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Mein Mann hat Depressionen...weiss nicht mehr wie ich damit umgehen soll....

1. November 2010 um 22:39

Hallo,

mein mann hat depressionen. es begann mit einem burn out u ist jetzt eine ausgewachsene depression. es begann etwa vor einem jahr, kurz vor der geburt unserer tochter. er bekam panik, er muss eine familie ernähren etc. sein job ( er ist selbstständig) ist leider auch nicht sehr einfach u er muss sehr kämpfen um sein geld zu verdienen. er war bei der geburt dabei doch heute sage ich mir, wenn ich gewusst hätte wie es endet hätte ich ihn nicht mitgenommen. irgendwas hat er im kreissaal vergessen. er hatte kein problem mit der geburt selbst sondern dass ich soviel schmerzen hatte u leiden musste. naja wie auch immer. unsere kleine war leider auch kein einfaches baby. sie hat nur geheult die ersten monate. u er flüchtete nur noch. ich musste alles allein bewältigen, kind haushalt etc. wir entfernten uns immer weiter von einander. er war manchmal nur auf der durchreise zu hause. der job wurde total vernachlässigt u seine gesundheit u schlaf leider auch. naja jetzt bin ich seit etwa 4 wochen ausgezogen weil wir uns nur noch gestritten haben. er versteht alles falsch u fasst alles falsch auf. meine blosse anwesenheit bringt ihn zur weissglut. er kann nicht mit mir reden u mir klar machen was in ihm vorgeht. er sagt nur immer wieder ich soll mir eine wohnung suchen u ihn erstmal in ruhe lassen. das ist nur nicht so einfach. ich finde wenn man verheiratet ist muss man doch für einander da sein u nicht ausziehen......ich finde wenn ich mir ne wohnung suche klingt es so entgültig.
er hat zumindest jetzt begonnen eine therapie zu machen u möchte wohl auch in eine klinik gehen. nur leider sind die wartezeiten etwas länger. ich hatte mehr glück u kann ende des monats zur mutter-kind-kur gehen. für mich ist es einfach so schwer ihn nicht zu sehen, zu sprechen oder zu schreiben. würde ihm so gern helfen nur ich bin leider der falsche mensch dafür. habe angst das er seine depressionen nicht in den griff bekommt u unsere ehe tatsächlich zu grunde geht u die kleine ohne papa oder wochenendpapa aufwachsen soll.
hat vll jemand ähnliche erfahrungen gemacht? kann mir vll jemand sagen ob ein klinikaufenthalt geholfen hat? oder vll tips was ich machen kann oder mich noch ablenken kann oder wie ihr darüber denkt hinsichtlich einer eigenen wohnung.

danke

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1. November 2010 um 23:37

Auf jeden Fall Klinik
Hallo Jassi1502,
ich leide selbst seit 9 Jahren an Depressionen und kann nachvollziehen, wie Dein Mann sich fühlen muss.
Ich selbst habe mehrere Therapien angefangen, habe aber jetzt, wo es bei mir sehr akut ist, eingesehen, dass ich mehr tun muss. Ich habe mich in einer Tagesklinik angemeldet.
Was ich damit sagen will ist, dass es sehr wichtig ist, dass Dein Mann selbst einsieht, dass er momentan krank ist und professionelle Hilfe braucht.
Gerade in seiner Selbständigkeit steht er ja unter enormem Druck. Ich selbst bin auch selbständig, wenn auch nur in kleinem Rahmen.
Habe letztens mit einer Patientin einer Klinik gesprochen, die dort eine 6 wöchige stationäre Therapie gemacht hat. Sie meinte, das war das Beste was sie je hätte machen können.
Das hat mich sehr in meinem Vorhaben bestärkt, denn es gibt Spezialisten auf diesem Gebiet Depressionen.
Wie gesagt, ich denke der erste und wichtigste Schritt ist die Erkenntnis, dass man da alleine oft nicht rausfindet.
Das einzige, was ich Dir raten kann, ist dass Du Deinem Mann eindringlich rätst sich Hilfe zu suchen, weil Du Dir Sorgen um ihn machst, und Du ihm zwar beistehen kannst, aber ihn nicht "gesund werden lassen" kannst. Das muss er in die eigene Hand nehmen, und das sollte er auch, denn er trägt ja jetzt auch mit die Verantwortung für euer Kind, und damit meine ich nicht nur den finanziellen Aspekt.
Ich hoffe, ich konnte Dir irgendwie weiterhelfen. Wenn Du noch Fragen hast, dann meld Dich.
lg

