blauen udn aggressiven Mann an Deiner Seite?


LG Pluster

Sein Bruder
Hallo Pluster,
ich möchte keinen dauerhaften und aggressiven Mann an meiner Seite. Habe auch nur noch einen Funken Hoffnung. Meinem Mann habe ich Heute Morgen gesagt, dass er feige war und sich nicht gestellt hat. LG Devi

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A
an0N_1191367699z
12.12.05 um 15:39
In Antwort auf wenona_12054030

Sein Bruder
Hallo Gelegenheitszicke,
das sehe ich auch so.
Ich bin zwar nicht geschlagen worden, das würde ich auch niemals hinnehmen. Dennoch finde es sehr schade, dass der Bruder "aus Liebe" so reagiert, hat sich mit dem Thema noch nicht befasst. Ich kann den Bruder zwar nicht überzeugen, doch es fällt mir schwer, das so stehen zu lassen. LG Devi

Das ist keine Liebe
das ist keine Liebe, die den Bruder deines Mannes bewegt, so zu sein. Es ist Bequemlichkeit, Faulheit und Angst, den tatsachen ins Auge zu sehen. Letzendlich sollte deine Aufgabe auch nicht sein, den Bruder zu überzeugen, sondern den Betroffenen selbst. Hat dein mann keine eigene Wahrnehmung, die ihm sagt, daß sein Leben so nicht normal ist? ohne die Einsicht, daß er das problem ist bzw. hat würde ich ihm keine Chance mehr geben. Laß dich nicht kaputt machen von denen und leb dein Leben notfalls ohne ihn.

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alanis_12681975
12.12.05 um 15:47
In Antwort auf wenona_12054030

Sein Bruder
Hallo Pluster,
ich möchte keinen dauerhaften und aggressiven Mann an meiner Seite. Habe auch nur noch einen Funken Hoffnung. Meinem Mann habe ich Heute Morgen gesagt, dass er feige war und sich nicht gestellt hat. LG Devi

Udn was antwortete er?
Was hat denn Dein Mann darauf geantwortet?


LG
Pluster

PS. Bespricht er die Antwort erst mit seinem Bruder *frechgrins*
Wohnt ihr eigentlichnich zusammen?
Wie alt seid Ihr?

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W
wenona_12054030
12.12.05 um 22:55
In Antwort auf an0N_1191367699z

Das ist keine Liebe
das ist keine Liebe, die den Bruder deines Mannes bewegt, so zu sein. Es ist Bequemlichkeit, Faulheit und Angst, den tatsachen ins Auge zu sehen. Letzendlich sollte deine Aufgabe auch nicht sein, den Bruder zu überzeugen, sondern den Betroffenen selbst. Hat dein mann keine eigene Wahrnehmung, die ihm sagt, daß sein Leben so nicht normal ist? ohne die Einsicht, daß er das problem ist bzw. hat würde ich ihm keine Chance mehr geben. Laß dich nicht kaputt machen von denen und leb dein Leben notfalls ohne ihn.

Das ist keine Liebe
Wir wohnen nicht zusammen, ich habe meine eigene Wohnung. Noch vor Stunden war ich so in Rage, dass ich dem Bruder am liebsten alles Mögliche über das Thema Sucht in den Briefkasten geworfen hätte. Nach einem Termin heute Abend habe ich mich wieder abgeregt. Mir ist klar geworden, dass den Bruder dieses Thema nicht interessiert, er nichts davon hören will und die Meinung vertritt, er müsse mit seinem Bruder solidarisch sein, das ist seine Betrachtung von Liebe. Ich könnte mich auf den Kopf stellen, er würde bei seiner Meinung bleiben. Ich wollte im Grunde genommen überzeugen und recht bekommen, außerdem wohl auch ein wenig Anteilnahme und Hilfe. Doch das ist nicht der Part des Bruders, es ist meine Angelegenheit allein mit meinem Partner, folglich hätte ich den Bruder nicht mit einbeziehen sollen. Natürlich habe ich mich über mich selbst am meisten geärgert, weil ich die Erwartung hatte, dass sich das Gespräch zu meinen Gunsten entwickelt. Auch wenn ich die Meinung des Bruders besch... finde, so hat er doch ein Recht darauf, es ist nicht meine Aufgabe, Andere zu überzeugen und zu missionieren. Nun weiß ich, dass mir solche Gespräche nichts bringen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, entweder ziehe ich die Sache mit meinem Partner durch mit dessen Bereitschaft oder ich lebe alleine weiter.
Danke für Eure Anteilnahme. LG Devi

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Z
zelpah_12632583
13.12.05 um 7:22

Du schaffst es
Hallo,
Ich war schon in der gleichen situation wie Du. Er ist Alkoholiker. Und Du wart in einer sogenannten Co-Abhängigkeit. Wenn er aggresiv wird ist es gefährlich denn die Hemmschwelle wird immer geringer und es ist möglich das er zuschlagen wird.
Du bist nicht das Problem sondern die beiden haben ein Problem das sie auch kennen doch es nicht war haben wollen.

Ich weiß es ist in so einer Situation nicht leicht vieleicht kannst Du mit Deinem Mann mal unter 4 Augen reden und ihm dabei klar machen wie Du es siehst und ihm vieleicht anbieten das er nicht ganz aufhören muß sonder nur am Wochenende etwas trinkt. Ansonssten hilft nur ein kompletter Entzug - Dabei kannst Du ihm ja vieleicht helfen.

