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Mein Mann nimmt Kokain

14. März 2012 um 14:09 Letzte Antwort: 8. August 2013 um 14:10

Hallo, mein Mann hat mich nach 9 Jahren vor 2 Tagen verlassen, angeblich weil er alleine leben will und ich Ihn dabei störe. Ich weiß aber das er schon seit 3 Monaten Kokain nimmt, er hat mir vor 2 Wochen gesagt das er nach Weihnachten das täglich gemacht habe aber dann vor 3 Wochen nur noch am Wochenende.
Vor 1 Woche fing er an alles ab zu streiten, er hätte nie genommen und würde auch nichts nehmen.
Er ist von heute auf morgen gegangen und ich sitze da und verzweifle, wen ich Ihn anrufe und sage ich helfe Dir da raus, dann wird er aggressiv und sagt er nehme keine Drogen und ich soll Ihn in Ruhe lassen. Auch sagt er auf einmal er hätte mich 9 Jahre nicht geliebt. Machen das die Drogen? Den wen wir telefonieren höre ich wie er ständig seine Nase hoch zieht.
Doch ich weiß es, da er schon seit längerer Zeit ständig seine Nase putzen mußte und auch Nasenspray benutzt hatte, doch er sagte damals er hätte nur Schnupfen, jetzt weiß ich was das war.
Kann ich Ihm irgendwie noch helfen oder muß ich Ihn aufgeben?
Ist einem Drogenabhängigen wirklich alles egal das er sogar seine Ehe deswegen aufgibt?
Kann mir wer helfen und mir zu verstehen geben wie so jemand denkt und ob ich noch was tun kann?

Ich bin für jede noch so kleine Info dankbar

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25. März 2012 um 0:16

Ähnliches erlebt....
Liebe tanjag4,

auch mein Freund verließ mich, wahrscheinlich u.a. auch aufgrund seines Kokainkonsums.
Unsere Beziehung war von Höhen und Tiefen geprägt. Immer hatte ich Schuld, wurde nieder gemacht. Er war oft verbal agressiv und manipulierend, lügte, beleidigte, drehte mir die Worte im Munde um, war egoistisch, unmoralisch, arrogant und ständig auf seinen eigenen Spaß bedacht.
Zu dem Zeitpunkt ahnte ich: er leidet an einer narzistischen und antisozialen Persönlichkeitsstörung (auch ein Symptom von Koksmißbrauch).
Dann kam eine Phase tiefer Depression bei ihm. Lustlosigkeit, Gefühlskälte, Müdigkeit, Impotenz, er empfand kleinste Störungen als großen Stress und wollte nur noch seine Ruhe. Alles war egal.
Meine ständigen Nachfragen -was zum Henker- denn nun los sei (auf die ich auch nie eine sinnvolle Antwort bekam) nervten ihn so sehr, daß er mich verließ. Auch er sagte mir, daß er mich nicht mehr liebt, wir eine kranke Beziehung hatten und wir einfach nie zueinander gepaßt hatten.
Nach dem "Aus" habe ich von verschiedenen Freunden erfahren, daß er viel Kokain geschnupft hat und war baff, es nie bemerkt zu haben. "Wie naiv" werden viele denken, aber so ist das nunmal, wenn man nie mit dem Zeug in Berührung kam.........
Ich denke, in seiner agressiven Zeit hat er Koks genommen, in der depressiven Phase hat er versucht, vom Koks loszukommen. Wissen tue ich es nicht.
Klar, jeder Drogenanhängige muß die Notwendigkeit für einen Entzug selbst erkennen und auch wollen. Sicherlich kannst Du Deinem Mann Hilfe und Unterstützung anbieten, nur solange er seine Höhenflüge genießt und die Droge ihn scheinbar selbstbewußter, größer und fitter macht, wird er jede Hilfe ablehnen. Bedenke auch die Spätfolgen von Kokain, die Psychosen und Angstzustände. Willst Du das alles mitmachen?
Sehr aufschlußreich: http://www.seehaus-hh.de/seiten/kokain.htm.
Ich habe beschlossen, meinen Freund ziehen zu lassen. Ich habe nicht gekämpft. Die Kraft dazu habe ich in der Beziehung schon verloren.
Ich wünsche Dir, daß Du die richtige Entscheidung triffst........LG Gwen

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25. März 2012 um 9:59
In Antwort auf sidney_12722062