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5. November 2010 um 0:56

Depressionen
Hallo,

mein Lebensgefährte hat auch seit Anfang des Jahres Depressionen. Ich weiss, es ist nicht leicht mit einem depressiven Menschen umzugehen. Mein Mann ist ständig gereizt, nichts kann man ihm recht machen und er ist auch zum Teil ziemlich ungerecht mir gegenüber in seiner Ausdrucksweise, was ich ansonsten von ihm nicht so kenne. Wenn ich ihn darauf anspreche, meint er meistens zu mir:
"Du nervst!" Ich habe sowieso momentan den Eindruck ich "nerve" ihn nur und er will einfach nur seine Ruhe haben. Als ob ich ihn stören würde. Er lässt auch momentan keine Nähe mehr zu, er kommt kühl rüber und man hat den Eindruck, dass er keine Gefühle mehr für mich hat. Und das ist hart für mich, weil ich ihn ganz anders kenne. Wenn ich ihn darauf anspreche, dass er sich so verändert hat und ich darunter leide, meint er dann immer zu mir, er könne momentan nicht anders, er könne jetzt keine Gefühle zeigen. Ich bin darüber auch todunglücklich, manche Tage blocke ich ganz gut ab, aber dann habe ich wieder Tage da sitze ich auch in irgendeiner Ecke und weine. Bei mir war es auch schon so weit gewesen, dass ich zu meinem Freund gesagt habe, dass es den Anschein macht, als wenn er die Beziehung beenden möchte. Aber er sagte zu mir, wenn ich das wollte, wäre ich doch schon längst weg. Und daran klammere ich mich zur Zeit, obwohl es mir manche Tage auch nicht ganz gelingt.

Ich kann mir gut vorstellen, wie Du Dich fühlst, wenn Dein Mann zu Dir sagt, dass Du ausziehen sollst. Aber ich denke er ist selbst mit der Krankheit überfordert und weiss selbst nicht, was er eigentlich will. Hattet Ihr vor seiner Erkrankung eine harmonische Beziehung geführt? Das Du jetzt mit Eurem Kind eine eigene Wohnung suchen sollst ist ein bisschen weit gegriffen von seiner Seite her. Es wäre gut, Ihr könntet darüber nochmal sprechen. Das sich Dein Mann einer Therapie unterzieht ist schon mal ein großer Schritt, denn er hat erkannt, dass er ohne Hilfe nicht aus der Depression herausfindet. Ich musste bei meinem Freund reden wie ein Buch und habe es dann selbst in die Hand genommen. Es war bei uns gar nicht so einfach einen Therapieplatz zu finden.
Aber jetzt geht er seit einigen Wochen einmal in der Woche zu einem Therapeuten und ich hoffe, dass es ihm bald besser geht. Ansonsten lenken mich momentan meine 2 Kinder ab und ich habe Freunde und eine nette Kollegin auf Arbeit, die mir zur Seite stehen und mit denen ich immer reden kann. Ich hoffe, Du hast auch Leute, mit denen Du über das Problem reden kannst. Die Mutter-Kind-Kur wird Euch gut tun, da hat man auch oft Psychologen vor Ort.

