Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Vergewaltigung und sexueller Missbrauch

Mein Mädchen wurde vergewaltigt

13. November 2011 um 23:47 Letzte Antwort: 18. November 2011 um 23:47

Ich habe meine Freundin vor etwa 2 Jahren kennengelernt.
Anfangs habe ich niemals gedacht, was für qualen sie schon durchgemacht hat bzw. sogar jetzt noch macht.Solche Dinge kannte ich nur aus dem fernsehen bzw aus den zeitungen, aber wenn man selbst so etwas mit erlebt ist es echt nicht schön.

Nachts hat sie immer diese bösen Träume, tagsüber (immer wenn sie alleine ist) weint sie viel. Dabei ist sie eigentlich ein solch lebensfrohes mädchen...

Manchmal sagt sie, sie schafft das alles nicht mehr lange... jetzt mache ich mir sorgen...

ich weiß das professionelle hilfe angebracht wäre, aber das kommt für sie nicht in frage..
ich für meinen teil bemühe mich natürlich sie bestmöglich bei allem zu unterstützen und wollte jetzt gerne mal in die runde fragen, ob jemand tipps hat was ich in solchen situationen machen kann/sollte.

den verweis auf psychologen etc. brauch ich an dieser stelle nicht. Es MUSS doch auch so einen weg geben jemanden wieder lebensfreude beizubringen oder ähnliches.

Ihr Weltbild verändern, helfen die schlimmen dinge zu vergessen oder einfach leichter zu verarbeiten. irgendwie soetwas. Bitte helft mir.

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14. November 2011 um 1:57

Psychologie
Das ist aber der einzige gute Ratschlag den ich dir geben kann. Wieso würde sie denn so etwas nicht wahrnehmen?

Deine Bemühungen in allen Ehren, in den meisten Fällen ist für so etwas professionelle Hilfe erforderlich. Genauso wie du nicht jede Krankheit mit Hausmittelchen kurieren kannst, ist es auch in der Psychologie nicht möglich irgendwelche Probleme zu lösen indem man sich nur um den geliebten Menschen kümmert und ihm beisteht. Da spielt unser Kopf leider nicht immer mit.

Tut mir Leid das ich dir keinen anderen Rat geben konnte, und viel Glück euch beiden.

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16. November 2011 um 16:35

Man kann Menschen stützen, aber
du wirst deine Freundin nicht ein Leben lang tragen können. Hat deine Freundin dir gesagt, dass sie nicht in eine Therapie gehen möchte? Wenn ja, hat sie Gründe dafür genannt? Ich kenne Frauen, die haben sich mit dem Argument "Ich bin nicht bekloppt, also gehe ich auch nicht zum Beklopptendoktor" gegen eine Therapie gewehrt. Später, als sie sie dann doch angenommen hatten, gaben sie zu, dass sie Angst hatten sich mit dem Thema wieder beschäftigen zu müssen, jetzt aber merken, dass das der einzig richtige Weg war. Könnte es sowas sein?

Bestimmt kannst du es für sie leichter machen. Du kannst vorm Einschlafen bei ihr sein, ihr etwas lustiges vorlesen und sie in den Schlaf streicheln. Das wäre für sie vll toll, doch es wäre nur eine Übergangslösung. Du kannst Alkohol auf einen vereiterten Zahn schütten und du wirst eine Zeitlang keine Zahnschmerzen mehr haben, doch irgendwann kehren sie zurück. Ich arbeite seit mehr als 15 Jahren mit Vergewaltigungsopfern, aber ich würde mich niemals trauen, das ohne einen Therapeuten zu machen. Alle Frauen in meiner Gruppe haben eine komplette Therapie absolviert und können jederzeit wieder dahin zurückkehren, wenn neue Probleme auftauchen. Ich finde, ihr solltet die Möglichkeit nutzen, wenn sie besteht.
Überlegt euch das vll nochmal.
LG, Nelly

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17. November 2011 um 11:30

Ich kürze vielleicht zu gern mit vll ab
Ich meinte, das könne ihr vielleicht helfen, es könnte eventuell für sie toll sein. Ich kenne die Feundin ja nicht. Vll ist es für sie besser, eine Dokumentation über die Entstehung der Erde zu sehen - keine Ahnung. Ich weiß, dass man als Angehöriger schon etwas tun kann, um es den Opfern zu erleichtern, aber es bleibt dabei, dass die wunde Seele vom Therapeuten geheilt werden sollte, nicht von Laien und dass man gemeinsam erarbeiten kann, was dem anderen hilft. Da muss man als Angehöriger mal ein bisschen kreativ werden und Dinge ansprechen. Gerade wenn jemand Probleme hat einzuschlafen, gibt ne Menge Sachen, die man als Angehöriger tun kann.
Ein Paar hört jeden Abend im Bett Musik, die er dann ausschaltet, wenn sie schläft. Ein anderes schläft die ganze Nacht Händchen haltend. Wenn er nachts zur Toilette muss, wacht sie auf und wartet, bis er wieder da ist. Eine meiner Freundinnen hat das Problem mit einem Kuscheltier gelöst. Seit sie einen Teddy hat, gehts ihr schon viel besser. Es ist nicht leicht für Angehörige, aber da kann Liebe viel machen.
LG, Nelly

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18. November 2011 um 23:47

Mit tricks arbeiten
Hallo

Auch jeder Psychologe hat so seine tricks in gesprächen... es gibt bücher darüber wie man schwere situationen besser überwinden kann, manche dinge darin können wirklich hilfreich sein (die muss man auch nicht kaufen gibt au im internet tricks...) aus meiner erfahrung kann acuh ein selbstverteidigungs kurs für frauen eim je nach situation entspannung bringen! (Sehr zu empfehlen) das macht man zwanglos nicht mit dem hintergrund weil eim was passiert ist sondern im allgemeinem um sich sicherer und stärker zu fühlen und in gewissen situationen ein par tricks in der tasche hat also mir und eine freundin hat das weitergeholfen auch fürs selbstbewusstein... ich bekomme jetzt nicht mher sofort panik wenn jemand größer und körperlich überlegen ist denn ich weiß jetzt ich bekomme mit der richtigen technik auch 150 Kg von mir runter ein brett duschlagen das die stärke eines Knochens hat... das alles sehr gut!

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