Ähnliches erlebt....
Liebe tanjag4,

auch mein Freund verließ mich, wahrscheinlich u.a. auch aufgrund seines Kokainkonsums.
Unsere Beziehung war von Höhen und Tiefen geprägt. Immer hatte ich Schuld, wurde nieder gemacht. Er war oft verbal agressiv und manipulierend, lügte, beleidigte, drehte mir die Worte im Munde um, war egoistisch, unmoralisch, arrogant und ständig auf seinen eigenen Spaß bedacht.
Zu dem Zeitpunkt ahnte ich: er leidet an einer narzistischen und antisozialen Persönlichkeitsstörung (auch ein Symptom von Koksmißbrauch).
Dann kam eine Phase tiefer Depression bei ihm. Lustlosigkeit, Gefühlskälte, Müdigkeit, Impotenz, er empfand kleinste Störungen als großen Stress und wollte nur noch seine Ruhe. Alles war egal.
Meine ständigen Nachfragen -was zum Henker- denn nun los sei (auf die ich auch nie eine sinnvolle Antwort bekam) nervten ihn so sehr, daß er mich verließ. Auch er sagte mir, daß er mich nicht mehr liebt, wir eine kranke Beziehung hatten und wir einfach nie zueinander gepaßt hatten.
Nach dem "Aus" habe ich von verschiedenen Freunden erfahren, daß er viel Kokain geschnupft hat und war baff, es nie bemerkt zu haben. "Wie naiv" werden viele denken, aber so ist das nunmal, wenn man nie mit dem Zeug in Berührung kam.........
Ich denke, in seiner agressiven Zeit hat er Koks genommen, in der depressiven Phase hat er versucht, vom Koks loszukommen. Wissen tue ich es nicht.
Klar, jeder Drogenanhängige muß die Notwendigkeit für einen Entzug selbst erkennen und auch wollen. Sicherlich kannst Du Deinem Mann Hilfe und Unterstützung anbieten, nur solange er seine Höhenflüge genießt und die Droge ihn scheinbar selbstbewußter, größer und fitter macht, wird er jede Hilfe ablehnen. Bedenke auch die Spätfolgen von Kokain, die Psychosen und Angstzustände. Willst Du das alles mitmachen?
Sehr aufschlußreich: http://www.seehaus-hh.de/seiten/kokain.htm.
Ich habe beschlossen, meinen Freund ziehen zu lassen. Ich habe nicht gekämpft. Die Kraft dazu habe ich in der Beziehung schon verloren.
Ich wünsche Dir, daß Du die richtige Entscheidung triffst........LG Gwen

Nicht alleine mit dem Problem
Liebe Gwen,
erstmal danke für eine Antwort den ich sehe das ich nicht die einzigste bin mit solch einem Problem. Bei meinem Mann war es ganz anders rum als bei Deinem Freund, er war lieb , nett, hilfsbereit und der ehrlichste Mensch den ich je kannte. Erst seit Dezember wo er anfing Kokain zu nehmen änderte er sich total. Als ich Ihm mal sagte ich muß mit Deinen Eltern reden, noch bevor er mich verließ, wurde er richtig böse und schrie Du sagst immer Du kennst mich, doch Du kennst mich nicht, ich war als Teenager Heroinabhängig gewesen, meine Eltern haben die Hölle erlebt, wen Du denen sowas jetzt sagst kriegt meine Mutter einen Herzinfarkt. Ich sagte es daruf hin seiner Mutter natürlich nicht, doch mich beschäftiggt jetzt die Frage war es eine lüge was er sagte um sich zu schützen oder sagte er damit die Wahrheit. Nach unserer Trennung fragte ich Ihn und sagte Ihm ich brauche die ehrliche Antwort darauf um abschließen zu können. Er sagte nur zu mir: Meine Vergangenheit und meine Gegenwart geht Dich nichts mehr an. Meint er mit so einer Aussage JA das es stimmt, ich weiß es nicht und bin wieder da wie vor dem Gespräch. Doch seine Eltern wissen Bescheid, den ich konnte Ihm nicht helfen er will ja auch nichts mehr von mir wissen und ich möchte nicht vorhaltungen gemacht bekommen wen etwas passiert. Es tut weh wen man nach 9 Jahren so behandelt wird. Wir oder Ich habe Ihn geliebt bis er von heute auf morgen sagt er will die Trennung einfach so, es gab nie einen Streit noch sonstiges. Daher ist es für mich schwer los zu lassen, doch im moment bin ich dabei und es wird von Tag zu Tag etwas leichter. Er konnte das einfach so von heute auf morgen doch ich habe gehört das das die Drogen machen. Ich hoffe Dir Gwen gehts etwas besser als mir, wobei ich denke so einfach ist so was nie.
Wäre nett wen Du mir erzählen würdest wie es bei Dir jetzt weiter geht.

Liebe Grüße Tanja

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25. März 2012 um 22:42

Liebe Tanja,
auch mein Freund war vorher der tollste Mann, den ich je kennengelernt habe. Großzügig, liebevoll, hilfsbereit,......Wir waren super glücklich. Sein ganzes Verhalten änderte sich während unserer Beziehung.

Ich war Schuld, daß er mir in einer Auseinandersetzung fast die Handgelenke zerdrückte, nur weil ich weggehen wollte, er mich aber gewaltsam festhielt.