Denke immer daran Dein Mann ist zur Zeit krank und reagiert jetzt krankheitsbedingt auch so, vieles meint er nicht so. Vielleicht sollst Du ihn so nicht sehen, denn Männer wollen ja immer Stärke zeigen, ihre Familie ernähren, ja keine Schwächen zeigen. Wenn Du von der Kur zurückkommst würde ich Dir auch raten zu einem Psychologen zu gehen, es tut gut mal mit einem unbeteiligten Menschen über seine Probleme zu reden.

Ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen helfen,
liebe Grüsse! Pamela

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11. Februar 2017 um 22:51
In Antwort auf afanen_12286258

Hallo,

mein mann hat depressionen. es begann mit einem burn out u ist jetzt eine ausgewachsene depression. es begann etwa vor einem jahr, kurz vor der geburt unserer tochter. er bekam panik, er muss eine familie ernähren etc. sein job ( er ist selbstständig) ist leider auch nicht sehr einfach u er muss sehr kämpfen um sein geld zu verdienen. er war bei der geburt dabei doch heute sage ich mir, wenn ich gewusst hätte wie es endet hätte ich ihn nicht mitgenommen. irgendwas hat er im kreissaal vergessen. er hatte kein problem mit der geburt selbst sondern dass ich soviel schmerzen hatte u leiden musste. naja wie auch immer. unsere kleine war leider auch kein einfaches baby. sie hat nur geheult die ersten monate. u er flüchtete nur noch. ich musste alles allein bewältigen, kind haushalt etc. wir entfernten uns immer weiter von einander. er war manchmal nur auf der durchreise zu hause. der job wurde total vernachlässigt u seine gesundheit u schlaf leider auch. naja jetzt bin ich seit etwa 4 wochen ausgezogen weil wir uns nur noch gestritten haben. er versteht alles falsch u fasst alles falsch auf. meine blosse anwesenheit bringt ihn zur weissglut. er kann nicht mit mir reden u mir klar machen was in ihm vorgeht. er sagt nur immer wieder ich soll mir eine wohnung suchen u ihn erstmal in ruhe lassen. das ist nur nicht so einfach. ich finde wenn man verheiratet ist muss man doch für einander da sein u nicht ausziehen......ich finde wenn ich mir ne wohnung suche klingt es so entgültig.
er hat zumindest jetzt begonnen eine therapie zu machen u möchte wohl auch in eine klinik gehen. nur leider sind die wartezeiten etwas länger. ich hatte mehr glück u kann ende des monats zur mutter-kind-kur gehen. für mich ist es einfach so schwer ihn nicht zu sehen, zu sprechen oder zu schreiben. würde ihm so gern helfen nur ich bin leider der falsche mensch dafür. habe angst das er seine depressionen nicht in den griff bekommt u unsere ehe tatsächlich zu grunde geht u die kleine ohne papa oder wochenendpapa aufwachsen soll.
hat vll jemand ähnliche erfahrungen gemacht? kann mir vll jemand sagen ob ein klinikaufenthalt geholfen hat? oder vll tips was ich machen kann oder mich noch ablenken kann oder wie ihr darüber denkt hinsichtlich einer eigenen wohnung.

danke

Geh zu ihm zurück, sonst endet er..... gut gemeinter Rat ist oft teuer, Begräbnisse aber teurer. Zeig ihm das du ihn brauchst. Zeig ihm das du an seiner Seite SEINE Frau bist. Zeig ihm das du mit ihm durch Dick und Dünn gehst. Zeig ihm das Dir nichts zu schwer ist ihn zurückzugewinnen. Zeig ihm einfach dich selbst und vor allem: Zeig ihm das deine Entscheidung dich zu trennen du zu tiefst bereust. NUR So wird dein Kind mit euch glücklich werden.... Mir ist es als Mann verwehrt geblieben-- Mach es für dein Kind und für euch---würde mich sogar ein wenig glücklich machen---- Frank

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