Wenn er auch da zu nicht bereit ist es besser sich von ihm gAnz zu trennen
LG Nic

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W
wenona_12054030
13.12.05 um 9:23
In Antwort auf zelpah_12632583

Du schaffst es
Hallo,
Ich war schon in der gleichen situation wie Du. Er ist Alkoholiker. Und Du wart in einer sogenannten Co-Abhängigkeit. Wenn er aggresiv wird ist es gefährlich denn die Hemmschwelle wird immer geringer und es ist möglich das er zuschlagen wird.
Du bist nicht das Problem sondern die beiden haben ein Problem das sie auch kennen doch es nicht war haben wollen.

Ich weiß es ist in so einer Situation nicht leicht vieleicht kannst Du mit Deinem Mann mal unter 4 Augen reden und ihm dabei klar machen wie Du es siehst und ihm vieleicht anbieten das er nicht ganz aufhören muß sonder nur am Wochenende etwas trinkt. Ansonssten hilft nur ein kompletter Entzug - Dabei kannst Du ihm ja vieleicht helfen.

Wenn er auch da zu nicht bereit ist es besser sich von ihm gAnz zu trennen
LG Nic

Du schaffst es
danke für den Zuspruch.
die beiden haben zwar ein Problem, doch ich als Co.-Abhängige habe auch ein Problem, nämlich das, dass ich vorantreiben und manipulieren wollte. Mein Mann sollte sich stellen, dabei ist es seine Angelegenheit, wann und wo er sich stellt und ob er das überhaupt will. Ich wollte helfen, damit es mir mit diesem Problem besser geht. Ich wollte Verständnis und Mitgefühl an falsche Stelle, habe die Situation falsch eingeschätzt. Das einzige, was mir als Co.-Abhängige bleibt, ist gut für mich selbst zu sorgen, ungeachtet dessen, wie Andere mit sich umgehen. Glücklicherweise kann ich recht gut alleine leben. Meinen Mann habe ich vor die Wahl gestellt, nun muss ich ihn in seine Eigenverantwortlichkeit entlassen, es ist sein Problem, wie er mit seiner Sucht umgeht. Ich werde in Zukunft lieber gut mit mir selbst umgehen und nur dann zur Stelle sein, falls er mich um Hilfe bittet.
LG Devi

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A
an0N_1191367699z
13.12.05 um 11:12
In Antwort auf wenona_12054030

Du schaffst es
danke für den Zuspruch.
die beiden haben zwar ein Problem, doch ich als Co.-Abhängige habe auch ein Problem, nämlich das, dass ich vorantreiben und manipulieren wollte. Mein Mann sollte sich stellen, dabei ist es seine Angelegenheit, wann und wo er sich stellt und ob er das überhaupt will. Ich wollte helfen, damit es mir mit diesem Problem besser geht. Ich wollte Verständnis und Mitgefühl an falsche Stelle, habe die Situation falsch eingeschätzt. Das einzige, was mir als Co.-Abhängige bleibt, ist gut für mich selbst zu sorgen, ungeachtet dessen, wie Andere mit sich umgehen. Glücklicherweise kann ich recht gut alleine leben. Meinen Mann habe ich vor die Wahl gestellt, nun muss ich ihn in seine Eigenverantwortlichkeit entlassen, es ist sein Problem, wie er mit seiner Sucht umgeht. Ich werde in Zukunft lieber gut mit mir selbst umgehen und nur dann zur Stelle sein, falls er mich um Hilfe bittet.
LG Devi

Genau das ist es!!
super, wie Du das schreibst und ich bin überzeugt, daß Du auf dem absolut richtigen Wege bist!!! Ich weiß nicht, ob es Dir gelingt, Deinen Mann zu überzeugen aber ich habe keine Zweifel daran, daß es Dir auf kurz oder lang wieder richtig gut gehen wird! Das hört sich nach einer starken frau an..... ich wünsch Dir Glück!!

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W
wenona_12054030
13.12.05 um 12:20
In Antwort auf an0N_1191367699z

Genau das ist es!!
super, wie Du das schreibst und ich bin überzeugt, daß Du auf dem absolut richtigen Wege bist!!! Ich weiß nicht, ob es Dir gelingt, Deinen Mann zu überzeugen aber ich habe keine Zweifel daran, daß es Dir auf kurz oder lang wieder richtig gut gehen wird! Das hört sich nach einer starken frau an..... ich wünsch Dir Glück!!

Genau das ist es
danke für Deine Antwort.
Es fühlt sich nun für mich gut an, ich lege keine Energie mehr hinein, meinen Mann oder gar den Bruder zu überzeugen, sondern nehme die Energie für mich. Ganz so stark bin ich noch nicht, sonst wäre mir das nicht passiert. Ich stufe es ein als Rückfall, den ich nochmal brauchte. Schließlich möchte ich auch nicht zu Entscheidungen gezwungen werden. Je selbständiger und unabhängiger ich werde, desto leichter fällt der Umgang mit diesem Thema. Mein Mann hat bereits bemerkt, dass es mir recht ernst ist, er kann mir nichts mehr vormachen, und mich mit lappidaren Versprechungen hinhalten, zumindest ist er schon mal am Überlegen. Alles andere überlasse ich nun ihm. So wie es kommt, ist es gut.
Zumindest kann ich bereits gut alleine leben, wogegen mein Mann immer noch der Meinung ist, mich zu brauchen. Ich glaube auf einem guten Weg zu sein, dieser Weg hat natürlich seine Tücken und Abzweigungen, jedoch werde ich in Zukunft ein wenig mehr auf die Warndreiecke achten. Aus Deinen Worten entnehme ich, dass Du Dich bereits ein wenig mit der Problematik befasst hast, alles Gute auch für Dich. LG Devi

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