Ich war Schuld, daß er eine 20 cm lange Narbe auf dem Handrücken hatte, weil er einem anderen Mann ins Gesicht schlug, der mich nach einem Streit (mein Freund würgte mich) verteildigte. Der Riss vom Schlag entzündete sich, die Hand mußte 3 Mal operiert werden.

Ich war Schuld, daß er nach erster Trennung und Auszug einen Kredit aufnahm, um sich neue Möbel, Klamotten, Handy, etc.. zu kaufen. Den Auszug wollte aber er und die Hälfte davon brauchte er noch nicht einmal.

..........u.s.w.......

Du siehst: Kokain verändert die Persönlichkeit. Man verliert sämtliche Hemmungen und die Moral, zieht sich zurück und wird emotional unerreichbar. Im Gegensatz zu deinem Mann ist mein Freund noch eine Weile geblieben, nur besser erging es mir dadurch auch nicht, weil er mich zum Sündenbock für sein mieses Verhalten gemacht hat.
Oft glaubte ich verrückt zu werden, weil ich sein ganzes Verhalten nicht mehr verstand und an mir zweifelte. Irrational, kalt, widersprüchlich, einfach unnormal.

Mir geht es seit der Trennung auch nicht gut, sehe aber keinen Weg zurück zu ihm. Ich hätte mich verloren und wäre irgendwann in die Psychatrie gekommen, ganz klare Sache.
Wir Frauen haben das Helfer-Syndrom, wollen gerne alles wieder ins Reine bringen. Nur, was willst Du machen, wenn Dein Mann alles abblockt? Keine Emotionen mehr zeigt? Hinterherlaufen? Dich vielleicht beschimpen lassen? Tue Dir das bitte nicht an. Du bist machtlos, genau wie ich.....
Heroinsüchtig in der Jugend? Na ja.....kann sein oder auch nicht. Er wird mit Lügen versuchen, seine Sucht zu vertuschen, und Dich dadurch hindern wollen, mit seinen Eltern zu sprechen. Denn das würde für ihn Stress bedeuten, den er in seinem Zustand nicht gebrauchen kann. Er wird sein ganzes Umfeld belügen und kein schlechtes Gewissen dabei haben.
Das sind meine Erfahrungen.
Ich rate dir: laß ihn laufen. Vielleicht kommt er zur Besinnung, wenn er ganz am Boden ist, Job, Freunde und viel Geld verloren hat. Aber hoffe nicht darauf. Und: lasse Dich auf keinen Fall mehr auf ihn ein, bevor er nicht eine Therapie begonnen hat. Sonst kann es Dir wie mir ergehen.....
Kopf hoch! Jeder Tag wird besser. Rede mit Freundinnen, das hilft. Mache Dir keine Vorwürfe, es war seine eigene Entscheidung.
LG Gwen





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4. August 2013 um 20:11

..
hallo Tanja. wollte fragen wie gehst es dir ? und dein Mann ? Bin in gleiche situacion und habe noch 1,5 jahre Tochter.Zein Geburt unseres Kindes nimmt mein Freund Kokain und noch betrügt mich mit eine prostituierte ( sie ist seine schatz schön 1,5 Jahr) tut mir leid für die Rechtschreibung bin keine deutsche.

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5. August 2013 um 21:41

Mein Mann nimmt Kokain
Hallo Kateleya, es tut mir leid das du jetzt das selbe durch machen musst wie ich vor 1 1/2 Jahren noch. Ich kann Dir nur sagen suche mal eine Drogenberatungsstelle von der Caritas auf, die hat mir sehr geholfen und mir auch die Augen geöffnet. Du musst vor allem an Deine Tochter denken! Er meldet sich zwar immer noch bei mir und hat mich auch zu sich schon eingeladen oder mal auf einen Kaffee. Er hat sich auch vielmals bei mir entschuldigt für das was er mir angetan hatte. Doch ich habe ihm gesagt das es kein zurück mehr gibt und ich ihm im Moment nicht verzeihen kann für das was er mir angetan hatte. Biete Deinem Freund auch evtl mal gemeinsam an zu so einer Beratungsstelle zu gehen, vielleicht will er ja mit Hilfe davon weg kommen, mein Mann wollte keine Hilfe von mir. Jetzt sind wir seit 3 Monaten geschieden und mir geht es sehr gut! Er ruft mich immer noch des öfteren an und wir können auch wieder normal mit einander reden aber zu mehr Kontakt bin ich noch nicht bereit.
Ich wünsche Dir viel Glück und vor allem Kraft!
Du kannst mich jederzeit anschreiben wen du fragen hast

Liebe Grüße Tanja

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8. August 2013 um 14:10

Re
Hallo,

seine Kokain-Sucht kann auf jeden Fall eine Ehe zerstören.Er braucht einen Arzt denn wahrscheinlich kommt der selber nicht mit seinem Leben klar und dann kann der auch schlecht mit anderen klar kommen. Bitte ihm eine Entzugsklinik an, solange es nicht ganz zu spät ist.

Grüße,
Lisa

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